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Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?

geschrieben von ssmmie 
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denker
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
26. December 2005 15:09
"du kannt sie nicht finden udn sie zu suchen ist sinnlos!!!!!!!"

da gebe ich dir recht.

ich kann sie nicht finden und suchen gehen, nur ich kann glauben, dass es diese wahrheit gibt.

ich könnte nicht happy sein, wenn mein leben sinnlos ist.

denn sonst, würde jemand wie ich an der nächsten brücke hinunter springen!

und du könntest gleich mitkommen!
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
29. December 2005 21:00
Es geht nicht darum den Sinn des Lebens zu erkennen. Der Sinn des Lebens ist ganz simpel !
Man muss sich selber checken und hinnehmen so wie man ist !
Man muss mit sich selber klarkommen.

Nun ein Wort zur Formel.

Die Formel wird in der kommunikation versteckt sein.
Denn nur durch Kommunikation ist ein Informationsaustausch möglich.
Wenn man Zugang zur Informationsbase haette, dann koennte man diejenige auch veraendern. Ich vermute irgendeine relevanz im Bezug auf Kommunikation.
Das dumme ist, dass man keinen Zugang finden wird, denn jedes Objekt besitzt ein EGO und somit einen freien Willen ?
Okay Freier Wille kann auch Illusion sein !
Ich kann entscheiden, geh ich kippen kaufen oder nicht. Geh ich welche kaufen so muss ein anderer mensch durch die natuerliche Kausalitaet den Automat wieder füllen.
Ich bekomm Geld dafuer, deswegen füll ich den Automat und somit die Kausalität.
Das ist ein Teufelskreis...
Wenn ich etwas nicht verstehe, so denke ich darueber nach. Und denken kann ich nur, wenn ich einen Logik besitze. Wenn ich eine Logik besitze, so muss ich auch interpretieren. Man kann auch fehlinterpretieren und somit sich ins unglueck stürzen.



denker
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
29. December 2005 23:14
Hallo,

ich habe mal einpaar fragen an euch, die mein kopf zereissen und
unbedingt keine ruhe geben wollen, ehe sie paar antworten finden.


1. der mensch erhält ab seiner geburt an informationen aus seiner umwelt.
mit der zeit vermehren sich die informationen. es kommen immer wieder
neue informationen dazu, aber die umwelt ist immer dieselbe
d.h. die informationen kommen immer aus den selben eingängen:
auge,zunge,ohr,nase,hände usw..

ist nun der mensch, nur das, was ihm seine umwelt gibt?

beispiel: der mensch lernt eine sprache. welche sprache es ist, hängt
letztendlich davon ab, wo er zur welt kommt.in deutschland spricht
er deutsch in england englisch.

ist es die umwelt die ihn prägt und ihn zudem macht was er ist?

dann ist er ja gezwungen, nur dass zu sein, was ihm seine umwelt vorgibt?

ist die umwelt existend und gibt dem menschen etwas vor oder
ist der mensch existend und findet in der umwelt etwas?



der mensch kann ja dann nur soviel denken wieviel er weiß. wie der mensch seine

gedanken sortiert, hängt ja dann nur davon ab, was ihm vorgegeben
wurde. dann müsste ja schon alles bestimmt sein.

wenn er ja was anderes nicht kennt, wie soll er über das andere nachdenken
und dementsprechent die sortierung ansetzen?

wie soll er an einer kuh interesse finden, wenn er nicht weiß, was
ihm an einer kuh interessieren würde?

die interesse über ein "objekt" würde ja nur davon abhängen, welche informationen

er schon über das "objekt" besitzt.

aber das kann nicht ganz stimmen, wenn viele menschen wissen, wie komplex
das menschliche gehirn aufgebaut ist, aber sich nicht alle dafür interessieren.

wenn es nicht die informationen sind, die die interesse wecken, was ist es dann?

ist es der wille des menschen? nur wenn er will, dann interessiert er sich auch

dafür?

es müsste ja von beiden abhängig sein:

