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Die Weltenformel

geschrieben von Tom 
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Re: Die Weltenformel
05. September 2003 22:39
hallo, männers, nun muß ich doch noch meinen senf dazugeben;
gratuliere zu euren neuen erkenntnissen,dies ist genau diese diskussion
die ich wollte;
bitte entschuldigt meine längere abwesenheit, aber ich hatte 25 wanzen!!
nun habe ich ein neues schwedisches abwehrsystem installiert,
es ist eine absolute schweinerei .. mir könnte der arsch platzen..
so was macht man nicht.. ich befürchte ich hab mir dies bei den amis eingefangen , bei ``pisum genetics ``.. aber jetzt ist wieder alles gut.
aber dies ist auch ein beitrag zur weltenformel, ebenso die globalisierungs
gegner,.-befürworter physiker, chemiker, mathematiker philosophen....
-das bildungsniveau wächst, die erinnerungen an alte märchen ebenso wie die erfindung neuer varianten, es gibt sicherlich tolle theorien die nie bekannt werden, es gibt abteilungen im vatikan und auch im hradschin
wo sich bücher und schriften befinden welche nie gelesen werden dürfen!!
heute noch, also man läßt uns nur eine gewisse bildung zu ..
dies mal bloß am rande zur kenntnisnahme , tschüß hb.
Re: Die Weltenformel
06. September 2003 05:27
Hallo Heinz

Das mit den Wanzen ist natuerlich aergerlich. Aber solange das keine elektronischen sind gehts ja noch :-) Aha also endlich doch mal eine Ebene auf der wir uns einigen koennen.

Also wenn der Pasic Holp Anhaenger in der RTM Werbesendung fuer 99 EUR zum x.ten Mal verkauft wird, denke ich auch, hey warum machste das nicht auch. Bau den Piezo aus alten Einwegfeuerzeugen aus, und mach ein nettes Schnuerchen drum. So was nenn ich recycling :-)
Aber auf der anderen Seite lehne ich so Grenzwissenschaft eben auch nicht kategorisch ab. Da muss es doch noch irgendwas geben...

Was Du erwaehnst. So Schriften im Vatikan oder sonst wo, davon
habe ich auch schon gehoert. Da diese aber wohl kaum jemand zugaenglich sind, kann man natuerlich schlecht beurteilen um was es sich da handelt. Vielleicht auch nur unbezahlte Rechnungen vom Papst :-)
Ok aber so was gibts sicherlich. Die Menschheit denkt ja nicht erst seit gestern.

********************************************************
NOCHMAL DER GROSSE BURKHARDINI :-)
BTW:
Alle Infos zu diesem habe ich bisher nur aus dem www.
D.H. im PM - interessanten Magazin hehe :-) gabs auch mal was ueber ihn.
Ne Kritik habe ich bisher noch nie gefunden. Ok gabs bei gefaelschter
Mondlandung anfangs auch nicht. Ich kann also auch voellig daneben
liegen. Dann hab ich mich blamiert.

http://www.rodiehr.de/aa_heim_droescher_ludwig.htm

So wie ich das, auch aus der Biographie sehe, hat Heim nicht irgendwie
nach der Theorie fuer Grenzwissenschaften gesucht. Sondern erstmal
versucht Einstein und Quantenmechanik unter einen Hut zu bringen.
So ne Matrix aus Tensoren/Dyaden scheint mir dabei nichts ungewoehnliches. Sorry bin kein Mathematiker oder Physiker. Aber die anzahl notwendiger Dimensionen ergibts sich da anscheinend immer aus einem mathematischen Ansatz. Erst dann hat er versucht nachtraeglich dem ganzen eine physikalische Bedeutung zu geben. Wobei ich bei diesem organisatorischen Raum S2 in etwa noch folgen kann.
Und wohl wieder erst spaeter hat er dann I2 und G4 versucht eine physikalische , in dem Fall eher grenzwissenschftliche Bedeutung zu geben. ( Diese Ebenen verstehe ich auch nicht ) Aber wie gesagt nicht herbeigezaubert sondern aus mathematischer Notwendigkeit.

Behalte mir mal vor den Artikel hier vielleicht noch bischen zu straffen.
ciao
bzw guten Morgen
richy



Nachricht bearbeitet (07.09.03 04:18)
Re: Die Weltenformel
15. September 2003 22:26
Hi

Ich plane zur Zeit so eine Art "praktisches Starterkit zur Chaostheorie"
auf meiner Homepage. Denn Chaostheorie ohne Rechnerexperimente
scheint mir nicht sonderlich sinnvoll. Wenn ich die Anfragen bezueglich
Facharbeit hier lese ... so was fehlt im Netz anscheinend noch ?
Aha an den Schulen verkauft Texas Instruments noch fleissig seine
Taschenrechner :-) ...

Ich dachte da an folgendes :

Ein Programmierset mit dem auch mit Anfaengerkenntnissen
Rechnerexperimente zur Chaostheorie durchgefuehrt werden koennen.
Das ganze natuerlich kostenlos und so einfach wie moeglich !
Daher auch mit Programm-Vorlagen fuer graphische Ausgabe und so.
Ich denke JAVA applets waeren da optimal. Die koennte man dann auch gleich unproblematisch ins Netz stellen. Den "Compiler" fuer JAVA gibts
ja kostenlos. Das JDK (Java Developper Kit) von SUN.
Das ganze so konzipiert und mit Links versehen, dass man Schritt fuer Schritt sein Java Starter Chaos Kit auf dem Compi erstellen kann.

Fuer analytische Fragen dann spaeter Maple.
Ich werde das mal die naechsten Wochen angehen. Waere nett wenn ihr mich dabei, z.B. mit testen, unterstuetzen koenntet :-)

ciao
richy



Nachricht bearbeitet (18.09.03 16:11)
einstein
Re: Die Weltenformel
18. December 2003 18:15
buchtipp: friedrich dürrenmatt, die physiker
Re: Die Weltenformel
02. January 2004 19:52
Ich denke du hast mit deinem Beitrag vollkommen Recht, aber ich bezweifle nach wie vor, dass es eine derartige Formel geben wird oder sogar schon gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einfach alles damit erklärt werden kann, so wie du sagst die Religion und das Universum. Das sind doch beides völlig verschiedene Dinge und ich denke auch nich, dass das Denken der Menschen nach wie vor das Weltbild und das Handeln der Menschen bestimmt. Die Entstahung der Welt war ein Zufall genauso wie die Entstahung der Menschen. Wie sollte denn so eine Formel aussehen? Darin müsste alles enthalten sein. Soe wie du sagst von der Religion bis zum Universum und den Menschen.

