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Das Chaos und seine Ordnung

geschrieben von Daniel 
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Das Chaos und seine Ordnung
03. November 2007 19:21
Hallo Ihr,

ich mache mir seit langem Gedanken über die Entstehung, den Verlauf und über das Unbekannte auf dieser Welt.
Was den Kern meiner Gedanken bildet ist, ob alles so passiert wie es passieren muss, eine Art klar definierte Linie und einanderreihung von Ereignissen die wir nicht bestimmen können, obwohl wir uns in jeder gegenwertigen Situation bewusst und sicher sind, dass wir das Kontrollieren was wir tun.
Ich spreche hier nicht von Esoterik, Voodo oder sonstigen übernachtürlichem Kram... sondern über die Tatsache, dass wir Annehmen, dass jedes Ereignis einen Auslöser hat. Somit müsste es, wenn man der Urknall Theorie, also der Stunde "0" glauben darf, alles was wir gemacht haben, jetzt gerade tun und was wir jemals tun werden vorbestimmt.
Stellt man sich diesen riesigen Urknall vor, Materie in allen möglichen Richtungen des Universums verstreut, all das wäre, vorausgesetzt wir hätten alle Informationen über die Detonation, berechenbar gewesen. Nun ist denn so etwas nicht auch mit unseren Gedanken möglich? Ab dem ersten Tag an dem sich unsere Neuronen aktivieren, verbinden sich sich neue Verknüpfungen, basierend auf Geschehnisse die wir optisch, visuell und auch sensorisch wahrnehmen. Somit baut jedes geschieht alles, was auch in unserem gesamten Universum passier, auf Basis dieses Ausgangpunktes... sozusagen wie bei einer Kettenreaktion, etwas wirkt auf ein Geschehniss, welches nach seiner Auslösung wiederum Einfluss auf andere spätere Ereignisse wirken wird... ich dachte mir immer, es könnte doch möglich sein anahnd aller Informationen die zum Zeitpunkt der Stunde 0 vorhanden waren, das Gesamte zu rekonstruieren und es bis zum "Ende" vorzuspuhlen. Andererseits frage ich mich, was passieren würde, wenn man diesen "Film" sehen könnte: Man würde das sehen, was wir als nächstes tun, und müssten doch rein theoretisch erkennen, dass es vorher sichtbar war, dass wir diesen Film sehen würden, und die Tatsache, dass es vorhersehbar war, würde wiederum bedeuten, dass es vorhersehbar war, dass es vorhersehbar war, dass wir den Film sehen. Würde ab dem Zeitpunkt nicht alles aufören? Anders ausgedrückt: Wenn ich sage:"Ich kann vorhersagen, was morgen geschehen wird". Dann müsste ich doch auch vorhersagen können, dass ich sagen werde, dass ich weiß was morgen geschehen wird, usw...

naja... man muss ja nicht drab "glauben"... aber komisch ist das alles schon.
Re: Das Chaos und seine Ordnung
16. November 2007 22:46
Hi
Du sprichst hier die Determiniertheit des Universums an.
Den sogenannten La Placeschen Daemon.
Die Frage ist nur schwer entscheidbar und endet letzendlich auf der Quantenebene.
Ist die Unschaerfe hier tatsaechlich prinzipiell nicht erfassbar ?
Unter der Voraussetzung kannst du schon nicht die genauen Anfangsbedingungen deiner determinierten kausalen Handlungskette gewinnen. Ebenso sind alle Schritte mit Unschaerfe, echtem physikalischen Zufall versehen.
Fuer uns ist das Universum eher nicht vorbestimmt.
Ebenso kannst du nicht davon ausgehen, dass deine Gedanken alleine auf der physikalischen Beschafenheit des Gehirns basieren. Dieses ein rein elektrischer mechanischer Apparat ist.

Du sprichst hier sehr komplizierte Zusammenhaenge an, die im Moment noch nicht vollstaendig erfasst werden koennen.
Viele Gruesse
Jens
Re: Das Chaos und seine Ordnung
17. December 2007 07:27
Hallo Daniel,...

ich kann leider nicht so geschwollen schreiben, aber finde Deinen Eintrag sehr interessant.Diese Frage habe ich mir bereits auch schon gestellt und habe keine Antwort darauf gefunden.

Wenn aber alles errechenbar wäre, dann würde es doch auch bedeuten das es einen Gott gibt der diese Universumsgesetze gemacht hat. Denn von Nix kommt Nix. Das wird ja belegt. Aber wenn von Nix Nix kommt, woher kommt dann das Nix ?

Das Nichts hat ja auch eine Existenz, nur man sieht es nicht, kann es nicht wirklich messen, und versucht es dennoch zu bestätigen.

Somit sind wir uns einig das alles ein " Sein " ist.

Dieses Sein würde bestätigen das alles geplant ist, da das was wir das Nicht nennen ja das hervorgegeben hat was Feste Materie ist.

Wenn diese Ereignisse ein zufalls Zufall wäre, dann wäre der Zufall wieder unter einem Gesetz. Jedes Chaos oder noch so gerades Leben würde also doch einem Gesetz unterliegen das er nicht beeinflussen kann, es sei denn man schafft es die Universalen Gesetze zu begreifen.

Somit errechnet sich das Zufallsprinzip bestimmt, aber versuch das mal bei Lottozahlen erstmal. Wann genau bekommst Du einen 6er ?

Ich finde wir sollten weiter darüber diskutieren. Ich finds cool :-)
Sanjos
Re: Das Chaos und seine Ordnung
18. December 2007 23:29
Hallo,
worüber der Daniel schreibt, wenn ich es richtig verstanden habe, ist Kausalitätsprinzip d.h. jede Ursache hat eine Wirkung (oder mehrere Wirkungen).Die erste Ursache von "allem", nennen wir es Urknall. Von da an, funktioniert unsere Welt wie eine Reaktionskette (Ursache->Wirkung->Ursache->Wirkung). Es sieht schon wie ein Gesetz aus, mit den man die Welt erklären und sogar vorher sehen könnte. Doch perfekte Gesetze haben keine Ausnahmen im Gegensatz unperfekte Gesetze haben Annahmen z.B. unter diesen und jenen Umständen würde der Gesetz funktionieren (wenn man das und das ausser acht lässt, wie so manch ein Gesetz in Physik). Um zu Ursache-Wirkung "Gesetz" zurück zu kommen, der müsste keine Ausnahmen haben um wirklich eine "Weltformel" darzustellen. Doch was ist mit der Ersten Ursache, wer oder was hat die verursacht? Also was hat den Urknall verursacht oder besser gesagt den Anfang der Reaktionskette, von wo es alles angefangen ist? Die Ursache der ersten Ursache stellt somit eine Ausnahme da, die den Gesetz wiederlegt. Es konnte auch kein Wissenschaftler, nach meinem Wissen, beweisen, dass die Menschen nach Ursache-Wirkung-Prinzip handeln (siehe den Beitrag von Daniel, wie es er veranschaulicht hat bei den Menschen).
Es ist richtig interessant und es tauchen Fragen über Fragen. :S
oX
Re: Das Chaos und seine Ordnung
20. December 2007 01:08
Kausalität gibt es nur in der Betrachtung der ZEITDIMENSION

wenn man sich vor augen hält das es mehr gibt
ist kausalität nur etwas das kraft unseres bewusstseins existiert