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Du bist Deutschland!

geschrieben von Jen 
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igni natura
Re: Du bist Deutschland!
24. January 2006 17:30
des is doch bullshit was du "arbeitgeber" hier verzapfst von wegen "rote schafe"
du dreckiger kapitalist mit dem gefährlich intellektuel minderbegabten sinne zu wahrheit...
is doch egal ob rot oder braun-schwarz oder weiss!
die haben ihre einstellung du deine!!

du bist nicht das was du da schreibst...du bist was du tust!!!
Winter
Re: Du bist Deutschland!
25. January 2006 04:14
Ich bin nicht Deutschland, nie gewesen!
Merkt ihr denn alle nicht was da abgeht?
Das kapitalistische System beutet uns aus, sie stehlen sich aus der Verantwortung, entlassen Menschen, nur um ihre Profite zu steigern.
Sie übernehmen keinerlei Verantwortung für dieses Land und dessen Menschen, schaffen ihre Vermögen ins Ausland und wollen mir dann erklären ich wäre Deutschland?
Im Land der Dichter und Denker, sollte man meinen solche Parasiten wie die kapitalisten nicht einmal ernst zu nehmen. Stattdessen lassen wir uns von denen einpläuen wir wären Deutschland.
Jeder, jeder der sagt dass die Politik nichts oder wenig machen könne, jeder der sagt dass Politik nur die Rahmenbedingungen gestalten, aber an der Sache nichts machen könne, glaubt an alles, aber nicht an das, was wahr ist!
Solange Politik für Systeme und nicht den Menschen gemacht wird, solange trifft dies zu.
Aber wenn man anfängt Politik für Menschen zu machen, werden diese Aussage Adabsurdum geführt.
Die Säcke sollen sich mal daran machen dafür zu sorgen dass Menschen durch reguläre Arbeit eine Familie auch auf eine menschenwürdige Art ernähren kann.
Sie sollen sich mal daran den Menschen Perspektiven zu zeigen und zu ermöglichen.
Nicht den kleinen Falschparker mit 10€ bestrafen und ihn nötigenfalls wegen solch lächerlichen Summen hinter Gitter sperren.
Sie sollen sich mal an die fetten Säcke ran machen die ihre Vermögen ausser Landes schaffen und sich damit aus allen sozialen Verantwortung entziehen.
Es geht nicht darum Deutschland oder nicht Deutschland zu sein.
Es geht darum Mensch zu sein!
Wenn die Politik nicht imstande ist den Menschen auch ein Menschenwürdiges Leben zu sichern, dann möchte ich Deutschland ohne die Politiker, aber mit den Menschen sein.
Sie können sich ihre bekloppt bescheurte Kampagne dreifachgefaltet in ihren Allerwertesten schieben, mir geht das ganze 2 spurig am Arsch vorbei.
Ich möchte kein Deutschland sein das Personen dafür belohnt, Menschen "Freizusetzen"!
Ich möchte kein Deutschland sein dessen Sprache so vergewaltigt wird und in dem die schlimmsten Wörter schön verblümt das nicht aussagen, was damit gemeint ist.
Ich möchte das Deutschland sein, in dem das System für die Menschen steht, nicht für die Wohlhabenden missbraucht wird.

Man könnte es endlos fortsetzen.
Es ist einfach nur schmerzhaft zuzusehen, zusehen zu müssen, wie Menschen im Land der Dichter und Denker so naiv solch (kleine Leute) verachtende Aktionen zu positiv betrachten.
In dem eigentlich nichts anderes ausgesagt wird als; wenn du Penner nichts hast, dann ist das deine Schuld.
Ich bin Deutschland weil ich es besser kapiert habe wie man sich am effektivsten aus der Verantwortung stiehlt.

Ich bin Deutschland, wenn Leute bestraft werden, die ihre Mitarbeiter "freistellen", nur um ihre Profite zu steigern.
Ich bin Deutschland, wenn man zu der Überzeugung geklangt das eine Gesellschaft nur dann Ehrvoll als ganzes bestehen kann, in dem jeder zur Verantwortung herangezogen wird.
Ich bin Deutschland, wenn das höchste streben der Politiker darin besteht, jedem Menschen in diesem Lande ein Mindestmaß an würdigem Leben zu ermöglichen und zu sichern.
Ich bin nicht Deutschland, wenn Menschen zu jeder art von "Arbeit" gezwungen werden, und sei es noch so schlecht bezahlt und entwürdigend.