Re: Die Weltenformel
03. January 2004 02:56




Nachricht bearbeitet (03.01.04 11:55)
Re: Die Weltenformel
03. January 2004 11:54
Hallo unwichtig

> Wie sollte denn so eine Formel aussehen ?

Die Bezeichnung Weltformel oder Theory Of Everything ist vielleicht etwas irrefuehrend.Gemeint ist damit eine Theorie, die die Allgemeine Relativitaetstheory ART und Quantenmechanik miteinander verbindet.
So eine Weltenformel wuerde daher wohl wie die Gleichungen der ART aussehen.
Also ein partielles Differentialgleichungssystem, wobei die raeumlichen Differentialoperatoren tensorieller Natur sind. ( Vielleicht weiss das hier auch jemand besser )
Solch ein mathematisches Modell wuerde nicht beschreiben wie Hans Mueller gerade am Mittagstisch bei Schnitzel mit Pommes sitzt, aber diesen Hans Mueller implizit als Loesungsmoeglichkeit fuer gewisse Anfangsbedingungen enthalten.

Fuer die Elektrotechnik existiert solch eine kleine Weltformel zum Beispiel schon lange. Die Maxwellgleichungen stellen ein partielles DGL System dar, anhand dessen (plus Lorenztransformation) alle elektromagnetischen Vorgaenge beschrieben werden koennen. Ich schreibe die Gleichungen mal an, damit Du siehst, dass so ein "alles enthaltendes" System nicht unbedingt sonderlich kompliziert aussehen muss:

rot H=j+D', rot E=- B', div D=n, div B=0,
D=e*E , B=u*H, J=k*E

rot und div sind raeumliche Differentialoperatoren., die man sich aber auch anschaulich erklaeren kann.

div= (d/dx1+d/dx2+d/dx3)
rot ist zu kompliziert zum Anschreiben hier :-)
H,B,E,D,J sind elektrtische vektorielle Feldgroessen

rot H bedeutet z.B. Die Wirbelursache eines magnetischen Feldes ...
und die ist nach Maxwell gleich der Flaechenstromdichte j
(plus zeitliche Aenderung der elektr. Verschiebungsdichte)
Oder wie es jeder kennt:
Fliesst durch einen Draht ein Strom, entsteht um diesen in "ringfoermiges" Magnetfeld ...

Das nur mal als Beispiel, wie so eine Weltformel aussehen koennte.
Hans Meier wird sie wahrscheinlich nicht interpretieren koennen :-)
BTW: Die Weltformel muesste auch die Maxwellgleichungen enthalten, die momentan axomatisch eingefuehrt werden muessen.
Aus der ART folgen die Maxwellgleichungen jedenfalls nicht. Naja wie solls beim grossen Burkhardini auch anders sein :-). Aus seiner Theorie koennen natuerlich auch die Maxwellgleichungen hergeleitet werden.
@all
wie sieht es damit eigentlich bei der Superstringtheorie aus ?

BTW: Den Aspekt, dass eine Weltformel sich ja selbst enthalten muesste fand ich immer sehr interessant. Dies wuerde wohl irgendwie zu einem Wiederspruch fuehren. Ich sehe das jetzt aber anders. Zuerst liefert so eine Weltformel Modellgleichungen. Erst bei der Loesung oder Simulation dieser Gleichungen wuerde sich dieser Wiederspruch in Form von einem fraktalem evtl. chaotischen Verhalten aussern.
Daraus kann man noch etwas interessantes ableiten:

AHA, jetzt liefern wir Chaostheoretiker endlich auch mal nen Beitrag zur TOE :-)
Da die TOE sich selbst enthalten muss, ist bei der Simulation der Gleichungen der TOE chaotisches Verhalten zu erwarten !
=>
Die Gleichungen muessen nichtlinear sein !
Die Gleichungen muessen diskretisiert sein !
*gaehn, jepp die von Burkhard Heim sind diskret. (Metronenrechnung)


ciao
richy



Nachricht bearbeitet (06.01.04 20:37)
Andre_
Re: Die Weltenformel
06. January 2004 16:31
Hallo Richy, ... freues neues Jahr erst einmal

Meine Meinung zu einer Weltformel hat sich Grundlegend geändert, da es sich um mathematischen mystizismus handelt - ich gebe zu, diesem früher selbst einmal nachgegangen zu sein.

Man sollte sich ersteinmal vor Augen führen, was die meisten eigentlich unter einer Weltformel verstehen, sie verstehen darunter nämlich nicht einfach nur ein Modell, welches die Natur nachäfft, sondern sie verstehen darunter einer Formel, nach der sich die Natur richtet, ein Formel, nach der die Welt funktioniert. Die Natur gehorcht also diesen unveränderlichen ewigen Gesetzen. Dazu muss man noch erwähnen, das es diese Formel dann auch schon vor dem Universum gegeben haben muss, wenn sie von Anfang an galt.

Eine Weltformel in dieser Art setzt ewige Wahrheiten voraus und etwas absolutes, die Welt wäre dann einfach.


Zitat: "Aus seiner Theorie koennen natuerlich auch die Maxwellgleichungen hergeleitet werden.
@all
wie sieht es damit eigentlich bei der Superstringtheorie aus ?"

Die Stringtheorie ist ja noch immer fein in Entwicklung, dazu gleich mehr. Also, die Maxwellgleichungen leiten sich aus der Stringtheorie ab, ebenso wie die ART.

Das derzeitige Problem ist (ich sehe es gar nicht als Problem, aber die Mystiker), das sie nicht nur eine Universum beschreibt, sondern eine quasie unendliche Anzahl von Universen.
Und das finde ich nur logisch, da ein TOE ja gar nicht sagen soll, was es gibt. Sie soll nicht bestimmen, was von all den Möglichkeiten Wirklichkeit ist.
Was Wirklichkeit wird, bestimmen Mechanismen der Selbstorganisation und Selbststrukturierung. Die Welt entwickelt sich und zieht sich von allein in die Realität.
Würde die Weltformel sagen, was es gibt und was nicht, dann wäre sie ewig wahr und hätte bereits vor dem Universum existiert. Das würde aber bedeuten, das es einen Beobachter außerhalb der Welt geben müsste und das kann nur Gott sein.

Dann zur Entwicklung der Stringtheorie. So wie es aussieht, wird sie abermals umformuliert. Also, es gab meines Wissens min 5 Teams, dann an unterschiedlichen Versionen gearbeitet haben, bis sich plötzlich herausgestellt hat, das diese 5 Theorien sich gemeinsam zu einer neuen Verbinden, sie gehören tatsächlich zusammen.
Die neue heißt M-Theorie.
Aber die Entwicklung geht weiter. Durch die ART wissen wir, das Raum und Zeit Ausdruck von Relationen sind. Deswegen muss die String/M-Theorie schon vor Raum und Zeit ansetzen. Raum und Zeit müssen sich erst aus den Relationen ergeben, sie sind nichts fundamentales und der relative Charakter legt dies auch nahe.
Voraussetzung für Raum und Zeit wie wir sie kennen, ist ein komplexe Welt die sich selbst Organisiert.
Ich werfe einfach mal ein: Die Welt könnte ein Netzwerk aus Relationen sein.
Ich schreibe ganz bewusst könnte, das Könnte kann man so ganz nebenbei vor eigentlich jede Aussage stellen, da es keine absoluten und ewigen Wahrheiten gibt und geben kann, außer man glaubt an Gott.


