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Die wahre Essenz der Materie

geschrieben von seras 
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Die wahre Essenz der Materie
01. September 2005 20:06
DIE WAHRE ESSENZ DER MATERIE

Menschen, die ihre Umwelt mit bewusster Besonnenheit und Weisheit betrachten, müssen erkennen, dass alles im Universum - sei es lebendig oder unbelebt - erschaffen wurde. Damit erhebt sich die Frage, wer oder was der Schöpfer all dieser Dinge ist?

Es ist offensichtlich, dass "die Tatsache der Schöpfung", die sich überall im Universum offenbart, kein Produkt des Universums selbst sein kann. Ein Käfer z.B. konnte sich nicht selbst erschaffen haben. Das Sonnensystem konnte sich nicht selbst erschaffen oder organisiert haben, noch haben sich die Pflanzen, die Menschen, die Bakterien, die roten Blutkörperchen oder die Schmetterlinge selbst erschaffen. Die Möglichkeit, dass all diese Dinge "durch Zufall" entstanden sein könnten, ist nicht vorstellbar.

Wir müssen daher zu folgendem Schluss kommen: Alles, was wir sehen, wurde erschaffen, doch nichts, was wir sehen, kann selbst 'Schöpfer' sein. Der Schöpfer ist anders geartet als das, was wir mit unseren Augen sehen und ihm überlegen, eine übergeordnete Kraft, die unsichtbar ist, deren Existenz und Eigenschaften sich jedoch in allem Vorhandenen offenbart.

Dies ist der Punkt, mit dem diejenigen, die die Existenz Allahs leugnen, nicht einverstanden sind. Diese Leute haben es sich zum Grundsatz gemacht, nicht an die Existenz Allahs zu glauben, solange sie Ihn nicht mit ihren Augen wahrnehmen können. Diejenigen, die die "Realität der Schöpfung" verneinen, sind gezwungen, die "Tatsache der Schöpfung", wie sie sich im ganzen Kosmos manifestiert, zu ignorieren und falsche Beweise zu erstellen, dass das Universum und die es bewohnenden Lebewesen nicht erschaffen worden sind. Die Evolutionstheorie ist das wesentlichste Beispiel ihrer fruchtlosen Anstrengungen in dieser Richtung.

Dieser grundsätzliche Fehler derer, die Gott leugnen, wird von vielen Menschen nachvollzogen, die eigentlich die Existenz Allahs nicht ablehnen, doch eine falsche Vorstellung von Ihm haben. Diese Menschen leugnen die Schöpfung nicht, doch sie haben eine abergläubische Vorstellung davon, "wo" Allah ist: Die meisten nehmen an, Gott sei irgendwo "oben im Himmel". In ihrer unausgesprochenen Vorstellung placieren sie Allah irgendwo entfernt im Weltall, von wo aus Er ab und zu in "weltliche Angelegenheiten" eingreift. Oder, dass Er überhaupt nicht eingreift; dass Er das Universum erschaffen und es dann sich selbst überlassen habe, und die Menschen somit ihre Schicksale selber bestimmen müssten.

Andere wiederum haben zwar gehört, dass im Quran geschrieben steht, Allah sei "überall", doch sie können nicht begreifen, was das genau bedeuten soll. Sie hegen die unausgesprochene Vorstellung, dass Allah alles wie Radiowellen oder wie ein unsichtbares, nicht fühlbares Gas umgibt.

Diese und andere Konzepte jedoch vermögen es nicht, zu erklären, "wo" Allah sich befindet (und veranlassen ihre Exponenten vielleicht deshalb, Ihn zu leugnen), beruhen alle auf einem gemeinsamen Fehler: Sie gründen sich auf ein Vorurteil, das jeglicher Basis entbehrt und verfallen dann in falsche Mutmaßungen über Allah.

Worum handelt es sich bei diesem Vorurteil?..

Es ist das Vorurteil bezüglich des Wesens und der Eigenschaften der Materie. Wir sind derart auf Vorstellungen über die Existenz der Materie konditioniert, dass wir sie niemals in Frage stellen würden oder erwägen würden, ob sie in Wirklichkeit nur eine Illusion ist.

Die moderne Wissenschaft hat dieses Vorurteil entlarvt und eine sehr wichtige und überwältigende Tatsache enthüllt. Auf den folgenden Seiten werden wir versuchen, diese große Wirklichkeit zu erklären, auf die der Quran hindeutet.

Die Welt der elektrischen Signale

Alle Informationen, die wir über die Welt in der wir leben besitzen, werden uns über unsere fünf Sinne übermittelt. Das heißt, die Welt, die wir kennen besteht aus dem, was unsere Augen sehen, unsere Hände fühlen, unsere Nasen riechen, unsere Zungen schmecken und unsere Ohren hören. Da wir uns von unserer Geburt an nur auf diese fünf Sinne verlassen haben, kam es uns nie in den Sinn, dass die "Außenwelt" anders sein könnte, als das, was unsere Sinne uns präsentieren.


Die Reize, die von einem Objekt kommen, verursachen einen Effekt im Gehirn, indem sie in elektrische Signale umgewandelt werden. Wenn wir sagen, dass wir sehen, betrachten wir eigentlich die Effekte der elektrischen Signale in unserem Gehirn.

Moderne Forschung in vielen Wissenschaftsbereichen jedoch weist in Richtung auf ein neues und ganz anderes Verständnis, das ernsthafte Zweifel über unsere Sinne und die Welt, die wir damit wahrnehmen aufkommen lässt.

Der Ausgangspunkt dieses neuen Verständnisses ist, dass das Konzept einer "äußerlichen Welt", das in unserem Gehirn geformt ist, nur die Aufzeichnung von elektrischen Signalen in unserem Gehirn ist. Die Röte des Apfels, die Härte des Holzes, und darüber hinaus Mutter, Vater, die Familie, alles was wir besitzen, das Haus, der Beruf und die Zeilen dieses Buchs bestehen lediglich aus elektrischen Signalen.

Frederick Vester erklärt diesen Punkt, zu dem die wissenschaftlichen Erkenntnisse führten folgendermaßen:

Die Äußerungen einiger Wissenschaftler, die vorschlagen, dass "der Mensch eine Bildgestalt sei, dass alles, was erlebt wird, vorübergehend und illusorisch sei und dass dieses Universum ein Schatten sei", erscheinen heutzutage durch die Wissenschaft bestätigt worden zu sein.197

Der berühmte Philosoph George Berkeley bemerkt Folgendes zu diesem Thema:

Wir glauben an die Existenz von Dingen nur, weil wir sie sehen und berühren und weil sie uns durch unsere Wahrnehmungen wiedergegeben werden. Jedoch sind unsere Wahrnehmungen nur Ideen in unserem Gehirn. Daher sind Objekte, die wir durch Wahrnehmungen erfassen, nichts anderes als Ideen und diese Ideen befinden sich nirgends anders als in unserem Gehirn... Da sie alle nur dort existieren, bedeutet das, dass wir einer Täuschung zum Opfer fallen, wenn wir uns vorstellen, dass das Universum und alle andere Objekte eine Existenz außerhalb des Gehirns besitzen. Daher hat keines der uns umgebenden Dinge eine Existenz außerhalb unserem Gedächtnis.198

Um dieses Thema klarer zu machen, wollen wir uns den Sinn des Sehens näher betrachten, der uns mit der reichsten Information über die Umwelt versorgt.

Wie sehen, hören und schmecken wir?

Der Vorgang des Sehens vollzieht sich auf sehr fortschrittliche Weise. Lichtbündel (Photonen), die von einem Objekt auf das Auge fallen, treten durch die Linse an der Vorderseite des Auges ein, wobei sie gebrochen werden und dann seitenverkehrt auf die Netzhaut an der Hinterseite des Auges projiziert werden. Hier wird das einfallende Licht in elektrische Impulse umgewandelt und durch die Neuronen zu einem winzigen Punkt im hinteren

Teil des Gehirns, dem "Sehzentrum", weitergeleitet. Diese elektrischen Impulse werden nach einigen Prozessen in diesem Gehirnzentrum als räumliches Bild wahrgenommen. Der Sehvorgang findet tatsächlich in diesem kleinen Ort im hinteren Teil des Gehirns statt, der vollständig vom Licht isoliert und vollkommen dunkel ist.

Wir wollen nun diesen scheinbar gewöhnlichen und ganz normalen Prozess nochmals näher betrachten. Wenn wir sagen "wir sehen", sehen wir tatsächlich den Effekt, den die optischen Reize, die unser Auge erreichen, nachdem sie in elektrische Impulse umgewandelt wurden, in unserem Gehirn verursachen. Das heißt, wenn wir sagen "wir sehen", nehmen wir eigentlich elektrische Impulse in unserem Gehirn wahr.

Jedes Bild, das wir im Lauf unseres Lebens sehen, wird in unserem Sehzentrum gebildet, das nur eine Größe von einigen Kubikzentimetern unseres Gehirnvolumens ausmacht. Sowohl die Zeilen dieses Buches, als die grenzenlose Weite die sich am Horizont eröffnet, spielen sich in diesem winzigen Raum ab. Ein weiterer Punkt, den wir, wie oben bereits erwähnt, im Auge behalten sollten, ist die Tatsache, dass das Gehirn total vom Licht isoliert und in seinem Inneren völlig dunkel ist. Das Licht hat keinen direkten Zugang zum Gehirn selbst.

Dieser interessante Umstand lässt sich an Hand eines Beispiels erklären: Nehmen wir an, wir haben eine brennende Kerze vor uns, die wir eingehend betrachten. Während dieser Zeit hat unser Gehirn keinen direkten Kontakt mit dem ursprünglichen Licht der Kerze. Während wir das Licht der Kerze sehen, ist das Innere unseres Gehirns vollständig dunkel. Innerhalb unseres dunklen Gehirns betrachten wir eine farbige, leuchtende Welt.

