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Chaostheorie und Determinismus

geschrieben von Cryptan 
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Chaostheorie und Determinismus
12. March 2007 23:35
Moin, Moin!

Muss morgen n Kurzreferat in Ethik halten. Hab mir hier was in mehreren Stunden zusammengesucht und denke, dass das so stimmig ist. Übt kräftig Kritik, dann will ich zufrieden sein!

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Chaostheorie und Determinismus


Was ist die Chaostheorie?
Was verbindet die Chaostheorie mit Ethik?
Praktische Anwendungen der Chaos Theorie

Was ist die Chaostheorie?
Die Chaostheorie ist ein Zweig der Mathematik, der sich mit den Veränderungen nichtlinearer dynamischer Systeme und ihrer prinzipiellen Unvorhersagbarkeit aufgrund minimaler Abweichungen der Anfangsbedingungen befasst.
Die Chaostheorie ist noch nicht sehr alt und erfreut sich seit ihrer Entwicklung ungebrochener Popularität bei Mathematikern und Nichtmathematikern, nicht zuletzt durch die Möglichkeit, viele ihrer Aspekte mit Hilfe von entsprechender Software graphisch darzustellen. Dem Laienpublikum wurde sie vor allem durch Michael Crichtons Roman Jurassic Park bekannt, in dem er die computerisierte Leitung und Verwaltung des Dinosaurierparks als dynamisches System beschrieb, das am Ende ins Chaos kippt.

Beispiele:
Schmetterlingseffekt beim Wetter
Musterbildung durch verschiedene Arten von Erosion
neuronale Netze und damit letztlich auch menschliches Verhalten

Was verbindet die Chaostheorie mit Ethik?
Im Zuge des Postmodernismus blieb es nicht aus, dass auch die Chaostheorie (ähnlich wie die Relativitätstheorie, die Quantenmechanik etc.) eingespannt wurde, um Aussagen über Literatur, Soziologie oder Psychologie zu machen und ihnen den Anstrich exakter Wissenschaftlichkeit zu geben. Man darf hier nicht vergessen, dass die Chaostheorie sich mit deterministischen Systemen beschäftigt. Das heißt, dass die Chaostheorie bezogen auf die Ethik den freien Willen ablehnt. Jedes Handeln ist vorherbestimmt. Allerdings handelt es sich wegen den vielen Einflüssen um ein chaotisches System und folglich ist jenes Handeln nicht vorhersehbar.

Praktische Anwendung
Die große Bedeutung der Chaostheorie liegt darin, da man mit ihrer Hilfe in der Natur völlig irreguläres und extrem schwer vorhersehbares Verhalten erklären kann. Das in dieser Hinsicht am häufigsten angeführte Beispiel ist die Interpretation turbulenter Strömungen als chaotische Bewegung. Hinsichtlich der Luftströmungen in der Atmosphäre kann dies zumindest zum Teil die Probleme der Wettervorhersage erklären.
Konkrete praktische Anwendungen gibt es nicht. Es wird jedoch derzeit stark diskutiert, ob die Verwendung chaotischer Systeme zur Verschlüsselung von Nachrichten sinnvoll ist. Ein chaotisches System erzeugt ein Ausgangssignal, dass von einem zufälligen nicht zu unterscheiden ist. Man kann es im Prinzip benutzen, um Nachrichten in diesem "zufällig" aussehenden Signal zu verbergen. Eine Entschlüsselung ist nur möglich, wenn man das zu Grunde liegende chaotische System kennt.


Quellen:
http://www.etech.fh-hamburg.de
http://www.skeptischeecke.de
http://www.wikipedia.de

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Re: Chaostheorie und Determinismus
13. March 2007 10:22
Hi
> Die Chaostheorie ist ein Zweig der Mathematik ...

Da die mathematischen Modelle sich auch auf Beobachtungen in der Natur stuetzen, wuerde ich nicht nur Mathematik anfuehren, sondern auch Physik. Also eine uebergeordnete Disziplin inclusive anderer Geisteswissenschafen. Bei der Computersimulation wird diskretisiert gerechnet. Ist die Natur diskrkretisiert ? Das weiss man nicht. Also ist Mathematik schon der Schwerpunkt der Theorie.
Da die Quantisierung nicht geklaert ist kann man im Grunde nichteinmal sagen ob die Chaostherie Natur oder Geisteswissenschaft ist.