Mal zwei Zitate der Inhalt ein Problem vor Augen führt.

Zitat 1:

Die alte Metaphysik hatte uns eine Falle gestellt: Nur das wirklich Existierende – das wahre Sein – existiert ewig, während es sich bei den Dingen, die nur in der Zeit existieren, um Erscheinungen handelt, flüchtige Abbilder des wirklich Wirklichen.
Wenn wir darauf bestehen, dass Existenz eine in der Zeit begrenzte Existenz bedeutet, dann können wir diese Falle umgehen. Da Existenz auch Zeit erfordert, gibt es weder eine Notwendigkeit noch einen Platz für das wahre Sein, d.h. für die absolute und transzendente platonische Welt. Das, was existiert, ist das, was wir in dieser Welt vorfinden. Und alles Existierende ist durch die Zeit begrenzt, denn damit etwas existiert, muss es durch Prozesse erzeugt worden sein. Und diese Prozesse agieren in der Zeit und erschaffen Neuartiges aus bereits Existierendem. (Smolin 97)

Zitat 2:

Was uns geben ist und woraus wir jegliche mögliche Erkenntnis ableiten können, ist nichts anderes als die Erscheinungen dieser Welt. Wenn es überhaupt objektive Erkenntnis gibt, muss es sich dann nicht um die Erkenntnis der Welt der Erscheinungen handeln? Sollte man dann nicht auch die wirkliche Erkenntnis aus den Erscheinungen allein konstruieren oder ableiten können? Haben wir, als Beobachter in dieser Welt, überhaupt eine andere Wahl?
Die Ansicht, dass sich objektive Erkenntnis auf etwas anderes als die Erscheinungen bezieht, setzt voraus, dass sich ein Blick auf die Welt werfen lässt, der irgendwie wirklicher ist als der Blick des menschlichen Beobachters.
Solch ein Blick wäre nicht durch Unvollständigkeit und Unzuverlässigkeit eingeschränkt, wie es der Blick eines Beobachters in dieser Welt ist. Es wäre ein Blick auf die Welt als Ganzes, wie sie wirklich ist.
Doch solch ein Blick kann nicht der Blick eines wirklichen Beobachters in dieser Welt sein, sondern nur der Blick eines imaginären Wesens außerhalb dieser Welt. In diesem Sinn beinhaltet die Vorstellung von einer Welt hinter den Erscheinungen, von einem absoluten Sein bzw. von einer Welt, wie sie wirklich ist, in jeder Hinsicht den Traum, dass sich die Welt von außen betrachten lässt. Und wenn man sich diesem Traum verschreibt, dann kann die endgültige Rechtfertigung objektiver Erkenntnis natürlich nicht auf einem vollständigen Blick von innen liegen, sondern nur in diesem allumfassenden Blick von außen.
Glaubt man daher an die Möglichkeit eines solchen Blicks oder einer solchen Einsicht von außen, dann identifiziert man objektive Erkenntnis mit der Erkenntnis von der absoluten Welt hinter den Erscheinungen. Jede andere Form der Erkenntnis wäre bestenfalls unvollständig und durch die Subjektivität verdorben.
Ich glaube nicht, das ein solcher Blick jemals möglich sein wird. Das folgt sowohl aus der Relativitäts- als auch der Quantentheorie. Ich denke aber, dass die Vorstellung eines solchen Blicks durchaus denkbar ist. Üblicherweise denkt man sich so die Sicht Gottes auf unsere Welt.
Doch für diejenigen von uns, die ein wissenschaftliches Verständnis von der Welt einem religiösen Verständnis vorziehen, gibt es hier ein Problem. Wenn es eine Sichtweise des gesamten Universum gibt, die nur als ein Blick von außen verstanden werden kann, dann muss es sich um die Sichtweise Gottes handeln. Wer anders wäre dazu in der Lage?
Auch das spricht für die Vermutung, dass die Vorstellung einer absoluten Realität hinter den Erscheinungen eine religiöse Vorstellung ist. (Anm. von mir: Die trifft vor allem auf den mathematischen Mystizismus zu und eine alles determinierende Weltformel, deren Wurzeln in der Religion liegen)
Re: Die Weltenformel
06. January 2004 22:01
Ach, das wichtigste, weiß nicht ob es schon erwähnt wurde.

Die Weltformel soll hauptsächlich einen theoretischen und weniger einen praktischen Nutzen haben. Diese Theorie und die Suche danach kann man eher als einen Versuch die Welt zu verstehen deuten.

Wenn man nämlich die heutige Forschung mal betrachtet, dann wird sie auch ganz gut ohne Weltformel auskommen. Die Fortschritte in einigen Bereichen sind absolut unglaublich und leider auch erschreckend.

Zum Beispiel kam eine Meldung von IBM, das sie eine Möglichkeit gefunden haben, Struturen auf einen Chip wachsen zu lassen, er sich also selbst strukturiert.
Auch die Forschritte in Biochemie und Stoffen mit denen man menschliche Verhaltenweisen verändern kann, sind erstaunlich und ebenfalls erschreckend, weil Ethisch sehr fragwürdig und so weiter. Aber das gehört wohl alles nicht hierein.

Fazit: Das suchen nach einer "Weltformel" liegt hauptsächlich im bestreben, die Welt zu verstehen - das ist auch der einzige Grund, warum ich daran interessiert bin.


*edit*

Wichtig wäre es vielleicht, noch auf eine andere Entwicklung hinzuweisen, so wie es aussieht, gibt es eine grenze für die Entropie, die in einem Raumgebiet nicht höher sein kann, als die Entropie auf der Oberfläche eines Schwarzen Loches, welches in dieses Raumgebiet passt.

Soweit ich das mitverfolgt habe, kämen damit zur Beschreibung der Quantengravitation für Schwarze Löcher keine Felder mehr in Frage.

