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Diplomarbeit: Chaosteorie und Soziale Arbeit

geschrieben von Martin Göllner 
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<HTML>"was hat die Chaostheori der Sozialen Arbeit zu bieten"? ... um dieses Thema soll es in meiner Diplomarbeit gehen. Ich selber bin angehender Sozialarbeiter und mit der Chaosteorie bislang nur unwesentlich in Kontakt gekommen.
Ich suche Inputs, Anregungen und Beiträg zu;
- Ideen für Verbindungen in meiner Diplomarbeit
- Die CT im Abriss (kl. Zeitreise/Vorstellung, ihre Geschichte, der heutige Stand...)
- Die CT in Bezug zur Sozialen Arbeit Generell, in welcher Form sind Verbindungen bereits etabliert?</HTML>
<HTML>Hallo Martin,



ich muss jetzt ganz blöd fragen, was in diesem Bezug unter "Sozialer Arbeit" genau verstehst, dann kann ich Dir sicher besser antworten ;)


Gryße,


ccm :o)</HTML>
<HTML>Salü Caspar,

zuerst einmal danke ich Dir für Dein Interesse. Ich meine unter "Sozialer
Arbeit (SA)" das ganze Bearbeitungsgebiet mit welchem es ein Sozialarbeiter zu tun haben kann. Die SA greift in sozialen Problemsituationen ein. Beispielsweise durch; Beratung, Vermittlung, Anleitung und Unterstützung von Einzelnen und Gruppen. Es geschieht dies z.B. im Strafmassnahmenvollzug, in der Drogenarbeit, auf verschiedenen Ämtern wie z.B. Jugend- und Familienberatung, das Sozialamt- der Sozialdienst einer Stadt, in der Projektarbeit von Jugendproblematiken, Migration, Quartier-Stadtteilbezogene Veränderungen usw. Ich hoffe Dir mit dieser unvollständigen Auflistung über das Gebiet mehr Aufschluss geben zu können. Es ist so, dass ich mich noch nicht auf ein spezifisches sozialarbeiterisches Gebiet einschiessen will. Zuerst versuche ich die beiden "Elemente" SA und CT in ihrer Ganzheit sich näher zu bringen. Es geht mir grundsätzlich darum um die Frage; ...ob, in welcher Form und in welchen Gebieten die CT der SA Nutzen und Optimierung verschaffen kann.

Ich grüsse Dich

Martin</HTML>
Martin
Re: Diplomarbeit: Chaosteorie und Soziale Arbeit
10. February 2002 17:39
<HTML>Salü Caspar

Ich habe mich mal etwas um den Begriff "Soziale Selbstorganisation" gekümmert und stellte fest, dass dies ein sehr wertvoller Hinweis sein kann auf meiner Suche nach dem "Auslöser" dem "Ansatz" dem "Optimierungsbereich" von seitens der SA mit welchem ich die CT in Verbindung bringen möchte.

Ich gehe in meiner Arbeit dafon aus, ein fassbares Ganzes aus der SA darzustellen, sei dies die SA als solche oder ein Teilbereich wie z.b. die Einzelfallberatung, den Management-Bedarf aus dessen Bereich herauszufilltern und zu beschreiben. Dies dann mit der CT zu Vernetzen und die Erkenntnisse daraus, sowie die möglichen Konsequenzen für die SA aufzuzeigen.

Wenn Dir weitere Stichworte zu meiner Thematik in den Sinn kommen, nehme ich diese sehr gerne entgegen.

Ich möchte mich noch für Deine Hinweise der Literatur bedanken.

Ich grüsse Dich

Martin</HTML>
<HTML>Hallo Martin,

es freut mich, dass Du vorankommst. Weitere Stichpunkte fallen mir so erstmal nicht ein, dafür weiß ich zu wenig von Deiner Arbeit ;)

Mich beschäftigt zur Zeit noch folgender Gedanke:

Wettervorhersage:

Es ist recht gut möglich, das Wetter für den nächsten Tag vorherzusagen.

Schwer aber ist es, das Wetter für die nächste Woche vorherzusagen, da sich hier die kleinen "Messfehler" chaotisch auswirken können. Man sagt also, auf lange Sicht kann man das Wetter nicht vorherbestimmen.

Andererseits weiß man auf ganz lange Sicht wieder, was man zu erwarten hat: Winter, Frühling, Sommer, Herbst. Das chaotische System erzeugt also auf lange Sicht wieder ein harmonisches.