> Die Chaostheorie ist noch nicht sehr alt
Wuerde ich konkret Poincare, Julia, Mandelbrot, Lorenz angeben

> erfreut sich seit ihrer Entwicklung ungebrochener Popularität bei Mathematikern ...
eher nicht.Schon die Bezeichnung wuerde keiner mehr verwenden, statdessen nichtlineare Systemdynamik. Gewisse Erwartungen wurden nicht erfuellt.
siehe:
[url]http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/437312/[/url]

>
um Aussagen über Literatur, Soziologie oder Psychologie zu machen und ihnen den Anstrich exakter Wissenschaftlichkeit zu geben.
>
Das kannst du so nicht bringen he he.
Literatur, Soziologie oder Psychologie sind anerkannte Wissenschaften.
Keine reine Geisteswissenschaften wie Mathematik,keine reinen Naturwisenschaften.

... um auch hierfuer mathematische Modelle herzuleiten
Das klaenge besser. Hast aber schon recht :-)
Wobei umgekehrt. Beobachtungen aus angefuehrten Bereichen Impulse fuer die
Chaostheorie darstellen. Man denke nur an die Linguistik.
Spracherkennungssysteme. Uebersetzungssysteme.

>
Das heißt, dass die Chaostheorie bezogen auf die Ethik den freien Willen ablehnt.
>
Nein,nein,nein ! Auch die Chaostheorie kann hier keine Aussage treffen. Niemand kann genau beurteilen was der freie Wille sein soll. Albert Einstein meinte eine Emotion. Und das trifft den freien Willen wohl am besten. Wobei Schopenhauer diese Emotion ueber unseren Charakter teilweise als festgelegt ansieht. Unser Handeln ist also unserem Charakter unterworfen.
Man koennte Annehmen, dass nur die Unschaerferelation,der physikalische Zufall einen freien Willen ermoeglicht. Die Chaostheorie behauptet nicht, dass der radioaktive Zerfall eines Atoms ein determinierter Vorgang waere, nur weil sie
diskretisierten determinierten Zufall kennt.
Kenne ich Tueteneis, behaupte ich doch nicht automatisch, dass es kein Eis am Stiel gibt. Und im Gegenteil. Die Nichtdeterminiertheit der Quantenebene wird
durch die Erkenntnisse der Chsostheorie noch unberechenbarer. Die Schroedingergleichungen fuer Mehrkoerpersysteme nur noch simulierbar.
Wie manifestiert sich undetiminierter Zufall der Quantenebene in zufaellige makroskopische Prozesse ? Die Chaostheorie keonnte ein Ansatzpunkt sein.
Das Beispiel Melcoms mit dem Wassertropfen.
Und letztendlich ist der Versuch den freien Willen in der Quantenmechanik zu suchen ein rein mechanistischer.Wenn dein Lehrer sagt: Der freie Wille ist reiner Zufall. Dann sieht er den Menschen als Roboter an. Als Ansammlung von Materie, die aufgrund der Unschaerferelation, Zufall, Entscheidungsfaehig ist.
Der Mensch als rein physikalisches Objekt. Es muss das tun, weil die Physik den Menschen als belebte Materie ablehnt. Das waere Vitalismus.

Der freie Wille ist aber eine Emotion !
Kann weder natur noch geisteswissenschaftlich beurteilt werde. Basta !

Und reale Vorgaenge eine MISCHUNG aus physikalischem, determiniertem Zufall,
sowie unberechenbarem Verhalten von Lebewesen.
Alle drei Faktoren basieren wahrscheinlich auf voellig VERSCHIEDENEN Prinzipien.
Wobei die Chaostheorie den determinierten Zufalluntersucht.
Ansonsten gibt es schon konkrete Anwndungen. Aber man fasst eben nicht mehr unter dem Begriff Chaostheorie zusammen.
ciao
richy



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.07 10:58.
JGC
Re: Chaostheorie und Determinismus
21. March 2007 09:57
Hallo Richy..

In dem Punkt täuschst du dich aber!!

Gerade hab ich bei Quanten.de darauf aufmerksam gemacht dessen Text ich hier nochmals einstelle.
(der Faden dort heisst" Alles neu macht der Mai (neues Forum) " Beitrag 110

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Autor: JGC (---.adsl.alicedsl.de)
Datum: 21-03-07 09:34

hm....(wirklich interessant zu beobachten, wie aufeinander reagiert wird)

Jetzt sag nur einer, Emotionen seien keine physikalischen Kräfte...

Wird nicht fleissig drauf reagiert?

Entscheiden nicht die eigenen inneren Eigenschaften, worauf reagiert wird???



Zum Vergleich:

Entscheiden also nicht die Inneren Eigenschaften der Materie, wie sie auf die Eigenschaften äusserer Materie reagiert?

