Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
07. March 2007 01:47
WIKI :
Schopenhauer schränkte die Willensfreiheit stark ein. Bei jeglichem Handeln liege immer und stets der Wille, das heißt das Wollen zu Grunde. Dies kommt in dem berühmt gewordenen Ausspruch: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“ zum Ausdruck. In der streng kausal geordneten empirischen Welt, der Welt der Vorstellung ist kein Platz für einen frei, also ohne rein-empirische Ursache handelnden Menschen. Und auch aus der nicht-empirischen Welt, der Welt des Willens, kann keine Freiheit herrühren, da ebenjener Wille blind, sinn- und ziellos ist. Außerdem glaubt Schopenhauer, jeder Mensch habe einen vorgezeichneten Charakter, der sich nicht ändern lasse. Man kann ihm nur gemäß handeln („tun, was man will“). Dasjenige, was man will (was der jeweilige Charakter vorgibt), könne man aber nicht nicht wollen (den Charakter nicht ändern). Andererseits spricht er von einer intelligiblen Willensfreiheit:
Wenn das erkennende Subjekt dem diesen zugrundelegenden Willen erkennt, kann es diesen in bestimmten Momenten der Kontemplation beispielsweise durch intensiven Kunstgenuss verneinen. Dies bezeichnet einen Zustand der Melancholie.

Kommt der Realitaet schon sehr Nahe oder ?
Allerdings meine ich, dass Schopenhauer vieles zu pessimistisch sieht.
Wobei seine Ansichten ueber das Heiraten letztendlich nicht ganz von der Hand zu weisen sind:-)

„Heiraten heißt das Mögliche thun, einander zum Ekel zu werden.“ bzw. „seine Rechte zu halbieren und seine Pflichten zu verdoppeln“. Oder, noch etwas drastischer: „Heiraten heißt, mit verbundenen Augen in einen Sack greifen und hoffen, dass man einen Aal aus einem Haufen Schlangen herausfinde.“

Wenn man beides kombiniert. Wir heiraten weil wir nicht bestimmen koennen was wir wollen :-) Gottseidank, denn sonst waere ich als Tanzmusiker glatt arbeitslos :-)



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.07 02:09.
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
09. April 2007 00:13
Der Mensch erschuf das Feuer weil er Angst im Dunklen hat
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
09. April 2007 00:19
Es Lebt nur der´, der lebend sich am Leben freut


man darf das Schiff nicht an einen einzigen ANker und das Lebne nicht an eine einzige Hoffnung binden


Lebe heute vergiss die sorgen der Vergangenheit


Bedenke, dass die MEnschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind; dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im unglück nicht zu traurig sein
Glaube stets an dich selbst und warte nicht auf den Glauben anderer.
Wartest du dennoch darauf, ist die Enttäuschung umso größer wenn sie es nich getan haben.;)
Tanja16
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
22. July 2007 21:55
Erst wenn alle Wälder gerodet, alle Fische gefangen, alle Flüsse vergiftet sind, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

Der Mensch ist das einzige Tier dass errötet.
Es hat auch allen Grund dazu.
Tanja16
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
22. July 2007 21:58
Der Überganag zum Tod ist wie ein Fluss und die Religion ist bloß eine Brücke zum Paradies. Ist es nicht egal welche Brücke man nimmt?
Tanja16
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
23. August 2007 22:09
Verstehen kann man das Leben nur Rückwärts.
Leben muss man es aber Vorwärts.
oX
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
11. September 2007 00:13
und natürlich der klassische spruch den alle kennen muessten
und nicht fehlen darf:

Die die wissen,
dass sie nichts wissen,
wissen mehr als die,
die nicht wissen,
das sie nichts wissen.
Das Höhlengleichnis beschreibt den Konflikt zwischen reiner Naturwissenschaft, Philosophie und Religion.
Die Naturwissenschaft benötigt Beweise um zu funktionieren.
Die Philosophie geht über die Beweise hinaus.
Die Religion sucht nach dem Unbeweisbaren.

Ein Physiker hat mal gesagt, physikalische Theorien die nicht beweisbar sind, gehören in den Bereich der Philosophie.

