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Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES

geschrieben von Löwe 
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Abhandlang über die Natur ,Vowort:"Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden Darum erschuf ich die Welt." (Hadithu-l'Qudsi = ein außerquranisches Wort Gottes)In diesem Hadith offenbart uns Gott den Sinn Seiner Schöpfung und die tiefe, dahinter verborgene Weisheit ihres Schöpfers.Wie wir das in anderer Form bereits in den Evangelien gelesen haben; besteht der Sinn des Lebens in der Erkenntnis Gottes und die Bewußtwerdung Seiner Schöpfung ist ihr Ziel. Gott schuf den Menschen, damit er an Ihn glaube, ihn anbete und Ihm diene.So brennt denn im Herzen eines jeden Menschen eine unstillbare Sehnsucht nach Ewigkeit und Urýsterblichkeit, nach Klarheit, nach Schörýheit und Vollendung. Das irdische Leben vergeht wie ein Frühling und so, wie Rosen und Kirschblüten verwelken. Niemand vermag es ganz und bis zum Ende zu genießen· Was bleibt ist Trauer und Zorn. Ein Abgrund tut sich auf gleich einer Sucht, die keine Sehnsucht zu befriedigen vermag und den nur Gott allein mit Seinen 99 Attributen, Seinen wunderbaren Namen, auszufüllen vermag.Für jeden, der an offenen Gräbern gestanden, der in diesen Abgrund hineingeblickt hat, der von dieser Sucht gekostet, diese Sehnsucht in sich verspürt hat, so wie ein Kind sich heimsehnt noch seiner Mutter, der sich dazu entschlossen hat, heimzukehren und den zu suchen, der ihn erschaffen hat, sei hier ein kleines Büchlein vorgelegt, das seinem Verstand diese Suchs mit glasklaren, logischen, leicht verständlichen Beweisen erleichtern und vereinfachen will. Der Suche nach Gott, von dem uns Seine Schöpfung wie ein aufgeschlagenes Buch auf jeder Seite immer wieder und immer wieder neu berichtet, folgen Kapitel über das Gebet und seinen Sinn und den Sinn des Lebens, die verschiedenen Arten von Spiegelungen und wie man die Dinge wie ein Kind im Glauben annehmen, sich im Vertrauen auf Gottes liebende Allweisheit jenem Arzt über alle Schöpfung hingeben soll, der alles vermag, der sich niemals irrt und der uns alle am Ende unserer Tage einmal wieder vom Schlafe zu sich erwekken wird an jenem abendlosen Tage, da Er Selbst die Sonne Unseres Paradieses sein wird.Sie vernichtet die aus dem Naturalismus hervorragende atheistische Philosophie, ohne ihr noch die Chance zu einer späteren Renaissance zu lassen. So zertrümmert sie den Grundstein des Unglaubens vollständig.l. HinweisMit dieser Abhandlung wird anhand von neun Unmöglichkeiten, die mindestens neunzig Unmöglichkeiten beinhalten, dargelegt, in welchem Maße die wahre Natur des Weges, den die Gottesleugner unter den Naturalisten beschritten haben, unvernünftig und häß lich ist und in welchem Grade sie auf Aberglauben beruht. Weil aber diese Unmöglichkeiten schon in anderen Abhandlungen teilweise dargelegt wurden, können wir hier einige Stufen überspringen, indem wir uns ganz kurz fassen. Es steigt daher plützlich der Gedanke auf: Wie konnten nur so berühmte und vernünftige Philosophen einen so deutlichen und offensichtlichen Aberglauben annehmen und suf einem Solchen Wege fortschreiten? Ja, sie konnten die wahre Natur des von ihnen eingeschlagenen Weges nicht wahrnehmen. Aber die Realität dieses Weges, die Prämisse und das Resultat dieses Weges ist darge-stalt, daß ich bereit bin, den Zweiflern mit ganz klaren und unwiderleglichen Zeugnissen ausführlich darzulegen und zu beweisen, daß eine Zusammenfassung ihrer Lehre*, deren Voraussetzungen und zwangsläufige Resultate häßlich und abscheulich und dem Verstande unzugänglich sind und werde dies auch am Ende jeder Unmöglichkeit, die ich niederschreiben werde, darlegen.
>> Im Namen Alhahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Es sprachen ihre Gesandten: Gibt es etwa einen Zweifel an Allah, dem Schöpfer der Himmel und der Erde?<< (14,10)Diese ehrwürdige Ayah zeigt, in der Form einer verneinenden Fragestellung, indem sie aussagt, daß es >>Über Gott den Gerechten keinen Zweifel gibt und geben darf<<, daß die Existenz und Einheit Gottes ganz offensichtlich ist.2. Hinweis
(zur Erklärung der folgenden Tatsachen)
1923 bin ich nach Ankara gegangen. Ich sah, daß sich in die Überzeugung von Leuten des Glaubens, die sich des Sieges der islamischen Armee über die Griechen erfreuten,sehr schlimme
Anmerkung: Der Grund für die Verfassung dieser Abhandlung ist der, daß man in besonders verletzender und besonders häß licher Weise seine Geringschätzung der Wahrheiten des Glaubens zum Ausdruck gebracht und einen Aberglauben genannt hat was dem unzulänglichen Verstande nicht erreichbar ist, Atheismus und Naturalismus miteinander in Verbindung gebracht und so den Quran angegriffen hat. Dieser Angriff entfachte im Herzen einen heiligen Zorn. den Atheisten heftige und fürchterliche Ohrfeigen zu versetzen und auch denen, die ihr Antlitz von der Wahrheit ab und den Doktrinen des Aberglaubens zugewandt haben: wenn auch sonst die Lehre der Risale-i Nur eine vornehme. freundliche und milde Rede ist.
atheistische Gedankengänge einzuschleichen begannen, die sie zerstören und vergiften konnten. >>Oh weh!<<, sagte ich; dieser Drache nagt ja an den Fundamenten unseres Glaubens. Weil diese Ayah ganz offensichtlich die Existenz und Einheit Gottes verständlich macht, habe ich durch sie Hilfe erhalten, aus dem weisen Quran ein starkes Zeugnis entnommen und eine arabische Abhandlung geschrieben, die geeignet ist, das Haupt des Atheismus zu spalten. Ich ließ sie in der Druckerei >>Yeni Gün<< in Ankara drucken. Weil es aber nur wenige gab, die arabisch konnten und daher diesem Werk auch kaum eine Bedeutung beimaßen, zeigte dieses doch so kurz und treffend formulierte und starke Zeugnis leider keine Wirkung. Dieses atheistische Gedankengut aber entwickelte sich leider und gewann an Macht. Ich muß also zwangsläufig dieses Zeugnis erklären, soweit wie dies in türkischer Sprache möglich ist. Da einzelne Teile dieses Zeugnisses bereits in einigen Abhandlungen vollstä ndig erläutert wurden, werde ich sie hier nur kurz niederschreiben. Viele Zeugnisse, die sich in anderen Abhandlungen verstreut finden, sind teilweise in diesem Zeugnis zusammengefaßt. Jedes einzelne von ihnen kann als eines seiner Komponenten betrachtet werden.
Einführung
Oh Mensch! Wisse, daß es fürchterliche Worte gibt, die den Mund der Menschen verlassen, ohne daß sie deren Gottlosigkeit bemerken. Leute des Glaubens gebrauchen sie, ohne es zu wissen. Wir erklären hier drei äußerst wichtige von ihnen.
Erstens: >>Es wurde verursacht<<, d.h. die Ursachen haben diesen sichtbaren Dirgen ihre Existenz verliehen.
Zweitens: >>Es bildete sich selbst<<, d.h. es bildete sich aus sich selbst heraus, entstand, erwuchs.
Drittens: >>Es erfordert die Natur<<, d.h. es ist natürlich, die Natur erfordert es, bringt es zustande. Ja, es gibt nun einmal ein Dasein und das kann auch nicht geleugnet werden. Zudem gleicht jedwedes Sein einem Kunstwerk, das mit Sinn und Verstand ins Dasein gerufen wurde. Überdies besteht es nicht ewig und ohne Anfang, sondern wurde neu geschaffen. Auf jeden Fall, oh du Atheist, wirst du sagen, daß das, was hier ist, z. B. dieses Tier da durch Ursachen der unbelebten Natur hervorgebracht wurde, d.h. dieses Sein wurde durch die Verknüpfung von Ursachen ins Dasein gebracht... oder aber: Es hat sich selbst eine Form gegeben... oder aber:Es kam unter der Einwirkung natürlicher Ursachen als natürliches Ergebnis zustande... oder aber: Es ist ein Geschöpf aus der Kraft des Glorreichen-Allmächtigen.
Da aber dem Verstande außer diesen vier Wegen kein anderer Weg mehr offen bleibt, steht uns, wenn wir mit absoluter Sicherheit beweisen können, daß die oben genannten drei Wege nicht gangbar sind, auf einem Aberglauben beruhen, außerhalb des Möglichen liegen, zwangsläufig und offensichtlich nur noch der vierte Weg als die ohne allen Zweifel einzig sichere Lehre von der (alles bewirkenden Einheit und) Gegenwart Gottes.
Erste Streitfrage: Ein Geschöpf hat durch eine Verknüpfung der Ursachen aus der unbelebten Welt Gestalt angenommen und ist so ins Dasein getreten. Wir wollen hier unter sehr vielen Unmöglichkeiten nur drei erwähnen.
Erste Unmöglichkeit: In einer Apotheke findet manhunderte von Gläsern, die mit den verschiedenartigsten
Substanzen angefüllt sind. Man wolle nun aus diesen Heilmitteln eine wundersame Salbe gewinnen, die lebendig sein soll! Außerdem ist es erforderlich, aus ihnen ein wundersames lebendes Heilmittel herzustellen. Wir sind gekommen und haben in dieser Apotheke eine große Menge dieser lebendigen Salbe und von diesem lebendenHeilmittel gesehen. Wir haben jede dieser Salben untersucht. Wir haben gesehen: Jedes dieser Gläser enthält eine bestimmte Menge, ein, zwei Dirhem* von diesem,drei, vier Dirhem von jenem, sechs, sieben Dirhem von etwas anderem usw. Es wurden verschiedene Mengen unterschiedlicher Arzneimittel verwendet. Hätte man ein Dirhem mehr oder weniger entnommen, wäre diese Salbe nicht mehr lebensfähig, ihre Wirkung nicht mehr zeigen. Und auch dieses lebende Heilmittel haben wir geprüft. Es wurde aus jedem Glas eine ganz bestimmte Menge entnommen. Wäre es auch nur um ein Geringes mehr oder weniger gewesen, hätte das Heilmittel seine Besonderheit verloren. Es gibt nicht nur mehr als fünfzig verschiedene Gläser, man hat auch noch unterschiedliche Mengen von jedem Mittel verwendet, da jedes von ihnen sein eigenes Maß kennt.
Ja, wäre es denn auf irgendeine Weise möglich undwahrscheinlich, daß die aus den verschiedenen Gläsern entnommenen unterschiedlichen Mengen dadurch zueinander gekommen sein und sich miteinander vermischt haben könnten, daß irgendein sonderbarer Zufall oder vielleicht ein Windstoß die Gläser umgeworfen habe, wodurch die Arzneien ausgelaufen seien undjede von ihnen sich mit dem nur allein ihr eigenen genauen Maß zu einer bestimmten Salbe vereinigt hätten... Gäbe es vielleicht etwas, das ein noch größerer Aberglaube, noch unwahrscheinlicher und absurder wäre als dieses? Könnte ein Esel selbst eine doppelte Eselei annehmen und dann ein Mensch werden, er würde sagen: >>Eine solche Idee kann ich nicht annehmen<< und davon laufen.
Soist es also wie in diesem Beispiel: Alles, was Leben in sich enthält, ist sicherlich eine solche lebendige Salbe. Und jede Pflanze gleicht einem lebenden Heilmittel, das aus vielen unterschiedlichen Substanzen zusammengesetzt ist, für das viele spezifische Maßeinheiten angewandt wurden. Dies den Ursachen und Elementen der Natur zuzuschreiben und zu sagen: >>Die Ursachen haben dies bewirkt<< ist hundertfach weiter von jeglicher Vernunft entfernt, unmöglicher und absurder, als dieEntstehung einer Salbe in einer Apotheke durch dasUmstürzen der Gläser.
