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Die Weltenformel

geschrieben von Tom 
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Tom
Die Weltenformel
07. May 2003 11:25
Ich möchte hier eine Frage in den Raum stellen über die ich mir schon seit geraumer Zeit Gedanken mache.
Würde man die Weltenformel (kurzgesagt: eine Formel die einfach alles erklärt) veröffentlichen, was würde passieren ?
Angenommen diese Formel verbindet sämtliche Wissenschaften, von der Biologie über die Physik bis zur Philosophie und zur Soziologie und würde unser gesammtes Denken der letzten Jahrtausende "neu ordnen", könnte man verantworten so etwas zu publizieren ?
Jegliche Arten von bekannten Gesellschaftssystem, alles was die Naturwissenschaft "kennt" würde nicht nur in Frage gestellt, sondern mit einem Schlag sich als nutzlos erweisen. Selbst die Religionen müßten neu geordnet werden, da sie sich als nicht haltbar erweisen würden.
Aus der erhofften Weltenformel könnte als etwas werden was schlimmer für die gesammte Menschheit wäre als die Erfindung der Atombombe und der Klontechnik zusammen. Die Menschen würden erkennen was sie wären, woher sie kommen und wohin sie gehen, sogar Erkenntnisse von der Enstehung des Weltalls bis zur deren Expansion-uralte Grundfragen könnten befriedigende Antworten erhalten.
Die Menschheit würde vor einer Entscheidung gestellt werden, weiter"leben" wie bißher oder ein alles von Grund auf zu ändern, was vermutlich Kriege, Zerstörung und Aufstände der Mächtigen mit sich bringen würde.
Wie denkt ihr darüber, etwas derartiges überhaupt publizieren zu wollen. Oder sollte man das unvermeidbare verhindern ?
Re: Die Weltenformel
08. May 2003 23:29
Im Prinzip hast Du recht,

aber die Menschheit würde sich ganz pragmatisch fürs Weiterleben entscheiden und die Weltenformel verbieten, ignorieren oder für Unsinn erklären und den Erfinder für verrückt erklären, auf den Scheiterhaufen stellen oder schlichtwegs ignorieren. Gab es alles schon in der Geschichte der Menschheit.

Eine andere Möglichkeit bestünde, wenn der Erfinder der Formel seine Kenntnisse ausnützen würde um an Macht zu gelangen. Eine Universalformel könnte ziemlich viel Macht bedeuten. Macht wird aber früher oder später missbraucht und die ursprüngliche Genialität des Mächtigen schlägt in Grössenwahn um. Die Folgen verheerend, aber wenn noch Menschen übrig bleiben, werden sie auch die Kraft für einen Neubeginn und eine Lösung für den Umgang mit den neuen Erkentnissen finden.

Man kann die Sache aber auch religiös sehen: Es gibt eine Weltenformel und es gibt einen Gott der sie kennt und anwendet. Da es Menschen aber nicht gegeben ist göttliches zu verstehen, werden wir die Weltenformel nie herausfinden.

Konrad
richy
Re: Die Weltenformel
13. May 2003 08:09
Hallo Tom
Dein Gedankengang geht wohl daruaf aus. Wie schlecht sind die Menschen eigentlich oder ? ALso da wuerde ich mal praeventiv das ubelste annhemen und dann noch ein Sicherheitszuschlag von 25 % Hi HI.
Hallo,


ich denke die Problematik einer Weltenformel liegt in ihrer Rekursivität in Bezug auf ihr Subjekt. Oder mit anderen Worten: Würde eine (wahrscheinlich deterministische) Weltenformel existieren, müsste sie ihre eigene Veröffentlichung und die Reaktionen darauf mit beinhalten. Chaostheoretisch betrachtet ist dies nicht undenkbar, würde man alle Parameter exakt kennen. Weiter chaostheoretisch betrachtet benötigt man zur Kenntnis aller Parameter eine exakte Kopie des Systems, da Rundungen nicht toleriert werden können (ich verweise jetzt nicht auf Schmetterlinge). Die Weltenformel ist somit Angelegenheit eines Deus ex. Nicht unmöglich, aber außerhalb.

