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Zeitreisen

geschrieben von hempi 
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Re: Zeitreisen
17. May 2006 18:01
Dolle Ideen ihr da habt!

Ich finde allerdings dass man das alles etwas anders betrachten sollte:

Dieter hat 2005 eine Zeitmaschine gebaut und will mit ihr zurückreisen um Hitler zu töten, er reist zurück begegnet Hitler und tötet ihn.
-soweit kennen wir das ganze-
An diesem Punkt an dem er Hitler tötet wird seine Vergangenheit verändert, also alles was er bisher kannte und auch die Dinge die ihn bewegt haben die Zeitmaschine zu bauen, also würde er evtl. keine bauen, aber die Tat ist bereits passiert BEVOR die Zeitmaschine gebaut wurde, also wird Dieter genau von der Sekunde weiterleben in der er in die Zeitmaschine gegangen ist. Nur mit dem Problem dass es keine gibt und er sich vllt mit seiner Freundin irgendwo vergnügd ohne zu wissen dass es je einen Hitler und so gegeben hat. Er hat die Zeit verändert ohne es zu wissen.
Zeitreisen können funktionen, doch wir können sie nicht beweisen weil man nie eine "zurück" verfolgen kann. Demnach wird man nur die Zeitverändern können und nicht durch sie hindurch reisen!!!
Efkan
Re: Zeitreisen
27. July 2006 02:12
Man könnte den ablauf der Zeit nicht verändern es gäbe auch kein neues universum.
Weil es währe vorbestimmt das man die Reise im jahre 2005 antritt und das man 1933 ankommt
Den ablauf der Zeit kann man nicht ändern

wenn ja dann würde der jänige der grad hitler tötet selbst in lebensgefahr
er existiert 100 prozent nicht mehr weiter weil sogar eine kleine veränderung
in der zeit kann sogar ausreichen das du nicht auf die welt kommst
Re: Zeitreisen
29. July 2006 22:45
Die Diskussion leidet unter dem Umstand, daß grundlegende Fragen nicht vorab geklärt sind, nämlich:
1. Wenn eine Zeitreise erfolgt, wer reist dann? Die Antworten "jemand, der über die entsprechende Technologie verfügt" oder "z.B. ich, wenn ich das know-how habe" sind tautologisch, denn die Frage lautet ja gerade, wer dieses Ich ist, das da reisen soll. Daraus ergibt sich die zweite Frage:
2. Die Idee der Zeitreise setzt voraus, daß die Person, die abreist, und die Person, die am Zeitziel ankommt (sowie gegebenenfalls die, die zurückkehrt) ein und dieselbe sind. Aus welchem Umstand darf aber geschlossen werden, oder wie kann gezeigt werden, daß sie tatsächlich identisch sind?

Definiere ich das Ich streng materialistisch als einen in sich geschlossenen Organismus von zusammengehörigen Zellen, der sich aus einem Embryo entwickelt hat und daher seit dem Zeitpunkt seiner Zeugung und bis zu seinem Tod existiert, so ist eine Zeitreise prinzipiell unmöglich, egal wie viele Paralleluniversen man annehmen will, da die Zeitreise voraussetzen würde, daß ein und derselbe materielle Organismus an einem bestimmten Ort desselben physischen Universums zu einem bestimmten Zeitpunkt existiert und nicht existiert (als für die Anwesenden sinnlich wahrnehmbare Realität). Vor seiner Zeugung hat er ja per Definition nicht existiert, sofern wir uns im Rahmen eines echten Materialismus bewegen, da die materiellen Bausteine seines Körpers noch nicht zusammengefügt waren, sondern überall verstreut. Die Moleküle seines Körpers (von 2005) müßten dann 1933 gleichzeitig an jeweils zwei verschiedenen Orten gewesen sein. Und wie liesse sich zeigen, daß der 1933 Angekommene dieselbe Person ist wie der 2005 Abgereiste? Doch nur über die Kontinuität seines subjektiven Identitätsempfindens, d.h. über die Kontinuität seines den Zeitraum bis 2005 umfassenden Gedächtnisses. Dieses ist aber, materialistisch gesehen, an die Existenz seines Gehirns in dessen Gestalt von 2005 gebunden, welches, materialistisch gesehen, 1933 nicht existiert haben kann, und auch in einem Paralleluniversum nicht existieren kann, denn menschliche Hirne wandern nicht von einem Universum zum anderen wie Reisende zwischen Deutschland und Frankreich. Ist aber das Gedächtnis nicht an das Gehirn von 2005 gebunden, ist der Boden des Materialismus bereits verlassen.