R. L. Gregory erklärt die wundervollen Aspekte des Sehvorgangs, den wir als etwas ganz Gewöhnliches empfinden, folgendermaßen:

Wir haben uns dermaßen an das Sehen gewöhnt, dass es eines großen Phantasiesprungs bedarf, um zu erkennen, dass es dabei einige Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Man bedenke, dass wir kleine, verzerrte und auf dem Kopf stehende Bilder durch die Augen erhalten, und was wir sehen sind solide Objekte in einer räumlichen Umgebung. Von den Reproduktionsmustern auf der Netzhaut nehmen wir die Welt der Objekte wahr, und das ist eigentlich ein Wunder!199

Die gleiche Situation liegt auch bei allen anderen Wahrnehmungsarten vor. Geräusche, Fühlen, Geschmack und Geruch erreichen das Gehirn als elektrische Impulse und werden in den betreffenden Zentren im Gehirn wahrgenommen.

Der Hörvorgang findet in gleicher Weise statt: Das äußere Ohr fängt die vorhandenen Töne durch die Ohrmuschel auf und leitet sie zum Mittelohr weiter. Das Mittelohr übermittelt die Tonschwingungen indem sie sie verstärkt. Das Innenohr übersetzt diese Schwingungen in elektrische Impulse und leitet sie zum Gehirn. Analog wie beim Sehen vollzieht sich der Hörvorgang im Hörzentrum des Gehirns. Das Gehirn ist gegen Ton genauso wie gegen Licht isoliert. Daher herrscht innerhalb des Gehirns absolute Stille, unabhängig davon wie laut es außen auch sein mag.


Die Lichtstrahlen, die von einem Objekt ausgehen,2en "kopfstehend" auf die Retina.
Das Bild, das hier in elektrische Signale umgewandelt wird, wird zum Sehzentrum an der Hinterseite des Gehirns übermittelt. Was wir mit dem Begriff "Sehzentrum" bezeichnen, ist ein winziger Ort. Da das Gehirn vom Licht isoliert ist, ist es überhaupt nicht möglich, dass das Licht das Sehzentrum erreicht. Das heißt, wir nehmen eine leuchtende und dimensionale Welt an einem winzigen Punkt wahr, der vom Licht isoliert ist.

Nichtsdestoweniger vernimmt man die feinsten Geräusche im Gehirn. Dies geschieht mit einer derartigen Präzision, dass das Ohr eines gesunden Menschen alles ohne irgendwelche atmosphärischen Nebengeräusche oder Störungen hört. Im Gehirn, das gegen jegliche Laute isoliert ist hört man die Symphonien eines Orchesters und den Lärm eines belebten Ortes und kann alle Geräusche innerhalb eines weiten Frequenzbereiches wahrnehmen, vom Rascheln von Blättern bis zum Lärm eines Düsenflugzeuges. Wenn die Lautstärke innerhalb des Gehirns jedoch während dessen mit einem hochempfindlichen Gerät gemessen würde, würde sich zeigen, dass dort vollständige Stille vorherrscht.

Unsere Wahrnehmung von Gerüchen vollzieht sich in ähnlicher Weise: Sich leicht verflüchtigende Moleküle von Aromaträgern, wie die von Vanille oder einer Rose treffen auf die Rezeptorzellen der Fibrillen im Epithelium der Nase und reagieren mit diesen. Diese Reaktion wird zu unserem Gehirn als elektrische Impulse übermittelt und als Geruch wahrgenommen. Alle Gerüche, ob wir sie als angenehm oder schlecht empfinden, sind nichts anderes als die Wahrnehmung dieser Reaktionen der Aromamoleküle in Form von elektrischen Impulsen im Gehirn. Wir nehmen den Duft eines Parfüms, einer Blume, einer Delikatesse, den Geruch des Meeres - kurz gesagt - alle Gerüche, die wir angenehm empfinden oder auch nicht, im Gehirn wahr. Doch die Aromamoleküle selbst erreichen niemals das Gehirn. Wie beim Sehen und Hören sind es lediglich elektrische Impulse, die das Gehirn erreichen. In anderen Worten sind all die Gerüche, von denen wir seit unserer Geburt angenommen haben, dass diese zu bestimmten Objekten in der Umwelt gehören, nur die elektrischen Impulse, die wir durch unsere Sinnesorgane wahrnehmen.

In ähnlicher Weise gibt es vier unterschiedliche Arten von chemischen Rezeptoren im Vorderteil der menschlichen Zunge. Diese reagieren auf die vier Geschmacksnuancen: salzig, süß, sauer und bitter. Unsere Geschmacksnerven wandeln diese Wahrnehmungen nach einer Reihe von chemischen Prozessen in elektrische Impulse um und übermitteln sie dem Gehirn, wo sie als Geschmack wahrgenommen werden. Der Geschmack, den wir beim Essen einer Schokolade oder einer köstlichen Frucht genießen, ist lediglich die Übersetzung von elektrischen Impulsen durch das Gehirn. Wir können den Gegenstand in der äußeren Welt nie erreichen; wir können die Schokolade selbst nie sehen, riechen oder schmecken. Wenn z.B. die Geschmacksnerven, die zum Gehirn führen, durchschnitten würden, wäre es nicht möglich, dass der Geschmack von irgend etwas, das wir dann äßen, unser Gehirn erreichte; wir wären vollständig unseres Geschmackssinns beraubt.

An diesem Punkt stoßen wir auf eine andere Tatsache: Wir können nie sicher sein, dass der Geschmack, den wir an einem Gericht empfinden und der Geschmack, den eine andere Person an dem selben Gericht empfindet; oder unsere Wahrnehmung einer Stimme, die wir hören und die, die eine andere Person hat, wenn sie die gleiche Stimme hört, die gleichen sind. Über diese Tatsache bemerkt Lincoln Barnett:

Niemand kann wissen, ob eine andere Person die Farbe "Rot" oder die Note "C" in der gleichen Weise wahrnimmt, wie er selbst.200

Mit unserem Tastsinn verhält es sich nicht anders. Wenn wir etwas berühren, wird alle Information, die uns hilft, die äußere Umgebung und Gegenstände zu erkennen, durch die Sinnesnerven in der Haut zum Gehirn übermittelt. Das Gefühl der Berührung entsteht in unserem Gehirn. Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Annahme, ist der Ort, an dem wir das Gefühl der Berührung wahrnehmen, nicht unsere Fingerspitzen oder unsere Haut, sondern das Zentrum des Tastsinnes im Gehirn. Die Nervenzellen registrieren die Berührung und leiten sie als elektrische Impulse an das Gehirn weiter, wo wir als Folge der Auswertung die berührten Gegenstände als hart, weich, warm und kalt empfinden. Wir erhalten durch diese Impulse alle Einzelheiten, die uns helfen, einen Gegenstand zu erkennen. Bezüglich dieser Tatsachen haben die Philosophen B. Russel und L. J. J. Wittgenstein folgende Gedanken geäußert:

Ob z.B. eine Zitrone tatsächlich existiert oder nicht und wie sie entstanden ist, kann nicht in Frage gestellt und untersucht werden. Die Zitrone besteht nur aus einem Geschmack, der durch die Zunge empfunden wird; einem Geruch, der durch die Nase verspürt wird; einer Farbe und Form, die mit dem Auge wahrgenommen werden; und es sind lediglich diese Eigenschaften, die einer Untersuchung und Beurteilung unterzogen werden können. Die Wissenschaft kann die physische Welt niemals kennen.201

Es ist uns unmöglich, die materielle Welt zu erreichen. Alles um uns herum ist eine Anhäufung von Sinneswahrnehmungen, wie Sehen, Hören und Fühlen. Indem unser Gehirn, die Daten im Sehzentrum und den anderen Wahrnehmungszentren interpretiert, sind wir unser ganzes Leben lang niemals mit dem Original der Materie, die außerhalb von uns existiert konfrontiert, sondern vielmehr mit dem Abbild derselben innerhalb unseres Gehirns, und wir irren uns darin, dass wir diese Kopien für die tatsächliche Materie um uns herum halten.

Die "Äußere Welt" innerhalb unseres Gehirns

Aufgrund der soweit erläuterten physischen Tatsachen, können wir folgern, dass alles, was wir als "Materie" sehen, berühren, hören und was wir als "die Welt" oder "das Universum" wahrnehmen, nichts anderes als elektrische Impulse sind, die in unserem Gehirn vor sich gehen.

Jemand, der eine Frucht isst, hat es eigentlich nicht direkt mit der Frucht selbst zu tun, sondern mit der Vorstellung derselben im Gehirn. Das von ihm als "die Frucht" wahrgenommene Objekt, besteht tatsächlich nur aus einem von elektrischen Impulsen geschaffenen Eindruck im Gehirn, bezüglich der Form, des Geschmacks, Geruchs und der Oberflächen-beschaffenheit der Frucht. Wenn der zum Gehirn führende Sehnerv plötzlich abgeschnitten würde, würde das Bild der Frucht sofort verschwinden. Oder eine Unterbrechung des Nervs, der von den Sensoren in der Nase zum Gehirn führt, ließe den Geruch vollständig verschwinden. In schlichten Worten, die Frucht ist nichts anderes als die Übersetzung von elektrischen Impulsen durch das Gehirn.

Ein anderer, beachtenswerter Punkt ist das Entfernungsgefühl. Entfernung, wie z.B. der Abstand zwischen Ihnen und diesem Buch, ist nur ein Gefühl der Leere, welches im Gehirn erzeugt wird. Gegenstände, die in der Sicht eines Menschen entfernt zu sein scheinen, sind ebenfalls in seinem Gehirn vorhanden. Jemand, der z.B. die Sterne am Himmel betrachtet, nimmt an, dass diese Millionen von Lichtjahren von ihm entfernt sind, doch was er "sieht", sind die Sterne in seinem Inneren, d.h., im Sehzentrum seines Gehirns. Während Sie diese Zeilen lesen, befinden sie sich tatsächlich nicht innerhalb des Raums, in dem Sie sich wähnen, sondern im Gegenteil, der Raum ist in Ihnen. Die Ansicht unseres Körpers verursacht uns zu denken, dass wir in ihm sind, doch wir sollten bedenken, dass auch unser Körper ein Bild ist, das innerhalb unseres Gehirns gebildet wird.