(war das zu verstehen?)

ccm.
richy
Re: Die Weltenformel
14. May 2003 16:44
hallo ccm
Ich denke unter dieser Weltenformel versteht jeder was anderes.
In der Wissechaft wohl die Verbinndung zwischen allg RT und Quantenmaechanik, Burkard Heim ist da sehr Weit gekommen.
Die andere Weltformel. also eine Gleichung die alles erklaert :-)
Da ist Dein Gedankengang klasse. Die Formel muesste sich ja selbst
enthalten und erklaeren. Und wenn Systeme ueber sich selbst sprechen,
dann brechen die Systeme meist zusammen. Hat Goedel ja schon mit seinem Unvollstaendigkeitssatz recht drastisch gezeigt. Wenn so eine Formel existieren wuerde wuesse man also nicht ob sie wahr oder falsch ist :-) Ich halts wie bei "per Anhalter..."
Sobald man das Universum mit so einer Weltformel beschreiben kann,
wird auf der Stelle ein noch viel komplizierteres entstehen :-)
... naja eigentlich wars ja auch bischer immer so.
ciao
richy
Re: Die Weltenformel
19. May 2003 00:16
Hi,

mit der exakten Kenntnis aller Parameter ist das so eine Sache. Die Quantenmechanik beweist, dass nicht beliebig exakt gemessen werden kann. (Heisenbergsche Unschärferelation). Somit ist nachträgliches, verlustfreies Kopieren nicht möglich.

Es gibt aber eine Möglichkeit: Es gibt sogenannte verschränkte Teilchen. Das sind so eine Art Superzwillinge. Sie entstehen gleichzeitig, sind 100% identisch und wenn dem einen was passiert, so reagiert auch sein Zwilling in gleicher Weise, somit ist zu jedem Zeitpunkt sicher, dass beide Teilchen exakt gleich sind. (Bringt man ein drittes, fremdes Teilchen mit ins Spiel, so kann dieses mittels der verschränkten Teilchen "teleportiert" werden)

Eine exakte Kopie unseres Universum ist vorstellbar, dieses müsste dann zur gleichen Zeit wie unseres als verschränktes Universum entstanden sein. Wir würden allerdings nicht merken können ob wir hier oder dort sind. Es wäre aber nicht undenkbar diese Kopie von uns aus zu beobachten, wenn gleichzeitig wir von drüben beobachtet werden können. Wenn wir nun an dieser Kopie nicht nur die Gegenwart, sondern auch Vergangenheit und Zukunft bis in die kleinsten Details beobachten können, so entspricht diese Fähigkeit der Weltenformel.

Konrad
Re: Die Weltenformel
26. May 2003 23:06
guten abend, sicherlich ist die weltenformel existent, es ist nur ein reines Kofproblem, und eine zeitfrage
vor allem ist es ein rein subjektives problem des jeweiligen entwicklungsstadiums des entsprechenden subjektes. mit anderen worten: wenn etwas zeit vergeht , siehst du selbst die problemlösung unter anderen aspekten,belaste dich bitte darum nicht mit ungelegten eiern,
denn mit hoher wahrscheinlichkeit wird das husten von ameisen nicht gehört, davon existieren 6, 5 mlrd. stk. und nennen sich menschen.
suche dir eine reale problemlösung für ein reales problem , eine harte nuß die du knacken willst. es gibt eine unzahl davon, suche etwas was deinen
neigungen entspricht,in deinem kulturkreis, nichts exotisches wo du von vornherein zum scheitern verurteilt bist, ich grüße dich , heinzbesen
adino
Re: Die Weltenformel
29. June 2003 01:18
es gibt meines wissens keine weltenformel und wird auch nie eine geben. die welt ist unberechenbar, sie lässt sich nicht berechnen. genau dies ist auch der grund, warum wir nicht in eiener matirx leben können. dies genauer aufzuführen würde mich mehrere stunden kosten, aber es läst sich über komplexe vorgänge beweisen, dass die welt unberechenbar ist
@adino,

Hallo adino,


das ist eines dieser Postings, wo man nach dem Lesen genau so schlau ist wie vorher - es wäre schön, wenn es über das bloße "Das ist meine Meinung und ich hab Recht" hinausgeht...