Bevor ich Deutschland bin, muss jeder das Gefühl der Gleichheit haben.
Solange dem armen Arbeiter seine Lohnsteuer abgezogen wird, noch ehe das Geld auf seinem Konto ist.
Während dem reichen alle Möglichkeiten gegeben werden, sein Geld "anderweitig" zu verwerten um hiesigen Abgaben und Sozialnpflichten zu entkommen.
Kann ich beim besten Willen nicht Deutschland sein.
Unter diesen Umständen will ich es nicht einmal sein.

Es geht nur zusammen.
Es geht nur durch sachliche Überzeugungen.
Es geht nur ohne Terror und ohne Gewalt.
Wer was anderes sagt, hat entweder keine Ahnung, oder er will es nicht anders!
Aber um dieses Gemeinscahftsgefühl erst entstehen zu lassen, muss die Politik uns beweisen das alle gleich sind und niemand gleicher.
Diesen Beweis sind sie uns schon immer schuldig geblieben.
Und solange sie es uns noch schuldig bleiben, kann Deutschland sein wer will, ich bin es nicht, noch nie gewesen.





Re: Du bist Deutschland!
25. January 2006 09:53
Hi Winter,

ich finde, das müsste man noch etwas Differenzierter betrachten.

Zunächst einmal liegen nicht alle Ursachen für die in Deutschland herrschenden Probleme auch hier. Deshalb ist die Betrachtung durch die nationale Brille nicht unbedingt zielführend.

Die Globalisierung ist die Gegenbewegung zum Kolonialismus: die zweite und die dritte Welt holen jetzt das nach, was ihnen die erste Welt lange - zu lange - vorenthalten hat, um ihren eigenen Reichtum darauf zu gründen.

Vereinfacht gesprochen: wenn wir wollen, dass Chinesen deutsche Autos bauen, dann können wir uns nicht beklagen, wenn in deutsche Autos in China hergestellte Teile eingebaut werden. China gehört uns nicht, deswegen müssen wir uns das "Recht", unsere Produkte dorthin liefern zu dürfen, "erkaufen".

Es sit wie mit einem Stausee: wenn man die Schleusen öffnet, nivellieren sich die Pegel. Das heißt, die Globalisierung führt langfristig zu weltweit mehr oder minder gleichen Zuständen; und die liegen irgendwo zwischen der Schweiz und Bangladesh, vermutlich sehr viel näher an Bangladesh.

Wenn Deutschland also sein eigenes Niveau halten will, dann muss es versuchen, das Niveau aller Drittweltländer schnellstmöglich ohne Umverteilung anzuheben. Mit anderen Worten: unser Geschäft muss darin bestehen, das Wachstum im Rest der Welt zu bewerkstelligen. Dem steht aber das Rivalitätsdenken entgegen: wer vornehmlich darauf schielt, den Abstand zu wahren, kann nicht das Wohl des anderen präferieren.

Dann aber wird man blind für die Gesamtentwicklung. Beispiel:

Ausgangspunkt: Deutschland 100, Land A 70, Land B 20.
Endpunkt: Deutschland 70, Land A 30, Land B 10.

Deutschland hat seine Spitzenposition nicht nur bewahrt, sondern sogar noch ausgebaut. Wir haben jetzt mehr als doppelt soviel wie der Zweitplazierte. Aber im Ergebnis hat jeder einzelne und somit auch alle zusammen weniger als vorher.

Das ist auf Staatenebene ein ähnliches Dilemma wie das Gefangenendilemma für Individuen: Ich stehe besser da, wenn ich bescheisse und der andere nicht; aber wenn wir beide bescheißen, ist das für mich immer noch besser, als wenn der andere bscheißt und ich nicht. Also bescheissen alle; dabei wäre es am besten für alle, keiner würde bescheissen. So entstehen bestimmt 80 Prozent aller Staus auf Deutschlands Strassen, und so ruinieren wir die gesamte Umwelt: bloß nicht der ehrliche Idiot sein, den alle bescheissen.