Das Gleiche trifft für all unsere anderen Sinneswahrnehmungen zu: Wenn wir zum Beispiel glauben, den Ton des Fernsehgerätes im Nebenraum zu hören, erleben wir ihn tatsächlich in unserm Gehirn. Das Hörerlebnis ist kein Beweis, dass es einen Raum nebenan gibt, noch dass von einem Fernsehapparat in diesem Raum ein Geräusch kommt. Die Stimme, die aus einer Entfernung von einigen Metern kommt, oder die Stimme eines Menschen, der direkt neben uns steht, werden im Hörzentrum unseres Gehirns, in einem Raum von einigen Kubikzentimetern wahrgenommen. Außerhalb dieses Wahrnehmungszen-trums gibt es kein Konzept von "rechts, links, vorne, hinten". Das heißt, der Ton erreicht uns nicht von rechts, links oder aus der Luft: es gibt keine Richtung, aus der er kommt.

Bei den Gerüchen, die wir riechen, verhält es sich ebenso. Keiner davon erreicht uns aus einer weiten Entfernung. Wir nehmen an, dass die in unserem Geruchszentrum gebildeten Wahrnehmungen, die Gerüche der Gegenstände in der Umgebung sind. Jedoch geradeso, wie das Bild einer Rose sich im Sehzentrum entfaltet, so entsteht auch der Duft dieser Rose innerhalb des Geruchszentrums. In der Außenwelt gibt es weder eine Rose noch ihren Duft...


Alle Bilder, die wir unser ganzes Leben lang sehen, werden im Sehzentrum an der Hinterseite des Gehirns gebildet und dieses Sehzentrum hat eine Größe von nur einigen Zentimetern. Ein Bild von einem kleinen Zimmer, oder einer breiten Landschaft passt in diesen ganz kleinen Raum hinein. Was wir also sehen, ist nicht die tatsächliche Größe, die draußen herrscht, sondern die Größe, die von unserem Gehirn wahrgenommen wird.

Die "Äußere Welt", die unsere Sinne uns darstellen, ist nichts anderes als die Ganzheit der elektrischen Impulse, die gleichzeitig unser Gehirn erreichen. Unser Gehirn interpretiert zeitlebens diese Impulse, und ohne dies zu erkennen leben wir in der Illusion, dass diese Interpretationen die tatsächlichen Originale der Materie sind, wie sie in der " Außenwelt" vorhanden seien. Wir sind irregeführt, insofern wir die Materie selbst nie durch unsere Sinne erreichen können.


Die Ergebnisse der modernen Physik zeigen, dass das Universum eine Ansammlung von Wahrnehmungen ist. Die folgende Frage erschien auf der Titelseite des bekannten amerikanischen Wissenschaftsmagazins New Scientist, das sich in seiner Ausgabe vom 30. Januar 1999 mit dieser Thematik beschäftigte: "Jenseits der Wirklichkeit: Ist das Universum in Wirklichkeit nur ein Streich unserer Nerven und Materie nur ein Schein?"

Überdies ist es wiederum unser Gehirn, das die Impulse, die wir als die "Außenwelt" ansehen, interpretiert und ihnen Bedeutung zuteilt. Wenn wir z.B. unseren Hörsinn betrachten, ist es unser Gehirn, welches die Schallwellen in der "Außenwelt" in eine Symphonie umwandelt. Das heißt, die Musik ist eine Wahrnehmung, die unser Gehirn bildet. In gleicher Weise, wenn wir Farben sehen, treffen auf unser Auge nur Lichtimpulse unterschiedlicher Wellenlän-gen. Was diese Impulse in Farben umwandelt, ist wiederum unser Gehirn. In der "Außenwelt" gibt es keine Farben. Weder ist der Apfel rot, noch der Himmel blau, noch sind die Bäume grün. Sie besitzen diese Farben nur deshalb, weil wir sie so wahrnehmen. "Die Gestalt der Außenwelt" hängt vollständig vom Betrachter ab.

Selbst ein kleiner Fehler in der Retina des Auges verursacht Farbenblindheit. Einige Menschen nehmen die Farbe Blau als Grün, einige Rot als Blau wahr und einige nehmen alle Farben als unterschiedliche Grautöne wahr. Es ist dann nicht mehr bedeutend, ob die Objekte der Umwelt farbig sind oder nicht.

Der berühmte Denker Berkeley bemerkt zu dieser Tatsache Folgendes:

Anfangs wurde angenommen, dass Farben, Gerüche usw. "tatsächlich existierten", doch später wurden solche Auffassungen abgelehnt, und es erwies sich, dass diese nur in Bezug auf unsere Wahrnehmung existieren.202

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Grund, warum wir Dinge farbig sehen nicht etwa ist, dass sie farbig wären, oder außerhalb von uns eine unabhängige materielle Existenz hätten; es verhält sich vielmehr so, dass alle Eigenschaften, die wir diesen Objekten zuschreiben in uns selbst, und nicht in der äußeren Welt vorhanden sind.

Was bleibt aber dann von der "Außenwelt" übrig?...

Ist die Existenz der "Außenwelt" unerlässlich?

Bis jetzt war wiederholt von einer "äußeren Welt" und einer Welt der Wahrnehmungen, die wir sehen und die in unserem Gehirn entsteht, die Rede. Da wir jedoch "die äußere Welt" niemals tatsächlich erreichen können, wie können wir mit Sicherheit wissen, dass solch eine Welt wirklich existiert?

Tatsächlich können wir es nicht. Da jedes Objekt nur eine Summe von Wahrnehmungen ist, und diese Wahrnehmungen nur geistiger Natur sind, ist es zutreffender zu sagen, dass die einzige Welt, die existiert, die der Wahrnehmungen ist. Die einzige Welt, die wir erkennen, ist die Welt, die in unserem Gedächtnis vorhanden ist, die Welt, die dort entworfen, aufgezeichnet und belebt wird, kurz gesagt, die in unserem Gedächtnis erschaffen wurde. Dies ist die einzige Welt, deren wir sicher sein können.

Wir können nie beweisen, dass die Wahrnehmungen, die wir uns in unserem Gehirn verzeichnen, materielle Gegenstücke haben. Diese Wahrnehmungen mögen sehr wohl von einer "künstlichen" Quelle stammen.



Es ist möglich, durch künstliche Stimmulierung eine physische Welt in unserem Gehirn zu erzeugen, die ebenso wahr und real ist wie die wirkliche Welt, ohne dass es dazu einer physischen Welt bedarf. Durch künstliche Stimmulierung kann jemand in den Zustand versetzt werden, dass er sich vorstellt, ein Flugzeug zu steuern, während er in Wirklichkeit zu Hause ist.

Es ist möglich das zu demonstrieren: Künstliche Stimulationen vermögen eine total fiktive "materielle Welt" im Gehirn zu erzeugen. Man stelle sich z.B. ein hochentwickeltes Aufzeichnungsgerät vor, mit dem jegliche Arten von elektrischen Impulsen aufgenommen werden können. Man übertrage nun zuerst alle, auf eine bestimmte Situation zutreffenden Daten (einschließlich des Körperbilds) auf dieses Instrument in Form von elektrischen Impulsen. Weiter stelle man sich vor, dass das Gehirn vom Körper getrennt am Leben erhalten werden könne. Schließlich verbinde man das Aufzeichnungsgerät mit dem Gehirn über Elektroden die als Nerven fungieren und übermittle die vorher aufgezeichneten Daten. In diesem Zustand wird das dem Gehirn zugehörige Bewusstsein erleben, dass es sich in jener künstlich erschaffenen Situation befindet. Man könnte z.B. annehmen, mit hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn zu fahren. Man könnte in dieser Situation niemals verstehen, dass man aus nichts weiter als dem Gehirn besteht, und zwar deshalb weil zur Entstehung einer Welt im Gehirn nicht die Existenz einer wirklichen Welt erforderlich ist, sondern nur das Vorhandensein von Stimulationen. Es ist durchaus denkbar, dass diese Stimulationen von einer künstlichen Quelle, wie etwa einem Aufzeichnungsgerät kommen könnten.

Der bekannte Wissenschaftsphilosoph Bertrand Russel schrieb in diesem Zusammenhang Folgendes:

...Was den Tastsinn angeht, so tritt, wenn wir mit unseren Fingern auf einen Tisch pressen, dabei ein störender elektrischer Einfluss auf die Elektronen und Protonen der Fingerspitzen ein, der, gemäß der modernen Physik, aufgrund der Nähe der Elektronen und Protonen der Tischoberfläche hervorgerufen wird. Wenn die gleiche Störung in unseren Fingerspitzen auf andere Weise verursacht würde, müssten wir dasselbe Gefühl haben, obwohl da kein Tisch wäre.203

Es ist in der Tat sehr einfach, dass wir dem Trugschluss verfallen, Wahrnehmungen, die keine materiellen Gegenstücke haben, als Realität anzusehen. Diese Erfahrung machen wir häufig in unseren Träumen. Im Traum erleben wir Ereignisse, sehen wir Menschen, Objekte und Situationen, die vollständig real erscheinen, doch sie sind nichts weiter als Wahrnehmungen. Zwischen der Erfahrung der Traumwelt und der "wirklichen Welt" gibt es keinen grundlegenden Unterschied; Beide werden im Gehirn erlebt.

Wer nimmt wahr?

Wie bis hierher erläutert, kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Welt, in der wir glauben zu leben, und die wir als die "äußere Welt" bezeichnen, nur in unserem Gehirn gebildet wird. Hier jedoch erhebt sich eine Frage von äußerster Wichtigkeit: Wenn alle materiellen Phänomene, die wir kennen grundsätzlich nur Wahrnehmung sind, wie steht es dann mit unserem Gehirn? Da unser Gehirn wie unsere Arme, Beine, oder irgend ein anderes Objekt ein Teil der materiellen Welt ist, muss es, wie all die anderen Dinge, auch eine Wahrnehmung sein.