Kurzum: Alles Lebendige in dieser großen Apotheke der Welt kann nur aus der unendlichen Weisheit, dem grenzenlosen Wissen und einem alles umfassenden Willen Gestatt annehmen, durch Urteil und Bestimmung des Urewigen-Weisen, der die Waage hält. Ein Unglükseliger, welcher sagt: >>Dies haben die Ursachen der natürlichen Elemente zustande gebracht, die taub und blind, einem Sturzbach ohne Grenzen gleich dahinströmen>>, ein dummer Phantast, der sagt: <<Dies wunderbare Heilmittel ist ganz von selbst entstanden, dadurch, daß die Gläser umgestürzt und ausgelaufen sind.<< Er spricht noch törichter a1s ein törichter Trunkenbold. Ja dieser Unglaube, diese Torheit, diese närrische Trunkenheit ist reine Phantasterei.
Zweite Unmöglichkeit: Wäre nicht ein jedes Ding dem Glorreichen-Allmächtigen zuzuschreiben, welcher Ein-Einziger ist, sondern auf Ursachen aus der unbelebten Natur zurückzuführen, dann müßte notwendiger Weise bei der Entstehung alles dessen, was da lebt, eine Vielzahl von Ursachen und Elementen beteiligt sein. Es ist aber ganz offensichtlich eine Unmöglichkeit, daß in dem Körper eines so kleinen Geschöpfes wie einer Mükke eine derart große Anzahl von Vektoren, die voneinander verschieden und einander entgegengesetzt sind, in so vollkommener Ordnung,mit einer so empfindlichen Maßgenauigkeit und in so vollständiger Übereinstimmung wirksam werden, daß jeder, der auch nur so viel Bewußtsein besitzt, wie sich im Flügel einer Mücke befindet, sagen muß: >>Das ist unmöglich. Das kann nicht sein.<< Ja, der winzige Leib einer Mücke steht mit den meisten Ursachen und Elementen des Alls in Verbindung, ist sogar dessen Zusammenfassung. Wären sie nicht dem Urewigen-Allmächtigen zuzuschreiben, dan müßten diese Ursachen der unbelebten Natur selbst neben ihrem Körper zu finden sein, oder aber in ihren winzigen Leib eintreten. Ja, es wäre sogar erforderlich, daß sie in jede einzelne Facette ihres Auges eintreten, die ein verkleinertes Abbild ihres Körpers ist. Denn wenn die Ursache aus der unbelebten Natur kommt, muß sie auch neben oder in dem verursachten Objekt wirksam werden. In diesem Falle müßte man davon ausgehen, daß sie wie ein Meister im Inneren der biologischen, chemischen und physikalischen Bausteine und Grundelemente dieser winzigen Zelle arbeiten, dort, wo nicht einmal die Spitzen der Fühler einer Mücke mehr Platz finden.
Also würde sich einer solchen Hypothese selbst noch ein ungewöhnlich spitzfindiger unter den Sophisten schämen.
Dritte Unmöglichkeit: Eine unverrückbare Grundregel sagt:
>> Einheit entsteht nur aus der Einheit<<,
d.h. wenn eine Existenz Einheit besitzt, kann sie nurvon einem Einzigen, von einer einzigen Hand geschaffen sein. Besonders dann, wenn dieses Ding in der so vollendeten Ordnung seiner Existenz und mit den ihm eigenen Maßen alle Aspekte des Lebens in sich gesammelt aufzeigt, kann sie offensichtlich nicht durch viele verschiedene Hände geschaffen worden sein, weil das eine Ursache zu Streitigkeiten und Verwirrungen wäre, sondern muß vielmehr von der Hand eines Allmächtigen und Allweisen geschaffen worden sein. Da dieses Durcheinander verschiedener Hände in einem Durcheinander unendlich vieler lebloser Naturelemente, die - taub und blind, ohne Verstand und Bewußtsein -, nicht ihre Grenze kennen diese Blindheit und Taubheit von Ursachen auf unendlich vielen grenzenlos möglichen Wegen, Verbindungen und Vereinigungen nur noch vermehrt, ist so weit davon entfernt, noch vernünftig zu sein, wie die gleichzeitige Annahme von hundert Unmöglichkeiten, daß diese Existenz in ihrer Wohlgeordnetheit und Proportionalitä t und Einheitlichkeit sich darauf stützen solle. Aber selbst dann, wenn wir einmal von dieser Unmöglichkeit absehen wollen, müssen sicherlich dennoh die Einwirkungen der Ursachen der unbelebten Natur eine Angriffs- und Berührungsfläche haben. Aber diese Berührungsfläche mit den Ursachen der unbelebten Natur kann bei lebenden Wesen nur deren Oberfläche sein. Trotzdem sehen wir, daß das Innere der Lebewesen zehn Mal mehr geordnet ist als deren Äußeres, feiner gestaltet und künstlerisch noch vollendeter, obwohl es die Hände der Ursachen der unbelebten Natur nicht erreichen und nicht berühren können. Obwohl die winzigsten Pflanzen und die winzigsten Tierchen künstlerisch noch weit staunenswerter gestaltet und noch einzigartiger geschaffen sind als die großen Geschöpfe, hieß e es, hundertfach blind und tausendfach taub zu sein, wollte man dies starren einsichtslosen, grobkörnigen, weitmaschigen, grobkalibrigen einander entgegengesetzten, blinden Ursachen zuschreiben, wo doch die Hände und die Werkzeuge der Ursachen der unbelebten Natur in ihnen gar keinen Platz finden, ja sie noch nicht einmal auch nur von außen berühren können!...
Aber es gibt noch eine Zweite Streitfrage. Sie behauptet: >>Es hat sich von selbst gebildet.<< Das heißt: Es ist aus sich selbst heraus entstanden. Nun auch dieser Satz enthält viele Unmöglichkeiten. Er ist in vielfacher Hinsicht unmöglich und irrig. Um ein Beispiel zu geben, wollen wir drei vun diesen Unmöglichkeiten erklären.
Erste Unmöglichkeit: Oh du hartnäckiger Leugner! Dein Egoismus hat dich so dumm gemacht, daß er dich in deinen Schlußfolgerungen dahin führt, hundert Unmöglichkeiten zugleich anzunehmen. Denn du existierst- und du bi.st nicht einfach ein Stückchen tote, unveränderliche Materie. Vielmehr gleichst du einer wohldurchdachten und aufs beste konstruierten Maschine, die sich ständig erneuert und einem wundervollen Palast, der beständig renoviert wird. Die Zellen deines Körpers sind zu jeder Zeit an der Arbeit. Dein Körper lebt in ständiger geziehung mit dem All, was besonders seine Erhaltung und Funktionstüchtigkeit und was seine Fortpflanzung betrifft, und befindet sich in einem beständigen Austauschprozeß. Die Zellen, die in deinem Körper arbeiten, achten darauf, daß diese Beziehungen nicht beeinträchtigt und dieser Austauschprozeß nicht gestört wird. Dabei gehen sie mit Umsicht vor und es ist, als seien sie auf den Kosmos hin ausgerichtet. Sie fassen zuerst deine Ausrichtung auf den Kosmos ins Auge und erfüllen danach ihre Aufgabe. In deinem äußerlichen und innerlichen Wohlbefinden ziehst du entsprechend dieser wunderbaren Erfüllung der Aufgabe deiner Zellen deinen Nutzen.
Wenn du nicht annehmen willst, daß sich die Zellen deines Körpers wie winzige Beamte oder wie ein Heer des Urewig-Allmächtigen verhalten oder der Bleistiftspitze des Bauplanzeiclýners gleichen bzw den Punkten, die er damit macht, dann ist fürjede Zelle, die in deinem Auge arbeitet, ein solches Auge notwendig, welches das Ganze deines Körpers von allen Seiten zugleich sehen kann, ein Auge, welches auch das ganze Weltall, mit dem du verbunden bist, zu sehen vermag; man müßte ihr einen solchen Verstand verleihen wie von hundert Genien, welche deine ganze Vergangenheit und die Zukunft kennen und begreifen müßten, die Generationen vor dir und nach dir, den Brunnen, aus dem alle deine Elemente hervorgegangen sind und die Quelle ihrer Versorgung. Einer von deinen Zellen, die wie du in dieser Angelegenheit nicht einen Funken Verstand besitzt, so viel Wissen und Bewußtsein zuzuschreiben, wie sie tausend Platons nicht besitzen, ist ein tausendfach wahnwitziger Aberglaube!..
Zweite Unmöglichkeit: Dein Körper gleicht einem einzigartigen Palast mit tausend Kuppeln. Die Steine in jeder dieser Kuppeln verharren, sich einander gegenseitig stützend, freitragend und ohne Säulen. Ja, dein Körper ist sogar noch tausendmal wunderbarer. Denn der Palast deines Körpers erneuert sich ständig in vollendetenm Regelmaß: Von Geist, Gemüt und den Feinheiten der Seele, die unsers Bewunderung erregen, einmal ganz abgesehen, kommt jedes Organ schon allein deines Körpers einem kuppelüberkrönten Saale gleich. Die Zellen wie die Steine in dieser Kuppel, die einander gegenseitig in so vollkommener Harmonie und Ordnung stützen, bilden ein wunderbares Gebäude, ein überragendes Kunstwerk und bezeigen gleich Auge und Zunge ein einzigartiges Wunderwerk der Macht.
Wären nicht alle diese Zellen Beamten gleich dem Befehl des Meisters dieser Welt unterstellt, dann müßte jede einzelne Zelle sowohl absoluter Herr über alle Zellen in diesem Körper, als auch jede einzelne ein absoluter Sklave sein; es müßte jede einzelne der anderen sowohl gleichgestellt als auch bezüglich ihrer Souveränität der anderen entgegengesetzt sein; sie müßte sowohl Ursprung und Quelle all der vielen Eigenschaften sein, die einzig dem Notwendig-Seienden zugehören, als auch von vielen Bedingungen abhängig und an sie gebunden und zugleich auch völlig frei und ungabunden sein. Ein solches in sich einheitliches und wohlgestaltetes Geschöpf, welches nur das Werk des Ein-Einzigen und Geheimnis der Einheit sein kann, unzähligen Zellen zuzuschreiben ist für jeden, der auch nur über ein Fünkchen klaren Bewußtseins verfügt, ganz klar und offensichtlich eine Unmöglichkeit; ja, das sind hundert Unmöglichkeiten.
Dritte Unmöglichkeit: Wäre dein Körper nicht gleich einer Handschrift; geschrieben mit der Feder des Urewigen-Allmächtigen, welcher Ein-Einziger ist, sondern der Natur zugehörig, wie von den Ursachen gedruckt, dann mußten sich in deinem Körper entsprechend der Anzahl der Zellen und Organe deines Körpers tausende ver schiedener natürliche Gußformen gleich ineinander ver schachtelten Kreisen vorfinden. Denn wenn dieses Buch, das sich hier in unseren Händen befindet, eine Handschrift ist, so hat ein einziger Stift all dies geschrieben und es beruht auf der Kenntnis seines Schreibers.
Wenn es sich dabei aber um keine Handschrift handelt, die mit einer Feder geschrieben wurde, man vielmehr sagte, es sei aus sich selber entstanden, oder die Natur habe es zustande gebracht, dann wäre gleich wie für den Druck eines Buches eine besondere Type für jeden einzelnen Buchstaben notwendig, um es drucken zu künnen. So wie sich in einer Druckerei ebenso viele Typen befinden, wie es Buchstaben gibt, damit die Buchstahen nachher auch in Erscheinung treten können, so müssen auch an Stelle eines einzigen Stiftes, ebenso viele Typen wie Buchstaben vorhanden sein.
Ja, es kommt manchmal vor, daß sich unter diesen Buchstaben einmal ein Riesenbuchstabe befindet, in dem eine ganze Seite mit einem kleinen Stift und feinen, dünnen Linien hinein geschrieben wurde, so daß für die Beschriftung eines einzigen Buchstabens tausende von Drucktypen notwendig werden. Wenn sie nun aber sogar in wohlgeordneter Weise mitainander verschachtelt sind und die gestalt deines Körpers annehmen, dann müssen wir fürjedes einzelne Organ, fürjedes einzelne Gewebestückchen entsprechend der Anzahl der einzelnen Bestandteile ebenso viele verschiedene Gußformen verwenden.
