Zufall
01. July 2009 16:47
Hallo!
Die Evolutionstheorie baut ja auf dem Zufall auf.
Man weiß aber doch, glaube ich, gar nicht, ob es so etwas wie "Zufall" überhaupt gibt.
Wenn ich einen Würfel werfe, dann hängt das Ergebnis, von dem Material des Würfels, dem Winkel und der Stärke des Wurfes, dem Material des Bodens etc. ab. Weil wir die Variablen (in der Praxis) aber nicht so exakt verwenden können, dass der Würfel immer auf eine bestimmte Zahl fällt, nennen wir dies Zufall. Es ist aber kein Zufall!
Nach dem Kreationismus hat Gott, meiner Meinung nach, am Anfang quasi einen Domino-Stein umgestoßen, sodass alle heutigen Naturereignisse Produkte dessen und des Einflusses des Menschen etc. sind.
Die Evolutionisten haben sich danach also im Grunde einen eigenen willenlosen Gott gemacht, den sie Zufall nennen. Durch ihn soll das Universum entstanden sein, usw.

Ích bin schon gespannt auf eure Meinung.
MFG
Derfel



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.09 16:49.
Re: Zufall
01. July 2009 18:06
Mir ist gerade noch etwas eingefallen:
Was ist der Vorteil eines willenlosen Schöpfers (Gottes)?
Man muss sich nicht nach seinem Willen richten.

Außerdem widerspricht Zufall, glaube ich, im Grunde allen Wissenschaftlichen Beobachtungen etc. Allles hat einen Grund. Die Wissenschaft sucht, glaube ich, überall nur nach Gründen. Warum kommt es zu dieser Krankheit? ...
Die Gründe sind auch ein zentraler Faktor zur Bekämpfung von den Folgen zB Krankheiten. Im Grunde sucht die Wissenschaft überall nur nach Gründen/ Ursachen.
Und letztendlich sagt sie dann:
Das Leben ist per Zufall entstanden, also grundlos.

Das ist meiner Meinung nach ein widerspruch in sich. Alles soll nach der Wissenschaft einen Grund haben. (Keine Masse bewegt sich grundlos etc.)

Ursache --> Wirkung

Wirkung ohne Ursache ???

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen!
(Auch über Kritik :))
MFG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.09 18:13.
Re: Zufall
06. July 2009 09:49
Zufällig ist z.B. der Zerfall radioaktiver Isotope. Sie sind alle völlig identisch und zerfallen doch unvorhersagbar zu unterschiedlichen Zeiten; alles, was wir darüber sagen können, sind statistische Mittelwerte.

Grüße

Grägar
Re: Zufall
18. July 2009 21:44
Zufall bedeuetet Nicht-Vorhersagbar. Nicht willkürlich. Es ist richtig, dass die Rahmenbedinungen unter denen ein Experiment stattfindet, nicht exkat bestimmbar sind (allein die Messung würde schon das Experiment beeinflussen). Aber es gibt nunmal mögliche Ereignisse, die stabiler bzw. nicht so sehr von kleinen Schwankungen der Rahmenbedingungen abhängig sind. Daher treten diese eher auf als andere. Diese kann man auch gut als Gesetzte formulieren.
Zufall also nur deswegen, weil die Ausgangsbedingungen nicht vorhersagbar bzw. bestimmbar sind. Das ein genau dann eines bestimmtes Ereignis eintritt nennt man Zufall.

Doch wenn alles vorhersagbar wäre, dann wäre alles vorherbestimmt und es gäbe keinen freien Willen. Damit aber auch keine Schuld für unser Handeln und keine Sünde.

Hoffen wir, dass dem nicht so ist.

LG Jan
Re: Zufall
23. July 2009 10:44
JanHe76 schrieb:
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> Zufall also nur deswegen, weil die
> Ausgangsbedingungen nicht vorhersagbar bzw.
> bestimmbar sind. Das ein genau dann eines
> bestimmtes Ereignis eintritt nennt man Zufall.