1. man muss wollen
2. man muss von der umwelt bekommen




2. der mensch ist auf der suche nach der wahrheit. er selber weiß, dass
er die wahrheit nicht kennt und begibt sich auf den weg. er forscht nach und sucht

und sucht. er sucht immer antworten auf seine fragen auch wenn ihm diese
fragen nicht immer ganz bewusst sind. er macht es automatisch. er ist ein
logischdenker. ein binär zähler. 0 1 0 1 . richtig oder falsch richtig oder falsch.
ist es die 0 oder die 1? dann kommt aber das unglaubliche:
er entscheidet sich. wie geht das? wie kann sowas möglich sein?wie kann
es sein, dass er eine wahl trifft?
ich schließe daraus, dass jeder mensch gläubig sein müsste.
wenn er nicht glaubt, dass es eine wahrheit gibt, wieso fängt er überhaupt erst
mit der suche an? wieso lebt er dann?
wieso ist er dann hier im forum und sucht nach einer antwort?
er glaubt also doch, dass es eine wahrheit geben muss. er glaubt, dass
es das richtige geben muss.

er ist doch gläubig oder etwa nicht?


Bitte helft mir. würde mich freuen, wenn man wenigstens auf eine frage
antworten würde, falls man sie schon gefunden hat.
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
30. December 2005 03:48
Das sind schon interessante Fragen, auf die es verschiedene Antwortmöglichkeiten gibt. Aber ich meine, wenn ich jetzt einfach einen Antwortvorschlag schreibe, ist dir damit nicht viel geholfen. Dann kannst du sagen "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht", oder genauer "Das stimmt mit meinem Glauben überein, also richtig" oder "Mit meinem Glauben unvereinbar, also notwendigerweise Unsinn". Dann bist du so weit wie vorher. Darum möchte ich einen anderen Weg einschlagen.

Also: Der Mensch "ist" (potentiell) schon viel mehr als das, was ihm seine Umgebung gibt. Nämlich all das, was er als Veranlagung in sich trägt. Aber: Ob er seine Veranlagung überhaupt bemerkt, entfalten kann, etwas daraus machen kann, das hängt davon ab, ob ihm diese Möglichkeit real erscheint. Und ob es ihm real erscheint, hängt meistens davon ab, ob seine Umwelt (oder wenigstens ein kleiner Teil von ihr) das billigt, ermutigt, oder wenigstens für denkbar hält. Wenn die gesamte Umgebung einhellig meint "so ein Quatsch" oder "Das gibt's nicht und wird's nie geben", dann wird nichts draus. Seltene Ausnahmen bestätigen die Regel. Normalerweise ist der Mensch nicht einmal imstande, sich etwas vorzustellen, was seine ganze Umgebung für unmöglich oder nicht existent hält oder für wertlos. Geschweige denn, daß er es sucht und findet bzw. verwirklicht.

Beispielsweise, ein junger Mensch im 21. Jahrhundert hört die Musik seiner Zeit - 21. Jahrhundert und spätes 20. Er weiß zwar, daß es im 17. Jahrhundert und noch früher auch schon Musik gegeben hat, aber es fiele ihm niemals ein, sich die mal versuchsweise anzuhören. In seiner Umgebung macht man das nicht. Nicht daß man was dagegen hätte - nein, man kommt einfach gar nicht erst auf die Idee. Die Idee, sich mit so etwas zu befassen, existiert nicht. Man würde das eigentlich gar nicht richtig als Musik betrachten, wenn man's hören würde. Sondern als irgend etwas Exotisches, was einen von vornherein nichts angeht.

Beispiel: Nehmen wir an, ein Mensch wächst in Nordkorea auf, oder in China in der Mao-Ära, in den fünfziger oder sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Seine Eltern sind brave Parteimitglieder wie der Rest der Familie, Verwandtschaft und Freunde auch. Da ist dann das, was die Umgebung zu bieten hat, schon sehr, sehr begrenzt. Nicht im Traum käme so ein Mensch z.B. auf die Idee, ein religiöses Bedürfnis zu entwickeln - er hat ja in Schule und Elternhaus gelernt, daß das erstens dumm und zweitens kriminell ist. Vielleicht hat er ein diffuses Bedürfnis nach "alternativem Leben", würde es aber natürlich nicht in diese religiöse Richtung kanalisieren, sondern vielleicht künstlerisch auszuleben versuchen oder humanitär oder wissenschaftlich - wenn er das überhaupt darf. Vielleicht darf er nur Arbeiter sein oder Soldat.

Und nun stirbt dieser Mensch und wird von Gott vor Gericht gestellt; Anklage: "ungläubig gewesen sein Leben lang". Das ist bekanntlich ein Verbrechen, für das man in die Hölle kommt. Zwangsläufig, für solche Leute ist die Hölle ja da. Anderswo haben Ungläubige ja nichts zu suchen.