Nun denn! Wolltest du auch jetzt noch alle diese hundert Unmöglichkeiten dennoch für möglich halten und die Herstellung aller dieser wohlgeordneten kunstvollen Drucktypen, dieser vollendeten Gußformen und Schreibfedern nicht wiederum auf einen einzigen Prototyp zurückführen wollen, dann benötigte man für die Verfertigung dieser Schreibfedern, Gußformen und Drucktypen wiederum eine gleichgroße Anzahl Modelle dieser Schreibfedern, Gußformen und Drucktypen. Denn auch sie wurden einmal hergestellt und auch sie sind vollendete Kunstwerke. Usw... das setzt sich nacheinander so fort...
So verstehe denn auch du! Dies ist ein Gedankengang, der in sich eine so große Zahl Unmöglichkeiten und Irrtümer mit sich bringt, wie es Zellen gibt. Oh du dickköpfiger Nichtsnutz! Schäme auch du dich... Gib deinen Irrtum auf!
Dritte Streitfrage: >>Es erfordert die Natur<<, das heißt, die Natur macht es notwendig. Die Natur bringt das zustande. Siehe, diese Behauptung enthält viele Unmöglichkeiten. Um ein Beispiel zu geben, erwähnen wir drei von ihnen.
Erste Unmöglichkeit: Wenn man das augenfällige und weisheitsvolle künstlerisch-kreative Schaffen, das sich in allem Sein, besonders aber in der belebterý Natur zeigt, nicht der Feder des Bauplanzeichners und der Macht der Urewigen Sonne zuschreiben, sondern von der Natur und Kraft ableiten will, die taub und blind und ohne Verstand ist, dann müßte man auch die Natur mit zahlosen unsichtbaren Maschinen und Druckereien ausstatten, damit sie jedes Ding verferügen kann, oder aber stattdessen jedes Ding mit einer Macht und Weisheit ausstatlen, die das All zu erschaffen und zu regieren vermag.
Denn so wie die Sonne sich in jedem Glasstüskchen und in jedem wassertropfen auf der Erde widerspiegelt, so muß man auch, wollte man nicht alle diese winzigkleinen Sonnen auf die eine einzige Sonne am Himmel zurückführen, es annehmen, daß alle die besonderen Eigensehaften, welche die natürliche, erschaffene Sonne besitzt, sich in einem winzig-kleinen Glasstäubchen, in dem noch nicht einmal ein Streichholzköpfchen Platz finden kann. zwar sichtbar klein, aber in der ganzen Tiefe der Bedeutung der Sonne verkörpern. Jeder man muß sogar entsprechend der Anzahl der Glasstäubchen eben so viele natürliche Sonnen annehmen. Genauso wie in diesem ßeispiel müßte man, wollte man die Existenzen und lebewesen nicht unmittelbar auf die Erscheinung der Namen der Urewigen Sonne zurückführen; in allen Existenzen, besonders aber- in allem, was da lebt, eine Natur und eine Macht voraussetzen, die grenzenlose Macht, unendlichen Willen, unbegrenztes Wissen und ewige Weisheit besitzt, ja sogar ein Gott wäre.
Ein solcher Gedankengang aber ist der- größte Aberglaube und Irrtum einer Unmöglichkeit. den es im Weltall gibt. Ein Mensch, der das Kunstwerk des Schöpfers des Alls einer- vorgeblichen, belanglosen, entscheidungsunfähigen Natur zuschreibt, zeigt damit sicherlich, daß er hundertfach tierischer als das Tier ist und ohne jeden Verstand.
Zweite Unmöglichkeit: Wenn diese überaus geordneten ausgewogenen Existenzen voll Kunst und Weisheit nicht einer einzigen Person zugeschrieben werden, die unendliche Macht und Weisheit ist, sondern statt dessen von der Natur abgeleitet werden, dann muß man voraussetzen, daß dic Natur in jedem Stückchen Erde so viele Maschinen enthält, wie der Anzahl aller Druckereien und Fabriken Europas entspricht, und daß diescs Stückcken Erde das Wachsen und Gedeihen von zahllosen Blumen und Früchten veranlassen kann, deren Quelle und Werkbank es ist. Man kann in der Tat sehen, daß z.B. eine Schüssel voll Erde, die den Blumen als Topf dient, die Fähigkeit hat, aus den Samen -wie sie der Reihe nach hineingeworfen werden - Form und Gestalt aller Blumen in ihrer Mannigfaltigkeit urýd Verschiedenartigkeit zu bilden.
Wollte man dies nicht auf den glorreichen Allmä chtigen zurtickführen, dann könnten sie, fände sich nicht in dieser Schüssel voll Erde für jede einzelne Blume eine besondere unsichtbare Maschinerie der Natur, nicht in diesen Daseinszustand treten. Denn was die Samen betrifft, so sind sie wie die Spermien und die Eier aus der gleichen Substanz. Denn wie ein Teig bestehen sie aus einer Mischung von Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff, ungefügt und ungestaltet. Wind und Wasser, Wärme und Licht, jedes von ihnen wirkt einem Gießbach gleich in seiner undifferenzierten Art und ohne jedes Unterschcidungsvermögen auf sie ein und bringt aus dieser Erde zahllose, ganz verschiedene, überaus planmäßig und kunstvoll gestaltete Blumen hervor. Es müssen sich also offensichtlich und zwangsläufig in der Erde, die sich in dieser Schüssel befindet, gbenso vie1e unsichtbare Druckereien und Fabriken winzigen Ausmaßes befinden, wie man sie sich in Europa vorstellen kann, damit sie so viele lebendige Stoffe und tausender lei verschiedene Textilien herstetten können.
Da kann man also nun vergleichen, in welchem Grade die Gedanken der ungläubigen Materialisten vnn der Bahn des noch Vernunftgemäßen abgewichen sind. Siehe, wie weit diese Törichten, Berauschten in Menschengestalt, die glauben, daß die Natur ein Erfinder sei und von sich selbst behaupten, daß sie Wissenschaftler und Männer von. Verstand seien, sich von Verstand und Wissenschaft entfernt haben und was für einen hochkomplizierten und auf gar keine Weise möglichen Aberglauben sie sich selbst als Weg ausgesucht haben! Lache über sie und spucke vor ihnen aus!...
Sobald man sagt: Man kann alles Sein auf die Natur zurückführen, entstehen derart merkwürdige Unmöglichkeiten, Probleme im Grade einer Negation. Wenn man aber das Sein der Persönlichkeit des Einen zuschreibt, der nichts und niemandes bedarf und dessen alte und alles bedarf, wie wird dann wohl diese Problematik gelöst? Wie kann man eine Schwierigkeit, die einer Unmöglichkeit gleich kommt, in eine Leichtigkeit umwandeln, die an Zwangsläufigkeit grenzt?
Antwort: Im Falle der ersten Unmöglichkeit zeigt z. B. das Phänomen der Sonneneinstrahlung mit vollkommener Leichtigkeit und ohne alle Schwierigkeiten vom kleinsten Stäubchen bis zur Oberfläche des größten Meeres seine Fülle und seine segensreiche Wirkung ganz einfach in den kleinen Sonnen, die sich widerspiegeln. Wollte man aber von der Sonne absehen, dann rnüßte man, trotz einer bis zum Grade der Negation reichenden Komplikation es für möglich halten, daß die Sonne in den Dingen selbst reale Gestalt angnommen habe. Führt man in dieser Weise alles Sein unmittelbar auf die Persönlichkeit des Einen, der nichts und niemandes bedarf und dessen alle und alles bedarf; zurück, dann kann auch alles Sein altes das, was es benötigt mit der an Zwangsläufigkeit grenzenden Leichtigkeit und Automatik aufgrund dieses Phänomens und kraft dieser Verbindung von ihm erlangen. Wollte man aber von dieser Verbindung absehen und dieses Dienstverhältnis in Führer losigkeit verkehren und alles Sein der eigenen Führung und der Natur überlassen, dann müßte man trotz hunderttausender Probleme und Komplikationen bis zum Grade einer Negation, notwendigerweise annehmen, daß die blinde Natur eine solche Macht und Weisheit besitzt, das All zu erschaffen und zu regieren und im Körper eines Lebewesens wie z. B. einer Mücke, die eine verkleinerte Inhaltsangabe des Alls darstellt, diesen Körper gleich einer wunderbaren Maschine erschaffen habe. Dies aber ist nictýt nur eine Unmtiglichkeit, dies sind vie mehr tausend Unmöglichkeiten
Kurzum: So wie es unmöglich und ausgeschlossen ist, daß der Noýwendig-Seiende in Seiner Person einen Teilhaber oder Gegenpol habe, ebenso ist es unmöglich und ausgeschlossen, daß Er in Seiner Herrschaft und bei der Erschaffung eines Dinges einen anderen a1s Teilhaber oder Mitwirkenden habe.
Was aber die Sehwierigkeit der zweiten Unmöglichkeit betrifft, so wurde bereits in verschiedenen Abhandlungen bewiesen, daß das, was für ein einziges Ding leicht ist, ebenso für alle Dinge einfach wird, wenn man alle Dinge dem Einzigen und Alleinigen zuschreibt. Führt man sie aber auf die Ursachen und auf die Natur zurück, so wird das nicht nur für ein Ding, sondern auch für alle Dinge zur Schwierigkeit, was wir bereits mit verschiedenen unwiderlegbaren Zeugnissen bewiesen haben. Eine kurze Zusammenfassung eines solchen Zeugnisses ist folgendes:
Wenn ein Mann als ein Soldat oder als ein Beamter in seines Königs Diensten steht, dann vermag dieser Beamte oder dieser Soldat aufgrund dieses Dienstverhältnisses hunderttausend Mal mehr zu leisten als aufgrund seiner persönlichen Befugnisse. Und im Namen seines Kaisers kann er zuweilen sogar einen König gefangen nehmen. Denn für die Leistungen, die er erbringt und die Tätigkeiten, die er ausführt, verschafft er sich Vollmacht und Ausrüstung nicht selbst und braucht sie sich auch nicht selbst zu verschaffen.. Aufgrundseines Dienstverhältnisses übernehmen die königliche Schatzkammer, das Zeughaus und das Heer das für seine Versorgung zuständig ist, Ausrüstung und Verantwortung.Das heißt, daß die Werke, die er vollbringt, voll Majestät sein können wie die eines Königs und die Leistungen, die er zeigt, so wundervoll sein können wie die eines Heeres.
Auf diese Weise zerstört eine Ameise aufgrund ihres Dienstverhältnisses den Palast des Pharao... richtet eine Mücke in diesem Auftrage Nimrod zugrunde... und aus diesem Verhältnis erwachsen dem Samenkorn eines Tannenbaumes, klein wie ein Weizenkorn, alle Äste und Zweige einer riesigen Tanne*.
Wenn diese Verbindung aufgehoben und dieses Dienstverhältnis gelöst wird, muß er zur Durchführung dieser Arbeiten die Verantwortung auf seinen Schultern tragen und sich die Ausrüstung auf den eigenen Rücken laden. Dann müßte er seine Arbeit nach Maßgabe seiner winzigen Fäuste und nach Anzahl der Munition auf seinen Rücken laden. Wollte man dann noch von ihm erwarten, daß er seine Pflichten und Aufgaben mit der gleichen spielerischen Leichtigkeit ausführe wie zuvor, dann müßte er sicherlich die Kraft eines Heeres in seiner Hand halten und sich die königliche Rüstungsindustrie auf seinen Rücken laden. Selbst die Moritaten und Bänkelsänger, die Gaukler und Komödianten würden sich dergleichen Phantastereien schämen!.:.
Kurzum: Führt man alles ,Sein auf den Notwendig-Seienden zurück, dann ist alles mit zwangsläufiger Folgerichtigkeit ein Leichtes. Es aber vom Aspekt der Natur her zu betrachten, ist bis zum Grade der Negation kompliziert und liegt außerhalb der Reichweite des vernünftigen Denkens.