Gryße,

ccm.
Re: Die Weltenformel
30. June 2003 10:13
Adino hat Recht, wenn er darauf hinweist, daß sich die gesamte Welt nicht vollständig berechnen läßt. Das liegt daran, daß sowohl die Rechnung als auch der Rechnende als Teil der Welt sich selbst in die Rechnung einstellen müßten, was zu gewissen chaostheoretischen Implikationen führte.

Abgesehen davon steht natürlich nicht annähernd genug Rechenkapazität zur Verfügung - und wenn, dürfte man ihr trauen? Das hat ja schon richy in seinem ersten Beitrag hier im Forum in Frage gestellt.

Daraus aber auf die Möglichkeit einer Matrix zu schließen ist falsch. Falls Adino auf die Grundidee des gleichnamigen Filmes anspielt, so ist darauf hinzuweisen, daß die menschlichen Batterien ja korporal nicht in der Matrix leben, sondern selbstverständlich im realen Leben. Sie nehmen es eben nur nicht zu Kenntnis, sondern beschränken ihre Wahrnehmung auf die Matrix.

Damit ist das Maß und die Grenze einer Matrix das menschliche Denk- und Auffassungsvermögen. Der Rechner, der die Matrix generiert, muß nicht besser oder schneller sein als das Gehirn, welches er zu täuschen beabsichtigt (das ist eine grobe Vereinfachung, weil ich die Reaktionszeiten außer acht lasse. Grundsätzlich muß der Rechner sogar erheblich besser sein, weil er, um Echtzeit anbieten zu können, eine Vielzahl von möglichen Alternativen vorbereiten muß. Es gab mal eine Folge von "Star Trek - Next generation", da lief Riker durch eine Matrix, und sogar eine doppelte (soviel zu der angeblichen philosophischen Tiefe des Splatterfilms "Matrix"), und die legte er dadurch offen, indem er sich so unvorhergesehen verhielt, daß das Programm nicht mehr in Echtzeit reagieren konnte.).

Bei allem gesunden Selbstbewußtsein - das dürfte nun wirklich kein Problem sein.
pscl
Re: Die Weltenformel
23. July 2003 23:52
was wenn die Weltformel Gott IST?!
Re: Die Weltenformel
24. July 2003 00:29
an: adino (---.dip.t-dialin.net)

ciao

sicher gibt es eine weltformel aber trotzdem stimmt auch was du sagst. die weltformel definiert sich einfach mit JEDEM eintretenden event neu. zu jedem moment ist gleichzeitig alles definiert und wird gleich neudefiniert weil irgendwo auf der welt irgendein event eintritt, schmetterling und so..... dieser schmetterling aber definiert eine gewisse, unbekannte, zahl von events, irgendwo auf der welt, neu weil der schmetterling sie direkt oder indirekt beeinflusst.
bsp.:
1.: du kriegst einen telefonanruf von einem freund und fährst zu ihm nach hause. unterwegs hast du einen unfall. der unfall kann, wie man weiss, tödliche folgen haben.
2.: du kriegst keinen telefonanruf von einem freund. er ruft dich nicht an weil eine biene seine kleine schwester gestochen hat und er mit ihr zum arzt muss. die biene wurde von einem schmetterling erschreckt und hat die kleine schwester dafür gebüsst.