Ein Beispiel aus dem Bereich des Traums mag diesen Punkt weiter erhellen. Stellen wir uns vor, dass wir entsprechend der bisherigen Ausführungen in unserem Gehirn einen Traum sehen. Im Traum haben wir einen imaginären Körper. Unsere Arme, Augen, Beine und auch unser Gehirn, alles existiert nur in unserer Vorstellung. Wenn wir während unseres Traums gefragt würden "wo siehst du?", würden wir antworten, "ich sehe in meinem Gehirn". Aber tatsächlich ist kein Gehirn vorhanden, sondern nur ein imaginärer Körper und imaginärer Kopf mit eben solchem Gehirn. Der Seher, der die Bilder im Traum sieht, ist nicht das imaginäre Gehirn im Traum, sondern ein Wesen, das "eine weit höhere" Daseinsform als dieses Gehirn ist.

Wir wissen, dass kein physischer Unterschied zwischen dem Erlebnis der Traumsituation und der, die wir als "wirkliches Leben" bezeichnen, besteht. Wenn wir daher in der "Wirklichkeitssituation" gefragt würden, "wo siehst du?", wäre es geradeso sinnlos wir wie im obigen Beispiel zu antworten, "in meinem Gehirn". In beiden Fällen ist das sehende und wahrnehmende Wesen nicht das Gehirn, denn das ist ja letztlich nur ein Stück Fleisch.

Wenn wir das Gehirn analysieren, erhalten wir nichts anderes als die Moleküle der Proteine und Lipide, die auch in anderen lebenden Organismen vorhanden sind. Das heißt, in diesem Stück Fleisch, welches wir als das Gehirn bezeichnen, gibt es nichts, das sich die Bilder ansehen könnte und das ein Bewusstsein ausmachen würde oder ein Wesen darstellen könnte das als wir unser "Selbst" betrachten können.

R. L. Gregory bezieht sich auf diesen generellen Irrtum in Bezug auf die Wahrnehmung von Bildern im Gehirn folgendermaßen:

Man sollte nicht der Versuchung anheim fallen zu behaupten, dass die Augen im Gehirn Bilder hervorrufen. Ein "Bild im Gehirn" würde eine Art inneres Auge erforderlich machen um dieses zu sehen - doch um das Bild dieses Auges sehen zu können, würde man ein weiteres Auge benötigen... usw. In einer endlosen Folge von Augen und Bildern, was absurd ist.204

Dies ist der entscheidende Punkt, der die Materialisten, die nichts anderem als der Materie einen Realitätsanspruch zugestehen, in ein Dilemma stürzt. Wer ist es, dem das sehende "innere Auge", zugehört und der wahrnimmt was es sieht und darauf reagiert?

Karl Pribram behandelt diese wichtige Frage der Wissenschaft und Philosophie, wer die wahrnehmende Wesenheit ist:

Seit der griechischen Antike grübelten die Philosophen über "den Geist in der Maschine", "den kleinen Menschen im Menschen" usw. Wo ist das "Ich" - das Wesen, das das Gehirn benutzt? Wer ist es, der den Akt des Wissens vollzieht? Wie der Heilige Franziskus von Assisi sagte: "Was wir suchen ist das Sehende."205

Man bedenke nur einmal folgendes: Das Buch in unserer Hand, das Zimmer, in dem wir sitzen, kurz gesagt alle Bilder vor uns werden innerhalb unseres Gehirns gesehen. Sind es die Atome, die diese Bilder sehen - blinde, taube und unbewusste Atome? Warum haben einige Atome diese Eigenschaften erworben und die anderen nicht? Bestehen alle unsere Akte, des Denkens, Begreifens und der Erinnerung, die Gefühle der Freude, des Ärgers und alle anderen Gemütszustände aus elektrochemischen Reaktionen zwischen den Atomen?

Wenn wir über diese Fragen sorgfältig nachdenken, erkennen wir, dass es sinnlos ist, in den Atomen nach einem Willen zu suchen. Es ist offensichtlich, dass die Wesenheit, die sieht, hört und fühlt, eine über-materielle Existenz hat. Diese Wesenheit ist "lebendig" und ist weder Materie, noch ein Bild, doch benützt sie das Bildes unseres Körpers, um sich auf die Wahrnehmungen, die sie macht, zu beziehen.

Diese Wesenheit ist die "Seele"

Die Gesamtheit der Wahrnehmungen, die wir als "die materielle Welt" bezeichnen, ist nur eine Phantasievorstellung, die diese Seele erlebt. Ebenso wie der Körper, den wir in unserem Traum besitzen und die materielle Welt, die wir in unserem Traum sehen, keine Wirklichkeit haben, haben auch das Universum, in dem wir leben und der Körper, den wir besitzen, keine materielle Wirklichkeit.


Das Gehirn ist ein Zellenhaufen, das aus Eiweiß- und Fettmolekülen entsteht. Neuron genannte Nervenzellen bilden das Gehirn. In diesem Fleischhaufen existiert keine Kraft welche Wahrnehmungen sieht, einen Verstand erzeugt, kurz gesagt, das "Ich" genannte Dasein bildet.

Das wirkliche Wesen ist die Seele. Die Materie besteht nur aus den Wahrnehmungen, die die Seele macht. Intelligente Wesen, die schreiben und diese Zeilen lesen, sind nicht eine Anhäufung von Atomen und Molekülen und die chemischen Reaktionen zwischen ihnen, sondern "Seele".

Die wirkliche und absolute Existenz

All diese Tatsachen stoßen uns auf eine sehr wichtige Frage: Wenn das Phänomen, das wir als die materielle Welt bestätigen nur aus den Wahrnehmungen besteht, die unsere Seele sieht, was ist dann der Ursprung dieser Wahrnehmungen?

In der Beantwortung dieser Frage müssen wir die folgende Tatsache in Betracht ziehen: Materie hat keine unabhängige, selbständige Existenz. Da die Materie eine Wahrnehmung ist, ist sie etwas "künstlich" Hervorgerufenes. Das heißt, diese Wahrnehmung muss von einer anderen Kraft hervorgerufen worden sein, d.h., dass sie in der Tat erschaffen worden sein muss. Und überdies müsste dieser Schöpfungsprozess ein fortdauernder sein. Wenn es keine andauernde und zusammenhängende Schöpfung gäbe, würde das, was wir als Materie betrachten verschwinden und verloren gehen. Dies ist vergleichbar einer Fernsehsendung bei der die Bilder solange auf dem Schirm erscheinen, solange die Sendewellen ausgestrahlt werden. Wer ist es also, der unserer Seele die Sterne, die Welt, die Pflanzen, die Menschen, unseren Körper und alles andere, was wir sehen, ununterbrochen "vorführt"?

Es ist offensichtlich, dass es einen erhabenen Schöpfer gibt, der das ganze materielle Universum erschaffen hat, d.h. die Gesamtheit der Wahrnehmungen, und der fortfährt, Seine Schöpfung unablässig zu erschaffen. Ein Schöpfer, der eine derart überwältigende Schöpfung im Gange hält, verfügt zweifelsohne über unbegrenzte Macht und Gewalt. Dieser Schöpfer stellt sich uns vor. Innerhalb des Universums der Wahrnehmungen, das Er erschaffen hat, hat Er ein Buch hervorgebracht, und durch dieses Buch stellt Er selbst sich uns vor und erklärt uns das Universum und den Grund unseres Daseins.

Dieser Schöpfer ist Allah, und der Name Seines Buchs ist der Quran.

Die Tatsache, dass die Himmel und die Erde, d.h. das gesamte Universum, nicht beständig ist, dass sein Vorhandensein nur durch Allahs Schöpfungsakt ermöglicht ist, und dass es zu einem Ende kommen wird, wenn Er in Seiner Schöpfung innehält, all dies wird in einem Vers des Qurans wie folgt erläutert:

Allah ist es, der die Himmel und die Erde aufrecht erhält, damit sie nicht zerfallen. Und wenn sie in Verfall gerieten, gäbe es niemanden, der sie nach Ihm erhalten könnte. Er ist sicherlich nachsichtig und verzeihend. (Sure 35:41 - al-Fatir)

Wie bereits anfangs erwähnt, machen sich manche Menschen ein falsches Bild von Allah, und stellen sich Ihn als ein Wesen vor, das irgendwo in den Himmeln existiere, und das sich nicht wirklich in weltliche Belange einmischt. Die Grundlage dieser Logik liegt in dem Konzept, dass das Universum eine Zusammensetzung von Materie ist und dass Allah irgendwo weit außerhalb dieser Materie vorhanden ist. In einigen verfälschten Religionen ist der Glaube an Gott auf dieses Verständnis beschränkt.

Wir haben also bis jetzt Materie als eine Komposition von Wahrnehmungen betrachtet und das einzige Wesen, das reale absolute Existenz besitzt ist Allah. Das heißt, dass nur Allah existiert - alles außer Ihm sind Schattenwesen. Folglich ist es undenkbar, dass Allah ein gesondertes Wesen "außerhalb" der Gesamtheit der Materie sei. Allah ist mit Bestimmtheit "überall" und umfasst alle Dinge. Der Quran erklärt diese Tatsache folgendermaßen:

Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegten könnte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt und sie haben keinen Anteil an Seinem Wissen, außer dem was Er will. Sein Thron erstreckt sich über die Himmel und die Erde und es ermüdet Ihn nicht, sie zu unterhalten und Er ist der Hoch Erhabene, der Überwältigende". (Sure 2:255 - al-Baqara)

Die Tatsache, dass Allah nicht an Raum gebunden ist und dass Er alles umfasst, wird in einem anderen Vers so dargelegt:

Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch auch hinwendet, dort ist Allahs Angesicht. Sicherlich, Allah ist Allumfassend und Allwissend. (Sure 2:115 - al-Baqara)

Da jedes materielle Wesen nur eine Wahrnehmung ist, kann keines Allah sehen, doch Allah sieht die Materie, die Er erschaffen hat in all ihren Erscheinungsformen. diese Tatsache wird im Quran folgendermaßen ausgedrückt: "Kein Blick erfasst Ihn. Er aber erfasst alle Blicke. Und Er ist der Unfassbare, der Allkundige." (Sure 6:103 - al-An'am)

Das heißt, dass wir Allah mit unseren Augen nicht wahrnehmen können; wohingegen Allah unser Inneres, Äußeres, unsere Blicke und Gedanken vollständig erfasst. Wir können kein einziges Wort äußern oder selbst nur einen Atemzug tun, ohne dass Allah es weiß.