*' Anmerkung: Ja, wenn diese Verbindunggegeben ist, bekommt dieser Same einen Befehl von der Bestimmung Gottes, bringt solche wundervollen Werke hervor. Wollte man aber von dieser Verbundenheit absehen, so erforderte die Erschaffung eines solchen Samens eine noch weit größere Kunstfertigkeit, noch weit mehr Anlagen und Fähigkeiten als die Erschaffung einer riesigen Tanne- Denn dann müßten sich ja alle die Eigenschaften und Fähigkeiten der Tanne, die ein Werk der Macht ist und sich auf dem Berge verkörpert in diesem Baum, der in dem Samenkorn verborgen ist, das ein Werk der Bestimmung ist, wiederfinden. Denn die Fabrik, welche diesen riesigen Baum hergestellt hat, ist dieses Samenkorn. Der durch dic Bestimmung in ihm enthaltene Baum wird durch die Macht nach außen hin sichtbar und nimmt die Gestalt einerTanne an.
Dritte Unmöglichkeit: Zwei Beispiele, die in einigen Abhandlungen erläutert worden sind, zur Erklärung dieser Unmöglichkeit.
Erstes Beispiel: In ein Schloß, das in einer menschenleeren Wüste erbaut und errichtet und mit allem Komfort der Zivilisation eingerichtet und ausgestattet wurde, tritt ein völlig unzivilisierter Mensch ein, sieht sich darin um... erblickt darin tausende überragender Kunstwerke... sagt in seinem Mangel an Bildung und Zivilisation: >> Von außen hat keiner daran mitgewirkt. Eines von den Dingen in diesem Schloß hat dieses Schloß erschaffen und alles, was sich darinnen befindet.<<
Und er beginnt es zu durchforschen. Welches Ding er auch immer betrachtet... auch sein primitiver Verstand vermag kein Ding zu erblicken, das dies alles erschaffen haben könnte. Dann findet er ein Heft, in dem der Bauplan dieses Schlosses, ein Inhaltsverzeichnis seiner Einrichtung und die Gesetze seiner Verwaltung niedergelegt sind. Zwar hat auch dieses Heft, ohne Hände, ohne Augen, ohne einen Hammer so wenig wie die übrigen Dinge in diesem Schloß irgendeine Fähigkeit, es einzurichten und auszustatten. Er findet aber keinen anderen Ausweg und weil er sieht, daß dieses Heft im Vergleich mit den anderen Dingen im Hinblick auf die Lehre von den Gesetzen der Wissenschaft in Beziehung zu dem Gesamt des Schlosses steht, sieht er sich gezwungen zu sagen: >>Da also ist das Heft, das dieses Schloß erbaut, eingerichtet und ausgestattet hat und das diese Dinge erschaffen, verteilt und befestigt hat.<<... So wandelt er seine Primitivität in die Phantastereien der Toren und Trunkenbolde um...
Nun tritt also wie in unserem Beispiel ein primitiver Mensch, getragen von dem Gedanken des die Gottheit leugnenden Naturalismus, in dieses Schloß der Welt, das noch in unendlichem Maße besser geordnet und vollkommener ist als das Schloß in unserem Beispiel und allseits voll wunderbarer Weisheit. Er denkt nicht, daß dies ein Kunstwerk des Notwendig-Seienden ist, der in Seiner Person außerhalb des >>Kreises der Möglichkeiten<< (= die geschaffene Welt) ist und wendet sich von Ihm ab und wendet sich stattdessen dem Kodex der göttlichen Gesetze und dem Katalog der Kunstwerke des Herrn zu, der Tafel innerhalb des >>Kreises der Möglichkeiten<<, welche vom göttlichen Geschick beschrieben und wieder abgewischt wird, dem Buch über die Ausführung der Gesetze der göttlichen Macht, aufgrund dessen alles verwandelt und neu gestaltet wird und das man so fälschlicher Weise >>Natur<< nennt. Und er sagt: >>Da nun einmal diese Dinge nach einer Ursache verlangen, gibt es außer diesem Heft kein Ding, das zu ihnen in Beziehung stünde. Zwar akzeptiert der Verstand in keiner Hinsicht, daß dieses Heft ohne Auge, ohne Verstand, ohne Macht die Werke der vollkommenen Herrschaft zustande bringen könnte, die eine grenzenlose Macht erfordern. Da ich aber nun einmal einen urewigen Schöpfer nicht akzeptiere, glaube ich, daß es das beste wäre, zu sagen, daß dieses Heft dies alles erschaffen hat und erschaffen kann.>> Wir aber sagen dagegen:
Oh du dummer Trunkenbold, der du noch dümmer bist als ein dumm gewordener Dümmling! Ziehe deinen Kopf aus dem Sumpf der Natur und sieh dich um! Blicke auf den glorreichen Meister, den alles, was da ist von den Atomen bis hin zu den Planeten mit so vielen verschiedenen Zungen bezeugt und auf den sie mit ihrem Finger hinweisen... Siehe, wie der Urewige Sticker in diesem Schloß; das Er geschaffen und in diesem Heft, in das Er sein Programm hineingeschrieben hat, sichtbar wird... Lies Seinen Erlaß! Höre Seinen Quran!.. Rette dich vor deinen Phantastereien!
Zweites Beispiel: Ein völlig unzivilisierter Mensch betritt einen ausgedehnten Kasernenhof. Er sieht, wie ein ganzes, großes, wohlgeordnetes Heer gemeinsam exerziert und alle Bewegungen diszipliniert durchführt. Er beobachtet, wie auf die Bewegung eines Soldaten hin ein ganzes Bataillon, eine Kompanie, ein Zug aufsteht, sich setzt, auf einen Feuerbefehl hin Feuer gibt. Weil er in seinem primitiven, unkultuvierten Denken nicht begreift, daß hier ein Kommandeur auf Anweisung der Regierung und nach königlichem Gesetz kommandiert und weil er das leugnet, stellt er sich vor, diese Soldaten seien durch ein Seil miteinander verbunden. Er denkt sich, was für ein wundersames Seil doch dieses vorgebliche Seil sein müsse, ist erstaunlich. Danach geht er wieder...
Er geht an einem Freitag in eine riesengroße Moschee, ähnlich der Hagia Sophia. Er wird Zeuge. wie die Gemeinde der Moslime auf das Wort eines Mannes hin aufsteht; sich verneigt, sich zu Boden wirft und sich setzt. Weil er die Scheriah, die aus einer Sammlung geistiger, himmlischer Gesetze besteht und die inneren Prinzipien, die den Weisungen des Herrn der Scheriah zugrunde liegen, nicht begreift, stellt er sich vor, daß handfeste Seile diese Gemeinschaft gebunden hätten und diese seltsamen Seile sie gefangen hielten und tanzen ließen. Er verläßt die Moschee mit solchen Gedarýken eines Gauklers, wie sie selbst wilde Tiere in der Gestalt wildester Menschen zum Lachen gebracht hätten und geht davon...
Genauso also wie in diesem Beispiel betritt ein Ungläubiger, der das gottleugnende Gedankengut der Naturalisten vertritt, welches eine reine Grausamkeit ist, diese Welt, welche für unzählige Soldaten ein ausgedehnter Kasernenhof des Sultans von Ewigkeit zu Ewigkeit und den Kosmos, der eine wohlgeordnete Moschee des Ewig-Angebeteten ist. Er stellt sich die unsichtbaren, kosmischen Gesetze, welche Anordnungen des ewigen Sultans sind und Seiner Weisheit entstammen nur als einzelne, rein äußerliche Gesetze der Materie vor. Er ver meint, daß die theoretischen Gesetze der Herrschaft des Königs, die Naturgesetze des Ewig-Angebeteten, die unsichtbaren, nur den Wissenschaftlern bekannten Sitten und Moralgesetze und alle Prinzipien nur eine äußerliche praktische Bedeutung hätten. Er setzt an Stelle der göttlichen Macht und den aus Seinem Wissen und Wort kommenden und nur den Wissenschaftlern vertrauten Gesetzen nur die natürlichen und menschlichen Gesetze ein, legt in ihre Hände die Erschaffung der Welt und bezeichnet sie sodann als >>Natur<<. Er nimmt an, daß die Kraft, welche nur eine Erscheinung der Macht des Herrn ist, selbst eine Macht besäße und aus sich selbst zu allem imstande sei*. Das alles aber bezeugt eine Primitivität des Denkens noch tausend Mal simpler als die Primitivität in unserem Beispiel.
* Anm. D. Ü: Bediuzzaman gibt hier eine so kurz gefaßte Zusammenschau der Gesetze daß ihre Übersetzung mit einem einzigen deutschen Wort unmöglich wird. Wir bringen deshalb hier einen kurzen Kommentar.
1. Kavanin-i itibariye: Unsichtbare, nicht unmittelbar wirksame Naturgesetze, welche den Wissenschaftlern eine Beschreibung des Kosmos ermöglichen. Hierher gehören z. B. die Vermessung der Erde und ihre Längen und Breitengrade.
2. .Scheriat-i fitriye-i kübra: Die sichtbaren. unmittelhar wirksamen Gesetze, Sie werden in der Natur als Naturgezetze wirksam und erweisen sich unter den Menschen z. B. als Gottes Hilfe in Not.
3. Ahkam: Gebote, die Gott den Menschen befohlen hat, z.B. beten, fasten Almosen geben sowie menschliche Gesetze, z. B. das Strafrecht und das Zivilrecht.
4. Düstur: Unsichtbare, aher sehr wohl wirksame Gesetze. Es sind dies in der Natur die Formeln zur Berechnung in der Mathematik, Physik, Chemie usw.. z. B. Formeln zur Berechnung von Leit, Raum, Materie, Energie usw. Im menschlichen Zusammenleben sind es Grundsetze, Prinzipien und Leitmotive. z. B. alle Menschen sehnen sich nach dem Licht.
5. a) Ilim: Das Wissen Gottes über alle Dinge.
b) Kelam: Das Wort, das Gott an den Menschen richtet, z. B. im Quran.
c) Vucud-u ilmi = Der Lehrkörper: Das Wissen, Uber das die Gelehrten unsichtbar verfügen, weil es für die Außenstehenden nicht sichtbar ist, z. B. die Gesetze des Rechtsgelehrten, die gültig und wirksam, aber nicht offensichtlich sind.
Kurzum: Das Ding, das die Naturalisten >>Natur<< nennen und das nur in ihrer Vorstellung, aber nicht in der Realität existiert, kann bestenfalls und wenn es eine äußerliche Realität besitzt, nur ein Kunstwerk aber kein Künstler sein. Es ist eine Dekoration; aber nicht der Dekorateur. Es ist ein Rechtsspruch aber kein Richter. Es ist ein Naturgesetz, aber nicht der Gesetzgeber. Es ist ein erschaffenes Ehrenkleid, aber nicht der Schöpfer*. Es ist ein reagierendes Objekt und kein agierendes Subjekt. Es ist ein Kodex von Gesetzen, nicht seine durchführende Instanz. Es verfügt selbst über keine Macht. Es ist eine Lineatur und nicht das Lineal...
Kurzum: Da es nun einmal eine Schöpfung gibt und da dies auch schon einmal am Anfang der sechzehnten Anmerkung gesagt wurde, kann man sich logischer Weise über die vier Wege hinaus keinen weiteren Weg mehr vorstellen, wie all das, was da ist, ins Dasein gelangt sein könne. Von diesen vier Aspekten haben sich drei -jeder von ihnen aufgrund dreier Unmöglichkeiten - mit absoluter Sicherheit als Aberglaube erwiesen. Dadurch ist mit absoluter Sicherheit der Weg der Einheit als der vierte Weg sicherlich zwangsläufig und offensichtlich bewiesen. Was aber den vierten Weg betrifft, so zeigt die Ayah
>> Gibt es etwa einen Zweifel an Allah dem Schöpfer dem Himmel und der Erde?<< (14;10)
ohne Zweifel und Verdacht, daß die Persönlichkeit der notwendigen Existenz Gott ist und daß alle Dinge unmittelbar aus Seiner Macht hervorgehen und die Himmel und die Erde Ihm zur Verfügung stehen.
* Anm. d. Ü.: Gott verhüllt sich hinter Seiner Schöpfung wie hinter einnem Schleier. Die Mensehen. welche Gott hinter diesem Schleier nicht zu erblicken vermögen und Seine Ehre nicht zu würdigen wissen ,werden von Seiner Natur wie von einem Ehrenschild zurückgewiesen.
