chaotisches herz
14. June 2003 13:20
hey leute!!
wir haben im seminarkurs das thema "chaotisches herz" (herzkammerflimmern,...). leider fehlt mir der bezug der krankheit zum chaos. kann mir jemand helfen???
danke schomal!!!
greez
andY
richy
Re: chaotisches herz
19. June 2003 04:48
hi
Oh manno traut sich schon wieder niemand ?
Also der Bezug ist ganz einfach. Normal macht so ein Herz mehr oder weniger genau bumm bumm. Der Herzschlag ist also ein recht
deteminierter Prozess. Etwas ungewoehnlich vielleicht, dass der betrachtete Parameter die Zeit also Frequenz ist. Herzkammernflimmer iss nicht gut. Ein chaotischer Prozess. Der Bezug zur chaostheory liegt darin, dass man festgestellt hat, dass vor diesem Flimmern die Pulsfrequenz sich verdoppelt. Daher die Vermutung, dass dieses Flimmern ueber Periodenverdopplung eingeleitet wird. Am Feigenbaumdiagramm kann man sich das Veranschaulichen. Y(k) waere dann wie gesagt etwas ungewoehnlich die Herzfrequenz ? Nicht so ganz einfach. Vielleicht sollte man besser von Zyklen reden . Der normale Herzschlag ein 2 er Zyklus.
Der Weg ins Chaos fuehr dann zunaechst ueber einen 4 er Zyklus
Periodenverdolung von links nach rechts durchs Feigenbaum diagramm.
So ist das in etwa.
ciao
richy
Also soweit ich mich an meine Chaoslektüre erinnere, ist auch ein "normaler" Herzschlag chaotisch - es gibt keinen regelmäßigen Herzschlag...
Re: chaotisches herz
20. June 2003 08:58
hallo, liebe freunde, besonders richy, also ich trau mich doch-
gebt bitte mal ein : heart rate --
dann kommen die antworten
tschüß , viel spaß
Re: chaotisches herz
20. June 2003 08:58
hallo, liebe freunde, besonders richy, also ich trau mich doch-
gebt bitte mal ein : heart rate --
dann kommen die antworten
tschüß , viel spaß

Quelle: Sueddeutsche Zeitung 06.07.1999
"Das Gesetz im Chaos"

[quote]
Marcel Ausloos sieht nicht aus wie jemand, der an der Börse reich geworden ist: Der theoretische Physiker von der Universität Lüttich trägt am liebsten alte Pullis und ausgetretene Turnschuhe. Trotzdem weiß Ausloos Dinge, um die ihn jeder Börsenprofi beneiden würde - behauptet er. "Ja, natürlich", antwortet der Forscher auf die Frage, ob er den letzten Börsencrash vorhergesehen habe. Die Kollegen von Ausloos auf dem Heraeus-Workshop über Gemeinsamkeiten in komplexen Systemen im hessischen Rauischholzhausen waren belustigt, aber nicht allzu erstaunt. Einige von ihnen glauben, daß sie das auch können. Andere spekulieren lieber über langfristige Wettervorhersagen. Oder darüber, wie man das Risiko für einen Infarkt aus dem Herzschlag eines Menschen ablesen kann.

Solche Vorhersagen galten seit Anfang der Sechziger Jahre eigentlich als unmöglich. Damals entdeckte der amerikanische Meteorologe Edward Lorenz bei einer Wettersimulation am Computer, daß das Ergebnis sehr stark von den Anfangsbedingungen abhängt. Lorenz fand dafür das Bild vom Schmetterling, der mit den Flügeln schlägt und so einen Orkan verursacht. Die Chaostheorie war geboren. Eine ihrer Hauptaussagen: Wenn ein System von vielen Faktoren auf komplizierte Weise beeinflußt wird, läßt sich seine Zukunft nicht mehr berechnen.