Das heißt aber, dass Dein Patentrezept "sachliche Überzeugung" nicht funktioniert, wenn Du nicht zuvor die Einsicht verbreitest, dass es erstrebenswerter ist, ehrlich aber arm zu sein als unehrlich und reich - und zwar insbesondere die Überzeugung, dass es besser ist, ehrlich und arm zu sein, wenn einige oder viele andere unehrlich und reich sind.

Mit anderen Worten: Mit Deutschland geht es erst dann (vielleicht) (irgendwann) bergauf, wenn wir aufhören, haben zu wollen, und anfangen gönnen zu können.

Und so lange es besser ist, arbeitslos in Deutschland zu sein als arbeitslos in Äthiopien, sind wir dazu sogar moralisch verpflichtet.

Grüsse

Grägar
Antje
Re: Du bist Deutschland!
25. January 2006 16:33
Hey, weiß jemand von euch, wie die Melodie des Werbespots heißt? Das ist das einzig positive an dem Werbespot.

Über Antwort würde ich mich freuen, DANKE!
Re: Du bist Deutschland!
25. January 2006 16:34
Hey, weiß jemand von euch, wie die Melodie des Werbespots heißt? Das ist das einzig positive an dem Werbespot.

Über Antwort würde ich mich freuen, DANKE!
Re: Du bist Deutschland!
06. February 2006 22:07
Grägar:
ich glaube das wir nicht sehr viel differenzierter Meinung sind.
Nur der Blickwinkel variiert leicht.

Zitat: "Deshalb ist die Betrachtung durch die nationale Brille nicht unbedingt zielführend"
Die ist sogar vorgegeben!
Hierbei ist es garnicht möglich, es aus einer nicht nationalen "Brille" zu betrachten. Weil sie, wie gesagt, schon von den Verantwortlichen dieser Kampagne vorgegeben ist.

Das Problem mit der Globalisierung ist meiner Meinung nach auch folgendes:
Wenn man sich die ganze Globalisierung mal nüchtern anschaut, ist es nicht schwer zu erkennen, das mal wieder die Erwerbstätigen die Looser sind, gerade dazu gemacht werden.
Uns wird erzählt man könne nichts dagegen machen und falls wir uns dem versuchen zu widersetzen, wir irgendwo untergehen würden.
Das ist sicherlich auch nicht ganz falsch.
Aber die Umsetzung ist es vollkommen!
Denn die einzigen Gewinner einer bisherigen Globalisierung sind die Unternehmen und ihre Aktionäre.
Nicht einmal mehr die Staaten.
Das ist aber keineswegs der Weg, der möglichst viele Menschen zu gewinnern macht, sondern der Weg, der die Mehrheit zu verlierern macht.

Wir alle würden natürlich etwas weniger haben als jetzt.
Aber auf lange Sicht gesehen, würden wir alle gewinnen.
Wenn, ja wenn die Gewinne nicht nur unter den Unternehmen und ihren Aktionären augeteilt, sondern alle Menschen auf die eine oder andere Weise daran teilnehmen könnten.

Es ist im Moment in etwa so: Ein hiesieges Unternehmen verkündet seiner Belegschaft dass man nur Wettbewerbsfähig bleiben könne, wenn man a) die Einkommen seiner Mitarbeiter kürzen, b) deren Arbeitszeiten verlängern und c) auch in den anderen Ländern produzieren würde.
Das bedeutet für den normalen Bürger:
Er kriegt weniger Lohn, er arbeitet auch noch länger dafür und sein Arbeitsplatz ist unsicherer als jemals zuvor.
Tolle Aussichten um Deutschland zu sein, sich so zu fühlen.
Wie soll der gemeine Arbeiter da noch großartig eine Familie planen, eine Finanzierung eines Eigenheims oder gar Hauses?