Die Idee der Zeitreise setzt somit voraus, daß der Reisende selbst nicht (nur) innerhalb der Zeit existiert, sondern zugleich außerdem eine von Zeit und Raum prinzipiell unabhängige, aber mit Willen und Gedächtnis ausgestattete Entität ist, die sich nach Belieben in der Zeit verlagern kann, natürlich notwendigerweise ohne ihren Körper mitzunehmen. Er müßte also in der Vergangenheit entweder ohne Körper auftauchen, also für die damaligen Menschen nicht wahrnehmbar sein, oder dort eigens ad hoc einen neuen Körper erzeugen (wie?), um mit ihm wahrgenommen zu werden und agieren zu können. Die Identität dieses Zeitreisenden mit sich selbst ist dann völlig körperunabhängig, gebunden an sein nicht hirngestütztes Identitätsbewußtsein und Gedächtnis. Dies setzt sehr weitreichende metaphysische Vorannahmen voraus. Mit solchen Fähigkeiten und Eigenschaften ausgestattet ist der Zeitreisende dann kein Mensch mehr, sondern ein Gott (etwa im Sinne der antiken Götter, aber mächtiger als sie). Die Zeitreise setzt also voraus, daß der Mensch nicht Mensch bleibt, sondern Gott wird. Wobei sich dann die Frage stellen würde, ob er, mit solchen Fähigkeiten und Möglichkeiten ausgestattet, nichts Besseres zu tun hätte, als ins Deutschland von 1933 zu reisen, um dort eine hitlerlose Alternativzukunft (etwa mit Hindenburg statt Hitler) in einem Paralleluniversum zu schaffen. Dann ist ja vielleicht unsere Welt das Ergebnis der Intervention eines Zeitreisenden, der neugierdehalber ausprobieren wollte, was die Welt von 1933 wohl mit einem Reichskanzler Hitler anfängt.
Re: Zeitreisen
05. November 2006 00:35
Hi,
ich habe diesen Threat durch Zufall bei google gefunden, habe nur Seite 4 gelesen, der letzte Beitrag ist vom Juli (auch wenn alle Post relativ weit auseinander liegen) und ich schreibe meinen ersten Post. Alles schlechte Vorraussetzungen, aber ich habe mir aus Interesse mal viele Gedanken gemacht. Folgendes:
Wenn Dieter die Zeit Maschine nicht 2005 sondern 2009 gebaut hat (vereinfacht meiner Meinung nach mein Denkmodell) und dann in die Zeit zurückreist, sollte das erstmal möglich sein, denn er hat ja seine Zeitmaschine! Mit dieser kann er den Haufen Kohlenstoffverbindungen, der auch Dieter genannt wird, ins Jahr 1932 bringen und nun Hitler umbringen. Er reist schnell zurück. Wenn er nun sein Geschichtsbuch aufmacht, hat es zwar in den 20ern mal einen Putschversuch von so einem komischen Irren gegeben, der aber schon 1932 von einem nie gefassten Täter umgebracht wurde.

Wenn Dieter jetzt jemanden auf der Straße ansprechen würde, wer Adolf Hitler wäre, würde er wahrscheinlich ein "kenn ich nich" oder "nie gehört" als Antwort bekommen, anstelle von "der Irre der Millionen Menschen Sinnlos umbringen ließ" oder "der Führer" (kommt auf den an den er trifft). Hitler wäre nie an die Macht gekommen, die Geschichtsbücher, in denen steht, was dieser Idiot verzapft hat, denn er hat seine kranken Phantasien nie ausleben können.

Oder anders:
Dieters Freundin, die Hildegart ist gestern beim Schuhe klauen erwischt worden. Es waren die Schuhe die sie sich schon immer gewünscht hatte, aber leider kein Geld. Dieter war auch dummerweise komischerweise weg und der Laden hatte nur noch ein Paar in Hildes Größe. Was macht ein normaler Mensch nun? Richtig - er versucht die Schuhe zu klauen. Dummerweise wird sie erwischt. Als der Detektiv sie nun in sein Büro ruft und ihr das Überwachungsband zeigt, merkt sie sich durch weibliche Intuition wo der Kaufhaus Detektiv steht, entschuldigt sich und darf gehen. Als sie nun ohne ihre Schuhe nach Hause kommt, sieht sie dort einen komischen Apparat stehen - Dieters Zeitmaschine.
Sie weiß irgendwie wie das Ding funktioniert (tut nix zur Sache) und reist eine Stunde zurück. Sie muss nun aufpassen, dass sie niemand sieht, denn nun müsste es für eine Stunde 2 Hildegarts geben, denn anders als Dieter ist sie schon Geboren. Sie kann nun ohne Probleme ihre Schuhe klauen und zurück Reisen. Wenn sie aber nun Schneller war als die Original Hilde, findet diese kein Paar in der passenden Größe mehr und zieht traurig ab. Sie kommt zuhause an und sieht ein paar Schuhe neben diesem komischen Aparat liegen.

Nun hat aber mein Denkmodell ein Problem. Da Hilde ja das Paar Schuhe hat, warum sollte sie nochmal zurück reisen. Also klaut sie die Schuhe gar nicht. Also hätte sie schon im Laden versucht diese zu klauen...

Also das gleiche wie die berühmte Geschichte wo jemand in der Zeit zurück reist und seinen Vater vor der eigenen Zeugung tötet. Nun kann der Vater aber den Jemand nicht zeugen, aber wenn er den jemanden nicht zeugen kann, wer hat ihn denn dann umgebracht?? Also kann er doch den jemanden zeugen, der dann in der Zeit zurück reist und...