Während wir im Lauf unseres Lebens all die Sinneswahrnehmungen aufnehmen, ist das uns naheste Wesen nicht irgend einer dieser Eindrücke, sondern Allah selbst. Diese Realität ist in dem folgenden Vers des Qurans verborgen: "Und Wir sind es, der den Menschen erschaffen hat und wissen was ihm seine Natur einflüstert und Wir sind ihm näher als seine Halsschlagader." (Sure 50:16 - Qaf). Wenn ein Mensch glaubt, dass sein Körper rein materiell ist, kann er diese wichtige Tatsache nicht begreifen. Wenn er sein Gehirn für "sich selbst" hält, dann ist der Ort, den er für die Außenwelt hält 20-30 Zentimeter von ihm entfernt. Wenn er aber begreift, dass Materie an sich nicht existiert, und dass alles eine Traumvorstellung ist, verlieren Konzepte wie "das Innere", "das Äußere", "nah" oder "fern" an Bedeutung. Allah hat ihn umschlossen und durchdrungen und Er ist ihm im wahrsten Sinn des Worts "unmittelbar" nahe.

Allah unterrichtet den Menschen von Seiner unmittelbaren Nähe in dem Quranvers: "Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich sicherlich nahe. Ich erhöre das Gebet des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie Meine Einladung annehmen und an Mich glauben damit sie die rechte Führung finden mögen." (Sure 2:186 - al-Baqara). Ein anderer Vers macht die gleiche Aussage: "Und als Wir dir mitteilten: "Sicherlich, dein Herr umfängt die ganze Menschheit..." (Sure 17:60 - al-Isra')

Der Mensch irrt, wenn er glaubt, dass er sich selbst am nächsten sei. In Wirklichkeit ist Allah uns näher als wir selbst. Durch den folgenden Vers macht Er uns auf diesen Punkt aufmerksam: "Wie aber, wenn die Seele (des Sterbenden) zur Kehle steigt. Und ihr dabei zuschaut, während Wir ihm näher sind als ihr, ohne dass ihr es wahrnehmt?" (Sure 56:83, 84, 85 - al-Waqi'a). Wie in dem Vers erwähnt, sind sich die Menschen dieser ausserordentlichen Tatsache nicht bewusst, weil sie nicht mit ihren Augen sehen was vor sich geht.

Andererseits ist es nicht möglich, dass der Mensch, der nichts anderes als ein Schattenwesen ist, eine Macht und einen Willen unabhängig von Allah besäße. Der Vers "Und Allah hat euch und das was ihr vollbringt erschaffen." (Sure 37:96 - as-Saffat) zeigt, dass sich alles, was wir erleben unter Allahs Kontrolle vollzieht. Im Quran wird diese Tatsache in dem folgenden Vers erwähnt, worin Nachdruck darauf gelegt ist, dass sich keine Tat unabhängig von Allah verwirklicht:"... Und nicht du warfst, als du warfst, sondern Allah warf..." (Sure 8:17 - al-Anfal). Da der Mensch ein Schattenwesen ist, kann er nicht derjenige sein, der die Tat des Werfens selbst ausübt. Allah gibt diesem Schattenwesen jedoch das Gefühl der Selbständigkeit. In Wirklichkeit ist es Allah, der alle Taten vollführt. Wenn der Mensch also wähnt, dass die Taten, die er ausübt, seine eigenen Taten sind, verfällt er einem Selbstbetrug.

Das ist die Wirklichkeit. Ein Mensch mag dies nicht akzeptierten und darauf beharren, sich selbst als ein von Allah unabhängiges Wesen zu betrachten, doch das ändert nichts an den Gegebenheiten. Natürlich ist solch eine törichte Verneinung ebenfalls nur durch Allahs Zulassen möglich.

Alles, was wir besitzen, ist im Grunde genommen eine Illusion

Wie sich deutlich zeigt, ist es eine wissenschaftliche und logische Wahrheit, dass die "äußere Welt" keine materialistische Wirklichkeit besitzt, und dass sie eine Ansammlung von Bildern ist, die Allah unserer Seele ununterbrochen vorführt. Trotzdem schließt der Mensch nicht alles, oder besser gesagt, will der Mensch nicht alles in dem Konzept "äußere Welt" mit einschließen.

Wenn wir diese Angelegenheit in mutiger Aufrichtigkeit betrachten, werden wir zu der Erkenntnis kommen, dass unser Haus, unsere darin befindlichen Möbel, unser vielleicht kürzlich erworbenes Auto, unser Büro, unsere Juwelen, unser Bankkonto, unsere Garderobe, unser Lebenspartner, unsere Kinder, unsere Kollegen oder Geschäftspartner und überhaupt alles, was wir besitzen und gebrauchen, dieser uns vorgeführten äußeren Welt angehört. Alles was wir um uns herum sehen, hören, riechen, kurz gesagt alles was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen, ist ein Teil dieser "imaginären Welt"; die Stimme unseres Lieblingssängers, die Härte des Stuhls, auf dem wir sitzen, ein Parfüm, dessen Duft wir mögen, die Sonne, die uns erwärmt, die Blumen in ihrer Farbenpracht, der Vogel, der an unserem Fenster vorüberfliegt, ein Sportboot, das im Flug über das Wasser gleitet, unser Garten mit seinen Früchten, der Computer am Arbeitsplatz oder unsere HiFi-Stereoanlage mit der besten Technologie in der Welt ...

Das ist die Realität, denn die Welt ist nur eine Ansammlung von Bildern, die erschaffen wurden, um den Menschen zu prüfen. Während der begrenzten Zeit seines Lebens ist der Menschen anhand dieser Wahrnehmungen, die keine Wirklichkeit in sich selbst haben einer fortgesetzten Prüfung ausgesetzt, wobei diese Wahrnehmungen besonders anziehend und reizvoll gestaltet werden. Das wird im Quran so erläutert:

Die Begierden nach Frauen und Kindern, aufgespeicherten Schätzen von Gold und Silber, Rassepferden, Herden und Ackerland wurden den Menschen attraktiv gemacht. Dies sind die Kostbarkeiten des Lebens dieser Welt, doch die Heimkehr, die Allah bereit hält, ist das Köstlichste. (Sure 3:14 - Ãl-Imran)

Die meisten Menschen wenden sich von ihrer Religion ab in der Gier nach Reichtum und Besitz. "Aufgespeicherte Schätze von Gold und Silber", Geld Juwelen, Bankkonten, Kreditkarten, Garderobe, die neuesten Autos, kurz gesagt, jegliche Art von Vermögen, das sie entweder besitzen oder begehren, nehmen sie dermaßen in Anspruch, dass sie darüber das Jenseits total vergessen. Sie werden durch das "attraktive und verführerische" Gesicht der Welt getäuscht und versäumen ihren Pflichten gegenüber Gott und ihren bedürftigen Mitmenschen nachzukommen und sich durch Gebet und Andacht ihren Wohlstand im Jenseits zu sichern. Sie sagen: "Ich habe Wichtiges zu tun", "Ich habe Ideale", "Ich habe Verantwortungen", "Ich habe keine Zeit", "Ich muss erst dies abschließen und jenes zu Ende bringen", "Ich werde mich später um meine religiösen Verpflichtungen kümmern", und dabei verbrauchen sie ihr ganzes Leben, indem sie versuchen, sich Wohlstand in dieser Welt zu verschaffen. Diese Selbsttäuschung wird im folgenden Vers des Qurans beschrieben:

Sie kennen nur die äußerlichen Erscheinungen des diesseitigen Lebens und das Jenseits vernachlässigen sie. (Sure 30:7 - ar-Rum)

Die in diesem Kapitel erläuterte Tatsache, nämlich dass alles nur ein Bild ist, ist in ihrer logischen Konsequenz äußerst wichtig, weil dadurch all die Beschränkungen und die von ihnen erweckten Begierden ihre Bedeutung verlieren. Das Erkennen dieser Tatsache lässt es deutlich werden, dass alles, was der Mensch besitzt oder um dessen Besitz er sich bemüht, sein gierig ergattertes Vermögen, seine Kinder, auf die er so stolz ist, sein Lebenspartner, dem er sich so verbunden fühlt, seine Freunde, sein Körper, den er fast anbetet, seine Stellung, in der er als einen Beweis seiner Überlegenheit ansieht, die Schulen, die er besucht hat, der Urlaub, den er sich leisten kann usw. nichts weiter als eine Fata Morgana gewesen sind und daher erweist sich all das Bemühen, die Zeit und der Eifer, die er darauf angewendet hat als nutzlos.

Daher machen sich die Leute, die mit ihrem Reichtum und Besitz prahlen und ihre Yachten, Privatflugzeuge, Fabriken, Aktien, Villen und Landgüter für Realitäten halten ahnungslos selbst zu Narren. Die Reichen, die angeberisch ihre Yachten an den Küsten der Riviera paradieren, mit ihren Limousinen und Sportwagen imponieren wollen und über nichts anderes als ihre materiellen Errungenschaften reden, in der Annahme dass ihr gesellschaftlicher Status ihnen einen Vorrang über ihre Mitmenschen einräumt, und dass all dies sie zu erfolgreichen Menschen macht, täten besser daran, nachzusinnen in welcher Lage sie sich finden, wenn sie erkennen, dass ihr Erfolg nichts als eine Illusion ist.