Zusammenfassend kann man also sagen: Dieser Mensch war und ist in der Tat ein Produkt seiner Umwelt, zumindest in der hier besprochenen Hinsicht auf jeden Fall. Und die Umwelt war eben so, daß er von Anfang an keine Chance hatte, etwas anderes zu werden, als was die Umwelt bestimmte. Im Diesseits war er chancenlos und eben deswegen im Jenseits ebenfalls und erst recht. Also Pech gehabt.

Ich will dir keine Lösung suggerieren. Aber wenn du diesen Fall durchdenkst (und zahllose andersartige, aber analoge Fälle aus der gesamten Welt und Menschheitsgeschichte), dann kommst du damit einer Antwort auf deine Fragen näher. Ich bin sicher, daß du eine von mir gegebene Antwort niemals akzeptieren wirst. Deine einzige Chance ist, die Antwort selbst zu finden.

Übrigens: Daß diese Fragen, wie du schreibst, "deinen Kopf zerreißen", das ist das Beste, was dir überhaupt passieren kann. In deiner Sprache ausgedrückt: Das ist Gottes Gnade. Gratulation dazu. Mach was draus! So schöne Chancen bekommt man nicht jeden Tag.
denker
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
30. December 2005 20:28
zuerst einmal freut es mich riesig, dass mir gratuliert wird.

jupppieeee!

"Deine einzige Chance ist, die Antwort selbst zu finden."

nun gut.

wenn du verstehst, dass ich die antwort selbst finden muss, wie ist das dann bei dir?

musst du auch die antwort selbst finden oder wirst du auf antworten
von menschen wie mir warten?

bist du nun ein gläubiger wie ich?

was sollte ich nun über dich denken, was meinst du was richtig wäre?





Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
31. December 2005 02:06
> musst du auch die antwort selbst finden oder wirst
> du auf antworten
> von menschen wie mir warten?

Ich finde meine Antworten zwar selbst, weiß aber Anregungen und Hinweise sehr zu schätzen, die mir weiterhelfen, manchmal entscheidend weiterhelfen; "von Menschen wie dir" - wenn du damit Muslime meinst, ja, auch von denen. Ich finde, manche Muslime haben interessante, fruchtbare Ideen. Zum Beispiel Ghazzali oder ibn Tufail. Das waren kluge Leute, von denen kann man viel lernen. Dennoch lehne ich Kernbestandteile des Islam ab, vor allem den ganzen Himmel-Hölle-Apparat. Warum der keinen Sinn ergibt (auch und gerade wenn man theoretisch unterstellt, daß er tatsächlich existiert), habe ich schon dargelegt, und dich eingeladen, darüber nachzudenken. Wenn man nämlich selbst in einem Denksystem drinsteckt, wird man leicht für dessen Schwachstellen blind. Dann braucht man einen Aussenseiter, der einen darauf hinweist. Ganz besonders dann, wenn das Denksystem ein dogmatisch-starres ist, das auf Herausforderungen nicht flexibel reagiert. Oder wenn man einer Religion angehört, die auf Abweichungen und unabhängiges Denken mit Androhung physischer Gewalt reagiert. Letzteres kommt im Islam bekanntlich durchaus vor.

> bist du nun ein gläubiger wie ich?

An der Existenz Gottes zweifle ich nicht. Allerdings meine ich mit diesem Begriff etwas völlig anderes als du. Der Idee des Glaubens stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Denn Glauben heißt einfach, daß ich den Beschluß fasse, ab sofort etwas für wahr zu halten, und dann erwarte, dafür belohnt zu werden, daß ich diesen Beschluß gefaßt und umgesetzt habe. Das ist nämlich wie beim Pferderennen: Ich glaube, daß das Pferd X das schnellste ist, dann setze ich das um, indem ich auf dieses Pferd wette, und dann hoffe ich belohnt zu werden, wenn das Pferd gewonnen hat und ich die Wettsumme kassiere (= in den Himmel komme), weil ich das Richtige geglaubt habe. Also, daß DAS der Sinn des Lebens ist, das glaube ich definitiv nicht.

> was sollte ich nun über dich denken, was meinst du
> was richtig wäre?