Ist sehr verwirrend, vielleicht gebe ich mir mal wach mühe, eine weniger verwirrende Version davon zu schreiben. Ich setzte mir die Seite aber mal unter Favoriten.

Gruß Nobody
newcomer
Re: Zeitreisen
11. November 2006 23:48
hoffe du hast die seite immer noch unter favoriten dann könnten wir uns unterhalten...

mein denkmodell:
wenn man davon aus geht das man nur die eigenen taten (wo man schon auf der welt war) aendern kann.dann erspart man sich die angesprochenen großvater-paradoxa.
im film `Butterfly Effect`kommt das vor (falls du den gesehen haben solltest)

bei deiner variante kommt man immer wiedeer auf widersprüche und dann ist man im philosophischen (und das mag ich gar nicht...)

gruß newcomer
newcomer
Re: Zeitreisen
14. November 2006 21:05
Auszug aus `Bild der Wissenschaft`(1-2006):

Davis Deutsch von der Oxford University1991 hat nach einer Möglichkeit für die Auflösung von Zeitparadoxiengesucht.Seine Hypothese bringt das Problem tatsächlich zum Verschwinden, hat aber einen atemberaubenden Preis.Er stötzt sich auf eine provokante Interpretation der Quantenmechanik, die der amerikanische Physiker Hugh Everett III schon 1957 vorgeschlagen hat.Er vermutete, dass sichdas ganze Universum gleichsam aufspaltet, wenn die Natur eien `Wahl`zwischen zwei oder mehr Zuständen hat.Zerfällt zum Beispiel ein bestimmtes radioaktives Atom in einer Sekunde oder nicht?Bei Everett lautet die Antwort nicht 'entweder-oder' sondern 'sowohl-als auch'. Mit jeder scheinbaren Alternative verzweigt sich die Welt in zwei oder mehr Universen, die exakt identisch sind, bis auf die gerade relevante Alternartive. Es werden also gewissermaßen alle Möglichkleiten wirklich.
Und genau diese viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik hilft Deutsch zu Folge aus dem Dilemma der Zeit- Paradoxien. Jemand kann tatsächlich in die Vergangenheit reisen und sein jüngeres Selbst ermorden. Aber das führt nicht zu einem Widerspruch. Denn er gelangt in ein Universum, dass bis zum Moment seiner Ankunft exakt mit seinem eigenen identisch war, nun aber einen anderen Verlauf nimmt. In diesem Universum wird der Zeitreisende niemals alt werden. Aber aus diesem Universum ist er auch nicht gekommen, sondern aus einem in dem er überlebt hat. Das Kind, dass er ermordet hat ist/wird also auch nicht er selbst.

gruß newcomer


hoffe es liest irgendjemand...
jkgdzk
Re: Zeitreisen
01. January 2007 23:23
Re: Zeitreisen
04. January 2007 18:17
Hi newcomer,

ich verstehe nicht, wieso der Zeitgereiste im neuen Universum nicht altern können soll. Er kann sich doch auch bewegen, etwas bewirken - und demnach auch etwas erleiden, insbesondere den Alterungsprozess.

Im übrigen wird die Parallelweltenthese immer dann interessant, wenn man im anderen Universum nicht ausgerechnet sich selbst oder eine conditin sine qua non für sich beseitigt; denn dann existiert man ja parallel mit sich selber.

Das ist anschaulich dargestellt in der Schlussszene von "Zurück in die Zukunft (Teil I)", wo der zurückkommende Marty McFly sich selbst abreisen sieht.

Ich möchte ansonsten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Zeitreisenparadoxon nur für Reisen in die Vergangenheit gilt, nicht in die Zukunft. Da die Zeit aber allgemein die Eigenschaft zu haben scheint, unumkehrbar zu sein, ist es vielleicht auch so, dass nur Zeitreisen in die Vergangneheit physikalisch unmöglich sind, die in die Zukunft aber nicht.

Poetisch könnte man sogar sagen: Ist nicht das ganze Leben eine Zeitreise in die Zukunft, Augenblick für Augenblick?
Re: Zeitreisen
04. February 2007 20:28
Finde das alles sehr verwirrend...wenn es Zeitreisen gäbe, und ich halte das für sehr unwahrscheinlich, gäbe es dann nicht von jedem einzelnen Menschen hundert Millionen Versionen, weil er beispielsweise 89 Jahre oder so alt wurde, und von jeder Sekunde oder Minute eine eigene Zeitebene existiert?
Wenn man den erwachsenen Hitler töten würde, gäbe es dann nicht in anderen Zeitebenen noch baby Hitler oder das Kind Hitler, weswegen ein Mord gar nichts nützen würde, weil er tausendfach existiert?
Re: Zeitreisen
03. June 2007 10:53
Wenn man z.B.im Jahr 2200 eine Zeitreise macht in das Jahr vor seiner Geburt, würde die Zeitreise nicht stattfinden, weil man das gesamte Universum in den Zustand versetzt wie es in der Zeit war, in die man gereist ist.