Und zur Stringtheorie ist noch anzumerken, das man wohl ganz einfach sagen kann, sie beruht auf einer recht exotischen Mathematik, die wohl nur noch wenige verstehen.
In diesem Zusammenhang kann man die Mathematik der Knoten erwähnen, die topologische Quantenfeldtheorie, Quantenzustands-Netzwerke, Kategorientheorie, Ramanujanfunktionen. Ich weiß, aber dazu gibt es Bücher und das Inet ;p

Zitat:
---
BTW: Den Aspekt, dass eine Weltformel sich ja selbst enthalten muesste fand ich immer sehr interessant. Dies wuerde wohl irgendwie zu einem Wiederspruch fuehren. Ich sehe das jetzt aber anders. Zuerst liefert so eine Weltformel Modellgleichungen. Erst bei der Loesung oder Simulation dieser Gleichungen wuerde sich dieser Wiederspruch in Form von einem fraktalem evtl. chaotischen Verhalten aussern.
Daraus kann man noch etwas interessantes ableiten:

AHA, jetzt liefern wir Chaostheoretiker endlich auch mal nen Beitrag zur TOE :-)
Da die TOE sich selbst enthalten muss, ist bei der Simulation der Gleichungen der TOE chaotisches Verhalten zu erwarten !
=>
Die Gleichungen muessen nichtlinear sein !
Die Gleichungen muessen diskretisiert sein !
---

Na ja, die Weltformel an sich führt nur im platonischen Weltbild zu einem logischen Widerspruch, wenn man annimmt, das sie sich auf die Realtität bezieht. Die Mathematik bezieht sich aber nicht auf die wirkliche Welt, sondern nur auf ein Ideal, das mathematische Ideal, das in der Natur nicht realisiert ist - sie kann nicht sagen, was es gibt und was es nicht gibt. Gerade hier muss man sehr genau zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit unterscheiden und dieses ganze gerede jetzt stammt mal nicht von Philosophen, sondern von theoretischen Physikern.
Wenn man nun sagt, Herr Meier sei in der Lösungsmenge der Weltformel enthalten, was hat das wirklich zu bedeuten?
Man kann sagen, seit bestehen der DNA, war auch der Mensch als Möglichkeit in ihr Codiert.
Aber genau da ist das Problem, es gibt sehr sehr viele Möglichkeiten, was davon aber durch einen Prozess realisiert wird, ist etwas vollkommen anderes. Etwas existiert durch die Zeit begrenzt, man darf eine Möglichkeit nicht mit Wirklichkeit gleichsetzen. Zudem gibt es noch Emergente Eigenschaften, die in der Ausgangssituation nicht enthalten waren.
Weiß jemand wie die Form der Bienenwaben entsteht? Tja, die Bienen stossen mit ihrem Kopf gegen die Tunnelwände. Wenn sehr viele Bienen das machen, ohne jegliche Koordination in verschiedenen Tunnelwänden, entsteht von allein diese Tunnelform, ohne eine Absicht, ohne ein Motiv, ohne eine Planung oder eine spezielle Informationsebene (siehe Heim) in der ein Muster von Bienenwaben vorliegt.
Um es nochmal zu sagen, die Weltformel kann nicht sagen, was von den Möglichkeiten Wirklich werden kann, weil die Prinzipien, die es Dinge entstehen lassen, nicht in der Weltformel enthalten sind. Sie können nicht enthalten sein, weil diese Prinzipien selbst keine ewig gültigen Wahrheiten sind, sie können sich verändern, alles kann sich verändern.

Ich weiß, das lässt sich wohl schwer begreifen, ich hing selbst viele Jahre dem mathematischen Mystizimus an.

Die "Weltformel", egal wie sie aussehen könnte, würde sich selbst mit dem Universum verändern. 1 Mrd nach dem Urknall hätte sie anders ausgesehen, als 20 Mrd Jahre danach, weil Raum und Zeit Ausdruck von Relationen sind, die sich ändern. Etwas ist nicht ewig wahr, sondern durch die Zeit begrenzt.

Sorry, ich glaube, ich schweife ab. ;)

Jedenfalls verstehe ich nicht, weshalb die Chaostheoretiker einen Beitrag dazu liefern sollten?
Selbstbezüglichkeit, Selbstorganisation und Nichtlineare-Prozesse etc sind in einer Kosmologischen Theorie (Und die TOE muss eine Kosmologische Theorie sein) Selbstverständlich - da ist die Biologie eine viel größere Inspiration, zum Beispiel die Inselbiogeographie. Vorallem in allen relationalen Ansätzen, die von Leibniz, Mach und Einstein inspiriert sind, sehen so in der Grundannahme aus. Komplexität ist hier eine Notwendigkeit.
Eine weitere Voraussetzung dieser Theorie ist vorallem, das alle Werte diskretisiert sind und da es sich um Komplexe selbststrukturierende Systeme handelt, werden diese Anätze auch nichtlinear sein. ;) Diese Leute erforschen ganz neue Zweige der Mathematik, ganz so dämlich sind sie nun auch wieder nicht.


Zitat:
---
Ausgangspunkt, dass ein Gravitationsfeld ebenfalls eine Masse hat und diese Masse wieder ein Gravitationsfeld usw...
---

Ist aus einem Post weiter oben von Richy.

Ich verstehe das nicht. Der Satz war mir vorher noch gar nicht aufgefallen. Wie kann Gravitation eine Masse haben?

Wenn Masse Gravitation hat und Gravitation wiederum eine Masse, dann würde das eine Singularität bedeuten, es sei denn, man postuliert eine kleinste Einheit, ein Quant, in diesem Falle dann seine Zelle.

Aber wie steht es mit Beschleunigung? Ich meine, Gravitation und Beschleunigung müssen gleich behandelt werden - hat sie auch eine Masse?

Irgendwie ergibt das keinen Sinn. Hier wird ein Objekt mit seinen Eigenschaften, Beziehungen, Relationen verwechselt, oder etwa nicht?



Nachricht bearbeitet (06.01.04 23:26)
Re: Die Weltenformel
08. January 2004 11:27
Hi André,

Du hast geschrieben:

[quote] Weiß jemand wie die Form der Bienenwaben entsteht? Tja, die Bienen stossen mit ihrem Kopf gegen die Tunnelwände. Wenn sehr viele Bienen das machen, ohne jegliche Koordination in verschiedenen Tunnelwänden, entsteht von allein diese Tunnelform, ohne eine Absicht, ohne ein Motiv, ohne eine Planung oder eine spezielle Informationsebene (siehe Heim) in der ein Muster von Bienenwaben vorliegt. [/quote]

Wenn ich Heim richtig verstanden habe, dann hält die Informationsebene à la Burkhardini nicht nur Informationen für denkende Wesen bereit, sondern eben auch für rein mechanische Phänomene (z. B. Eisblumen. Die Zuordnung zur Mechanik bitte ich nicht auf die Goldwaage zu legen.).

Also: woher wissen die Tunnel, daß sie wabenförmig werden müssen, wenn sie regellos angestoßen werden? Aus der Heimschen Infothek.