Oh du armseliger Mensch, der du deine Zuflucht zu den Ursachen nimmst und die Natur anbetest! Es ist nun einmal jeden Dinges Wesen genauso erschaffen wie das Ding selbst. Es ist ein Werk, das der Künstler erst neu gestaltet hat... Auch sein Ergebnis wurde gebildet gleich wie seine Ursache. Und es bedarf nun einmal zur Schaffung jeden Dinges sehr vieler Geräte und Werkzeuge. Es gibt also einen absoluten Allmächtigen, der diese Natur gemacht und diese Ursache erschaffen hat. Und warum sollte der vollkommene Allmächtige das Bedürfnis haben solche ohnmächtigen Elemente bei der Erschaffung zu Partnern Seiner Herrschaft zu machen?! Gott behüte! Er hat das Ergebnis unmittelbar zusammen mit der Ursache erschaffen. Er hat diese Anordnung und Reihenfolge in diesem offensichtlichen Kausalitätsverhältnis verfügt, um das Aufscheinen Seiner Namen und Seine Weisheit zu erweisen. Er hat Ursachen und Natur zu einem Schleier vor Seiner Macht gestaltet, damit man sich an diese wenden und bei ihnen nachsuchen könne, wenn in den Dingen offensichtlich unheilvolle Fehler und Mängel auftreten. Auf diese Weise bleibt Seine Würde unangetastet.lst es für einen Uhrmacher etwa leichter, für eine Uhr Zahnräder zu verfertigen, um sie danach in die Uhr in Reih&#8217; und Ordnung einzufügen... oder ist es etwa leichter, in diese Zahnräder eine wundersame Maschine einzubauen und danach die Herstellung dieser Uhr den Händen einer solchen automatischen Maschine zu über geben, damit sie eine Uhr herstellen solle? Wäre dies etwa nicht außerhalb der Möglichkeiten? Also auf, du, wenn du noch recht und billig zu denken vermagst... sei du der Richter!Oder es habe ein Schreiber Tinte, Feder und Papier gebracht. Wäre es leichter, wenn er nun selbst dieses Buch schriebe... oder sollte er innerhalb des Papieres, der Tinte, der Feder einzig für dieses eine Buch noch mühsamer eine eigene Schreibmaschine erfinden, noch kunstvoller als dieses Buch, und danach zu dieser Maschine, die kein Bewußtsein hat, sagen: >>Los! Nun schreib mal!<< und sich selbst nicht weiter darum kümmern? Wäre das etwa nicht hundert Mal schwieriger als das Schreiben?Wollte man sagen: Ja, eine Maschine zu erfinden, die ein Buch schreiben kann, ist hundertmal schwieriger als dieses Buch. Aber würe es nicht vielleicht doch eine Erleichterung unter dem Aspekt einer Maschine, die von dem gleichen Buch viele Exemplare schreiben kann?Antwort: Der urewige Künstler hat in Seiner grenzenlosen Macht in den Dingen ihr eigenes Wesen und Antlitz erschaffen und erneuert jeder Zeit das Aufscheinen Seiner Namen, um wieder eine andere Form zu zeigen, so daß kein Brief des Unwandelbaren und kein Buch des Herrn irgendeinem anderen Buche gleich wäre. Injedem Falle wird Er, um wieder eine andere Bedeutungen zum Ausdruck zu bringen auch wieder ein anderes Antlitz wählcn. Wenn du Augen hast, betrachte das menschliche Antlitz und siehe: Von Adams Zeiten bis heute, ja vielleicht in Ewigkeit steht absolut sicher fest, daß jedes Antlitz in Anbetracht der Antlitze allerjedem einzelnen gegenüber ein Unterscheidungsmerkmal aufweist und dabei in diesem kleinen Antlitz die Grundelemente über einstimmen. Deshalb ist jedes einzelne Antlitz ein anderes Buch. Schon die künstlerische Gestaltung erfordert einen unterschiedlichen Schriftsatz, eine andere Gestattung des Buches, eine andere Abfassung des Textes. Auch um das Material zusammenzubekommen und alles an den rechten Ort zu bringen, als auch um alles für den Körper notwendige richtig einzusetzen, benötigt man ein ganz und gar anderes Atelier.
Nun ja, wir habcn einmal den unmöglichen Fall angenommen, die Natur unter dem Aspekt einer Druckerei zu betrachten. Eine solche Druckerei hätte aber außer der Aufgabe, die Texte zu setzen und zu drücken, d.h. in eine gefertigte Gußform zu bringen, auch noch die Aufgabe, die dazu benötigten Bestandteile in dem ihnen eigenen Maße von den Enden der Welt zusammenzubringen, nach einem besonderen System zu verarbeiten und dann dem Druckvorgang anzuvertrauen, wobei die Herstellung des Drucksatzes noch hundert Mal schwieriger wäre als die Verarbeitung der Materie für den Körper eines Lebewesens. Für all das aber ist widerum die Macht und der Wille eines vollkommen Allmächtigen erforderlich, der diese Druckerei erschaffen hat. Das aber heißt, daß die Annahme einer solchen Druckerei und ihrer Vor aussetzungen ein ganz und gar unsinniger Aberglaube ist.
So also hat, wie in diesem Beispiel mit der Uhr und dem Buch, der glorreiche Meister, der aller Dinge Mächtige, der die Ursachen erschaffen hat, auch das Verursachte erschaffen. Er verbindet in Seiner Weisheit das Verursachte mit den Ursachen. Er bestimmt mit Seinem Willen die Natur der Dinge, deren Erscheinung nur ein Spiegelbild und eine Reflexion der Gesetze in den Dingen ist, ein Spiegelbild der großen Naturgesetze Gottes, die ein Ausdruck der Werke Gottes im Alltag sind und mit den Geschehnissen im Kosmos im Zusammenhang stehen. Er hat in Seiner Macht den Bauplan für die Natur erfunden, dem entsprechend sie ihre äußere Gestalt zeigt und die Dinge dieser Naturanlage entsprechend erschaffen... So hat Er beides (Bauplan und Ausführung) miteinander verbunden... Ja gibt es denn etwas noch Einfacheres als dîese Annahme einer solchen Tatsache, die doch in einem solchen Grade verstandesgemäß und das Ergebnis zahlloser Beweise ist... Ja, ist das denn nicht im Grade einer Notwendigkeit sogar erforderlich?
Wäre es leichter, diese primitiven äußeren Gegebenheiten, ohne Einsicht und Bewußtsein, geschaffen und geprägt wie sie sind, die du als Ursachen und Natur bezeichnest, mit allen für das Zustandekommen einesDinges notwendigen Geräten und Werkzeugen zu versehen, damit sie selbst ganz alleine mit Umsicht und Weisheit die Dinge verfertigen? Wäre dies nicht bis zum Grade einer Negation außerhalb des Möglichen? Wir überlassen dies deinen unklaren Vorstellungen zur Klärung!
Der Gottesleugner und Naturanbeter sagt: Da du mich nun schon einmal zu Klarheit und Einsicht einlädst, sage auch ich: ich habe eingesehen, daß ich bis jetzt einen falschen Weg eingeschlagen hatte, der sowohl hundertfach unmöglich war, als auch sehr gefährlich und im äußersten Grade häßlich. Aus Ýhren obigen kritischen Betrachtungen wird verständlich für jeden, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, daß es unmöglich und unvorstellbar ist, die Schöpfung den Ursachen und der Natur zuzuschreiben. Und jedes Ding unmittelbar dem Natwendig-Seienden zuzuschreiben, ist notwendig, zwangsltiufig.>>, Lob preis und Dank sei Allah für den Glauben!<<.sage ich und nehme den Glauben an.Aber ich habe noch einen Zweifel. lch akzeptiere es, daß Gott der Gerechte dar Schöpfer ist. Aber was schadete es Seiner Königsherrschaft, wenn ein paar winzige Ursachen bei der Erschaffung unbedeutender Dinge beteiligt wären und dabei ein wenig Lob und Preis gewönnen? Würde dies Seinem Königtum Abbruch tun?
Antwort: Wie wir in einigen Abhandlungen ganz klar bewiesen haben, besteht das besondere der Herrschaft darin, eine Beteiligung an ihr zurückzuweisen. Ja, noch nicht einmal ein unbedeutender Herrscher, ein Beamter, wird eine Beteiligung seines Sohnes an den Herrschaftsaufgaben dulden. Einige fromme Herrscher haben sogar ihre eigenen Kinder umgebracht in dem Verdacht, daß diese sich an ihrer Herrschaft beteiligen wollten; und das obwohl sie sogar Kalifen waren. Dies beweist, wie grundsetzlich das >>Gesetz von der Ablehnung einer Teilhaberschaft<< an der Herrschaft gilt. Angefangen bei dem Erscheinen zweier Direktoren in einer Provinz bis hin zu dem Auftreten zweier Könige in einem Reich, zeigt es sich, daß >>das Gesetz von der Ablehnung einer Teilhabe<<, welches das Erfordernis der Unabhengigkeit in der Herrschaft ist, seine Macht in der Geschichte der Menschheit durch sehr seltsame Wirren erwiesen hat. Siehe in welchem Grade diese, wenn auch nur schattenhaften Weisungs und Herrschaftsbefugnisse unter schwachen und hilfsbedürftigen Menschen jegliche Teilhaberschaft zurückweisen, die Beteiligung anderer ablehnen und eine Partnerschaft in der Herrschaft nicht anerkennen und danach streben, mit einem schrankenlosen Fanatismus ihre Unabhä gigkeit im amt zu bewahren; und wenn du dann vergleichen kannst, in welchem Grade bei einer vollendeten Herrschaftsbefugnis, bei der Herrschaft Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Weisungsbefugnis, der der Erhabenheit Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Unabä ngigkeit, bei der Einheit Gottes, in welchem Grade bei einer vollendeten Autarchie, bei der Allmacht, Ihm, dem Glorreichen, diese Ablehnung einer Beteiligung, diese Zurückweisung einer Partnerschaft, diese Abwehr einer Teilhaberschaft, in welchem Grade dies bei einer solchen Herrschaft notwendig, zwangsläufig und unentbehrlich ist, dann vergleiche dies! Aber es ist noch ein zweiter Punkt, über den ich im Zweifel bin: Wollte man den Ursachen, einigen Winzigkeiten etwas göttliche Verehrung zu wenden, welchen Mangel erführe dadurch die Anbetung des Vollkommenen-Angebeteten, welcher der Notwendig~Seiende ist und dem die Geschöpfe vom Atom bis hin zu den Planeten dienen?Antwort: Der allweise Schöpfer des Weltalls hat den Kosmos wie einen Baum erschaffen, dessen vollendetste Frucht die mit Bewußtsein begabten Lebewesen sind. Unter altem aber, was Leben und Bewußtsein trägt, hat Er den Menschen gemacht, als die Frucht, welche alles in sich vereinigt. Und was für den Menschen amwichtigsten, ja sogar der Erschaffung des Menschen Folge, Ziel seiner Natur und Frucht seines Lebens ist, nämlich Gott zu danken, lhn anzubeten und Ihm.zu dienen. Wird der absolute Herrscher, der unabhängige Befehlshaber und der Eine- Einzige, der - um selbst geliebt zu werden und um sich zu erkennen zu geben - das All erschuf, den Menschen, der die Frucht des ganzen Universums ist, und die Dankbarkeit und die Anbetung, welche die gr` 8 te Frucht des Menschen ist, dies in die [email protected] nde eines anderen geben? Wird Er wohl ganz im Gegensatz zu aller Weisheit das Ergebnis der Erschaffung und die Frucht des Alls zunichte machen? Nein und abermals nein!.. Wird Er damit einverstanden sein und es gestatten, daß der Dienst und die Anbetung Seiner Geschöpfe anderen dargebracht wird, in einer Weise, die es dahin bringt, Seine Weisheit und Seine Herrschaft zu verleugnen? Und würde Er, der in Seinen Taten in unendlichem Grade selbst geliebt werden möchte und sich zu erkennen geben möchte, sich selbst in Vergessenheit geraten lassen und all Seine vollkommensten Geschöpfe anderen ihren Dank abstatten und sich den Ursachen gegenüber er kenntlich zeigen und ihnen ihre Liebe und ihre Anbetung darbringen lassen? Oh du mein Freund, der du es nun aufgegeben hast, die Natur anzubeten! Auf nun und sprich!Und er sagt: Gott sei dank! Diese meine beiden Zweifel sind nun beseitigt. Du hast zwei so glänzende und starke Beweise für die göttliche Einheit vorgelegt und dafür, daß Er in Wahrheit der Angebetete ist und keiner außer Ihm der Anbetung würdig ist; das abzustreiten kä me einer Verleugnung der Sonne am lichten Tage gleich.
glaubst du tatsächlich dass sich das jemand durchließt ... ?
es lohnt sich aber
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
19. October 2005 10:35
nicht wirklich.