Und entscheidet nicht das Gravitations-Druckpotential und seine jeweiligen Frequenzmuster, wie die inneren Eigenschaften gestaltet werden?(Die Gravitations-Longitudenfrequenz, die von aussen zugeführt wird, induziert die Longitudenfrequenzen der verschiedenen Kernkräfte,(Resonanzzonen) die erst die inneren Eigenschaften der jeweilig in Erscheinung tretenden Materie formen)


Gravitationsfluss als eine Rechteckspannung?

EM-Fluss als Sinusspannung?

Beschreibung eines "Ein und dem Selben" auf 2 verschiedene Arten und Weisen gleichzeitig?

Hat diese "andere" Art und Weise schon mal in der Physik wirkliches Interesse erregt??

Emotionen sind gravitative Kräfte!(auch wenn sie als "psychologisch" bezeichnet werden)

Jeder fühlt sein Gewicht und seine jeweiligen Veränderungen bei Bewegung.. so sehr, das es einem dabei schlecht werden kann (z.B. das Jahrmarkts-Fahrgeschäft oder auch der Stress und Hektik in Alltag, der uns nicht mehr im Rythmus zu unserer natürlichen Bewegungsfrequenz "schwingen" lässt)

Ich weiss, das gehört vielleicht nicht direkt zum Thema....

Aber alle Theoirien taugen nur so viel wie die Aspekte, die man bei der Erstellung einer Theorie mit berücksichtigt!!!

Und ob jetzt Z. Raumtheorie oder Einsteins Relativitätstheorie, oder Lorensche und Galileis Theorien oder die Stringtheorien betrachtet werden...

Letztendlich werden sie allesamt von der eigenen Voreinstellung, mögliche Zusammenhänge sehen zu wollen oder nicht, entschieden.

Jede Theorie steht und fällt mit ihren eigenen inneren Inkompatiblitäten und ihren Inneren Dissonanzen.


JGC
*************************************************************




Der Wille ist nur eine innere Erwartungshaltung, die durch deine in dir gespeicherten positiven psychischen Ladungen bestimmt werden und diese sind deine elektromagnetischen Ladungen, die wie jede andere Ladung auch, über eine statische Komponente verfügen!

Diese werden durch deine vorhandenen Informationsmuster(dein Wissen) geprägt und deiner (sich daraus ergebenden) möglichen Vernetzungsfähigkeiten untereinander bestimmt(deine Intuition.)

Gefühl und Verstand sind also 2 Werkzeuge deines inneren Ich´s deines Geistes(der Teil, der mit dem Universellen Netzwerk(Gott oder wie auch immer...) in stetigen unbewussten Kontakt steht.

Die Gefühle versuchen all das, was der Verstand in seine einzelnen logischen Bestandteile zerlegt hat, wieder zu einem erlebbaren Ganzen zu fügen, den du dann als Erlebnisfilm gespeichert kriegst.

Diese beiden Prinzipien finden sich in der Mathematik in Form der Algebra und der Mengenlehre wieder..

Diese beiden mathematischen Prinzipien finden also immer gleichzeitig Anwendung!

Die Mengenlehre stellt die jeweiligen "Bedeutungsstärken"(feld- oder Wirkstärken) miteinander in Beziehung, welche durch die Algebra in die entsprechenden geometrischen Positionen zueinander gebracht wurden.

Es ist also unumgänglich, einen Sachverhalt inner von beiden Seiten gleichzeitig zu betrachten da erst die Synthese aus diesen beiden Prinzipien einen "wahrhaftigen" Informationswert darstellen, mit dem man verlässlich rechnen kann!

Die Determinierung ist also eine Seite und das Chaos die andere...

Unsere Existenz findet also genau dazwischen statt!!(bis auf die Ausnahmen, deren Leben in ihre extremste Form getreten ist, aber die laufen meist eh nicht frei rum oder leben nicht lange genug, das du sie jemals kennenlernst)

Gruß..............JGC
Re: Chaostheorie und Determinismus
21. March 2007 17:47
Hi JGC

> In dem Punkt täuschst du dich aber !!
In welchem konkret ?
Laesst man deine Phantasien
> Gravitations-Longitudenfrequenz,...
> Gravitationsfluss als eine Rechteckspannung ? ...
> EM-Fluss als Sinusspannung ? ...
mal beiseite kommst du abgesehen von Details doch zum selben Ergebnis.

Wobei ich hier nur darauf eingegangen bin, um Cryptan vor dem Fehlschluss zu warnen, dass die Existenz des determinierten Zufalls einen echten undeterminierten Zufall ausschliesst. Das ist keine Spekulation, sondern auch Lehrmeinung.

Wie denn nun die wahren Zusammenhaenge sind, insbesondres zwischen Zufall und freiem Willen. Das kann keine wissenschaftliche Disziplin eindeutig erklaeren.