Ist das wirklich so? Nimm einmal an, wir würden in fünf Kilometern Tiefe unter dem Montblancmassiv ein Forschungslabor einrichten, es mit fünzig Meter dicken Bleiwänden auskleiden und darin genau ein Atom eines schweren Isotops des Elementes 112 mit einer Halbwertszeit von etwa vier Sekunden beobachten - und genau ein siderisches Jahr später ein zweites: würden wir exakt identische Beobachtungen machen? Oder würden die beobachteten Abweichungen einen Schluß auf die Ausgangsbedingungen zulassen?

Tatsächlich ist das mit der Unvollständigen Kenntnis der Ausgangsbedingungen nur eine Ausrede: wenn die Theorie nicht paßt, behauptet man eben, mindestens eine relevante Bedingung nicht gekannt zu haben - und muss noch nicht einmal angeben welche; denn wenn man das könnte, wäre sie ja nicht unbekannt. Statt dessen vermutet man munter und bar jeder Gefahr der entdeckung, dass vielleicht irgendwelche nicht nachweisenbare - vielleicht sogar masselose und deshalb überlichtschnelle? - subatomare Partikel genau in diesem Moment ... was natürlich keiner wissen konnte ... und keiner gesehen hat ... aber auch niemand ausschließen kann ... Gut, niemand weiß, ob es solche Teilchen überhaupt gibt - aber was beweist das schon? doch nicht, dass es sie nicht gibt. Also ..

Aber wenn dann einer zaghaft sagt: vielleicht war es ja auch Gotte Wille, dann dröhnt höhnisches Gelächter: Gott? Hat den schon mal einer gesehen? Na also; das beweist, doch, dass es ihn nicht gibt! Und außerdem haben wir ja eine rationale Erklärung, die ihn völlig überflüssig macht; nämlich: die hypothetische Existenz möglicherweise realer, aber vollkommen unbekannter und auch noch nie beobachteter ... Und wenn es das nicht war, dann liegt es an der Drehung der Galaxis; der Raum ist zwar theoretisch homogen, aber die Verteilung der Materie in ihm nicht. Wer weiß, welchen Unterschied es hier auf der Erde macht, ob der Andromedanebel genau hier oder eine Mikrosekunde weiter links steht? Was beweist, dass es Gott jedenfalls nicht war.

Wissenschaft ist auch nur Glaube.

Grüße

Grägar
Re: Zufall
23. July 2009 17:34
Mag sein, dass man dann exakte Vorhersagen treffen könnte. Aber auch nur dann, wenn alle Störgrößen wegfallen, die Messinstrumente exakt messen und das Experiment nicht beeinflussen. Das wäre ein ideales Experiment, aber nicht umsetzbar. Letzendlich ist der Ausgang ungewiss.

Wenn eine Theorie unter bestimmten Umständen den Ausgang eines Ergebnisse nicht mehr vorhersagen kann, dann wird sie sehr wohl überprüft. Zuerst auf Messfehler, in dem man das Experiment nochmal mit den gleichen bekannten Randbedingungen von unabhängigen Forschergruppen durchführen lässt. Tritt das gleiche Phänomen wieder auf, dann versucht man anhand bereits bekannter Modelle sich zu überlegen, wie die Theorie zu überarbeiten ist, dass sie unter Berücksichtigung des neuen Phänomens wieder richtige Vorhersagen macht.

Und man kann erstmal irgendein Teilchen für das Phänomen verantwortlich machen, ohne nachzuweisen, ob es existiert. Hauptsache es widerspricht nicht den gängigen Theorien und man kann wieder Vorhersagen treffen, die das neue Phänomen miteinschließt.

Mag sein, das es Gott gibt, mag sein, dass er die Naturgesetze festgelegt hat. Um Vorhersagen treffen zu können, hilft mir diese Model nur begrenzt. Sollte es Gott geben, dann beschreiben Wissenschaftler lediglich seine Schöpfung. Vielleicht nutzen sie sie auch für ihrer Zwecke. Aber ändern können sie sie nicht.

