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Yin und Yang

geschrieben von Caspar Clemens Mierau 
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Yin und Yang
05. November 2001 12:03
Folgende Frage traf ein per Mail:

"Was hat Yin und Yang mit der Chaostheorie zu tun?"

Tatsächlich finden sich in vielen Büchern über die Chaostheorie Anspielungen auf Yin und Yang bzw. chinesische Mythologie. Gerade in der chinesischen Mythologie spielt das Chaos eine kreative, schöpferische Rolle.

Hierzu drei Auszüge von der Webseite <a @#$%&="http://www.hro.shuttle.de/hro/ebg/sprojekte/MasterOfChi/Chaos/geschichte.htm" target="_blank">http://www.hro.shuttle.de/hro/ebg/sprojekte/MasterOfChi/Chaos/geschichte.htm</a>


<b>Schöpfungsmythen: Chaos als Ursprung allen Seins</b>

In jeder Religion oder Kultur gibt es einen Schöpfungsmythos. So hat im Juden- bzw. Christentum Gott an sieben Tagen die Welt erschaffen, während in der ägyptischen Mythologie anfangs eine gestaltlose Leere namens Nut herrschte, die dann Ra, die Sonne gebar. In der chinesischen Mythologie war am Anfang ein Nichts, aus dem erst das Yang, das reine Licht, und dann Yin, das trübe Erdreich entstand. Im babylonischen Schöpfungsmythos war am Anfang nur Tiamat, wörtlich übersetzt "die Mutter des Alls".

All diesen Mythen ist gemein, dass der Anfangszustand als eine Art von Chaos dargestellt wird, ohne Ordnung, oder wie es in der Bibel heisst: "wüst und leer". Aus dieser Unordnung entspringt in allen Mythen die Ordnung, sei es nun in Form des Sonnengottes Ra oder des chinesischen Drachen, der als Verkörperung des Yang über die Ordnung in seinem Reich wacht. In fast allen Mythen wird auch gesagt, dass, wenn eine der neu geschaffenen Formen von Ordnung Überhand nimmt, das Chaos wieder zurückkehrt und alle Ordnung verschlingt.

<b>China: Geschichten von Yin und Yang</b>

In dem chinesischen Yin-Yang-Zeichen wird dies besonders deutlich: die Verschmelzung der beiden Formen von Ordnung zu einem ganzen, miteinander verflochtenen, stabilen System. Im chinesischen Mythos ist davon die Rede, dass Yang, der Drache als Sinnbild des Lichts unermüdlich gegen die Finsternis, gegen das Chaos ankämpft. Dabei ist Yang von Yin abhängig, die ihm Platz zum Leben und zur Erholung bietet. Yin dagegen braucht Yang, da sie sich nicht allein gegen das Chaos wehren kann. Wird also einer der beiden zu schwach, um dem anderen helfen, verschwinden beide und das Chaos kehrt zurück und verschlingt alle Ordnung. Damit wäre das Ende der Welt besiegelt. Mit dem Wissen um diesen Mythos versteht man auch, warum der Drache im chinesischen Alltag so eine wichtige Rolle spielt. So war ein schlangenähnliches Reptil schon seit jeher das Symbol der chinesischen Kaiser. Außerdem werden in der chinesischen Version des Silvesters mit Drachenkostümen die bösen Geister - also die Krieger des Chaos - ausgetrieben.

<b>Poincaré: der Anfang der Chaosforschung</b>

Der französische Mathematiker, Physiker und Philosoph Henri Poincaré verwehrte sich schon Ende des 19. Jahrhunderts gegen diese Form der wissenschaftlichen Betrachtung und warnte davor, die Welt als eine Summierung lauter einzelner, idealer Systeme anzusehen.

Eine seiner unzähligen Leistungen bestand darin, zu versuchen, den newtonschen Satz von der Gravitation auf mehr als zwei Körper anzuwenden. Dabei stellte er fest, dass ein brauchbares Ergebnis nur bei schrittweiser Näherung herauskam. Dabei wandte er das von Newton entwickelte Näherungsverfahren an. Mit Erschrecken stellte er nach langer und mühsamer Rechnung fest, dass eine minimale Abweichung der eingesetzten Startwerte gravierende Auswirkungen auf das Resultat hatten – mal schlingerte die Erde durch den Einfluss Jupiters extrem um die Sonne, mal stürzte sie nahezu ungebremst auf das Zentralgestirn zu und manchmal entfloh sie dem Sonnensystem. Zu seiner Zeit erntete er mit seinen Theorien nur Spott, doch sollte diese Erkenntnis wiederbelebt werden: in dem Schmetterlingsgleichnis, bei dem ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Hongkong ausreicht, um in New York einen Hurrikan zu verursachen.

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Gryße,


ccm.
Re: Yin und Yang
05. November 2001 19:50
<HTML>Hi,
Dankeschön für die Info. Als dank mal meine Homepage zum amüsieren
www.Jongleurmaxi.de.vu
Gruß und dank
Maxi</HTML>