Inzwischen sind viele Wissenschaftler wieder optimistischer: "Wir haben in den letzten Jahren in vielen komplexen Phänomenen Gesetzmäßigkeiten entdeckt", sagt der theoretische Physiker Armin Bunde von der Universität Gießen. Bundes Gruppe erregte letztes Jahr Aufsehen, als die Wissenschaftler das Auf und Ab der Temperatur an verschiedenen Wetterstationen analysierten. Das Ergebnis: Das Wetter hat geradezu ein Elefanten-Gedächtnis. Wenn es heute warm ist, steigt nicht nur die Chance, morgen Badewetter zu bekommen. Auch ein warmer Tag in einem Monat oder in zehn Jahren wird um einen kleinen Prozentsatz wahrscheinlicher (SZ, 28.7.98). Warum das Wetter so beharrlich ist, können die Forscher bislang nur vermuten: "Wahrscheinlich spielt die Kopplung der Atmosphäre an den Ozean eine Rolle", spekuliert Bunde. "Der verändert seine Temperatur nur langsam". Die trägen Meere könnten das launische Wetter stabilisieren. Die Erklärung wird auch durch Rechnungen von Klimaforschern gestützt. So simulierte Jagadish Shukla von der George Mason Universität in Fairfax die Wind- und Regenverhältnisse in den Tropen. Dabei begann er seine Simulationen mit völlig verschiedenen Wetterwerten. Trotzdem glichen sich die Szenarien binnen einiger Tage an, sofern die Temperatur der Meeresoberfläche gleich war. Große Ursache, kleine Wirkung - ein umgekehrter Schmetterlingseffekt. "Es sollte möglich sein, die tropische Zirkulation und die Regenmenge solange vorherzusagen, wie man die Temperatur des Ozeans vorhersagen kann", folgert der Wissenschaftler (Science, Bd. 282, S.728, 1998). Also zumindest über einige Monate.

Gesetzmäßigkeiten suchen Forscher auch an der Börse. Zwar gelten die täglichen Zitterbewegungen der Aktienkurse immer noch als unberechenbar. Wissenschaftler vergleichen sie gern mit dem Gezappel von Teilchen in einer turbulenten Flüssigkeit. "Es gibt aber deutliche Verbindungen zwischen einzelnen Aktien", sagt Rosario Mantegna. Der italienische Physiker von der Universität Palermo hat die Schwankungen verschiedener Werte an der New Yorker Börse verglichen. "Man kann die Aktien zu Gruppen bündeln, deren Kurse sich ähnlich bewegen", berichtet der Physiker. Ölfirmen zum Beispiel hätten ähnliche Kursverläufe. Sein Lieblingsbeispiel belegt Mantegna anhand einer Folie: Darauf sind die Werte von Coca-Cola und des Waschmittelherstellers Procter & Gamblezu sehen, wie sie über Monate synchron hin- und herschwankten. "Geld verdienen kann man mit der Erkenntnis leider nicht", klagt der Italiener. Zwar verliefe bei manchen Aktien das Auf- und Ab parallel, "man weiß aber nie, ob sie gemeinsam steigen oder fallen".

Ein weiteres Merkmal von Börsenkursen ist der Wechsel zwischen ruhigen und turbulenten Phasen. Ähnliche Übergänge gibt es auch in der Natur, zum Beispiel bei der Strömung in Flüssen. Dort erklärt man das Phänomen aus der komplizierten Wechselwirkung von Milliarden von Molekülen. Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Lux von der Universität Bonn hat kürzlich ein analoges Modell für die Börse entwickelt (Nature, Bd. 397, S. 498, 1999). Er erklärt den Übergang aus dem Zusammenspiel der Käufer. Lux unterteilt sie in zwei Gruppen: Gruppe eins bilden die "Fundamentalisten" - eine ebenso rationale wie träge Spezies. Sie stellen ihr Aktienpaket nach Unternehmensdaten zusammen. Gruppe zwei sind die "Noise-Traders": nervöse Individuen, die auf den schnellen Gewinn spekulieren, auf jedes Gerücht reagieren und zum Herdentrieb neigen. Waren etwa die Noise-Traders eine Zeitlang erfolgreicher als ihre Mitspieler, könnten die Fundamentalisten wankelmütig werden und ihre Taktik ändern. Je mehr Käufer aber kurzfristig agieren, desto turbulenter geht es an der Börse zu.
[/quote]