habe nur den anfang gelesen und den rest überflogen. wirkliche beweise gibt es da nicht. ist das gleiche gerede wie sonst auch.
lies das bitte einmal .richtig zu ende.
Wenn du trotzdem gleicher Meinung bist.dann kannst du denken,wie jetzt.entscheide dich nicht früh.
Danke...
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
21. October 2005 12:17
War nicht überzeugend. Nicht ein Beweis. Der ganze Text spricht davon wie toll doch dieser Gott ist und wie erbarmungswürdig die Ungläubigen.

" der glorreiche Meister, der aller Dinge Mächtige, der die Ursachen erschaffen hat, auch das Verursachte erschaffen. Er verbindet in Seiner Weisheit das Verursachte mit den Ursachen."

"ich habe eingesehen, daß ich bis jetzt einen falschen Weg eingeschlagen hatte, der sowohl hundertfach unmöglich war, als auch sehr gefährlich und im äußersten Grade häßlich. Aus Ýhren obigen kritischen Betrachtungen wird verständlich für jeden, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, daß es unmöglich und unvorstellbar ist, die Schöpfung den Ursachen und der Natur zuzuschreiben."

Der ganze Text ist in dieser Art geschrieben. Was soll das? Hier geht es um Wissenschaft und nicht darum Leute von einem Glauben zu überzeugen. Ausserdem wimmelt es in dem text nur so von Beleidigungen. Die häufigsten Argumente sind so aufgebaut:
1. Es gibt Gott weil
2. Wenn du es nicht erkennst bist du dumm
3. Sei klug und glaube an Gott

Ich glaube nicht daran - bin ich wirklich dumm? - Ich glaube an Gott und komme so in die Ebene der Klugen und Wissenden.

Keine Beweise dafür aber viele Beleidigungen und Manipulation.

So wenig wie ihr nicht verstehen könnt, dass Menschen nicht an Gott glauben verstehe ich nicht, wie ihr soetwas nur glauben könnt.
Also ich verstehe dich nicht, und ich glaube nicht dass du gelesen hast.
Guck aus dem Fenster schau auf das Universum , wie kann es keinen Meister haben. du würdest doch dumm finden , wenn jemand denkt ein Kunstwerk sei ohne ein Künstler entstanden. Das Universum ist sogar noch unvergleich besser, wie kannst es nur so glauben. Du hast doch in deinem Leben so viele Physik-chemie usw-Gesetze
gelernt, wie kannst du annehmen dass es keinen Gesetzgeber gibt. DASS WIEDERSPRICHT VOLLSTÄNDIG DER WISSENSCHAFT UND LOGIK::

BY
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
24. October 2005 09:19
ich habe nie gesagt, dass es mit sicherheit keinen gott gibt. ich glaube nur nicht an einen.
und ihr beweist nichts. nur gerede vom großen glauben.

hab keine lust mit euch darüber zu diskutieren. ihr denkt nicht - ihr glaubt.
Hi Stefan,

denken und glauben sind keine Gegensätze. Wer glaubt, denkt auch.