Richtig wäre, die Chancen zu ergreifen. In so einem Forum beispielsweise gibt's Leute, die ganz anders sind als du, Atheisten und Agnostiker. Leute wie Alldaris. Die gibt's überall. Von denen kannst du viel lernen. Damit meine ich nicht, daß du ihre Ansichten übernehmen sollst. Sondern nur verstehen, was die eigentlich meinen, und warum sie das meinen. Und auch ein Gespür entwickeln für die zum Teil sehr guten Argumente, die sie haben. Das ist viel fruchtbarer, als sich über sie aufzuregen oder von Anfang an zu überlegen, wie du sie widerlegen kannst. Das machen nämlich Gläubige meistens. Sie sind nicht wirklich bereit, die Argumente der Ungläubigen ernstzunehmen und das Gewicht dieser Argumente wahrzunehmen und sich tatsächlich darauf einzulassen. Sie lassen sich nicht wirklich darauf ein, sondern da ist gleich irgendwo eine Sperre: "So ein Unsinn", und dann geht die Schimpferei los. Das ist schade.

Ein anderer Vorschlag: Hast du mal eine gute Biographie von Darwin gelesen, oder eines seiner vielen Werke, z.B. den Bericht über die Reise auf der Beagle? Sehr empfehlenswert! Du kannst ja völlig anderer Meinung sein als er, das ist dein gutes Recht, aber vertief dich mal in diese Persönlichkeit und bemühe dich zu verstehen, was für ein Mensch das war und wie sein Denken funktioniert und warum es so funktioniert. Wenn du das unvoreingenommen machst, wird dein Bild von Darwin und vom Darwinismus sich stark ändern. Ablehnen kannst du's dann natürlich immer noch.

Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
31. December 2005 10:47
@denker: Was nwabueze sagt ist wahr. Es geht nicht darum, Dir deinen Gottesglauben zu nehmen. Wenn die Vorstellung von einem übernatürlichen Wesen Dir hilft dein leben zu meistern, wenn Du daraus kraft und eine Orientierung gewinnst, dann ist dies positiv.
Schau, ich selbst kenne viele Menschen, die wirklich ganz unten waren, die weder ein noch aus wussten, und die dann Halt fanden durch Gott, und die es auf diese Weise schafften sich SELBST zu retten (mit Hilfe ihrer Mitmenschen).
Eine Vorstellung, die Gott in dieser Funktion begreift, werde ich immer und nach meinen besten Kräften unterstützen.
Auch befürworte ich die Gottesvorstellung, wenn sie helfen kann, die Menschen friedlich zusammen zu bringen (Die zehn Gebote sind ja druchaus sinnvoll und gut gemeint!), und dafür sorgt, dass sich die Menschen ausstauschen und füreinander da sind. Gott als Brücke. All dem stimme ich zu.

Aber man hüte sich davor allzu starr in seiner Haltung zu werden, ich werde den Dogmatismus, der den meisten Religionen innewohnt vehement ablehnen.
Alles was die Menschen daran hindert selbstständig zu denken, und letzlich nur dazu dient, die Menschen unter Kontrolle zu halten, und in eine von einer bestimmten Menschengruppe befürwortete Richtung zu zwängen, lehne ich grundsätzlich ab.
Leider aber sind viele Religionen so aufgebaut.
Sie sagen nicht: Denke!
Sie sagen: Du sollst!

Aber dieses "Du sollst!" finde jeder Mensch für sich allein, dazu denke er zuerst, und entscheide dann, welchen Weg er gehen will.
Und wenn dieser Weg dann zu Gott führt, aus freien Stücken, aus Überzeugung, nicht aus Angst vor der Hölle oder vor der Verfolgung durch seine Mitmenschen, dann, soll er ihn gehen.

@nwabueze: Mir gefällt Dein beschwichtigender Grundton in Deiner Diskussion.
Man (ich) vergisst zu leicht im Eifer des Gefechts auch einmal durchzuatmen, und Ruhe einkehren zu lassen.



---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

Homepage: http://people.freenet.de/Sandy.dynalias.org/
Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/
denker
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
31. December 2005 14:15
entscheidend sind doch die fragen:

wer trägt nun die schuld, dass ich zum muslim geworden bin?

ist es meine umwelt?
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
31. December 2005 19:09
denker schrieb:
-------------------------------------------------------
> entscheidend sind doch die fragen:
>
> wer trägt nun die schuld, dass ich zum muslim
> geworden bin?
>
> ist es meine umwelt?

Ich würde hier nicht von "Schuld" sprechen wollen, sondern von Gegebenheiten.

Deine Umwelt, oder genauer Dein soziales Umfeld und die Kultur in der Du lebst haben sicherlich einen immens großen Einfluß darauf gehabt (und haben es noch) wer Du bist, und warum Du so bist.