So etwas wäre niemals so schlimm wie es aktuell ist.
Das Problem dabei ist aber, dass die Unternehmen die Gewinne die sie aus solchen "Geschäften" machen, nicht dazu verwenden hier ihren Anteil der Verantwortung an der Gesellschaft zu wahren oder auszubauen, sie wird knallhart dafür benutzt, den Menschen noch mehr zuzumuten, sie noch mehr unter Druck zu setzen und sie noch mehr auszubeuten.

Ich will hier niemanden langweilen, deshalb mache ich es mal etwas kurz.
Die Fairnes fehlt ganz einfach!
Kleine Leute machen kleine Fehler, große Leute große Fehler.
Kleine Leute haben geringere Verantwortungen als große.
Wenn Wissen nicht fair vermittelt wird, wenn gewisse Gruppen in einer Gesellschaft geringere Möglichkeiten haben, sich am Wissen und der Bildung zu beteiligen, wird Unrecht nur größer, niemals kleiner!

Statt Menschen soviel in den Hintern zu schieben die es eh nicht nötig haben, in Form von Steuergeschenken etc. sollte man möglichst die Fairness wahren.
Nicht nur als verantwortliche Politiker so einen Müll von sich geben wie dass Politik nur Rahmenbedingungen stellen könne. Was für mich eine absolute Unfähigkeitsbescheinigung darstellt.
Politik dür den Menschen.
Nicht für die Finanzen, nicht für die Unternehmen, nicht für die Aktionäre...
einfach nur Politik für den Menschen machen.







Re: Du bist Deutschland!
07. February 2006 13:32
@ Winter:

Marie von Ebner-Eschenbach hat einmal gesagt:

"Als ich jung war, dachte ich, Gerechtigkeit sei das Mindeste, was die Menschen mir widerfahren lassen könnten; heute weiß ich, es ist das Höchste."

Auf Fairness würde ich daher nicht warten wollen. Man sollte aber versuchen, den Grad der Unfairness zu minimieren. Nur wie, nur wie? Das fragt sich die Menschheit seit vielen tausend Jahren.

Grüsse

Grägar
Re: Du bist Deutschland!
10. February 2006 16:15
@ Grägar:
Du hast recht mit deiner Frage!
Unrecht kann man niemals ganz beseitigen.

Dein Zitat ist echt ein sehr gutes!

Ich denke so, wenn ich mich in einen Krieg begebe und mir Gedanken darüber mache was ich gewinnen oder verlieren könnte, was ich erreichen könnte...
Habe ich schon längst verloren, nur bemerkt habe ich es nicht.
Es kommt nicht drauf an was man erreichen oder verlieren könnte.
Es kommt nur auf die Ideale und die Überzeugungen an.
Ich bin jetzt 35 Jahre alt, kannte Menschen in der Türkei, die sehr jung gehängt wurden.
Teilweise waren sie minderjährig als sie von Faschisten erschossen oder von rechten Polizisten zu Tode gefoltert wurden.
Ihre einzige "Schuld" war es gewissen Dinge in Frage zu stellen, sei es religiös, sei es politisch. Ihre einzige Schuld war es Links zu sein.
Sie haben mir eines gelehrt:
Es kommt nicht darauf an wie lange man lebt. Es kommt nur darauf an ob man Mensch gewesen ist!
Wir gehen alle ins Kino, schauen uns Filme mit heroischen Hauptdarstellern an denen Unrecht widerfährt.
Und ein jeder von uns identifiziert sich mit den Helden.
Kaum einer geht mal inne und fragt sich wie oft er im Leben eigentlich einer dieser Personen gewesen ist, der Unrecht tut.

Ich könnte 100 Jahre alt werden, vor dem Unrecht, der Ausbeutung, der religiösen Verblendung.... auf dieser Welt die Augen verschliessen und mein leben leben.
Oder sich dem passiv und ohne Gewalt widersetzen.
Menschen versuchen auf das alles aufmerksam zu machen.
Es würde einen sehr sehr großen, unschätzbaren Unterschied zwischen diesen zwei "Einstellungen" geben.