Das Gegenteil von glauben ist im deutschen Sprachgebrauch wissen: Wer glaubt, weiß nicht; wer weiß, glaubt nicht.

Oder besser gesagt:

Wer glaubt zu wissen, der weiß nicht, dass er glaubt.

Und ein Mystiker würde ergänzen:

Wer glaubt zu glauben, der weiß nicht, dass er weiß.

Grüsse

Grägar
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
25. October 2005 15:59
dann habe ich das vielleicht nicht richtig formuliert. kommt bei mir öfter vor :-)

aber ich denke doch, dass klar wurde was ich gemeint habe.

und ob das mit dem denken (wissenschaftlich oder religiös) aber auch auf unsere "prediger" hier zutrifft, kann ich nicht sagen.
Hi Stefan,

hier habe ich etwas für Dich, was Dir vielleicht zu denken geben und den Weg zum Glauben finden lassen wird (wenn Du das kleine Wortspiel erlaubst). Es ist mir gestern abend bei der Lektüre der Rezensionen im neuen Spektrum der Wissenschaft eingefallen, aber ich vermute stark, dass vor mir schon jemand auf den Gedanken gekommen ist.

Du gehst doch davon aus, dass Wissenschaft rational und prinzipiell in der Lage ist, alles zu erklären und vernünftig, d. h. ohne metaphysische Annahmen zu begründen, oder? Wobei ich unter mit "prinzipiell" meine unter Absehung des dazu notwendigen Aufwandes, und unter "alles" das Leben, das Universum und den ganzen Rest.

Jedenfalls ist es das, was ich von Wissenschaft erwarte.

Nun hat aber der Mathematiker und Philosoph Gödel einen nach ihm benanntes Gesetz formuliert, wonach jedes geschlossene axiomatische System, das nicht zu trivial ist, stets und notwendig Aussagen enthalten muß, die wahr, aber nicht beweisbar sind.

Das gilt auch für jede Wissenschaft, die den von mir oben aufgestellten Anspruch erfüllt.

Was aber kann in einer vollständig rational erklärbaren Welt unbeweisbar, aber wahr sein? Gemäß meinen Ausführungen in einem früheren Posting nur die Existenz Gottes.

Na, was meinst Du? Überzeugt?

Grüsse

Grägar
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
26. October 2005 16:04
Wikipedia:
"In der Arbeit, die den Titel Über formal unentscheidbare Sätze der Principia mathematica und verwandter Systeme trug, bewies Gödel den Unvollständigkeitssatz. Dieser besagt, dass eine beliebige Klasse von Formeln k nicht logisch vollständig innerhalb des von k gebildeten Formelsystems bewiesen werden kann, weil sonst k nicht widerspruchsfrei wäre. Das bedeutet mit anderen Worten, dass es formal unentscheidbare Sätze innerhalb des Systems k gibt. (Einfaches Paradoxon, welches das logische Grundproblem verdeutlicht: "Dieser Satz ist nicht beweisbar.") Erst durch die Einführung eines mächtigeren Formelsystems w, das k umfasst, kann k selbst vollständig bewiesen werden. Das bedeutete, dass alle Sätze der Mathematik nur durch ein System bewiesen werden konnten, welches mächtiger als die Menge aller mathematischen Sätze war. Damit war das Hilbert-Programm zur vollständigen Beweisbarkeit der Mathematik gescheitert, da es selbst nur auf mathematischen Formeln basieren konnte."

Darüber muss ich erst nachdenken.
Gemeint ist, glaube ich, wenn ich eine Formel habe - eine einfache Gleichung - und versuchen möchte diese zu beweisen, kann ich das nicht mit der Formel selbst machen. Ich brauche andere Gleichungen, die komplizierter sind oder umfangreicher, da die zu beweisende Gleichungnur für einen bestimmten Bereich gilt, der Beweis aber alle Bereiche umfassen muss um die ursprüngliche Gleichung allgemein gültig zu machen. Um den Beweis der Ursprungsgleichung beweisen zu können, brauche ich dafür wieder einen Beweis. Und dieser Beweis wird wieder komplizierter sein als der alte Beweis. So steigert sich das immer weiter nach oben. Irgendwo ist die Grenze des für den menschlich fassbaren erreicht und somit kann die richtigkeit der Wissenschaft (Mathematik) nicht allgemein bewiesen werden. Wenn Gödel meint, die nicht beweisbarkeit liegt nicht an den Grenzen des menschlich fassbaren sondern an den Grenzen der Mathematik - alles baut aufeinander auf, bis ins unendliche (und das unendliche kann unmöglich erreicht werden) - dann stimme ich dem zu.

(Wie und wann fällt einem nur soetwas ein??? Ich merke jeden Tag, wie dumm ich bin. Seufz)

Wenn ich Gödel richtig verstanden habe, verstehe ich deine Frage nicht.

"Was aber kann in einer vollständig rational erklärbaren Welt unbeweisbar, aber wahr sein? Gemäß meinen Ausführungen in einem früheren Posting nur die Existenz Gottes."

Wir können mit der Wissenschaft einiges erklären. Bisher haben wir fast jedes Problem oder Rätsel gelöst (natürlich gibt es Ausnahmen, aber an denen wird noch gearbeitet). Nach Gödel kann ich nicht beweisen, dass all unsere Formeln stimmen weil wir die Wissenschaft im allgemeinen nicht beweisen können. Dennoch stimmen unsere Formeln. Mit diesen Formeln können wir Dinge vorhersagen und Geschehnisse aus der Vergangenheit erklären. Wir können Umlaufbahnen und Wege von Asteroiden berechnen und stellen fest, dass die Berechnungen richtig sind, wenn wir ins All blicken. Wir können Sogar berechnen, was kurz nach dem Urknall geschehen ist. Niemand war dabei und es ist nicht zu beweisen. Da unsere Formeln aber für vieles andere stimmen, können wir davon ausgehen, dass unsere Berechnungen zum Urknall richtig sind. Wir können unsere Formeln und Gleichungen nicht alle Beweisen, weil uns der Beweis für die Wissenschaft an sich fehlt. Trotzdem bewahrheitet sich die Wissenschaft selbst jeden Tag aufs neue.

Schon die Wissenschaft selbst ist in einer rationalen Welt nicht erklärbar, aber wahr. Die Wissenschaft hat auch nie behauptet (zumindest behaupten gute Wissenschaftler das nicht), dass die Wissenschaft an sich das einzig mögliche und wahre sei. Dafür fehlen eben die wirklichen Beweise. Niemand kann mit Gewissheit sagen, dass ein Stein sich immer zum Masseschwerpunkt hinbewegt. Das beobachten wir nur in unserer näheren Umgebung. Vielleicht fällt auch irgendwo mal ein Stein nach oben. Aber es ist extrem unwahrscheinlich und wird demnach ausgeschlossen. Also ist die Wissenschaft wieder wahr - aber eben nicht endgültig beweisbar.

Die Existenz eines Gottes kann nicht bewiesen werden. Es sei denn er besucht uns mal persönlich und gibt jedem die Hand. Aber weil es in unserer Welt nicht beweisbar ist, heisst das nicht, das ER/SIE wahr ist. Wir können Die Existenz eines Gottes nirgendwo nachweisen, die Existenz beobachten oder durch Vergleiche aus früheren Erlebnissen mit Gott auf späteres schliessen. Ich kenne nur die Bibel und einige der anderen entsprechenden Büchern. Die sind ein paar tausend Jahre alt und seitdem kam nichts mehr von "oben". Die Weisheiten und angeblichen Voraussagen, auf die sich einige der User hier berufen, können auch mit Wissenschaft bewiesen werden (Mathematik, Biologie, Medizin, Psychologie, Pädagogik, Geologie, ...) Diese Wissenschaften sind nicht allgemmein beweisbar aber wahr. Man kann damit arbeiten. Mit einer Vorstellung von Gott nicht. Wenn wir alle an die Worte der Götter glauben und danach handeln würden, wäre unsere Welt nicht sehr viel anders als vor 2000 Jahren. Die Religion hätte vieles gestoppt oder blockiert.

Ich wiederhole noch einmal, dass ich die Existenz eines Gottes nicht ausschliesse (kann ich auch nicht). Ich glaube nur nicht daran.

Wenn ich das von Gödel oder deine Frage falsch verstanden habe, dann erkläre mir bitte Gödels Meinung und deine Frage. Aber bitte in leichten Worten. Ich bin nicht besonders gut im Schreiben und Lesen. Bei Fremdwörtern blockiert immer etwas in meinem Gehirn - hab in der Schule nie in sprachlichen Fächern aufgepasst :-)


PS: Das sind gute und brauchbare Gespräche über Gott. So muss das laufen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.10.05 16:05.
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
11. November 2005 07:58
Ach, das ist alles Blödsinn.
In Wahrheit wurde die Welt vom fliegenden Spaghettimonster erschaffen!

hier sind die Beweise:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster

„Dogmen, und ich meine nicht nur religiöse, zerstören die Welt und machen uns alle dümmer.“ – Bobby Henderson

---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

Homepage: http://people.freenet.de/Sandy.dynalias.org/
Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
11. November 2005 11:10
:-)
das ist genial.
der religion werde ich mich auch anschliessen.

Anselm von Canterberry hat mal einen recht guten Gottesbeweis gestartet. Das

Problem ist bei jedem Gottesbeweis, dass er sich nicht auf Glauben beziehen

darf, sonst ist es ein Postulat und diese haben keine beweiskräftige Relevanz.

Ich habe jetzt keine Lust die Beweise von Anselm und Aquin vorzustellen, kann
aber soviel sagen, dass diese nur dann wahr sind wenn man die Prämissen
(Definitionen und Ausgangssätze) annimmt, ansonsten sind solche Beweise nicht
möglich. Also kann sie jeder, der nicht die Prämissen annimmt die Konklusion
(Schlussfolgerung) ablehnen.An diesem Problem sind schon die großen Philosophen gescheitert.
Was euer Glaubensproblem angeht Nietzsche hat mal geschrieben:
Es gibt einen alten Wahn, der heisst Gut und Böse. Um Wahrsager und Sterndeuter drehte sich bisher das Rad dieses Wahns. Einst glaubte man an Wahrsager und Sterndeuter und darum glaubte man: Alles ist Schicksal:du sollst, denn du musst!....und darum ist über Gut und Böse bisher nur gewähnt, nicht gewusst worden. Kann man auch auf Gott beziehen.
Das mit dem Kunstwerk ohne Künstler hat was! Das Universum kann ja wirklich nicht einfach so aus dem Nichts entstanden sein. Ein Haus baut sich ja auch nicht von allein... Nichts ensteht einfach so aus dem Nichts.Es muss einfach jemanden geben der all dies erschaffen hat... Deshalb glaube ich an Gott.
Sehr schön der Vergleich zum Fliegenden Spaghettimonster :)

Dabei wird auch unseren "Propheten" mal ein wenig klar, was für einen Scheis sich die Menschen doch ausdenken können.