du siehst also, ein schmetterling kann so einiges verändern. wenn in dem unfall andere menschen getötet wurden, können sich unbestimmt viele events auf der welt neudefinieren weil wir die person nicht kennen. ihr tod kann unendlich viele auswirkungen haben. diese auswirkung (die neudefinierung aller kommenden events überall) treten natürlich nicht zwingend sofort ein.
also muss es eine weltformel geben die in einem bestimmten "stillen" moment alle zusammenhänge und ihre folgen (sprich die zukunft) definiert um die formel nach dem ersten event neudefinieren zu können. natürlich hat aber nicht jede aktion immer dieselbe reaktion zur folge weil sich ein anderer der unzählbar vielen parameter, die alle miteinander über die weltformel venetzt sind, verändert hat.
somit ist in jedem moment die zukunft einsehbar, bis zum nächsten event. vielleicht wird es irgendwann möglich sein eine genügend grosse anzahl events oder besser gesagt zusammenhängende teile der weltformel zu kennen um die zukunft bis zu einem unbekannten, von ausserhalb der kenntnisse eintretenden, event voraus definieren zu können. anders gesagt wir wissen das wenn der schmetterling da hochfliegt erschreckt er die biene..............
das beispiel ist vielleicht nicht perfekt aber es wäre theoretisch machbar in gewissen bereichen. du sagst jetzt man weiss ja zB nicht ob die biene sich entschliessen wird zu stechen. doch mit der weltformel, oder dem entsprechender teil, weiss man das. sie fügt alle wissenschaften zusammen, auch "die fortgeschritte psychologie einer aufgeschreckten fliege"

voilà
so weit ich bin ich bis jetzt gekommen in meinen überlegungen. was meint ihr dazu?
Re: Die Weltenformel
24. July 2003 16:49
Ziemlich weit gekommen.
Und ich kanns 100 mal wiederholen. Ein Physiker hat diese Formel bereits
ausgearbeitet. Ausgangspunkt, dass ein Gravitationsfeld ebenfalls eine Masse hat und diese Masse wieder ein Gravitationsfeld usw...
Eine Folge ist dass Raum und Zeit quantisiert sind. Urknall gabs nicht.
Stattdessen teilen sich diese kleinsten Einheiten wie so Zellen usw.

Seine Theorie hebt irgendwann in 12 Dimensionen ab. Glaube eine Dimenson ist Gott. Aber bis 6 Dimensionen kann mans relativ gut verstehen.
4 Dimensionen Raum Zeit und dann zwei zusaetzliche, die Deinem Bienenbeispiel sehr nahe kommt.
Eine Informationsdimension. Und eine Informationsselektordimension.
Die sind mathematisch komplex. Koennen wir also nicht sehen. Die Informationsselektordimension waehlt aus ob deine Biene nun sticht oder nicht. Und diese ganzen Informationen werden in der Informationsdimension gespeichert. Also so gaaaaaanz vereinfacht.
Zu geder Raum zeit gibt es also eine Art Szenario DIMENSION !
Lauter Paralellwelten. Der selektor waehlt aus welche ablaeuft.
Damit laesst sich schon sehr viel erklaeren.
... ok heisse nicht Burkhard Heim.

Hmmm der Film Lola rennt verdeutlicht Deine Ideee wohl am besten. Wen Du den noch nicht gesehen hast. Unbedingt mal anschauen.
ciao
richy



Nachricht bearbeitet (15.06.04 12:53)
Re: Die Weltenformel
29. July 2003 17:26
Tja Leute,

ich habe eine Nachricht für Euch - ob gut oder schlecht, müßt Ihr selber entscheiden.

Im aktuellen Heft von Spektrum der Wissenschaften gibt es einen Bericht, der sich mit der Möglichkeit von Paralleluniversen beschäftigt.

Hier eine Zusammenfassung, soweit ich folgen konnte:

Es gibt eine Formel namens quantenmechanische Wellenfunktion, die tatsächlich alles beschreibt. Das Problem ist, daß man aus ihr nicht ableiten kann, was es gibt und was nicht. Der Autor sagt nun, dies gelte nur für unser Universum. wir hätten aber keinen Grund zu glauben, daß es nicht andere Universen gibt, in denen die Möglichkeiten realisiert sind, die bei uns nicht realisiert seien.