Aber siehst Du, eben darum geht es ja!
Meine Denkweise schreibt mir vor, eben zu erkennen, was von draussen kommt, dieses kritisch auf seinen Sinngehalt und seine Anwendbarkeit für mich hin zu prüfen, und dann zu entscheiden, ob ich die Lehren, die von aussen kommen selbst annehme oder verwerfe. Das nennt man "selbstständig denken".
Genau das aber wird in vielen Religionen nicht gerne gesehen, weil das selbstständige Denken eben auch Zweifel mit sich führen kann, Zweifel an traditionellen Werten, Normen, an Gebräuchen und Gepflogenheiten oder Theorien.
Und vor allem: Ein selbstständig denkender Mensch ist schwerer zu kontrollieren, deshalb werden die "Freigeister" auch so sehr gefürchtet, aufgrund ihres umstürzlerischen, aufrührerischen Charakters.
Dennoch ist der Zweifel für ein Fortkommen der Menschheit unerlässlich.
Aus dem Zweifel erwächst die Neugier und das Verlangen nach anderen, eigenen Wahrheiten, nach anderem, eigenem Denken, nach eigenem Handeln.

Es ist eine Reise! Niemand kann Dir sagen wohin Dich diese führen wird und oft genug kommt man sich allein und verloren vor (DAVOR fürchten sich die Menschen und suchen dann ihr Heil bei Gott), aber eines sage ich Dir mit Sicherheit: Sie wird niemals enden, bis zu Deinem Tode!


Buchtipp an dieser Stelle: Hermann Hesse "Siddhartha"

---
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Alldaris


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4-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.12.05 19:25.
denker
Re: Supersymmetrie, Weg zur Weltformel ?
31. December 2005 20:53
>"Ich würde hier nicht von "Schuld" sprechen wollen, sondern von Gegebenheiten.

>Deine Umwelt, oder genauer Dein soziales Umfeld und die Kultur in der Du lebst >haben sicherlich einen immens großen Einfluß darauf gehabt (und haben es noch) >wer Du bist, und warum Du so bist.

>Aber siehst Du, eben darum geht es ja!
>Meine Denkweise schreibt mir vor, eben zu erkennen, was von draussen kommt, >dieses kritisch auf seinen Sinngehalt und seine Anwendbarkeit für mich hin zu >prüfen, und dann zu entscheiden, ob ich die Lehren, die von aussen kommen >selbst annehme oder verwerfe. Das nennt man "selbstständig denken". "

ja genau!

der mensch ist wie ein regler. er nimmt information auf, (prüft)vergleicht diese mit dem was schon vorhanden ist und verwirft das unnützliche wieder raus.

aber, letztendlich sind es ja dann diese gegebenheiten was einen menschen ausmacht. (in deinen augen).

du glaubst ja an niemanden, der dich kontrolliert. du glaubst ja an keinen schöpfer.

jetzt frage ich dich:

wieso wird mir meine umwelt gegeben und dir deine umwelt?
was ist, wenn ich gleichzeitig mehrere kulturen kenne?
wieso entscheide ich mich dann, trotzdem für die eine?

ein beispiel:

nehmen wir mal an, ich schlüpfe in dein leben hinein.
ich heiße nicht mehr "denker" sondern "alldaris".ich weiß nicht wie alt du jetzt bist, aber ich erlebe all das, was auch du schon ab deiner geburt an erlebt hast. also die exakten gegebenheiten bekomme.
jemanden wie einen "denker", kenne ich nicht mehr. ich kenne ihn nur aus dem forum.
ich bin genau das, was du heut bist.
und dann wird mir das leben von einem "denker" gezeigt.
bekomme wieder die exakten gegebenheiten, die auch der "denker" bis zu seinem
jetzigen leben ab seiner geburt an bekommen hat.
würde ich dann trotzdem aus deinem leben wieder in meinen zurückkehren wollen?
wenn meine antwort lauten würde ja, wärst du dann enttäuscht?
bist du nicht vollkommen zufrieden mit deinem leben?
wieso würde ich nicht als "alldaris" weiter leben wollen?

ich komme zum entschluss, dass es bestimmt sein müsste, dass ich ich bin und du du bist.

die umwelt fällt uns zudem, was wir heute sind. sie hat uns unter kontrolle.

habe ich selbst gewählt ob ich mann oder frau sein will?