Weiter schreibst DU:

[quote] Zitat:
---
Ausgangspunkt, dass ein Gravitationsfeld ebenfalls eine Masse hat und diese Masse wieder ein Gravitationsfeld usw...
---

Ist aus einem Post weiter oben von Richy.

Ich verstehe das nicht. Der Satz war mir vorher noch gar nicht aufgefallen. Wie kann Gravitation eine Masse haben?[/quote]

Wie kann Gravitation keine Masse haben? Wie kann überhaupt etwas, das IST, keine Masse haben?

Die experimentelle Physik hat Gravitonen zwar noch nicht nachweisen können, aber die theoretische geht immer noch von ihrer Existenz aus. Und obwohl der Grundsatz augenscheinlich derzeit noch nicht durchgängig verwirklicht ist, glaube ich fest, daß jedes Teilchen wiegt – sei es auch noch so wenig.

Außerdem schreibst Du:

[quote] Die Mathematik bezieht sich aber nicht auf die wirkliche Welt, sondern nur auf ein Ideal, das mathematische Ideal, das in der Natur nicht realisiert ist - sie kann nicht sagen, was es gibt und was es nicht gibt. [/quote]

Wie denkst Du Dir denn dann die Verbindung von Mathematik und Realität? Ist sie nur eine Fieberphantasie im Hirn des Tieres homo sapiens, ausgelöst durch ein Überangebot von Sinneseindrücken?

Denn wenn sie nicht in der Natur verwirklicht ist, dann kann sie ja wohl auch nicht aus dieser abgeleitet werden, oder?

Grüße

Grägar
Re: Die Weltenformel
08. January 2004 21:13
Hallo
Auch erstmal noch frohes neues Jahr.
Den Ausdruck Weltformel finde ich auch bischen unpassend und sicherlich verstehen ihn manche falsch. Theory of ALMOST everything waere vielleicht besser.

>Die Natur gehorcht also diesen unveränderlichen ewigen Gesetzen.

Ich gehoere sicherlich nicht zu den Leuten, die denken, dass die Natur sich nach solch einer Formel richtet.
Mit Burkhardini hat sich mein Weltbild auch bischen verschoben. Weit weniger drastisch wie mit der Chaostheorie. Die Erkenntniss dort, dass selbst einfachste nichtlin. Differenzengleichungen analytisch nicht loesbar sind, fand ich weitaus beiindruckender.Aber mit Heim kann ich nun weitaus mehr Dinge in ein geschlossenes Weltbild packen als zuvor. Wenn dieses Modell sich auf die Mathematik / Physik stuetz und nicht auf Hokus Pokus bin ich schon zufrieden.

>Dazu muss man noch erwähnen, das es diese Formel dann auch schon
>vor dem Universum gegeben haben muss, wenn sie von Anfang an galt.


Ich wuesste nicht warum dem so sein sollte. Das Modell beschreibt ja nur etwas. Es fordert ja nichts.

>Was Wirklichkeit wird, bestimmen Mechanismen der Selbstorganisation
>und Selbststrukturierung. Die Welt entwickelt sich und zieht sich von
>allein in die Realität.

So sehe ich dass auch. Bei Heim finden sich fuer die Selbstorganisation eben 2 zusaetliche Dimensionen. Hier findest Du auch die Paralellwelten. Es scheint mir, dass Dir an dessen Theorie nicht gefaellt, dass so Teile der Evolution auf informatorischer Ebene vorgegeben sind. Dass eben doch so eine Art Steuerung stattfindet. Fuer mich ergibt diese Vorstellung mehr Antworten als Fragen. Zum Beispiel das Beispiel mit den Pyramiden unabhaengig an veschiedenen Orten.

> Ich werfe einfach mal ein:

> Die Welt könnte ein Netzwerk aus Relationen sein.

Bei Burhardini ist sie genau das.
Falls Du unter Relationen geometrische Relationen verstehst.
BTW:
In einem Beitrag von dem Thread hier habe ich uebrigends eine falsche Vorstellung von mir wiedergegeben. Nach Heim lassen sich die Elementarteilchen geometrisch erklaeren, wie die Gravitation bei der ART. Eine kuze Zeit hatte ich die falsche Vorstellung, dass die ART ebenfalls Masse geometrisch beschreiben kann. Kann sie ja aber nicht, nur Gravitation.

>Und alles Existierende ist durch die Zeit begrenzt, denn damit etwas
>existiert, muss es durch Prozesse erzeugt worden sein.


Das ist fuer mich ein bischen zu einfach argumentiert. Fuer uns ist die Zeit anscheinend irgendetwas problematisches, weil wir uns darin nicht frei Bewegen koennen. Wohl wegen dem imaginaeren Vorzeichen. Ich glaube z.B. nicht dass die Primzahlen durch irgendwelche Prozesse erzeugt worden sind. Oder verwechsle ich da jetzt wieder etwas ?

> Was uns geben ist und woraus wir jegliche mögliche Erkenntnis ableiten
> können, ist nichts anderes als die Erscheinungen dieser Welt.

.........
Auch hier mal wieder als Gegenargument die Primzahlen. Ist mir in dieser Welt noch keine persoenlich begegnet.
Die dann folgenden Ausfuehrungen in dem Zitat erinnern mich irgendwie an ein verzweifeltes im Kreis rumdenken. Warum soll man nicht aus einem System rausspringen koennen und es von aussen betrachten. Gibt doch sogar einen Namen dafuer: META.
Und unterscheidet uns das nicht gerade vom Digitalrechner.
Auch dieser Problematik mit "absolute Welt"..... Ich weiss was damit gemeint ist, aber das stuerzt mich nicht in Verzweiflung :-)

zu Deinem Beitrag 2
Es gibt da ein schoene Zitat von Heim. Ob er sich denn nicht darum Sorge, dass seine Theorie missbraucht werden koennte.
Darauf antwortete er in etwa:
Ach so diese Dinge meinen sie. Keine Sorge das hab ich alles weggelassen.
lol cool oder :-)
......
also dieser Herr Meier am Mittagstisch wuerde sich ergeben, wenn man mit geeigneten Anfangsbedingungen diese Weltformel simulieren wuerde. Klar dafuer gibt es keinen Rechner und wir kennen ja das La Placesche Daemon. Die Unschaerferelation ermoeglicht eben nur eine Unscharfe Kenntniss der Anfangsbedingungen. Und in Heims Modell gibt es noch weitaus mehr Anfangsbedingungen, die unbekannt sind.
Der Gedankengang von mir ist auch nicht soooo ganz ernst zu nehmen. Oder doch ? Ich koennte ja annehmen, dass rein zufaellig solch eine Simulation auf einem Hyperrechner nun einen Herrn Meier oder besser Burkhardini erzeugt. Es koennte auch ein Alien auf a centauri sein, der eben gerade auf einem Superrechner das Weltmodell simuliert. Das ist ja das was ccm wohl auch bischen unscharf als "das Weltmodell" muesste sich selber enthalten gemeint hat. Ich habe meinen Bericht uebrigends korrigiert. "Chaotisch" habe ich zu "fraktal" verbessert. Daher bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher, ob die Aussgae, dass solch eine Weltenformel daher nichtlinear diskret sein muesste noch richtig ist.
Hoffe mal der Grundgedanke ist verstaendlich.