Wie aber, wenn die Seele (des Sterbenden) zur Kehle steigt. Und ihr dabei zuschaut, während Wir ihm näher sind als ihr, ohne dass ihr es wahrnehmt? (Sure 56:83, 84, 85 - al-Waqi'a)

In der Tat erlebt man derartige Situationen oft auch in Träumen. Auch im Traum kann man Häuser, schnittige Autos, kostbaren Schmuck und Unmengen von Geld, Gold und Silber besitzen, man kann träumen hohe Stellungen innezuhaben, Geschäftskonzerne mit tausenden von Angestellten zu führen, Macht über viele Leute zu haben, und Kleider zu tragen, die allseits Bewunderung hervorrufen, doch ebenso wie jemand, der mit dem Besitz prahlt, den er in einem Traum gehabt hat, sich lächerlich macht, so wird sich sicherlich auch der lächerlich machen, der mit den Scheingebilden dieser Welt prahlt, denn letzten Endes sind beides, die Dinge, die man im Traum sieht, sowie die Dinge, auf die man sich in dieser Welt bezieht, nur Gebilde des Gedächtnis.

Ähnlich werden sich die Menschen über bestimmte Ereignisse, an denen sie in dieser Welt beteiligt waren, schämen, wenn sie die Realität erkennen. Menschen die sich erbittert bekämpfen, unbeherrscht ihrem Zorn und ihren Aggressionen nachgeben, betrügen,bestechen und sich bestechen lassen, fälschen, lügen, geizen, ihren Mitmenschen Unrecht zufügen, sie misshandeln und ihnen fluchen, Leute die von rücksichtsloser Lust nach Macht und Rang besessen sind und andere beneiden, sich mit Angeberei und Selbstverherrlichung berauschen, und ebenso die, die andere vergöttern, werden sich schämen, wenn sie erkennen müssen, dass sie all dies in einem Traum und um eines Traums willen getan haben.

Da Allah all diese Bilder erzeugt, ist Er letztlich der Alleinbesitzer von allem was es gibt. Der Quran betont diese Tatsache folgendermaßen:

Und Allah gehört alles, was in den Himmeln und auf Erden ist; und Allah hat alle Dinge umschlossen. (Sure 4:126 - an-Nisa)

Es ist eine sehr große Torheit, die Religion auf Kosten imaginärer Begierden zu vernachlässigen und dadurch ewiges Leben zu verlieren, was ein ewiger Selbstverlust für den Menschen ist.

An dieser Stelle sollte Folgendes sehr klar verstanden werden: Es wird hier nicht behauptet, dass diese Realität, die uns konfrontiert etwa besagte: "aller Besitz und Reichtum, Kinder, Gatten, Freunde, eifersüchtig gehütete Positionen usw. werden früher oder später vergehen, und haben daher keine Bedeutung." Sie besagt vielmehr, dass "alles was wir scheinbar besitzen, im Grunde genommen gar nicht existiert, sondern nur eine Folge von Traumbildern ist, die Allah uns vorführt um uns auf die Probe zu stellen". Man kann erkennen, dass zwischen diesen beiden Aussagen ein großer Unterschied besteht.

Obwohl der Mensch diese Tatsache zunächst nicht wahrhaben möchte, und sich eher dem Selbstbetrug hingibt, dass alles was er besitzt wirklich existiert, wird er schließlich sterben, und im Jenseits wird dann alles sehr deutlich zu erkennen sein, wenn er wiedererschaffen wird. Dann wird er aufgeklärt:

"All dies hattest du ausser Acht gelassen, und so haben Wir den Schleier deiner Unachtsamkeit von deinem Bewusstsein gelüftet, und heute ist deine Sicht geschärft." (Sure 50:22 - Qaf), und er wird alles klar sehen. Wenn er jedoch sein Leben auf der Jagd nach imaginären Zielen verbracht hat, wird er sich wünschen, es nie gelebt zu haben und wird ausrufen:

Wehe mir, wäre nur der Tod mein endgültiges Ende gewesen! Mein Vermögen hat mir nichts genützt. Meine Macht ist von mir geschwunden. (Sure 69:27, 28, 29. - al-Haqqa).

Ein bedachter Mensch sollte danach streben, die größte Wahrheit des Kosmos zu ergründen, solange er in dieser Welt lebt und noch Zeit dazu hat. Andernfalls wird er sein Leben damit verbringen, Illusionen nachzujagen und zuletzt erwartet ihn dann ein schmerzliches Erwachen. Im Quran ist das Ende der Menschen, die Illusionen und Luftschlössern in dieser Welt nachjagen und ihren Schöpfer vergessen, wie folgt dargestellt:

Die aber die Wahrheit leugnen - ihre Taten sind wie eine Luftspiegelung in der Wüste; der Dürstende hält sie für eine Oase mit Wasser, bis er, wenn er hingeht, sie als Nichts vorfindet doch er findet dass Allah zur Stelle ist und ihm seine Abrechnung vorlegt - und Allah ist schnell im Abrechnen. (Sure 24:39 - an-Nur)

Die logischen Denkfehler der Materialisten

Vom Beginn dieses Kapitels wurde eingehend erläutert, dass die Materie nicht, wie die Materialisten behaupten, eine absolute Wesenheit ist, sondern dahingegen eine Ansammlung von Sinneswahrnehmungen die von Allah geschaffen wurden. Die Materialisten setzen sich dieser eindeutigen Realität, die ihre Philosophie vernichtet mit dogmatischer Sturheit entgegen und bringen unbegründete Antithesen vor.

Ein Beispiel liefert der überzeugte Marxist George Politzer, einer der größten Verfechter der materialistischen Philosophie im 20. Jh. mit seiner "Bus-Allegorie", die er als den "größten Beweis" für die Existenz der Materie anführte. Nach Politzer würden auch die Philosophen, die die Materie als Wahrnehmung betrachten, vor einem Bus weglaufen, wenn sie ihn auf sich zukommen sähen, um nicht überfahren zu werden. Und dies sei der Beweis für die physische Existenz der Materie.206

Als einem anderen berühmten Materialisten, Johnson vorgebracht wurde, dass die Materie aus einer Ansammlung von Wahrnehmungen bestehe, versuchte er die physikalische Existenz von Steinen zu beweisen, indem er den Steinen einen Tritt versetzte. 207

Ein ähnliches Beispiel wurde von Politzers Lehrer, Friedrich Engels gegeben, der zusammen mit Marx der Mitbegründer des dialektischen Materialismus war. Engels schrieb: "Wenn die Kuchen die wir essen nur Wahrnehmungen sind, dann würden sie nicht unseren Hunger stillen."208

In den Büchern der berühmten Materialisten wie Marx, Engels und Lenin anderer findet man ähnliche Beispiele und frivole Äußerungen wie etwa: "Die Existenz der Materie begreift man wenn man eine Ohrfeige bekommt."

Das gestörte Verständnis der Materialisten , das solche Beispiele hervorbringt, ist in ihrer Fehlinterpretation der Aussage "Die Materie ist eine Wahrnehmung" begründet, die sie in dem Sinn auslegen, dass die Materie nur eine optische Täuschung sei. Sie setzen voraus, dass Wahrnehmung nur aufs "Sehen" begrenzt ist, und andere Empfindungen wie das Fühlen einen materiellen Bezug haben müssen. Wenn ein Bus einen Menschen anfährt, sagen sie, "er ist tatsächlich mit ihm zusammengeprallt und daher ist das keine bloße Wahrnehmung". Der Punkt, den sie nicht verstehen ist, dass die Wahrnehmungen die im Zusammenhang mit dem Busunglück erfahren werden, die Härte, der Schlag des Aufpralls und der Schmerz alle im Gehirn gebildet werden.

Das Beispiel des Traums

Das beste Beispiel, durch das diese Realität erklärt werden kann, sind Träume. Der Mensch kann sehr realistische Erlebnisse im Traum haben. Er kann eine Treppe hinunterfallen und sich dabei ein Bein brechen, einen schweren Autounfall haben, unter einen Bus geraten oder einen Kuchen essen und sich davon satt fühlen. Ähnliche Erlebnisse wie solche die im täglichen Leben vorkommenden können im Traum geradeso reell erlebt werden und die gleichen Gefühle hervorrufen.

Jemand der träumt, er werde von einem Bus überfahren, kann in seinem Traum im Krankenhaus seine Augen wieder öffnen und sich bewusst werden, dass er ein Krüppel ist, doch all das wäre eben ein Traum. Er kann auch träumen, dass er in einem Autounfall stirbt, dass der Engel des Todes seine Seele in Empfang nimmt und er sein Leben im Jenseits beginnt. (Dieses Ereignis kann in gleicher Weise im "wirklichen" Leben erlebt werden, was ebenso eine Wahrnehmung ist, wie der Traum)

DIE WELT IM TRAUM

Für uns bedeutet die Materie das, was wir mit unserer Hand halten und mit unserem Auge sehen. Jedoch auch im Traum "halten wir mit unserer Hand, sehen wir mit unserem Auge", aber in Wirklichkeit gibt es weder Hand, noch Auge, noch etwas anderes, was gehalten und gesehen wird. Es gibt keine materielle Tatsache außer dem Gehirn, das all dieses schafft. Offensichtlich irren wir uns.

Ja, aber was trennt das wirkliche Leben und den Traum voneinander? Beide Erlebnisse entstehen im Gehirn. Wenn wir während des Traums ganz leicht in einer nicht wahren Welt leben können, dann ist dasselbe auch für die Welt gültig, in der wir uns befinden. Es gibt keine logische Begründung, die uns aufhält zu denken, dass wir in einem noch längeren Traum sind, nachdem wir aufgewacht sind. Der Grund, warum wir den Traum als eine Phantasie und die Welt als die Wirklichkeit ansehen, sind nur unsere Gewohnheiten und Vorurteile. Und dies zeigt uns, dass wir eines Tages wie nach dem Schlafen aufgeweckt werden.