Wahrscheinlich nur ein Gedankenspiel ;)

ccm...</HTML>
Martin
Re: Diplomarbeit: Chaosteorie und Soziale Arbeit
12. February 2002 21:36
<HTML>Salü Caspar

Dein "Gedankenspiel" ist nicht nur ein "Gedankenspiel"...wenn ich das richtig interpretiere, zeigt es in einem schönen"Bild", dass Muster in chaotischen, unberechenbaren Gegebenheiten zu finden sind! ...Danke!

Ich merke, dass es für mich nicht nur wichtig, sonder auch notwendig wird, die Chaostheorie im "KERN" zu erfassen um die Bezüge zur Sozialarbeit herzustellen die ich mir vorstelle. Dazu brauche ich eine fassbare Ausgangslage seitens der CT.


Also meine Frage;

- Unterliegt die CT als solche; Thesen, Axiomen, Grundsätzen, einem formulierbaren Fundament usw.?

- oder kann die CT als solch so "heruntergebrochen" werden damit sie als Basis für Bezüge aussagekräftig bleibt?

Also,... wenn es auf diese Frage eine Antwort gibt, welche mir möglichst das liefert was ich mir wünsche, bin ich sehr glücklich und danke schon jetzt von Herzen!

mit Grüssen

Martin</HTML>
<HTML>Hallo Martin,


wenn Du die Chaostheorie in ihrem Kern verstehen willst, wirst Du um ein wenig Naturwissenschaft wohl nicht herumkommen... Hier bietet sich als am zugänglichsten die Welt der Fraktale an...

Es gibt ein schönes Lehrvideo über Fraktale, names "Der fraktale Flohmarkt". Darin wird für mathematische Laien erklärt, wie fraktale entstehen können. Fraktale sind zwar nicht mit der Chaostheorie gleichzusetzen, sie zeigen aber ihre grundlegenden Eigenschaften in hübschen Grafiken...

Dann gibt es ein paar Versuche, die interessant sind: Wassertropfen, Doppelpendel zum Beispiel...

Ich hoffe, das hilft wieder weiter :)


Gryße,


ccm :o)</HTML>
Martin
Re: Diplomarbeit: Chaosteorie und Soziale Arbeit
13. February 2002 16:46
<HTML>Hoi Caspar,

...schade, ...es hilft mir leider nur wenig weiter!

Habe immernoch dringlichen Klärungsbedarf über untenstehende Frage;

- Unterliegt die CT als solche; Thesen, Axiomen, einem Regelsatz (vergl. mit den "10 Geboten des Christentums") Grundsätzen, einem formulierbaren Fundament usw.?

Ich kenne "die fünf Dimensionen des Chaos in Thesenform" als Beisp.
These1: "Lernen ist besser als sich auf Gelerntes abstützen. Heilige Kühe leben lassen, aber entweihen! Statt ideologisieren: relativieren" (P.Müri 93) ... und "die 7 Gesichter des Chaos" (Klaus Volker 98)
kennst Du diese auch? ...sind sie für die CT Representativ?

- oder kann die CT als solch so "heruntergebrochen" werden damit sie als Basis für Bezüge aussagekräftig bleibt?

Du siehst, ich bin auf der Suche nach "greifbaren Fackten"

Ich grüsse Dich

Martin</HTML>
<HTML>Hallo Martin,


ich würde die Chaostheorie als zuerst rein empirische Wissenschaft beschreiben. Es werden physikalische, mathematische, chemische, geologische, biologische usw. Phänomene gemessen, statistisch erfasst und ausgewertet. Auf Axiome, das heißt nicht beweisbare Sätze, bin ich nicht gestoßen, aber da mag mir ein professioneller Chaosforscher gern widersprechen.

Die fünf Dimensionen des Chaos in Thesenform kenne ich nicht - woher sind die?

Die Chaostheorie jedenfalls ist herunterbrechbar auf kleine naturwissenschaftliche Versuche, Formeln und so weiter. Diese sind greifbar, da quantifizierbar und danach qualifizierbar...

Ich gryße Dich,


ccm :o)</HTML>
<HTML>Hallo Caspar,
wo kann man dieses Video " der fraktale Flohmark" erhalten -
an wen kann ich mich wenden - es würde mich sehr interessieren

es wäre sehr nett wenn du mir weirerhelfen könntest

liebe Grüße
Christl</HTML>
<HTML>Hallo Christl,


da Du anscheinend in Bayern wohnst, hilft Dir der Tipp, in Berlin einfach in die Bibliothek zu gehen sicher nicht weiter... Ich habe daher noch einmal genau nachgeschaut, wie das besagte Video heißt.