Es gibt und gab immer nur eine Möglichkeit all das schlechte auf dieser Welt zu verringern.
Und das ist Wissen!
Wissen muss für alle Menschen dieser Welt ohne Einschränkungen zugänglich sein.
Je mehr Menschen Wissen erfahren, desto mehr Menschen sind gegen Gewalt, desto mehr Menschen sind für den Frieden.

Aktuell die Thematik mit den religiösen Bildern Mohammeds.
Kaum zu glauben dass in diesem Jahrtausend so etwas banales zu solch einem "Ding" aufgepuscht werden kann.
Das sind Menschen ohne Wissen, geistig arme Menschen!
Der Wissende würde sich die Karikaturen ansehen, es würde ihm gefallen, oder auch nicht, er würde vielleicht schmunzeln oder es für nicht sehr lustig betrachten und gut wäre es.
Aber wie kann man sowas zu solch einem total bekloppten Massenaufstand bringen?
Wegen so etwas?
Einfach nur aus Unwissenheit.
Wo die hohe Kraft des Geistes aufhört, beginnt die rohe Kraft des Körpers.
Und dem müssen wir Wissen vermittelnd vorbeugen.
Nur so, mit dem wissenden Geist können können wir die Gewalt, das Unrecht... auf dieser Welt verhindern.

Georg Bush jr. ist nach seiner streng fundamentalistisch christlichen Überzeugung im Recht gegen die islamististischen Terroristen.
Die islamistischen Terroristen sind es nach ihren eigenen fundamentalistisch islamistischen Überzeugungen genauso.
Es ist unschwer zu erkennen dass es hier keinen leichten Weg und keine leichte Lösung geben wird, weiteres Blutvergeissen zu verhindern.
Fast 60% der US-Amerikanischen Soldaten sind nach bestätigten Recherchen Analphabeten. Berufslose, ungebildete, junge Menschen ohne Zukunft in der normalen Gesellschaft.
Sie alle hätten in der normalen Gesellschaft keinen Platz.
Also gehen sie zur Armee...
Die wenigsten der islamistischen Terroristen sind gebildet.
Die Flugzeugattentäter in New York waren und sind die Ausnahme!
Die meisten der jungen Menschen die sich einen Sprecngstoffgürtel um den Bauch binden und damit unschuldige Menschen töten und weiteren Teorror verbreiten, sind Menschen ohne Bildung, ohne Wissen, ohne Zukunft.
Dem einen haben israelische Krieger den Vater erschossen, den Bruder den Onkel...
Der andere hat schlicht keine gute Zukunft vor sich und ist gerade deshalb auf die verheissungsvollen Versprechen der Kinder- und Jungendverführer der gerissenen islamistischen Barttragenden verführer verfänglich.
In all diesen Gesellschaften sieht man sehr viele Ähnlichkeiten.
Ganz gleich ob USA, Palästina, Israel, Irak, Afghanistan...
Es ist eifnach eine Spirale die Abwärts führt.
Und kaum einer ist im Stande es zu erkennen, es aufzuhalten.

Das schafft auch keine einzelne Person.
Das schafft nur Wissen!

Wenn ich ein US-Amerikaner wäre, dessen Bruder im Irak von einem Terroristen getötet worden ist, wenn ich ein Iraker wäre, dessen Land von den USA besetzt und dessen Menschen von den überheblichen Soldaten missshandelt werden, wenn ich ein Palästinenser wäre dessen Haus von den Israelis zerstört und das Grundstück weggenommen wäre, wenn ich ein Isreali wäre dessen Familienmitglieder von den Terroristen getötet worden wären....
Würde es mir schwer fallen, gegen den Krieg und für den Frieden zu sein.

Das alles können wir nur mit Wissen verhindern.
Wissen muss für alle Menschen dieser Welt unbegrenzt zugänglich sein!
Nur das macht ein schönes Leben mit allen Menschen dieser Welt zum wahren Leben unter den Menschen!

Die größte Gefahr für einen Menschen besteht nicht in einer Niederlage!
Die größte für einen Menschen besteht darin, dem, was er eigentlich bekämpft, immer ähnlicher zu werden.
Und all das ist nur Mit Wissen zu verhindern.
Niemals mit Waffen!