Quelle: Wissenschaft Online
"Besser schlafen dank Chaostheorie [14.09.2000]"
[quote]
Es kommt selten vor, dass medizinische Erkenntnisse in einer physikalischen Fachzeitschrift veröffentlicht werden, aber die Ergebnisse von einem Team Marburger und Gießener Forscher könnten die Schlafforschung bedeutend vereinfachen. Eine Aufzeichnung allein der Herzströme - das EKG - reicht demnach aus, um die Traumphasen vom übrigen Schlaf abzugrenzen. Bisher mussten Wissenschaftler zu diesem Zweck in speziellen Schlaflabors einen immensen diagnostischen Aufwand treiben. Zur Analyse verwenden die Autoren Methoden aus der nichtlinearen Dynamik, die populär als Chaostheorie bekannt geworden ist.
Aus der Medizin ist schon lange bekannt, dass das Herz nicht wie ein Metronom völlig gleichmäßig schlägt. Gerade ein gesundes Herz zeichnet sich durch eine leicht "chaotische" Abfolge der Herzschläge aus. Der Abstand zwischen zwei Schlägen hängt dabei in komplizierter Weise davon ab, wann zuvor das Herz zum letzten Mal geschlagen hat. Das führt zu dem Phänomen, dass ein langreichweitiges "Gedächtnis" den Herzschlag bestimmt, das sich durch ein Potenzgesetz beschreiben lässt und - so die bisherige Meinung - Tag und Nacht gleichermaßen wirkt. Das "Chaos" im Herzschlag ist allerdings durch ein einigermaßen regelmäßiges Grundmuster und eine schwache kurzfristige Prägung von der Atmung begrenzt.

Der Nachtschlaf besteht aus Zyklen von jeweils ein bis zwei Stunden Dauer. Jeder Zyklus beginnt mit einer Phase leichten Schlafs, gefolgt von Tiefschlaf und einer so genannten REM-Phase. Die Abkürzung steht für rapid eye movement und weist auf die heftigen Augenbewegungen hin, die beim Träumen entstehen. Tiefschlaf scheint für die körperliche Erholung nötig zu sein, während REM-Schlaf den Geist regeneriert. Im Marburger Schlaflabor wird intensiv das Krankheitsbild der Schlafapnoe untersucht, bei dem es nachts zu lang andauernden Atemstillständen kommt. Die Forschungsarbeit wurde in der Hoffnung begonnen, im EKG Unterschiede zwischen Apnoikern und Gesunden zu finden, so wie man auch Menschen mit Herzkrankheiten anhand ihres Herzrhythmus von Gesunden unterscheiden kann. An der Untersuchung waren neben Thomas Penzel und Jörg-Hermann Peter vom Schlafmedizinischen Labor auch Karlheinz Voigt vom Institut für Normale und Pathologische Physiologie der Universität Marburg, Armin Bunde und Jan W. Kantelhardt vom Institut für Theoretische Physik der Universität Gießen und Shlomo Havlin von der Bar-Ilan Universität in Ramat-Gan, Israel, beteiligt.

Tatsächlich ergaben sich hier keine Unterschiede, dafür aber ein völlig unerwartetes und sehr interessantes Ergebnis, das im Widerspruch zur Lehrbuchmeinung steht: Nur während der REM-Phasen bestimmt das langreichweitige "Gedächtnis" den Herzschlag, das sich mit einem Potenzgesetz beschreiben lässt und das auch die Wachphasen charakterisiert. Während der übrigen Schlafphasen folgt der Herzschlag einem eher "zufälligen" Rhythmus, wenn man einmal von einer kurzfristigen Prägung durch die Atmung absieht. Die Forschungsergebnisse wurden zur Veröffentlichung in einer der kommenden Ausgaben der Physical Review Letters angenommen.