Das stellt er sich so vor, daß diese Wellenfunktion in einem unendlichdimensionalen Hilbert-Raum rotiert (?) und dabei so circa zehn hoch zehn hoch einhundertachtzehn Universen schafft, in denen zusammen jede mögliche Möglichkeit Wirklichkeit ist.

Wenn ich ihn weiter verstanden habe, dann erledigt sich damit auch die Zeit; vielmehr driftet man nur noch durch die Paralleluniversen.

Aber das muß ich noch weiter nachlesen.

Jedenfalls ist das um einiges abgedrehter als alles, was ich jemals gehört oder mir selber ausgedacht habe; deshalb solltet Ihr Euch das Heft unbedingt anschaffen.

Schöne Grüße

Gregor
Re: Die Weltenformel
30. July 2003 01:53
hi Gregor

klingt interessant. Das Heft werde ich mir wohl kaufen. Aber alleine eine quantenmechanische Formel kann nicht die Weltformel sein (TOE). Wellenfunktion, das ist wohl eine Wahrscheinlichkeitsfunktion.
Ich bleibe bei Heim.
Er hat als einzigster Quantenmechanik und Relativitaetstheorie ohne irgendwelche Kruecken verbunden. Alle anderen TEO brauchen da irgendwelche sinnlosen Korrekturterme oder Variablen. Auch die Stringtheorie muss so etwas einfuehren. Heim nicht ! Sogar die Maxwellgleichungen, die ja nur empirisch sind lassen sich wohl aus Heims Theorie ableiten. Und mathematisch !!! alle Naturkonstanten. Was will man mehr.
Wie gesagt die Heimschen Werte werden bei den Atomphysikern stillschweigend schon als Referenzwerte verwendet. Ansonsten schweigen die ihn leider tot. ( Heim ist leider glaube 2001 verstorben )
Ich verstehe ueberhaupt nicht warum da noch mit Stringtheorie oder jetzt diesen unendlich dimensionalen Wahrscheinlichkeitswellen rumhantiert wird. Voellig unnoetig. Die TOE ist laengst gefunden, blos haben das die wenigsten bisher geschnallt. Sehr schade. Ich bin mir aber sicher, dass in 10 Jahren Burkhard Heim den selben Stellenwert wie Albert Einstein haben wird. Ausser irgendein Ami klaut das ganze mal wieder :-)

Bei Heim gibts nur nen "leichten" Urknall.
Zuerst ist nur Raum und Zeit entstanden. Die Materie ist erst spaeter ab einer kritischen Groesse in die Raumzeit eingebrochen. Habe im www einen sehr schoenen Bericht gefunden in dem dies als eine Art Feuerwerk beschrieben wird. Ueberhaupt ist Heims Theorie sehr aesthetsch. Einstein haette seine helle Freude dran. Null und Unendlichkeit gibt es nicht.
Heims Universum expandiert auch weit weniger dramatisch wie nach der Urknalltheorie. Die Rotverschiebung resultiert bei Ihm groesstenteils aus seiner modifizierten Newtonschen Grafitationsformel. Und wie sollte es bei Heim anders sein. Theorie und Messwerte stimmen ueberein.
Die modifizierten Newtonschen Grafitationsformel ist uebrigends Gundlage seiner Theorie. Auch hier wieder das paralelle zu Einstein. Schwerwiegende Konsequenzen aus einfachen Annahmen:

EINSTEIN:
Lichtgeschwindigkeit ist ein Grenz / Maximalwert

HEIM:
Jedes Gravitationsfeld besitzt selbst eine Masse

Heims Theorie ist rein geometrisch. Quasi eine Fortsetzung der allgemeinen Relativitaetstheorie. Hier wird Gravitation ja auch geometrisch als Kruemmung in der Raumzeit gedeutet. Heim fuehrt diesen
Gedanken weiter bis hin zu den Elementarteilchen. Diese heissen bei ihm Protosimplex oder so und sind in staendiger Wechselwirkung. Mit Paralellwelten ? So wie ich es verstehe sind bei ihm Raum und Zeit selbst eine Art Teilchen. Auf geden Fall quantisiert. Das entspricht irgendwie auch voll meinem Weltbild.
Vielleicht finde ich ihn deshalb auch so plausibel und mache hier Werbung :-).