Der Träumer nimmt die Bilder, die Geräusche, das Gefühl der Härte, Licht, Farben und alle anderen Gefühle, die sich auf sein Traumerlebnis beziehen, sehr deutlich wahr. Alle Wahrnehmungen, die er im Traum erfährt, sind ebenso natürlich wie die im "wirklichen" Leben. Der Kuchen, den er im Traum verzehrt, macht ihn satt, obwohl er nur eine Wahrnehmung ist, da das Gefühl der Sättigung auch nur eine Wahrnehmung ist. Tatsächlich jedoch liegt diese Person zu diesem Zeitpunkt in ihrem Bett, wo weder eine Treppe noch Verkehr, kein Bus und kein Kuchen in Betracht kommen. Die träumende Person sieht und erlebt Wahrnehmungen und Gefühle von Dingen, die in der Außenwelt nicht vorhanden sind. Die Tatsache, dass wir im Traum Ereignisse und Dinge sehen, erleben und fühlen, die in der Außenwelt kein materielles Gegenstück haben, zeigt deutlich, dass die Außenwelt absolut nur aus Sinneswahrnehmungen besteht.

Die Anhänger der materialistischen Philosophie - vor allem die Marxisten - reagieren sehr heftig, wenn man sie vor diese Tatsache der Essenz der Materie stellt. Sie zitieren Beispiele der oberflächlichen Argumentation von Marx, Engels oder Lenin und machen emotionelle Erklärungen.

Diese Leute sollten bedenken, dass sie diese Erklärungen auch im Traum machen können. In ihren Träumen können sie auch Das Kapital lesen, an Versammlungen teilnehmen, sich mit der Polizei bekämpfen, einen Stein an den Kopf geworfen bekommen und dazu den Schmerz der Wunde spüren. Wenn sie im Traum über ihre Erlebnisse befragt werden, werden sie denken, dass ihre Traumerlebnisse ebenfalls aus absoluter Materie bestehen, genauso wie sie annehmen, dass die Dinge, die sie im Wachzustand sehen, "absolute Materie" sind. Ob es jedoch im Traum oder im täglichen Leben ist, alles was erlebt, gesehen und gefühlt wird, ist nur Sinneswahrnehmung.

Das Beispiel von den parallel verbundenen Nerven

Nehmen wir noch einmal das Beispiel des Verkehrsunfalls von Politzer: Wenn zum Zeitpunkt des Unfalls die Nerven die von den 5 Sinnesorganen zum Gehirn des Unfallopfers laufen parallel mit einem anderen Gehirn, z.B. Politzers, verbunden gewesen wären, wäre auch der zu Hause sitzende Politzer in dem Moment von dem Bus überfahren worden. Besser gesagt, Politzer würde genau die selben Gefühle durchleben, wie die verunglückte Person, geradeso wie das selbe Lied aus zwei verschiedenen Lautsprechern gehört werden kann die an das selbe Tonbandgerät angeschlossen sind. Politzer würde das Quietschen der Bremsen hören, den Zusammenprall mit dem Bus fühlen, die Bilder seines gebrochenen Armes und des Bluts sehen, die Schmerzen der Verletzungen spüren, er würde mitbekommen, wie er in den Operationssaal gebracht wird, die Härte des Gipses und Schwäche in seinen Gliedern fühlen und erleben. Jeder Mensch, der parallel mit den Nerven des Unfallopfers verbunden wäre, würde ebenso wie Politzer den Unfall von Anfang bis Ende durchleben. Wenn derjenige der den Unfall hat, in ein Koma fällt, fallen auch alle anderen, die mit ihm verbunden sind in ein Koma.

Und wenn überdies alle Wahrnehmungen des Unfalls mit einem Gerät aufgezeichnet und dann auf das Gehirn von jemandem übertragen würden, so würde der Bus jene Person mit jeder Wiedergabe der Aufzeichnung erneut überfahren. Welcher der Busse, die jene Leute überfuhren ist nun der echte?

Die materialistische Philosophie hat keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Die richtige Antwort ist, dass alle den Unfall in ihrem Geist vollständig erlebt haben.

Das selbe Prinzip ist auf die Beispiele mit dem Kuchen und den Steinen anwendbar. Wenn die Nerven der Sinnesorgane von Engels, welcher das Sättigungs- und Völlegefühl in seinem Magen spürte, nachdem er den Kuchen aß, mit dem Gehirn einer zweiten Person parallel verbunden gewesen wäre, hätte sich jene Person ebenfalls satt gefühlt, nachdem Engels sich an dem Kuchen gesättigt hatte. Wären die Nerven Johnsons, der Schmerzen fühlte, als er den Steinen einen heftigen Tritt versetzte, mit denen einer anderen Person parallel verbunden gewesen, so hätte jene Person die selben Schmerzen gefühlt. Welcher Kuchen und welche Steine sind nun Realität? Die materialistische Philosophie bleibt wiederum eine eindeutige Antwort auf diese Frage schuldig. Die richtige und eindeutige Antwort ist: Beide, Engels und die zweite Person haben den Kuchen in ihrem Geist gegessen und sind satt geworden; Johnson und die andere Person haben beide, das Momentum des Tritts gegen die Steine voll in ihrem Gedächtnis erlebt.

Wenn man in dem obigen Beispiel von Politzer eine Änderung vornimmt und die Nerven Politzers, der zu Hause sitzt, mit dem Gehirn des Unfallopfers verbindet, und die Nerven des Unfallopfers mit Politzers Gehirn, so wird Politzer glauben, ein Bus habe ihn überfahren, wobei er zu Hause sitzt, und die Person, die tatsächlich überfahren wurde, wird niemals den Aufprall des Unfalls spüren und denken, sie säße in Politzers Haus. Die selbe Logik ist auch auf die Beispiele des Kuchens und der Steine anwendbar.

Wie ersichtlich, ist es dem Menschen nicht möglich, seine Sinne zu übergehen und sich von ihnen frei zu machen. In dieser Hinsicht kann die Seele des Menschen allen möglichen Vorführungen unterzogen werden, obwohl sie keinen physischen Körper, keine materielle Existenz und auch kein physikalisches Gewicht hat. Es ist dem Menschen deshalb nicht möglich, dies zu erkennen, weil er diese dreidimensionalen Erscheinungen für wirklich hält und von ihrer Existenz völlig überzeugt ist, da sich jeder Mensch auf Wahrnehmungen verlässt, die erzeugt werden um von den Sinnesorganen erfasst zu werden.

Der bekannte britische Philosoph David Hume gibt seinen Gedanken bezüglich dieser Tatsache folgendermaßen Ausdruck:

Ehrlich gesagt, wenn ich mich selbst in dem, was ich "Ich" nenne, mit einschließe, begegnet mir immer eine ganz bestimmte Wahrnehmung die sich auf heiß oder kalt, Licht oder Schatten, Liebe oder Hass, süß oder sauer oder irgend ein anderes Konzept bezieht. Ohne das Vorhandensein einer Wahrnehmung kann ich mich niemals zu irgend einer bestimmten Zeit erfassen, und ich beobachte nichts anderes als Wahrnehmung.209

Die Bildung von Wahrnehmungen im Gehirn ist keine Philosophie, sondern eine wissenschaftliche Tatsache

Die Materialisten behaupten, dass das hier Gesagte eine philosophische Ansicht sei. Dass das jedoch, was wir als die "Außenwelt" bezeichnen, eine Ansammlung von Wahrnehmungen ist, ist keine philosophische Angelegenheit, sondern eine eindeutige wissenschaftliche Tatsache. Wie Wahrnehmungen und Gefühle im Gehirn entstehen, wird in allen betreffenden Fakultäten ausführlich gelehrt. Diese Tatsachen die von der Wissenschaft des 20. Jh., insbesondere der Physik, bewiesen wurden, zeigen deutlich, dass die Materie keine absolute Wirklichkeit besitzt, und dass jeder in gewisser Hinsicht das Geschehen auf dem "Monitor im Gehirn" verfolgt.

Jedermann, der an der Wissenschaft glaubt, egal ob er ein Atheist oder Buddhist ist oder eine andere Weltanschauung vertritt, muss diese Tatsache anerkennen. Ein Materialist mag die Existenz eines Schöpfers leugnen, doch diese wissenschaftliche Realität kann er nicht verneinen. Auch wenn das Niveau des wissenschaftlichen Verständnisses und der Möglichkeiten zu Zeiten von Karl Marx, Friedrich Engels, George Politzer und anderer unzulänglich waren, ist dennoch ihr Unvermögen, eine derart einfache und offensichtliche Tatsache zu begreifen, höchst erstaunlich. Heutzutage sind Wissenschaft und Technologie sehr weit fortgeschritten und jüngste Entdeckungen erleichtern das Verständnis dieser Tatsache weitgehend. Die Materialisten dahingegen sind von einer doppelten Panik ergriffen, einmal davor, diese Tatsache, wenn auch nur teilweise zu erfassen, und dann davor, erkennen zu müssen wie endgültig sie ihre Philosophie zerstört.

Die große Panik der Materialisten

Für geraume Zeit zeigte sich keine bemerkenswerte Reaktion von Seiten der materialistischen Kreise in der Türkei gegen das, in diesem Teil des Buchs behandelte Thema, d.h. die Tatsache, dass Materie lediglich Wahrnehmung ist (welches vordem gesondert in der Türkei veröffentlicht worden war). Dies gab uns den Eindruck, dass unsere Aussage vielleicht nicht klar genug gemacht worden war und weiterer Erläuterung bedurfte. Bald jedoch zeigte sich, dass die Materialisten sich nicht nur unbequem über das wachsende Interesse an diesem Thema fühlten, sondern in sehr große Besorgnis darüber gerieten.