>Selbstbezüglichkeit, Selbstorganisation und Nichtlineare-Prozesse etc
>sind in einer Kosmologischen Theorie (Und die TOE muss eine
>Kosmologische Theorie sein) Selbstverständlich -


Die ART ist ja nicht quantisiert. Die Stringtheorie benuetzt also auch Differenzen statt Differentialgleichungen ? Sorry ich muesste echt mal mehr ueber diese nachlesen.

@Gregor
Denke auch: diese Informationsebene ist nicht nur fuer lebende Materie zustaendig.
Bienenwaben sind sechseckig.
Eine aehnliche sechseckige Wabenstruktur, sogenannte Bernard Zellen, entsteht bei vielerlei rein mechnischen Prozessen. Z.b beim Erhitzen von Fluessigkeiten bei einer Grenztemperatur.
In die "Entdeckung des Chaos" ist zu der Thematik auch etwas zu finden. Haengt wahrscheinlich mit den speziellen Eigenschaften des 6 Ecks zusammen. Dichteste Kugelpackung oder Radius = Umfang/6.

Hey gut. Wenn man Gravitation als Gravitonen betrachtet, ergibts sich eigentlich von selbst, dass Gravitation selbst eine Masse haben muss.
@andre
In der Tat . Das gibt eine unendliche Reihe. Gluecklicherweise natuerlich eine konvergierende. Mit dem korrigierten Gravitationsgesetzt laesst sich dann auch die Rotverschiebung anders deuten.
Kann man hier nachlesen:
http://www.engon.de/protosimplex/posdzech/px_g_gravi1.htm

ui jetzt reichts aber :-)
ciao
richy



Nachricht bearbeitet (08.01.04 21:34)
Re: Die Weltenformel
09. January 2004 10:47
Hi richy,

Du schreibst:

[quote] Auch hier mal wieder als Gegenargument die Primzahlen. Ist mir in dieser Welt noch keine persoenlich begegnet.[/quote]

Das sehe ich anders.

Wenn mir überhaupt in der Natur eine Zahl begegnet (Du erinnerst Dich vielleicht noch an das Pferd und die beiden Äpfel), dann ist es die 1, und die zählt zu den Primzahlen.

Was den Anfang der Welt angeht:

[quote] >Und alles Existierende ist durch die Zeit begrenzt, denn damit etwas
>existiert, muss es durch Prozesse erzeugt worden sein.


Das ist fuer mich ein bischen zu einfach argumentiert. [/quote]

so haben schon die alten Griechen folgendes Paradoxon erkannt:

1. Alles, was ist, ist geworden.
2. Aus Nichts wird nichts.
3. Daher kann nichts geworden sein.

Klar, denn um geworden zu sein, muß es aus etwas hervorgegangen sein, das selber wurde; ein infiniter Regreß.

Dieser Dreisatz läßt sich lösen, indem man die Prämissen (1. und 2.) angreift: also entweder ist das Seiende nicht geworden, sondern schon immer da (dem widerspricht, das es vergänglich ist), oder es gab doch eine creatio ex nihilo.

Dann aber fragt sich, was zum ersten diese Creatio bewirkt haben mag, und zweitens, warum das nicht öfter vorkommt – und schon ist man bei Gott.

Bleibt als Fazit: bis jetzt ist die Realität nur eine gut funktionierende Arbeitshypothese.

Grüße

Grägar
Re: Die Weltenformel
09. January 2004 11:35
Hallo Grägar,

Zitat:
--
Also: woher wissen die Tunnel, daß sie wabenförmig werden müssen, wenn sie regellos angestoßen werden? Aus der Heimschen Infothek.
--

Es handelt sich hierbei um eine emergente Eigenschaft und die Tunnel sind nicht perfekt Wabenförmig sondern nur angenährt an ein Ideal, welches ich mathematisches Ideal genannt habe - dieses kann man berechen, kommt in der Natur aber nicht vor, das ist keine Behauptung von mir.

Ist hier jemand mit der Evolutionären Erkenntnistheorie vertraut? Ich würde als Einstieg das Buch von Gerhard Vollmer empfehlen, Professor für Philosophie, er ist auch Naturwissenschaftler und Mathematiker. - Soetwas müsste man zur Aufklärung auch in der Schule behandeln. Habt ihr gewusst, das mindestenz jeder 4 Deutsche glaubt, eine Glühbirne kraft seiner Gedanken zum explodieren zu bringen?
Ich finde es ehrlich gesagt traurig, das selbst heute noch Esoterik die Menschen mehr bildet, als Naturwissenschaft und die damit verbundene Philosophie. Es interessieren sich mehr Menschen für Astrologie als für Astronomie. So wie auch viel mehr Menschen der Teleologie trauen als der Teleonomie.

Nur zur Info, ich vertrete die Teleonomie, was eigentlich nur einleuchtend ist, da ich auch die Evolution vertrete und Heim vertritt die Teleologie. Zudem erinneren mich seine Informationseben stark an den Vitalimismus.

Und du hast vollkommen recht Richy, was ich an Heims Theorie wirklich ablehne ist so etwas: "... dass so Teile der Evolution auf informatorischer Ebene
vorgegeben sind ..."

Das ist mir nämlich, wie bereits oben geschrieben, wohlbekannt und stammt nicht von Heim, denn diese Vorstellung ist in der Tat schon sehr viel älter - aber es handelt sich hierbei nicht um Evolution und das ist eine Tatsache.

Ich verstehe diese Ebenen so, das in ihr gewisse Muster liegen, wie die einer Bienenwabe, um darauf zurück zu kommen, und diesem Muster wird sich im laufe einer "Entwicklung" angenährt. Das ist keine Evolution!
Evolution setzt voraus, das weder eine Planung noch ein Muster irgendwo bereits vorliegen, sondern sich diese Dinge von selbst während einer Anpassung an die Umwelt ergeben und genau das finden wir in der Natur vor.
Die ganzen Lebewesen sind, wenn man sie nämlich genau im Kontext zu ihrer Umgebung untersucht, an sie angepasst. Hier verweise ich auf die Biogeographie - Inselbiologie.