Freizeitphiloge
Re: Du bist Deutschland!
24. February 2006 13:19
DU bist Deutschland

suchen wir nun den kausalen Zusammenhang zu unsere aktuellen Sittuation

-die Deutschen sind depressiv und nicht bereit sich AKTIV für Dtl. einzusetzen
-die Politiker sind nicht in der Lage uns zu motievieren
-wieso machen viele Leute diesen Imperativ lustig
-WISSEN WIR ÜBERHAUPT, OB DIESE BOOTSCHAFT NICHT VIELLEICHT EINE MANIPULATION SEIN KÖNNTE


mfg_PH aus Dessau
kos
Re: Du bist Deutschland!
24. February 2006 15:38
@Winter
Wissen? Etwas abstrakt. Wissen allein ist wohl zu wenig. Einem Bären kann man das Fahrradfahren beibringen, aber wird der Bär daraus Nutzen oder Freude ziehen können? Wissen allein nützt gar nichts, ohne die Fähigkeit dieses Wissen richtig einzusetzen.

Und hier wird es schwierig. Was ist richtig, was falsch?
Der Mensch ist von Natur aus egoistisch, stets behält er den eigenen Vorteil im Auge. Was für den einen richtig ist, ist für seinen Nächsten zwangsläufig falsch. Solch ein Verhalten führt allerdings zur Anarchie, d.h. einem Zustand, bei dem die meisten verlieren. Und auf lange Sicht verlieren praktisch alle. Wir halten fest: Anarchie ist falsch, obwohl für ein Individuum der natürliche Zustand.

Um diesem Dillema entgegenzuwirken, schließen sich Menschen zu Gruppen zusammen, und definieren gleich für die ganze Gruppe, was richtig und was falsch ist. Was für einen richtig, ist somit für alle anderen auch richtig. Zuwiderhandlungen Einzelner werden als Versuch gewertet, Anarchie herbeizuführen. Das ist falsch und wird bestraft.

Auf welchem Wege die Definition von "richtig und falsch" erfolgt, ist für die Gruppe an sich unerheblich. Meistens geschieht dies durch Gewalt. Ob götlicher Wille oder ein Diktator -- wichtig ist, dass eine höhere Instanz die Regeln festlegt. Solche Konstrukte sind allerdings instabil, da sowie Gott als auch einem Diktator an der nötigen "Führungsberechtigung" fehlt. Der egoistische Mensch fühlt sich im Nachteil, was für ihn falsch ist, und rebelliert über kurz oder lang. Worauf das System mit Strafen reagiert, was nur noch mehr Rebellion erzeugt, worauf...

Abhilfe schafft Demokratie. Der Einzelne wird im Glauben gelassen, einen Mitbestimmungsrecht zu haben. In Wirklichkeit bestimmen natürlich immer noch einige wenige an der Spitze, wo es lang geht. Auch hier liegt der Übel der Instabilität begraben. Die Demokratie hat allerdings eine "interne Sicherung", die sich "die Meinungsfreiheit" nennt. Das System ist so in der Lage zu erkennen, wohin die Massen sich bewegen, und kann ggf. eingreifen. Z.B. in Form einer Werbekampagne, die den Spruch "Du bist Deutschland" bringt, was das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken soll. Sehr wichtig für jede Gruppe.

Jegliche Kriege resultieren somit aus dem Vorhandensein mehrerer Gruppen, die unterschiedliche Definitionen von "richtig und falsch" haben. Die einzige Möglichkeit Kriegen vorzubeugen liegt in dem Bestreben alle Definitionen anzugleichen, die Gruppen zusammenzuführen. Idealerweise zu einer einzelnen Gruppe. Ein Staat namens Erde.

Dieser Prozess ist längst im Gange. Er fing mit der UNO an, hatte die Gründung der EU zufolge (das Schwierigste ist die Regeln festzulegen, was man an den gescheiterten Verhandlungen sieht) und wird gemeinhin als Globalisierung bezeichnet.

Kann natürlich sein, dass alles auch ganz anders ist. Egal.