Einige Zeit lang haben die Materialisten lautstark ihre Furcht und Besorgnis in Veröffentlichungen, Konferenzen und Foren zum Ausdruck gebracht. Ihre erhitzten und hoffnungslosen Debatten und Erörterungen deuten darauf hin, dass sie sich in einer schwierigen intellektuellen Krise befinden. Der wissenschaftliche Zusammenbruch der Evolutionstheorie, der sog. Grundlage ihre Philosophie, war schon vordem eine gewaltige Erschütterung für sie gewesen. Nun wird es ihnen bewusst, dass die Materie selbst ihnen entrinnt, welche eine bedeutendere Grundfeste als der Darwinismus für sie ist, und so erfahren sie eine noch gewaltigeren Rückschlag. Sie erklären, dass dieses Problem die "größte Bedrohung" für sie darstellt, und dass dadurch ihr gesamter "kultureller Zusammenhalt" zerstört wird.

Einer der Exponenten der materialistischen Zirkel, der diese Besorgnis und Panik in höchst unverblümter Weise zum Ausdruck brachte, war der Akademiker Renan Pekunlu, der ein Korrespondent der Zeitschrift Bilim ve Utopya (Wissenschaft und Utopie) ist, welche sich die Verteidigung des Materialismus zum Ziel gesetzt hat. Sowohl in seinen Beiträgen in Bilim ve Utopya, als auch in den Foren, an denen er teilnahm präsentierte er das Buch Der @#$%& als die erstrangige "Bedrohung" des Materialismus. Was Pekunlu mehr beunruhigte als die Kapitel in denen der Darwinismus widerlegt wird, war der Teil, den Sie gerade lesen. Seine Leser und (eine Handvoll) Zuhörer beschwor Pekunlu: "...lassen Sie sich nicht von der Indoktrination des Idealismus mitreißen, und bewahren Sie Ihren Glauben an den Materialismus!...", wobei auf Vladimir I. Lenin verwies, den Anführer der blutigen kommunistischen Revolution in Russland. Er empfahl jedermann, Lenins antiquiertes Buch Materialismus und Kritik des Imperialismus zu lesen, und alles, was Pekunlu tat, war Lenins Ratschläge zu wiederholen, indem er sagte: "...denken Sie gar nicht erst über diese Dinge nach, denn sonst werden Sie die Richtung des Materialismus verlieren und von der Religion mitgerissen werden." In einem Artikel in der obig erwähnten Zeitschrift zitierte er die folgenden Zeilen von Lenin:

Sobald wir die objektive Realität verneinen, die uns durch die Sinneswahrnehmung gegeben ist, haben wir jegliche Waffe gegen den Fideismus verloren, denn dabei sind wir auf den Agnostizismus oder Subjektivismus abgesunken - und das ist alles was der Fideismus erfordert. Wenn auch nur eine Klaue im Netz verstrickt ist, ist der Vogel verloren. Und unsere Machisten haben sich allesamt im Idealismus verstrickt, d.h. in einem verdünnten, feinen Fideismus. Sie wurden in dem Augenblick verstrickt, als sie "Sinneswahrnehmung" nicht als ein Bild der äußeren Welt annahmen, sondern als ein spezielles "Element". Es ist niemandes Wahrnehmung, niemandes Geist, niemandes Seele, niemandes Willen.210

Diese Worte zeigen überaus deutlich, dass die Tatsache, die Lenin mit großer Beunruhigung erkannte, und aus seinem und dem Geist seiner Genossen verbannen wollte, auch die Materialisten unserer Tage in ähnlicher Weise plagt. Pekunlu und andere Materialisten sind jedoch noch größeren Sorgen ausgesetzt, da sie erkennen, dass diese Tatsache heute in weit erklärlicher und einleuchtender Weise vorgebracht wird, als dies vor 100 Jahren geschah. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte wird dieses Thema auf derart unwiderlegbare Weise erläutert.

Nichtsdestoweniger zeigt sich im Allgemeinen, dass die Mehrheit der materialistischen Wissenschaftler immer noch eine sehr laue und oberflächliche Haltung gegenüber der Tatsache einnehmen, dass "Materie eine bloße Illusion" ist. Das in diesem Kapitel erläuterte Thema ist eine der wichtigsten und aufregendsten Angelegenheiten, der man in seinem Leben begegnen kann. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals mit einer so entscheidenden Problematik konfrontiert waren, und dennoch zeigen die Reaktionen der Wissenschaftler, und ihre Stellungnahmen in ihren Vorlesungen und Beiträgen wie seicht und oberflächlich ihr Verständnis davon ist.

Die Reaktionen einiger Materialisten auf das hier erörterte Thema zeigen in der Tat, dass ihr blindes Anhängen an den Materialismus ihre logische Denkfähigkeit in gewissem Maß beeinträchtigt hat, und sie daher weit davon entfernt sind, die Angelegenheit zu verstehen. Alaattin Senel, z.B., ein anderer Akademiker, der ebenfalls für Bilim ve Utopya schreibt machte eine ähnliche Mitteilung wie die Rennan Pekunlus, indem er äußerte: "Vergessen Sie den Zusammenbruch des Darwinismus, die wirkliche Bedrohung liegt in dieser Sache", und, ahnend, dass seine eigene Philosophie jeglicher Grundlage mangelt, forderte er: "...dann beweist doch was Ihr sagt!" Weit interessanter jedoch ist, dass die eigenen Schriften jenes Autors dessen totalen Mangel am Erfassen dieser Tatsache enthüllen, die er als eine derartige Plage empfindet.

In einem Artikel, z.B., in dem er ausschließlich dieses Thema erörtert, akzeptiert Senel, dass die Außenwelt als Bild im Gehirn wahrgenommen wird, doch dann fährt er fort zu behaupten, dass die Bilder in zwei Kategorien fallen, nämlich solche, die ein materielles Gegenstück besäßen, und solche die keines hätten, und dass die Bilder, die sich
Skynet
Re: Die wahre Essenz der Materie
03. September 2005 12:20
WAS???????????????????????????????????


Willst du ein Buch schreiben!!!!

Schreibst du irgentwie Seiten von irgentwelchen Lexika oder so ab???

Skynet
Re: Die wahre Essenz der Materie
04. September 2005 12:27
Tut mir leid . Es musste so sein , sonst kann man das Thema nicht verstehen.

mit freundlichen grüßen
Seras
Nik
Re: Die wahre Essenz der Materie
05. September 2005 10:31
@seras

Habe deinen Beitrag gelesen. Könntest du ihn bitte die Hauptthesen in ein paar kurzen Sätzen zusammenfassen? Also nicht nur einzelne Sätze von oben wiederholen sondern einen kurzen Überblick geben? Das wäre sehr nett.

MfG, Nik
http://computerclub.oyla3.de
Re: Die wahre Essenz der Materie
08. September 2005 17:36
Unvorstellbar ist nicht unmöglich. Denn mit der Zeit kann viel passieren.
Re: Die wahre Essenz der Materie
09. September 2005 18:00
noch Fragen?
soo
Re: Die wahre Essenz der Materie
09. September 2005 18:50
es gibt keinen schöpfer wie gott allah oder runimarai.einen schöpfer zu suchen ist der falsche ansatz.die wissenschaft hat bereits bewiesen: urknall, chaostheorie!!religion fängt da an wo die wissenschaft noch nicht weiter weiss.dieses verhältnis verändert sich mit der zeit immer schneller.
religion ist opium fürs volk-das hinwegtrösten über unser unwissen.

schon scheisse wenn die erklärung von allem so kurz ist

Re: Die wahre Essenz der Materie
10. September 2005 22:09
Zufall oder nicht Zufall? Ich schreibe hier nur meine Ansicht der Dinge!!!
Also Fakt ist, wenn man alle äußeren Umstände betrachtet, die das Leben auf unserer Erde erfahren hat -Atmosphäre, Druck und Temperaturverhältnisse, Zusammenstellung der Atome und Elemente etc.-
dann kann das Leben nur so sein, wie es jetzt ist, es hätte sich keine andere Natur und Lebensform entwickeln können. Anders sehe es aus, wenn irgendein Einfluß anders gewesen wäre. Gäbe es in unserem Universum ein Planet, der die gleichen Einflüsse erfahren würde, wie die unsere (Ich weiß, es ist nicht möglich, schon alleine die Tatsache, daß diese sich an einem anderen Ort im Universum aufhält, ergibt andere Umstände und Einflüsse) aber wenn es diese gäbe, dann würde sich auf diesem Planeten alles genau so entwickeln müssen, wie bei Uns. Also behauptewich jetzt einfach mal, das Leben auf unserer Erde ist, und kann auch kein Zufall sein. Denn so wie sich alles vom Urknall aus begeben hat, kann auch garnicht anders sein, denn die Reaktion der Atome, und deren Bestandteile, würden immer , auf gleiche Einflüsse gleich ragieren.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Ist es Zufall, daß die äußeren Einflüsse auf unsere Erde so waren wie sie nun mal waren, oder hätte es auch anders kommen können? Wenn der Urknall nur eine millisekunde später stattgefunden hätte, wäre dann alles anders oders alles gleich gewesen? War der Zeitpunkt, und der Ort des Urknalls Zufall oder war schon vor der Zeit des Urknalls alles vorauszusehen?
Jetzt entscheidet für Euch selbst Zufall oder nicht Zufall?
Gruß Jörg
Mosquito
Re: Die wahre Essenz der Materie
11. September 2005 01:02
Joerg,

wenn du eine Observable wie Ort oder Impuls nicht scharf auswertest, kannst du auch nicht scharf auf das eintreffende Ereignis reagieren. Die gasamte Natur entwickelt sich unbestimmt.

Woher nimmst du die Möglichkeit zur scharf determinierten Entwicklung?
Re: Die wahre Essenz der Materie
12. September 2005 13:34
Ant. zu soo: du sagst die Wissenschaft hat es schon bewiesen.Ja das stimmt, aber sie hat was anderes bewiesen, als du denkst. Denn alle Explosionen, die wir kennen sind störend.Das heist das beim Big bang eine "übernatürliche Hand" im spiel war.

mit freundlichen Grüßen
Seras