Zitat:
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Wie kann Gravitation keine Masse haben? Wie kann überhaupt etwas, das IST, keine Masse haben?
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Weil Masse nicht gleich Energie ist, so wie 1+1 = 2 in der Natur auch nicht das gleiche ist. Ich kann das eine in das andere Umwandeln, aber das ist etwas anderes, weil damit auch andere bzw. neue Eigenschaften einhergehen.
Davon abgesehen, dürfen die Gravitonen überhaupt keine Masse haben und in der Stringtheorie haben sie die auch nicht, weil sich die Masse beim Schwingungsmuster eines Strings des Gravitons aufhebt.
Jetzt werdet ihr einwenden, die Theorie muss nicht stimmen, muss sie auch nicht... aber sie könnte zumindest zum Teil in die richtige Richtung gehen. ;)


Zitat:
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Wie denkst Du Dir denn dann die Verbindung von Mathematik und Realität? Ist sie nur eine Fieberphantasie im Hirn des Tieres homo sapiens,
ausgelöst durch ein Überangebot von Sinneseindrücken?
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Nein, das hast du falsch verstanden. In der Mathematik kann ich einen Kreis berechen, der so nicht in der Natur irgendwo realisiert ist. Man kann ganz einfach fragen, gleicht die Natur eher einem Dodekaeder oder einer Blume? Gibt es in der Natur perfekte Formen oder ist sie immer ein wenig unvollkommen?
Das Mathematik manchmal in die Realität übertragen werden kann, hat viele Gründe. Einmal weil die Natur scheinbar abzählbar ist und weil alles in Relationen zueinander steht und sich beeinflusst. Es gibt noch einige andere Gründe, warum sie andwendbar ist, vorallem in größeren Maßstäben. Aber gerade was in größeren Maßstäben funktioniert, kann nicht als Abbildung der Realität gedeutet werden.
Und in der Mathematik gibt es ewige Wahrheiten, die es in der Natur nicht gibt, außer man postuliert eine Informationsebene ala Heim in der diese gespeichert sind und Entwicklung besteht dann nur darin, sich diesen Formen anzunähern... aber wie gesagt ist das eine sehr alte Sichtweise die eher Mystisch ist.



Nachricht bearbeitet (09.01.04 12:41)
Re: Die Weltenformel
09. January 2004 16:30
Hi!

Also als erstes sollte ich wohl gestehen, dass ich euch und und eure Ideen schon seit so einiger Zeit verfolge, mich aber bis jetzt im Hintergrund gehalten hab. Und das ist jetzt mein erster Beitrag, also habt Mitleid mit einem Unwissenden und zerreißt mich nicht gleich in der Luft!! Dank euch...

Also seit ich euern Beitrag "Weltformel" gelesen hab, läßt mich der Gedanke daran nicht mehr los. Aber was ich nich verstehe, ist eure Denkweise.
Ich hab mich mal schlau gemacht und bin dann mehr oder weniger soweit gekommen, daß eigentlich so gut wie alles durch Mathematik erklehrbar ist, bzw. sich fast alle Vorgänge in einen math. Käfig sperren lassen. Das einzigste Problem sehe ich in den absoluten Anfängen. Also in der Entstehung des "Raumes". Aber alles Andere (nachfolgende) ist doch erklehrbar!!! Oder seh ich das sooo falsch?



Und noch was zum Thema Chaostheorie im allgemeinen. Die versucht doch eigentlich "nur" Ordnung (besser gesagt ordentliche Inseln) ins Chaos zu bringen, oder?

Aber wenn ich damit nicht ganz falsch liege, dann wird ja auch schon heute überall die Chaostheorie angewannt, oder? Ich mein, jeder Würstchenverkäufer um die Ecke ist dann ein Chaostheoretiker. Wenn man seine Kundschaft als das Chaos annimmt und seine Bude als Insel betrachtet ist das doch so!
Ihr werdet mir jetzt zwar vorhalten, dass es sich da schlicht um den Durchschnitt handelt, nach der er seine Ware bestellt, aber im Grund genommen bringt er Ordnung in sein tägliches Chaos.


MFG
Andy
Re: Die Weltenformel
10. January 2004 03:28
hallo andy
Wer nichts weiss und weiss dass er nichts weiss, weiss mehr als der, der nichts weiss und nicht weiss, dass er nicht weiss.
Chaostheorie klingt zwar sehr bedeutungsvoll, aber der Schwerpunkt dieser Disziplin liegt wohl in der Erkenntniss des Nichtwissens.
Meine ich im Ernst.
Du solltest den Thread Weltenformel daher auch vielleicht nicht ganz so ersnt nehmen. Ist vielleicht wie so eine Art Sparring. Jeder macht sich so seine Vorstellungen. Versucht diese zu plausibilisieren.
Es gibt unheimlich viele Theorien wie denn nun alles funktionieren koennte.

Mit der Mathematik hast du natuerlich recht. Die ist natuerlich das wichtigste Hilfsmittel in diesem Sparring. Alles kann man damit aber auch nicht erklaeren. Das Kennzeichen der Chaosteorie ist ja gerade dass hier die Mathematik versagt. Einfache Gleichungen die man mathematich / analytisch nicht loesen kann. Die Chaostheorie hat daher ein neues Hilfsmittel eingesetzt, die Rechnersimulation. Und die steckt, relativ zu den vielen Jahrhunderten in denen Mathematiker Bleistift und Papier verwendet haben, ja erst in ihrer Anfangsphase.
Eine exakte Simulation des Weltgeschehens ist schon deshalb nicht moeglich, weil dazu exakte Anfangsbedingungen notwendig waeren. Aufgrund der Heissenbergschen Unschaerferelation koennen aber nur Impuls oder Ort eines Teilchens (Elementarteilchens) genau bestimmt werden. Nicht beides gleichzeit bei einer Messung.

ORDNUNG INS CHAOS ZU BRINGEN
sorry, nein das kann die chaostheorie auch nicht.
Ordnung und chaos besser verstehen. Das ja.
Dein Beispiel mit dem Wuerstchenverkaufer, naja ....
Es ist eigentlich noch einfacher.
Leben=Auseinandersetzung mit Chaos und Ordnung.
Du brauchst also kein Wuerstchenverkaufer zu sein um zu verstehen um was es hier geht. Im Prinzip sind wir alle soche Wuerstchenverkaeufer :-)
ciao
richy



Nachricht bearbeitet (10.01.04 19:57)
Re: Die Weltenformel
10. January 2004 19:43
Ja, nimm uns nur nicht zu ernst Andy, ich hoffe die anderen sehen das genauso, das es hauptsächlich der Spaß am Denken und Spekulieren ist, auch wenn die Argumentation manchmal etwas aggressiv erscheint ;)

Wenn wir einer Meinung wären, bräuchten wir auch über nichts zu schreiben.

