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Nichts kann fehlerfrei werden!

geschrieben von badhofer 
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Nichts kann fehlerfrei werden!
01. March 2008 09:03
Du gräbst in einem Schneefeld ein Loch und mit dem Schnee baust du einen Schneemann.

Der Schneemann freut sich, dass er in einem fehlerfreien Schneefeld steht.
Doch dann sieht er das Loch.

Um sich eine perfekte Welt zu schaffen, beginnt er, das Loch zu reparieren.

Da der Schneemann selbst das Material ist, das er benötigt,
um den Fehler im Schneefeld zu beheben, fängt er an, sich zu zerstören.

Mit dem Drang zur Perfektion kam das Leid in seine Welt!


Ursache und Wirkung

Der weitere Verlauf ist dann nur mehr ein Symptom:

Bevor sich der Schneemann zerstört hat,
wird er noch mehrere Löcher graben und kleine Schneemänner bauen.
Wenn diese dann erwachsen sind, freuen sie sich,
dass sie in einem fehlerfreien Schneefeld stehen, doch dann sehen sie die Löcher.
Um sich eine perfekte Welt zu schaffen, beginnen sie, die Löcher zu reparieren.

Da die Schneemänner selbst das Material sind, das sie benötigen,
um die Fehler im Schneefeld zu beheben, fangen sie an, sich selbst zu zerstören

Nicht alle Schneemänner werden sich selbst zerstören.
Manche werden andere Schneemänner angreifen, um an den
Schnee zu kommen den sie benötigen, um ihre Löcher zu stopfen,
diese werden sich verteidigen, organisieren, bewaffnen und in den Krieg ziehen.

Viele Schneemänner werden sterben, sie werden Religionen gründen und den Krieg heiligen
um ihre Toten zu rechtfertigen, und dieser Ablauf von Ereignissen verwandelt
das Schneefeld in ein Chaos (bis auf eine Ausnahme).

Und das alles nur deswegen, weil der erste Schneemann
das Schneefeld so fehlerfrei haben wollte, wie es sein würde, wenn er nicht da wäre,
und in der Folge das Perfektionieren zur Tradition wurde.

Das dauert so lange, bis der erste Schneemann diese Tradition zerbricht.


Diese symbolische Geschichte zieht sich durch alle Bereiche unseres Vorhandensein wie ein roter Faden.

Quelle: http://www.physik.as
oX
Re: Nichts kann fehlerfrei werden!
05. March 2008 02:21
die geschichte hat nur einen makel
sie setzt voraus das die menge an schnee
sich nie ändert... oder andersherum
das schnee weder zerstörbar noch schöpfbar ist
sondern nur umformbar...

das also immer nur die form zerstört wird
die natur sieht aber anders aus
die formen werden reichhaltiger
weil sie immer weniger "material" benötigen
das ist das was in der geschichte mit "kleinere schneemänner"
beschrieben hast....

es ist aber schon bewiesen worden das der energieerhaltungssatz
auf raumzeit-dimensionen beschränkt NICHT GILT!
sie liegt als Präferenz vor, die durch Ausnahmen bestätigt wird
Re: Nichts kann fehlerfrei werden!
05. March 2008 07:25
Nachdem es sie um eine symbolische Geschichte handelt,
ist es unwesentlich, dass sie in dieser Art und Weise nicht richtig ist.
Diese Geschichte soll ja nur einen Vorgang symbolisieren.
Wenn ein Bauer in einem Tag 1 kg Afel erntet,
dann erntet er in einem Jahr 365 kg Äpfel.
Diese Geschichte symbolisiert auch ein Beispiel aus der Mathematik,
obwohl sie in der Praxis nicht richtig ist,
da der Bauer Sonntags Ruhetag hat und auch mal Urlaub.