Ist es so schwer sich mit der Taatsache anzufreunden, das jeder Mensch nur ein Fliegenschiss ist ? - und auch nur dann, wenn es jemanden gibt, der das so sieht.

Statistisch gesehen sind wir eher eine Ausnahme.

Die Frage ist hierbei, leben wir ein Leben indem wir Zeit damit verbringen, eine unbewiesene Theorie anzubeten ? - oder leben wir ein Leben, indem wir so gut es geht genießen, um auzuschöpfen, was wir haben können ?

Meiner Meinung ist beides jedem selbst überlassen, denn was zählt ist wie gut sich jeder Einzelne in seinem Glauben oder nicht-Glauben fühlt.

Ich habe viel darüber nachgedacht, und wenn man erlich ist, ist das Leben auf das Ergebnis bezogen, recht unsinnig. Man lebt, um nach einer gewissen Zeitspanne wieder zu verschwinden, und das, um ein Besseres zu erzeugen - durch die Fortpflanzung - natürliche Selektion - aussortierung des Schlechten - Auswahl des Besseren.
Es sieht danach aus als wäre das Ziel das "Unbekannten" ( Gott , oder die Natur ) etwas immer besseres zu erschaffen. Unbeachtet davon, was mit dem Erzeuger geschieht.

Es stellt sich hier die Frage, warum leben wir dann so lange ? Wir könnten auch einfach 1 Tag leben - oder 1 Sekunde, unsere Gene werden kurz selektiert - das Schlechte raus, das Gute rein - und zack geht es weiter in die nächste Runde.
Es ist hier offensichtlich das uns aus irgendeinem Grund Zeit gegeben wurde - die Lebenszeit. Warum werden wir von der Funktion, Besseres zu erschaffen, in dem Sinne verschont, das wir Zeit haben, darüber nachzudenken, warum wir Zeit haben, darüber nachzudenken...

Ein Rechner der die nötige Zeit, und Leistung hat um alles mit Formeln zu belegen, und davon bin ich fest überzeugt, alle Gegebenheiten nachzubilden, kann unser sein Simulieren. Denn am Ende, nach allem Grübeln und Kürzen, kommen wir auf die Gleichung 1 = 1 , und damit auf die Erkenntnis, das alles Forschen nach dem Sinn umsonst war, und wir stattessen unser Leben mit der Zeit die wir für dieses Erfroschen verschwendet haben, besser hätten nutzen können. - wobei wir dann schon in der Lage sein könnten, unser Leben auf unbegrenzte Zeit zu verlängern.

Jeder lebt, stirbt. Er ist einmal, und war einmal. Die Zeit wird ihn vergessen machen, daher völlig unwichtig. Wir sind nicht mehr als ein Sandkorn das gerade irgendwo in der Sahara liegt. Für das Sandkorn gibt es keinen Gott - oder ? wenn nicht, warum nicht ? Worin unterscheiden wir uns von dem Sandkorn ?

...Jezt ebend habe ich auch erkannt wie unsinnig es ist hier überhaupt etwas zu schreiben. Ich mache jetzt lieber etwas was mir gefällt und was ich genießen kann.. man lebt für den Moment, merkt euch das :)

liebe Grüße
Freeness
Das fliegende Spaghettimonster ist doch Unsinn. Gerade vor 5 minuten hat der Gott Eukalyptus das Universum, die Erde, die Menschen samt aller ihrer Erinnerungen und mein Frühstück erschaffen. Ich werde alle Menschen dieser Welt von meiner absoluten Warheit überzeugen, ob sie wollen oder nicht. Wer mir nicht glaubt, aber das Gegenteil nicht beweisen kann, wird verbrannt.
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
29. January 2006 12:21
tomsel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das fliegende Spaghettimonster ist doch Unsinn.

Ach, was Du nicht sagst..... =)




---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

Homepage: http://people.freenet.de/Sandy.dynalias.org/
Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.01.06 12:23.
>
>tomsel schrieb:
>-------------------------------------------------------
>> Das fliegende Spaghettimonster ist doch Unsinn.
>
>Ach, was Du nicht sagst..... =)
>

Das hast du aber jetzt aus dem Gesamtkontext gerissen, um durch Verschleierung und Halbwahrheiten deine Spaghettimonster-These zu stützen.

Unser aller und einziger Gott Eukalyptus ist Großartig!
Huldige ihm demütig, oder er wird sich mit seinem Sohn Menthol zusammentun und dir mit seiner unermesslichen Schärfe den Atem stocken lassen.

In Ewigkeit: lol, lol und nochmal lol



Ihr irrt euch alle. ICH bin Gott, was dagegen? ICH habe alles erschaffen, weil ICH ein smartes Kerlchen bin und überhaupt. Und wehe dem, der MIR widerspricht. Den schicke ICH konkret in die Hölle, bei allem was Recht ist, und da kann er dann bis in die alle Ewigkeiten Dreck fressen. ICH habe gesprochen. Und jetzt verbreitet MEIN Wort, ihr nichtigen, oder spürt MEINEN heiligen Zorn.
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
29. January 2006 19:24
tomsel schrieb:

> Das hast du aber jetzt aus dem Gesamtkontext
> gerissen, um durch Verschleierung und
> Halbwahrheiten deine Spaghettimonster-These zu
> stützen.
>

Ja genau...

*Ach Du scheisse, der iss ja noch bekloppter als ich*


---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

Homepage: http://people.freenet.de/Sandy.dynalias.org/
Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/
Stefan schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die häufigsten Argumente sind so
> aufgebaut:
> 1. Es gibt Gott weil
> 2. Wenn du es nicht erkennst bist du dumm
> 3. Sei klug und glaube an Gott

erinnert mich bisschen an Kant Oo
Gregor Koch schrieb:
-------------------------------------------------------

> Na, was meinst Du? Überzeugt?
>
> Grüsse
>
> Grägar

gugg nur mal nach dem namen "Karl Popper" und seinem "Kritischer Rationalismus" als nur eine idee das du schon im ersten satz sagst dass du dich eigendlich nicht mit der materie wissenschaftstherorie/erkenntnisskritik auskennst
mathias 1983 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Anselm von Canterberry hat mal einen recht guten
> Gottesbeweis gestartet. Das ...

also in der griechischen antike gabs philosophen der schule der eleaten, die haben bewiesen dass es keine bewegung gibt.
3 beweise haben die meines wissens gebracht.
gut . zur selben zeit hat heraklit bewiesen das alles bewegung ist.

also ich bin sicher dein gottesbeweis da ist auch empirisch wissenschaftlich.
sonst findest kaum anerkennung heute mit so "mystischen ideen"
Hi neu,

kann ich gerne machen; auch wenn Du diesem Thread besser gedient hättest, wenn Du direkt angegeben hättest, welche von Sir Poppers Audführungen Du hier für relevant hältst.

Ich kann mich aber gar nicht erinnern, geschrieben zu haben, dass ich mich "eigentlich nicht mit der Materie Wissenschaftstherorie/Erkenntnisskritik" auskenne. Ich werde wohl alt.

Da es aber stimmt: wo habe ich das denn gepostet? Man findet so selten etwas, worin man Recht behalten hat.

Grüsse

Grägar
Gregor Koch schrieb:
-------------------------------------------------------

> Du gehst doch davon aus, dass Wissenschaft
> rational und prinzipiell in der Lage ist, alles zu
> erklären und vernünftig, d. h. ohne metaphysische
> Annahmen zu begründen, oder?



> Jedenfalls ist es das, was ich von Wissenschaft
> erwarte.

also erst mal zum ersten ... wenn du schon niemals von karl popper , seinem kritischen rationalismus gehört hast, wirste auch den begriff "positivismus" net einzuordnen wisse.... gut der positivismus ist eigentlich auch ne religion, aber halt eine "wissenschafltiche", die davon ausgeht dass methaphysische annahmen nicht relevant sind für die existenz.
der kritische rationalismus von popper meint dass methaphysische überlegungen nicht unütz sind, aber dass man empirisch wissentschaftliche theorien nicht verifizieren nur falsifizieren kann.
also niemand geht wirklich davon aus was zu erklären was in solche regionen vordringt wie die bibel. man kann die ideen der bibel zwar wiederlegen aber nicht beweisen, was schonmal dagegen spricht.
und wenn du das wirklich von wissenschaft erwartest, denke ich bist du in der religion doch besser aufgehoben, da du wohl noch nix von erkenntniskritik oder wissenschaftstheorie gehört hast.
Gregor Koch schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hi neu,
>
> kann ich gerne machen; auch wenn Du diesem Thread
> besser gedient hättest, wenn Du direkt angegeben
> hättest, welche von Sir Poppers Audführungen Du
> hier für relevant hältst.

also wie schon erwähnt solltest mal nach "kritischem rationalismus" nachschlagen.
es geht darum dass die wissenschaften nicht immer für sich beanspruchen fragen zu beantowrten. und erst recht nicht auf methaphysicher ebene.
also dass wirkliche erkenntins , wie du sie von der wissenschaft forderst , nicht gegeben wird. sondern nur wirklichkeits nähere theorien, die durchaus mit der wirklichkeit konform gehen können, wir aber niemals darüber im klaren sein können.
nur die religion meint dass sie so "echt und wirklich" ist. ernste wissenschaft sieht sich selber in der gleichen kritik wie sie die religion kritisiert.
gut was ein wenig den rahmen hier sprengen würde wäre halt habermas, frankfurter schule gegenüber dem positivismus / popper. dabei ist zu beachten dass positivismus vor popper war und popper sich vom positivismus distanziert. aber trotzdem die frankfurter schule auf den wiener kreis reagierte ..... lange geschichte halt... wobei der wiener kreis wiederum nicht = popper ist ...
btw was ich mit "rahmen sprengen" meinte ist dass es keinen sinn macht mit wem der noch nie was von positivismus/kritischem rationalismus gehört hat, über nacher dann hegel/marx - dialektik der aufklärung, zu diskutieren.
Re: Die unwiderlegbaren BEWEISE für die Existens GOTTES
13. February 2006 15:58
Daaahhhhhhhh... Habt ihr gesehen?

Ein Klugscheisser!

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