Ich meine auch, man sollte Naturwissenschaften, Philosophie und Religion nicht miteinander mischen, sonst macht man eine der drei Aspekte kaputt.

Eines Tages, wenn wir mehr über das Universum wissen, ist eine Mischung vielleicht möglich.
oX
Re: Philosophische Weisheiten und Sprüche
11. September 2007 14:17
zum Platons Höhlengleichnis habe ich selbst mal ein Gedicht geschrieben
und mit meiner persönlichen Lebensgeschichte verwoben..
(da ich bis jetzt nur positive Kritiken dazu erhalten habe
erlaube ich mir mal diesen 50-Verser hier abzusetzen)

Himmel und Hölle

Gehst ins Kino, wunderschön
da willst du mal ein Filmchen sehn
Dunkel ist's, Du bist gespannt
schaust Du nun auf diese Wand

der Vorhang ist noch immer zu
kommst Du nun zu Deiner Ruh
jetzt geht es los, die Spannung steht
weißt noch nicht worum es geht

viele Kinder siehst Du sitzen
in einer Höhle und sie schwitzen
schon seit Geburt sind sie nun da
an Ketten gebunden, wunderbar

stand'n noch nie und sahen auch nicht
die Sonne, die da scheint, das Licht
des Ketten Rasseln ignorierten sie
wen stört's, sie wussten es noch nie

starrten immer auf eine Wand
die sich gegenüber da befand
dort ist das, was ihn'n gefiel
sahen Licht- und Schattenspiel

weil gespiegelt vom Sonnenschein
kommt dauernd in die Höhle rein
doch kannten sie das leider nicht
die Quell von Schatten und von Licht

doch endlich einem nun dies Rasseln
tötet Nerven, hört auf zu quasseln
will er aufstehn, doch die Ketten
hat er leider noch vergessen

erkennt er nun zum ersten Mal
die Ketten an, als höllisch Qual
voller Zorn, er zieht am Ring
als ob es um sein Leben ging

er hat's geschafft, er ist nun los
er wundert sich, was war das blos
ist nun stolz, will es auspetzen
doch er sagt nichts, lieber setzen

geht nach vorn zu dieser Wand
bis er vollends vor ihr stand
wundert sich, sein Schatten sah
wundert sich, was da geschah

die anderen Kinder lachten nun
fanden's komisch, sah'n sein Tun
er fands nicht so, dreht sich um
stellt schnell fest, er war so dumm

Sah er nun, das erste Mal
die Höhle an als höllisch Qual
zog ihn magisch an das Tor
tritt zu dieser Richtung vor

voller Schreck er tritt zurück
als ihn warmes Licht voll trifft
macht die Augen zu und weint
war er nicht gewohnt, was scheint

dreht sich um und sah nun das
was anderen Kindern machte Spass
wird ihm bewusst, was er da tat
war jahrelang sich selbst verrat

ging er raus und sah die Welt
so wie sie ihm doch echt gefällt
sah Berge, Wiesen und Vögelein
spürte Wind und warmen Sonnenschein

am See so laut, da zirpen Grillen
wollte Lebensdurst gut stillen
hatte Mitleid mit den Kindern
dessen Ketten sie ja hindern

in dessen Höhle geht er zurück
er beenden will, das Bühnenstück
schreitet schnell und frohen Mutes
ja er sah es und er tut es

stellt sich vor ihnen hin und sagt
dass draussen ist der schöne Tag
zeigt Ketten, Sonne und die Wand
aber leider keiner ihn verstand

seiner Freundin lieb, schon jahrelang
griff er ihre Ketten an
das Rasseln nicht zu überhören
den Kindern war es nichts als stören

die Freundin weint, es tut ihr weh
er bittet sie, sie mit ihm geh
doch Steine flogen, es wird zuviel
die Kinder schrien: Seid endlich Still

er hört nicht auf mit lautem Rasseln
noch größere Steine auf ihn prasseln
er ist fast tot, ihm wunderts nicht
soviel Dummheit verdient kein Licht

geht hinaus zur echten Welt
sein Leben nicht mehr ist verstellt
die Wärme lindert seine Schmerzen
im Glück gebadet auch im Herzen

sammelt ohne Ende echte Kraft
ging er nun auf Wanderschaft
trifft er plötzlich einen Mann
hörte nun was er noch so kann