Was den Energieerhaltungssatz auf Raumzeit-Dimension betrifft:
Der gesamte Text auf http://www.physik.as sagt ja gerade das aus, was du da sagst.
jirschi
Re: Nichts kann fehlerfrei werden!
11. March 2008 11:32
Wenn wir erkennen, das wir nicht wirklich tot sein können,
werden wir aufhören, uns den Tod vorzuspielen.
Gotter Text auf http://www.physik.as
Heyho.
"Nichts kann fehlerfrei werden"...
D.h. im Klartext, dass nichts perfekt ist, richtig?
Aber was perfekt ist und was nicht, ist subjektiv.
Schneemannbeispiel:
Ein Welt voller Löcher(gegraben von den vielen, kleinen Schneemännern) ist nicht perfekt, wenn man anfängt, die Löcher zu reparieren, sondern dann, wenn man die Welt "löchiger" macht. Also wenn Generationen von Schneemännern immer mehr Löcher gegraben haben, um diese letztlich wegzubekommen(was natürlich nicht ganz funktioniert), dann wird irgendeine Nachfolge-Generation auf die Idee kommen, dass dies der Urzustand ist und dass es so zu sein hat. Ihr Empfinden für das Fehlerfreie muss also nicht dasselbe sein, wie das ihrer Vorgänger.

Ich sehe da ein Grundprinzip(gibt es dafür auch irgendeinen wissenschaftlichen Namen?):
Sobald sich jemand(im speziellen der Mensch) in eine Situation einmischt, ändern er damit alles, was er selbst als "Prinzip" bezeichnet. Er nimmt festgefahrenen Bahnen ihren ehemals sicheren Halt in der Erwartung, es besser machen zu können.
Und im Laufe seiner ach so tollen Anpassungsfähigkeit vergisst er seine eigenen Wurzeln und landet auf dem Mond.

Ich meine nicht die Chaostheorie.
Ich meine das Einmischen des Menschen in alles Mögliche.
Letztlich sind wir nur Tiere, die der Natur ihr Gleichgewicht genommen haben.

Und um Gleichgewicht geht es:
Nur Löcher = Gleichgewicht - fehlerfrei
Keine Löcher = Gleichgewicht - fehlerfrei
Löcher und ebener Schnee + Hügel = Gleichgewicht - fehlerfrei

Sogenannte "Schönheitsflecke" sind wiederum rein subjektiv.
Wer in dem Loch steht, glaubt, das wäre normal.
Normal ist, was nicht auffällt.

Schlussfolgerung:
Irgendwann gibt es für alles eine Phase.
Alles wird irgendwann zur Normalität.
Alles ist irgendwann perfekt. Nur Zeitlich-subjektiv wahrgenommen.
Re: Nichts kann fehlerfrei werden!
03. April 2008 08:04
Hallo Stephan

Grundsätzlich hast du recht, was das symbolische Beispiel mit dem Schneemann betrifft.
Dieses Beispiel ist jedoch nur eine Symbolik.
In der Praxis verhält sich das Gleichgewicht jedoch nicht immer vorteilhaft.
Siehe den Absatz "Gesundheit" auf Seite 28 von der PDF Version http://www.physik.as/ausnahme.pdf
oX
Re: Nichts kann fehlerfrei werden!
03. April 2008 12:44
vorteilhaft für wen/was (merkste was? 8-))

der begriff fehler stellt heraus das der der den fehler bemerkt
ein makel verspürt den er erst beseitigt sieht,
wenn dieser fehler behoben ist.
ist dieser fehler behoben..
kann aber für jemand anderen dieser "perfekte" zustand
zu einem makel geworden sein,
den er deswegen wieder in urzustand zurückversetzt haben möchte

übrigens die symbolische geschichte würde realitätsnaher sein
wenn man statt schnee/loch noch einen dritten zustand hinzuzieht
a) wedernoch.. oder superposition
b) wasser

der einen zustand zwischen diesen beiden beschreibt...

UND

der urzustand auch dieser ist (also nicht am anfang war alles schneee)