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Thema Tod

geschrieben von Alldaris 
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Re: Thema Tod
15. February 2006 09:57
ist es wirklich wichtig zu wissen, was in 2 oder 3 tausend jahren auf der erde los ist? es gibt noch viele dinge, die wir zu unseren lebzeiten noch sehen werden. vieles wird uns gefallen und vieles auch nicht. das reicht doch.

was nach uns kommt ist für uns nicht wichtig. wenn wir überlegen kinder zu bekommen, werden auch die in einem zeitraum sterben, den wir noch grob voraussehen können.

meiner meinung nach ist es egal was irgendwann mal passieren wird. ich erlebe es ohnehin nicht. also konzentriere ich mich lieber auf das was ich noch erleben könnte (zumindest auf die wenigen dinge die mich interessieren und ich noch erleben könnte).
Re: Thema Tod
15. February 2006 11:01
Es ist ja nicht so, dass ich nicht neugierig wäre.

Es interessiert mich z. B. brennend, was denn nun das Geheimnis von Oak Island ist. Das finde ich fast noch spannender als die Frage, wer Jack the Ripper war oder wer JFK wirklich ermordet hat.

Aber wenn ich ehrlich bin: was fange ich denn an mit meiner Neugier? Schnüre ich mein Säckel, verlasse Kind und Kegel und grabe bis zu meinem Lebensende gegen den Atlantik an?

Nö.

Sammele ich sämtliche Veröffentlichungen, die ich über Oak Island finden kann, und stelle sie auf meiner Homepage zusammen ?

Nö. Ich hab nicht einmal eine Homepage.

Abraham Lincoln hat einmal gesagt: "Deine Taten sprechen so laut, ich kann Deine Worte nicht hören." Wenn ich meine Neugier daran mit dem Maßstab der Teilnahme messe, dann ist sie genau von der Art des Fernsehbetrachters: ich lasse es an mir vorbeiziehen, wenn es denn zufällig kommt.

Geht ja auch nicht anders. Als Alleinverdiener einer vierköpfigen Familie, was bleibt mir denn übrig außer an Samstagabenden ein Buch und zwischendurch ein bißchen rumgegoogle?

Ach, einmal Alexander von Humboldt sein! (Einmal? Und überhaupt: was weiß ich denn von seinem Leben? Eigenlich nix. Und was, wenn ich statt dessen Franklin werde, oder Scott? Ist meine Neugier so groß, dass ich dem Tod gelassen genug entgegentrete, um zu sagen: "Eigentlich wollte ich ja die Nordwestpassage finden. Statt dessen verrecken wir alle hier im Niemandsland. Auch eine interessante Erfahrung.")

Grüsse

Grägar
Re: Thema Tod
15. February 2006 14:17
@ kos

Gegen den Optimismus und die aktive Haltung ist nichts einzuwenden. Nur ist man hinsichtlich der Frage, um die es ging - nämlich "ob wir uns weiterentwickeln oder alle draufgehen" - zwangsläufig in der mehr passiven Zuschauerposition auch dann, wenn man ein sehr aktiver Mensch ist. Denn die Möglichkeiten, hinsichtlich solcher Megatrends mitgestaltender Mitspieler zu sein, sind zwar vorhanden, aber doch sehr begrenzt.

Wie dem auch sei - was ich meine ist: Derjenige, der Gelegenheit hat die Neugier zu befriedigen, ist nicht notwendigerweise in der besseren Position als der, der vorher stirbt. Sondern mancher hat das Glück, daß seine Geburts- und Todesdaten so liegen, daß er gewisse Megatrends nicht erlebt bzw. genauer gesagt erleidet. Was besser ist, weiß man vorher nicht. Darum brauchen wir die jetzt Geborenen nicht darum zu beneiden, daß sie vieles erleben werden, was wir nicht erleben werden oder (je nach Standpunkt) was uns erspart bleibt. Wenn z.B. einer in Deutschland 1939 gerade 80 Jahre alt ist, ist er zwar neugierig, wie der Krieg wohl verlaufen wird und wie er ausgeht - und doch ist er vielleicht besser dran, wenn er 1939 friedlich stirbt, als wenn er 90 wird und so Gelegenheit erhält, seine Neugier zu befriedigen.

kos
Re: Thema Tod
15. February 2006 21:24
Gut, ist wohl eine Frage der persönlichen Einstellung. Ich verstehe zwar die Argumente, aber die überzeugen mich nicht. Sei`s drum, ist ja nicht so, dass wir eine Wahl haben.
Re: Thema Tod
24. February 2006 19:35
Hm, ich versuche es noch einmal anders auszudrücken. Ich rede von Träumen die die Menschen haben.
Was mir in meinem Leben Spass macht sind Dinge wie die Wissenschaft, obwohl ich sie - zugegebener Maßen - nur passiv erlebe.
Ich finde es einfach jedes Mal zum Staunen, wenn ich so höre und lese, was die Menschen wieder alles neues entdeckt und möglich gemacht haben. Dann geht meine Phantasie immer auf Reisen. Wisst ihr was ich meine?
Diese ganzen Menschen, die von irgendetwas träumten.. davon Indien auf dem Seeweg zu erreichen, zum Mond zu fliegen, Mit Schiffen UNTER Wasser zu fahren....
All das haben Menschen wahr gemacht.
Zuerst gab es einen Traum, dann ein ziel, und dann machte man sich an die Verwirklichung der Träume.
Und es gibt Menschen, die haben die große Chance mitzuerleben, wie ihr Traum wahr wird.