hörte nun auf mit Rasen mähn
gab ihm Kleider, schön anzusehn
brachte ihm das Lesen bei
Schreiben, Muse und die Jodelei

die Zeit vergeht, nicht lange dauert
er um seine Freundin trauert
schreibt er nieder seine Geschicht
in Form eines Gedicht

doch sie leider kann nicht lesen
erfassen der Welten wahres Wesen
fleht er nun den Manne an
ob er ihm nicht helfen kann

der Mann dazu nur folgendes sagt
ist's nicht besser, sie selber nagt
an ihren Ketten und sich befreit
selbst drauf kommt und ist bereit

wünscht er sich, seine Freundin nun
die Fesseln ihr geben keine Ruh'n
das sie sich selbst befreit
ihr Schatz im Inneren ergreift

er ist Willens zurück zu gehn
wollt nach seiner Freundin sehn
extra kurzen Weg genommen
in der Höhle angekommen

nicht mehr da, wo er sie dachte
mit einem anderen Wärme machte
seine Welt stürzt schnell zusammen
sein Herz spuckt Blut und Flammen

sah noch eine Weile zu
schliesst sein Herz und findet Ruh
sah in allem keinen Sinn
setzt er sich nun neben ihr hin

so wie sie ihn früher kannte
und in ihrem Herzen brannte
sie wusste nicht von seinen Gaben
ja sie wollt ihn wiederhaben

nackt und blass und ungeschoren
hatte er ihr nie geschworen
trotzdem zog er sich schnell aus
und das nur für seine Maus

schaut hinab zu ihren Füssen
sah neue Ketten ihn begrüssen
zum neuen Freund führten sie hin
auch darin sah er keinen Sinn

ihr war kalt, sagt sie mit Scham
als er nicht mehr wiederkam
er sagt traurig wärst du bloß
mit ihm und nicht in seinem Schoß

sagt sie, ewig kann sie nicht
laufen mit ihm Sicht in Sicht
nur der Herzenswärme willen
würde ihr Herz nicht stillen

er sagt dass sie bräuchte nicht
da draussen ist doch warmes Licht
und goldne, silber oder sieben
Ketten nun mal Ketten blieben

So zog er an der Kette wieder
und wieder Steine prasseln nieder
sie sah zurück zu ihrer Wand
sie es noch immer nicht verstand

träfe sie doch keine Steine
ließ er sie nun doch alleine
macht er nur der Liebe wegen
die Steine, er hatte was dagegen

ihr Neuer sah die Steine fliegen
er konnte keine Wärme kriegen
zog sie feste an sich ran
um selber sich zu wärmen kann

er fragte nach dem Wann
weise zog er sich noch an
der Freie weinte, letzter Blick
ging er tot zum Licht zurück

vor der Höhle wartet er
bis heut fällt Warten ihm so schwer
die Ketten jetzt, woanders sind
er wurde wieder Kind

doch keiner Art von Traurigkeit
er liebt sie noch, er ging zu weit
hofft er eines schönen Tages
kommt sie raus aus diesem Hades

träumt er ging, so Hand in Hand
durch dieses wunderschöne Land
mit seiner Liebe gleich daneben
die wahre Natur der Welt erleben

zu Ende ist der Film jetzt nu
der Vorhang, der geht wieder zu
Lichter gehen an im Saal
Film so schön und traurig Qual

stehst du auf und schreist herum
schreist: Der Typ im Film ist dumm
für Ketten ohne Rasseln auch
Schlüssel wär'n da im Gebrauch

leise wärs doch gut gelung
wäre doch von beiden Lösung
schreit dann jemand dir zurück
denkst du erst er ist verrückt

du bist doch die dumme Sau
in die Hände schnell mal schau
ganze Zeit hälst in der Hand
die Schlüssel zum Wunderland

wird dir nun bewusst: 'Oh warte'
für den Film die Eintrittskarte
so AN die FÜNFzig Verse schon
bekommst du der Liebe Lohn

Verstand der muß schnell LEERE werden
dann erst wirst du alles erben
wird dir klar, dir wird bewusst
das das wohl sein, die wahre Liebe muss