<blockquote>Titel: Der fraktale Flohmarkt : Einführung in die Welt der Fraktale ;
erschienen [Heidelberg] : Spektrum Fachverlag, [ca. 1993]
Kollationsv. 1 Videokass. (30 Min.) + 1 Beiheft (24 S.)
ISBN 3-86025-757-9</blockquote>

<blockquote>Video / Fraktale Flohmarkt - Der / Professor Abraxas demonstriert im Gespräch mit Frau Klar mit Hilfe seiner fraktalen Flöhe auf leicht fassliche Weise die einfachen Rechenregeln der komplexen Zahlen und wichtige Begriffe der Chaostheorie. Auf der untersten Verständnisebene springen und tanzen die Flöhe alles vor: Addition und Multiplikation der komplexen DZahlen, die Bedeutung des Einheitskreises, fraktale Geometrie, Selbstähnlichkeit, Chaos, Attraktor, Julia- und Mandelbrotmengen. Das Verständnis für komplexe Zahlen wird in einem kleinen Begleitheft vertieft und durch Übungsaufgaben erweitert. Somit wird der Einsatz des Videos auch für Schulen interessant. Darüberhinaus findet sich im Begleitheft für diejenigen, die selbst programmieren wollen, eine Tabelle von Real- und Imaginärteil einiger analytischer Funktionen. Am Ende des Videos zeigt Professor Abraxas einige erste Ergebnisse aus dem Forschungsgebiet der vierdimensionalen Fraktale.</blockquote>

Du hast aber sicher Erfolg, wenn Du Dich mit diesen Informationen an die TU München wendest, die dieses Videos offenbar verleiht:

<a @#$%&="http://micro1.fb06.fh-muenchen.de/~labor/videos.htm" target="_blank">http://micro1.fb06.fh-muenchen.de/~labor/videos.htm</a>

Sollte all das nicht klappen, lass es mich wissen, dann denken wir uns eine andere Lösung aus.

Ich gryße Dich!


ccm :o)</HTML>
<HTML>Seit geraumer Zeit schreibe ich an einem Thema (math.) Chaos und Religionen, - dabei muss ich u.a. auch zu sozialen Aspekten Stellung beziehen. Wenn Sie interesse haben, ware ich uber einen Gedankenaustausch erfreut. Mfg Gloeckl Rainer</HTML>
<HTML>Seit geraumer Zeit schreibe ich an einem Thema (math.) Chaos und Religionen, - dabei muss ich u.a. auch zu sozialen Aspekten Stellung beziehen. Wenn Sie interesse haben, ware ich uber einen Gedankenaustausch erfreut. Mfg Gloeckl Rainer</HTML>
Hallo Martin,

ich habe gerade im Netz gestöbert, da habe ich dieses Forum gefunden. Ich studiere auch Soziale Arbeit und finde den Ansatz für deine Diplomarbeit sehr interessant. Hab schon von vielen Diplomarbeitsthemen/-titel in der SA gehört, aber dies ist echt mal was ganz anderes.
Bist Du damals bei diesen Thema geblieben, was ist aus deiner Arbeit geworden? Ich würde mich sehr dafür interessieren - vielleicht kannst Du mir mal schreiben... Was aus deiner Arbeit geworden ist? Und wie Du die Chaostheorie und die Soziale Arbeit verbinden konntest bzw. welche Erkenntnisse Du so gewonnen hast? Wo hast Du eigentlich studiert?

Liebe Grüße
Christian

Hallo,

zu Chaostheorie und SA:


fürs Individuum (Mikro-Sichtweise)

- aus Sichtweise des Konstruktivismus i.V.m. "Flow-theorie" v. Csikszentmihalyi: der Zustand der "psychischen Entropie", als eher belastenden Zustand... dies betrifft den subjektiven, psychischen, nur selbst nachvollziehbaren Bereich der Introspektion, wenn also etwas nicht in Ordnung ist, oder einem eher nicht gefällt (Belastungssituationen - ohne Interventionsmöglichkeiten.... was evtl. sogar dann zur pathologischen Form wird (psychotischer Bereich wie z. B. Stimmen hören, etc.)

für die Gesellschaft als Ganzes (Makro-Sichtweise)

- Systemische Theorien des Konstruktivismus... (vgl. Luhmann etc. der übernimmt aber einfach die aus der Biologie (Zellforschung usw.) entstandenen Begriffe wie z. B. Autopoiese, als Selbsterhaltendes Prinzip... selbstreferenziell usw.) für die Soziologie.... aber such da mal weiter, da gibts vielleicht etwas (Chaos...) zu finden...
Stichwort: Sozialtheorie und Konstruktivismus....
viel Glück!
ralfinger