Ich verstehe nicht, warum manche glauben, dass Wissenschaftler Gott widerlegen wollen. Es gab diesen Diskurs mal in der Philosophie. Das wurde aber eher bewiesen, dass Gott nicht so sein kann, wie in der Bibel dargestellt.

Wenn ein Naturwissenschaftler von bewiesen spricht, dann meint er damit nur, dass er davon ausgeht, dass seine Modelle sehr wahrscheinliche sind.

Die Wissenschaft ist gebaut auf Unsicherheit mit dem Bestreben nach Gewissheit.
Der Glaube gebaut auf Gewissheit mit einem hohen Mass an Unsicherheit.

Grüße Jan



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.09 09:30.
Re: Zufall
09. December 2009 18:13
Gregor Koch schrieb:
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> Wissenschaft ist auch nur Glaube.

stimmt

Was ich noch schreiben wollte:
In der Praxis sind Versuche und Beobachtungen nie perfekt. Es gibt, glaube ich, viele chaotische Vorgänge, die wir einfach nicht exakt vorhersagen können, weil minimale Veränderungen, auf die wir wenig bis gar keinen Einfluss haben das Ergebnis stark verändern.
Ein einfaches Beispiel wäre ein aufgeblasener Luftballon:
Egal wie ähnlich die Anfangsbedingungen sind, so wird er, wenn man ihn freigibt (sodass er durch den Raum fliegt), denke ich, fast immer anders fliegen.

Außerdem widerspricht Zufall meiner Meinung nach jeder praktischen Vorstellung. Wieso soll es Wirkungen ohne Ursache geben? Auffällig ist auch, dass es "Zufall" nur in kopmlizierten Bereichen gibt, die noch lange nicht voll erfasst sind.
Ich glaube, dass wir Zufall nur das nennen, wofür wir noch keine Erklärung/ Ursache gefunden haben.

Natürlich weiß ich, dass es unmöglich zu beweisen/widerlegen ist, dass es Zufall gibt und respektiere jeden, der glaubt, dass es Zufall gibt!
Das sind einfach nur meine Gedankengänge, die von Kritik oder Ergänzungen nur profitieren können.

Mit freundlichen Grüßen,
Derfel
Re: Zufall
06. May 2010 21:59
Zufall passiert oft zufällig. Das Wort selber ging von Adolf Hitler aus. Dieser sagte einmal "bringt sie zu Fall!". Als sie sie dann jedoch nicht zu Fall brachten, musste er ein Ausdruck für etwas das unerwartet passiert finden. Zu-Fall.
Der Zufallspartikel ist ein kleines subatomares Teilchen, das zufällig während des Urknalles mit entstanden ist. Es fliegt seit Anbeginn der Zeit durch alle Dimension des Multiversums und durchdringt mühelos sämtlich bekannte Materie. Wenn es jedoch zufällig auf einen anderen Partikel trifft, so entfaltet sich seine ganze zerstörerische Kraft. Dadurch werden zum Beispiel Erdrutsche, Erdbeben, runterfallende Gegenstände, abstürzende Rechner, Flugzeugunglücke, Scheidungen und Geburten ausgelöst.

Zufälliger Zufall der entsteht, wenn einem die Tür vor der Nase zufällt, man draußen steht, der Schlüssel von innen steckt und sich der Tür-zufall-notfall-plan als Reinfall entpuppt, weil der eigentlich im Garten zuversteckende Ersatzschlüssel sich in einem Blumenkasten in der 10. Etage befindet, weil es sich bei dem draußen in Socken und Unterhose Stehenden um einen Bewohner eines Hochhauses handelt, der über keinen eigenen Garten verfügt, was dann unweigerlich zu einem mega Anfall führt.
Re: Zufall
10. August 2014 20:18
Ein nicht widerlegbarer Beweis für die Existenz Gottes, Jesus Christus und dem Heiligen Geist ist an der besonderen Darstellung von Zahlen, Buchstaben und an unseren Händen zu erkennen. Gott beherrscht den Zufall !!! Alles ist beschrieben auf der Seite www.6077.eu