Meine Faszination, meine Träume liegen bei der Science(-Fiction).
Und einer meiner Träume ist es, einmal mit anderen intelligenten Lebewesen zusammenzutreffen. Ich habe keine Ahnung wieso mich das so fasziniert, aber ich bin ja nicht der Einzige der sowas träumt, die Literatur ist voll von solchen Dingen (Startrek zum Beispiel).
Und wie die Träume des Jules Verne Realität wurden, der mit seinen Phantasien millionen von Menschen begeisterte und antrieb, so glaube ich auch daran, dass dieser Traum der Menschheit - nämlich einmal auf fremdes intelligentes Leben zu stossen, oder überhaupt zu den Sternen zu reisen - wahr werden wird.

Aber eben nicht für mich. Ich werde dann längst tot sein.
Die Raumfahrt steckt noch in den Kinderschuhen. Es wird noch Jahrzehnte, Jahrhunderte, vieleicht sogar Jahrtausende dauern, bis Menschen vieleicht irgendwann einmal ihren Fuß auf eine zweite Erde setzen. Zu lange für mich. Wenn ich sehr viel Glück habe, erlebe ich vieleicht noch den ersten Menschen auf dem Mars. Und das war's dann auch schon. Dabei wäre ich gerne einer dieser Pioniere, oder auch nur einer der Menschen die in den folgenden Generationen die Arbeit der Pioniere fortsetzen.
Es ist halt ein Traum... und der wird für mich nie wahr werden, einfach weil ich nicht genug Zeit habe.
Das habe ich gemeint, als ich sagte, ich würde diesen Umstand bedauern.


Und was die ganzen schlechten Dinge auf diesem Planeten angeht:
Von sowas habe ich mich noch nie entmutigen lassen, im Gegenteil. Ich habe mir schon vor langer Zeit geschworen: Mein letzter Akt wird sich an all die Arschlöcher auf diesem Planeten richten. Ich gehe nicht, ohne das ein paar Leute von mir und meinen Ansichten über gewisse Dinge erfahren! Ein Buch vieleicht. Ein paar letzte Worte nach dem Motto: Hier habt ihr meine Ansichten schwarz auf weiss, lernt daraus oder auch nicht, aber seid euch gewiss: Da wo ich herkomme gibts noch viel mehr von meiner Sorte, und die lassen sich nicht so einfach einschüchtern! Macht mit diesem Wissen was ihr wollt, und seht zu wie ihr klarkommt. Ich bin raus!


---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

Homepage: http://people.freenet.de/Sandy.dynalias.org/
Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/



17-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.06 20:16.
Re: Thema Tod
30. April 2006 15:08
HAllo,
ich würde gerne wissen, vom wem du das hast, dass der Tod das Zerspringen ist, wenn das Begrenzte das Grenzenlose umfassen will?

Würde mich über eine Antwort per mail freuen, weil ich aus Zufall auf diesen Chat gestoßen bin.
Re: Thema Tod
21. February 2007 13:59
Hey Leute ich bin Azubi in einem Bestattungshaus und beschäftige mich nun seit knapp drei Jahren mit dem Tod. Der Tod, und da bin ich mir sicher, ist das letzte große Abenteuer der Menschheit. Dies mit dem Tenor - es geht weiter!!
Unser Geist ist beschränkt! begreife die Unendlichkeit?? oder die Ewigkeit?? Ist dass nicht spannend? Ist eine Seele an Zeit oder Raum gebunden?? Außerdem - Wie schön ist dass Leben, gerade weil wir irgendwann sterben! Wie wertvoll macht es der Tod! Vieleicht ist der Tod dein Freund! Etwas Gutes! Er hilft dir im Kampf gegen Trägheit, er erschafft die NeuGIER! Gut, vieleicht sage ich dass, weil ich jung und fit bin! Weil ich keine Schmerzen habe! Und weil der Tod in weiter Ferne liegt! Also ist es meine Aufgabe gesund zu bleiben - dass ist evt. ein Lebensziel! Sport im gesunden Maße und eine vernünftige Ernährung ist genauso wichtig wie ständiges ankurbeln der Abwehrräfte!
Re: Thema Tod
27. March 2007 15:36
Ich glaube das nach dem tod nichts kommt. Wer denkt das es eine "Wiedergeburt" gibt kann auch gliech an Got glauben. Es gibt auch keine Seele. Der einzelne Mensch ist nur ein spiegelbild seiner Umwelt und seiner Eindrücke.
Re: Thema Tod
18. April 2007 22:51
Jeder weiss aus eigener Erfahrung, was nach dem Tode kommt:
Dasselbe wie vor seiner Geburt.

Ich war schon mal tausende Millionen Jahre tot, bevor ich mich nach genetischem Bauplan entwickelt habe und lebendig geworden bin.

Wer ein erfülltes Leben gehabt hat - wozu will der ewig leben ? Den Arbeitern, die z.B. ihr ganzes Leben lang die sinnlosen Steinhaufen der Pyramiden trostlos aufgetürmt haben, denen mussten die Priester ein besseres Weiterleben und Belohnung nach dem Tode versprechen. Ebenfalls musste man den armen Teufeln im Mittelalter - gezeichnet von Krankheiten, Hunger, härtester Fronarbeit, Knechtung, Gewalt und einer Lebenserwartung von unter dreissig Jahren - den Trost eines besseren Lebens nach dem Tode, also einen Himmel, spendieren.

Der Tod ist so unspektakulär wie das Stehenbleiben einer Uhr, nämlich die chemischen Lebensprozesse des Körpers hören einfach auf.
anonym
Re: Thema Tod
22. April 2007 20:40
man könnte ewig leben in dem man das Gehiern am leben behält. Damit könnte man eigentlich auch einen Supercomputer bauen mit dem man das determistische system nachweisen würde. Aber des wäre ja in unserer Gesellschaft nicht axeptabel.