Vielleicht findest du das Buch: "Small Worlds" von Bachanan ganz interessant. Oder schau einfach mal bei Amazon unter Bücher -> Fachbücher -> Physik & Astronomie -> Chaosforschung, da finden sich einige interessante Bücher.

Ganz beiläufig musste ich dadurch auch festellen, das ich schon eine ganze Weile mit diesem Gedankengut durch Biologie und Kosmologie in Kontakt geraten war und brachte die ganzen Konzepte nie mit Chaostheorie in Verbindung.
Re: Die Weltenformel
11. January 2004 13:29
@ André

Danke für den Buchtipp! ->"Small Worlds" Ich werd mal reinschauen!!

MFG Andy
Re: Die Weltenformel
12. January 2004 11:27
@ André:

Ich halte Kosmologen nicht für blöde, und ich hoffe doch sehr, daß sich die Philosophie trotz ihrer permanenten Weigerung, irgend etwas Praktisches oder auch nur Endgültiges hervorzubringen nicht zu einer Geheimwisssenschaft entwickelt hat.

Noch mehr aber hoffe ich, daß die Kosmologie keine Geheimwissenschaft ist und Ihre Lösungen der Fragen, welche die Menschheit nun schon seit 2.500 Jahren und länger quälen, nicht für sich behält.

Daß –500 + 500 = 0 ist, war mir schon bekannt – was hat das mit der Realität zu tun?

Nehmen wir an, am Anfang der Zeit stand nur die 0, und jetzt haben wir (-500 + 500).

Da fragt sich doch: wie konnte es soweit kommen? Wer hat entschlossen, die Null als (-500 + 500) zu lesen – oder, wenn es keine Verstandesleistung war: woran hat sich die 0 so stark gestoßen, daß sie in –500 und 500 zerbrach?

Das Nichts alleine kann also das (-500 + 500) weder erklären noch herbeiführen; also bleibt es dabei: wenn am Anfang wirklich nur 0 war, dann KANN jetzt auch nicht (-x + x) sein.

Es sei denn, man glaubt, das Nichts habe seine eigentliche Natur erkannt und diese so unerträglich gefunden, daß es beschloß, sich selbst zu negieren, und das Alles aus sich entließ. Dann wäre man ziemlich genau bei allen monistischen Theorien von Plotin bis Hegel, nur daß man für das eine Prinzip einen neuen Namen eingeführt hätte.

Und natürlich hätte man dem Nichts mentale Kräfte und Allmacht zugesprochen.

P.S.:
Ich habe nicht behauptet, daß die Mathematik eine Abbildung der Realität leisten könne. Ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob es Realität überhaupt gibt.

Aber daß die Mathematik ewige Wahrheiten enthalten soll, halte ich für eine gewagte Behauptung. Alles, was sie aussagt, hängt ab von der Anerkennung der Axiome ab, die ihrerseits durch nichts „bewiesen“ sind (sonst wären es ja keine Axiome). Der Wahrheitsgehalt der Mathematik ist damit genauso hoch wie der jedes anderen geschlossenen Glaubensgebäudes.

Grüße

Grägar
Re: Die Weltenformel
12. January 2004 13:16
Zitat:
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Aber daß die Mathematik ewige Wahrheiten enthalten soll, halte ich für eine gewagte Behauptung. Alles, was sie aussagt, hängt ab von der Anerkennung der Axiome ab, die
ihrerseits durch nichts „bewiesen“ sind (sonst wären es ja keine Axiome). Der Wahrheitsgehalt der Mathematik ist damit genauso hoch wie der jedes anderen geschlossenen
Glaubensgebäudes.
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Hi Grägar, ... das wir mal einer Meinung sind! Ich sehe es nämlich genau so. :)


Zitat:
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Ich halte Kosmologen nicht für blöde, und ich hoffe doch sehr, daß sich die Philosophie trotz ihrer permanenten Weigerung, irgend etwas Praktisches oder auch nur Endgültiges
hervorzubringen nicht zu einer Geheimwisssenschaft entwickelt hat.

Noch mehr aber hoffe ich, daß die Kosmologie keine Geheimwissenschaft ist und Ihre Lösungen der Fragen, welche die Menschheit nun schon seit 2.500 Jahren und länger quälen,
nicht für sich behält.
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Und das sehe ich auch nicht anders, weswegen ich mich zwangläufig mit beidem beschäftige und immer wieder auf Personen der einen Seite treffe, die die andere ablehnen, anstatt die Gemeinsamkeiten in den Zielen zu sehen und das miteinander zu verbinden, da es eine menge Vorteile bringen kann.

Und die Kosmologie ist wohl keine Geheimwissenschaft, im gegensatz zu manchen Zeitgenössischen Philosophen, wollen Kosmologen und andere Naturwissenschaftler von jedem Verstanden werden.
Es gibt eine Unmenge an sehr guter Liteartur die oftmals mit Philosophie vermischt ist.

"Der Gesang des Dodo" ist ein Buch das ich auch mal empfehlen kann, ein wirklich schönes Buch.
Oder "Der Fluss, der bergauf fließt". Beide Bücher verlieren sich nicht in kalter lebloser Theorie.
Auf dauer kann etwas zu viel Theorie, egal ob Kosmologie oder "falsche" Philosophie, den Blick für die Natur, um die es sich eigentlich so oft dreht, zerstören.


Zitat:
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Das Nichts alleine kann also das (-500 + 500) weder erklären noch herbeiführen; also bleibt es dabei: wenn am Anfang wirklich nur 0 war, dann KANN jetzt auch nicht (-x + x)
sein.
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Das Nicht soll auch nichts erklären, es ist nur die Basis. Der Mechanismus, der das Nichts differenziert ist ein anderer.
Ok, ich gebe zu, das klingt ziemlich an den Haaren herbei gezogen und ist es zum Teil auch.

Ein Mechanismus, wie das Universum aus dem Nichts entstehen kann, bietet das Buch "Die Geburt des Kosmos aus dem Nichts", ist aber nicht so einfach zu verstehen.

Man muss ziemlich aufpassen, das man schlussendlich keine Ersatzreligion erfindet.
Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin mir oftmals darüber bewusst, das es sich bei Erklärungen nur um "mögliche" Ereklärungen handelt, das es aber auch anders sein kann, nur erwähne ich das nicht immer.



Nachricht bearbeitet (12.01.04 13:45)
Re: Die Weltenformel
15. January 2004 13:59
hallo tom,
was machst du mit deinem wissen? wie lebst du damit und hast du einen auftrag?
was kann man machen? wie kann die natur ihre einheit zurück bilden? oder ist das gar nicht notwendig?
viel glück
tschüß
rachel

würde mich über eine persönlichen e-mail kontakt freuen.