> Jetzt sag nur einer, Emotionen seien keine physikalischen Kräfte...

Du weisst, dass es kein physikalisches Messgeraet gibt, um diese direkt zu messen.
Du kannst deren Auswirkung in der physikalischen Welt natuerlich messen.
Die Frage ob abstrakten Dingen eine physikalische Realitaet zukommt, wollte aber
selbst Goedel nicht mit Bestimmtheit beantworten. Obwohl er der Meinung war, dass eine natuerliche Zahl eine physikalische Existenz besitz.
"Guten Tag, ich bin die Zahl zwei :-)"
Und die Frage macht auch erst dann einen Sinn, wenn ich definiere was ich denn als physikalische Welt betrachte. Dazu benoetige ich aber ein Modell, dass ueberhaupt mehr umfasst als unsere physikalische Raum/Zeit Welt.
Mit Heim steht ein solches Modell zur Verfuegung, man kann aber auch einfach einen abstrakten Hintergrundraum postulieren. Dass ein solcher existiert duerfte wohl ausser Frage stehen, auch dass ich ihn physikalisch nicht messen kann. Daher wuerde ich ihn auch nicht als physiklaisch bezeichnen.
Das ist ueberhaupt dein Fehler. Du versuchst alles in ein physikalisches Weltbild zu pressen, auch abstrakte Begriffe, die physikalisch gar nicht messbar sind.
Bist damit nicht sehr weit entfernt von einer Vorstellung der Welt als Uhrwerk.
Und die ist aus dem 19 Jhdrt.
Nach Heims Modell sind gewisse Dinge aber viel differenzierter zu betrachten.
Im Falle des Zufalls, freien Willens waeren dies mindestens:

- determinierter Zufall der Chaostheorie
- echter Zufall (Unschaerferelation, physikalisch )
- zufaelliges Verhalten (aus Bewusstseinsvorgaengen, unphysikalische Ursache !)
- Kombination dieser Moeglichkeiten

Vom zufaelligen Verhalten zu behaupten, dass dieses auch lediglich in der Unschaerferelation begruendet liegt, Freier Wille=Reiner Zufall, halte ich fuer einen unbegruendeten naiven Trugschluss.
Sicherlich gibt es einen Zusammenhang, aber letztendlich spielen hier weitere Faktoren wie Komlexitaet eine Rolle.
Vielleicht liest du auch das mal:
http://www.science-explorer.de/reports/morphogenese.htm
Im Moment bleibt uns hier aber nur Spekulation.
Nach Heim waeren diese morphischen Felder gar keine neue physikalische Feldform, sondern Information die in der Unschaerferelation kodiert ist.
Und nur unter gegebenen physikalischen Umstaenden (genetische Information)sich auch schliesslich physikalisch manifestieren kann. Das morphische Feld waere also die Wahrscheinlickeitswelle + spezielle Randbedingungen.
Das ist aber nur meine momentane persoenliche Meinung.
ciao
JGC
Re: Chaostheorie und Determinismus
24. March 2007 14:04
Hi Richy...


Ich denke, du hast da schon recht, ich will das jetzt auch nicht so verbissen sehen..

Ih hab halt so geschrieben, wie es aus meinem Momentbewusstsein so entsprang..

Es gibt sicherlich noch Parameter, die wir gar nicht erkennen können, weil sie unserem Verstand einfach nict erschliessbar sind.

Doch bei den Emotionen bin ich mir eigentlich sicher...

mach einfach mal einen Test...

Wenn du einem Freund oder einer Person begegnest, die du lange nicht mehr gesehen hast und sie mal richtig umarmst...

Du wirst ganz schnell merken, wie sich dein eigenes Empfinden plötzlich schlagartig verändert, einfach weil du durch diesen Vorgang des "Umarmens" ein Ladungsaustausch stattgefunden hat Deine Gefühle tauschen sich mit den Gefühlen der entsprechenden Person aus.

Und zumindest ich selber kann sagen, das diese Emotionen wie bei den Quarks in der Physik, sozusagen farblichen Ladungen mit jeweiligen Vorzeichen entsprechen und nach ähnlichen Kriterien ihr jeweiliges Verhalten zeigen.

Du weisst, was sich liebt das bindet sich...

Warum sollte die unbelebte Materie anderen Ggesetzmässigkeiten folgen wie die belebte??

Die Belebte Materie ist doch nur eine logische Fortsetzung der unbelebten Welt, also fusst sie doch auch auf den selben Prinzipien... Auch wenn sie uns gegenüber manches mal rätzelhaft erscheinen.


JGC