Die 24-Stunden-Registrierung eines EKGs ist in der Medizin eine wohl etablierte Technik. Mit diesen Ergebnissen müsste es möglich sein, ein Gerät zu bauen, das nur anhand des EKGs REM- und Nicht-REM-Phasen voneinander unterscheidet. Bisher musste dazu in einem Schlaflabor ein erheblicher diagnostischer Aufwand getrieben werden. Wenn sich das EKG auch nicht zur Diagnose von Schlafapnoe eignet, so zeichnen sich doch andere viel versprechende Anwendungen ab: So könnte zum Beispiel ein Anästhesist mit Hilfe des EKGs die Ein- und Ausleitung einer Narkose überwachen. Umgekehrt kann man im EKG mit der neuen Methode auch deutlich erkennen, wann sich der Schläfer hin- und herwälzt. So ließe sich ein Maß dafür gewinnen, wie unruhig der Schlaf war.
[quote]
Re: chaotisches herz
23. June 2003 12:31
thX für die Antworten :o)
Wir haben die Seminararbeit heute abgegeben, mal schauen was es wird.

greez andY
Re: chaotisches herz
29. April 2008 20:18
Ich persönlich leide sowohl an Herzkammerflimmern als auch an Epilepsie.

Beides lebensbedrohlich.

Wenn einer Striche auf's Papier malt, sind diese dann geordnet oder chaotisch ?

Ich weiß es nicht.

Die Ärzte sind ratlos.

Es wird von Frauen ausgelöst.
Re: chaotisches herz
10. November 2008 09:27
andY schrieb:
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> hey leute!!
> wir haben im seminarkurs das thema "chaotisches
> herz" (herzkammerflimmern,...). leider fehlt mir
> der bezug der krankheit zum chaos. kann mir jemand
> helfen???
> danke schomal!!!
> greez
> andY


In dem Seminar saßen wohl nur 20 - jährige, nicht 60 - jährige ??!!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.11.08 09:28.
Re: chaotisches herz
10. November 2008 17:07
Tja von 2003 ist der Thread
Die Spam Roboter kramen in jeder Ecke.
Da war das Forum hier noch richtig super. *seufz
Re: chaotisches herz
10. November 2008 20:13
Hallo richy,

schön, dass Du Dich noch an damals erinnerst.

Ich komme auch nur noch aus Nostalgie hierher - und weil es im Rest des Webs auch nicht besser aussieht.

Was sind Spam-Roboter - und warum machen die das?

Grüße

Grägar
Re: chaotisches herz
12. November 2008 06:42
Hi Gregor
ccm hat es wohl versaeumt bei der Anmeldung zum Beispiel einen in einer Grafik erzeugten, nur fuer den Menschen lesbaren Zahlenschluessel einzubauen.
Damit steht diesen Spamrobotern Tuer und Tor offen, denn sie koennen sich hier daher automatisiert anmelden.
Und haben dieses Forum wie man sieht im Prinzip lahmgelegt :-( Sehr schade.

Spam Roboter sind Programme die auf irgendeinem Rechner laufen und das www nach Foren oder auch Gaetebuechern absuchen. Dort setzen sie dann irgendeinen passenden Zufallstext. Das ganze hat lediglich einen Sinn. Dass man auf den Link den sie angeben klickt. Wahrscheinlich ist da irgendeine Schrott Seite dahinter, die einen Virus absetzt. Oder es soll einfach der Traffic der Seite erhoeht werden.
Das sind also keine echten User, sondern Programme.

Ich bin groesstenteils in diesem Forum jetzt unterwegs :
http://www.quanten.de/forum/
Da kann man auch ueber Gott und die Welt plaudern. Und wie ueberall gibt es einige Spezialisten aber auch jede Menge Chaoten.

ciao
richy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.11.08 06:44.
Re: chaotisches herz
12. November 2008 09:46
richy,

wann ist der spam erstmals aufgetaucht ? - das ist doch systematisches Mobbing !

++++++++++++


Ich kenne viele andere Gruppen - das sind E-MAIL-SAMMLER ! ( traurig....... ich

schrieb schon in www.philosophie-raum.de viele Beiträge zu meinem Thema :

" Die Erfindung des Asozialismus " - das geht alles von meinem Gymnasium und von Siemens aus.

Mich mobbt sogar der von Pierer im Fernsehen persönlich !!!!

Ehre wem Ehre gebührt ??!! )