Und hier also auch die Antwort auf die Eingangsfrage dieses Threads.
Was wuerde passieren wenn ein Genie eine Weltformel (TEO) finden wuerde ?
Antwort:
NICHTS !!!

ciao
richy



Nachricht bearbeitet (05.09.03 12:39)
Re: Die Weltenformel
30. July 2003 11:08
Hi richy,

dieser Heim klingt schon recht interessant; gibts darüber ein allgemeinverständliches Buch (oberhalb von Joachim Blubber)?

Aber das mit der Wahrscheinlichkeit hast Du wohl nicht ganz verstanden. Nach dem Artikel handelt es sich ja eben nicht um WAHRSCHEINLICHKEIT, sondern um REALITÄT.

Der Autor hält es für möglich, daß alles, was nach der Wellenfunktion möglich ist, auch tatsächlich existent ist - nur eben nicht in ein und demselben Universum. Dann behauptet er, die in unserem Universum verkörperte (?) Informationsmenge entspräche 10 hoch 10 hoch 118 Einheiten (vermutlich Bits), und schließt daraus, daß man "nur" 10 hoch 10 hoch 118 Universen braucht, um alle möglichen Alternativen parallel zu verwirklichen.

Platz genug soll dafür jenseits des Erkenntnishorizonts sein, gemäß einer mir noch nicht bekannten Theorie der unendlichen chaotischen (da wären wir ja wieder beim Thema) Inflation.

Das bisherige Problem der Quantenmechanik sei, daß sie eine ad-hoc-Annahme namens Kollaps der Wellenfunktion einführen muß, um zu erklären, wie sich Quantensuperpositionen auflösen. Für diesen Kollaps soll es aber angeblich keinerlei mathematische Notwendigkeit geben; man braucht sie nur, um die mathematischen Konsequenzen der Theorie an die beobachtbare Realität anzupassen. Also so was wie eine Neuauflage der kosmologischen Konstanten.

Da sich die Paralleluniversen aber jenseits des Erkenntnishorizontes aufhalten, handelt es sich bei dem Kollaps der Wellenfuktion also um ein anthropisches Prinzip - sozusagen ein Filter, um das Wissen in unsere Köpfe hineinzubekommen.

Weshalb ein hilbert-Raum nun unendlichdimensional sein muß, weiß ich nicht; ich weiß nicht einmal, wieso eine rein mathematische Entität überhaupt in dimensionen existieren muß.

Aber das ist wohl einer der Kniffe des Artikels: er thematisiert den alten Streit, ob die Ideen realer seien als die Erscheinungen oder umgekehrt. Die Multiversumtheorie geht wohl von der ersteren, platonischen Ansicht aus, wodurch die Paralleluniversen als gültige Lösung der Funktion unabweisbar würden.

Was ich mich nun frage, ist, ob innerhalb eines des Universen alles vorherbestimmt ist, oder ob der menschliche Geist kraft einer Entscheidung durch die Universen surft wie in dieser komischen RTL-Vorabendserie.

Wenn ja: was ist mit dem Parallelkörper in der Parallelwelt, BEVOR ich da eintreffe? Hängt der einfach nur so rum wie mein Sonntagsanzug im Kleiderschrank?

Oder denke ich wieder einmal vierdimensional, wie Doc Brown sagen würde?

Grüße

Gregor
Thomas Reinhold
Re: Die Weltenformel
03. September 2003 22:10
Hallo,

ich finde die Heimsche Theorie wirklich äusserst interessant.

Das Problem dabei ist wohl tatsächlich die Nachvollziehbarkeit. Der Mann hat schliesslich 50 Jahre kontinuierlich daran gearbeitet :-)

http://www.engon.de/protosimplex/
Re: Die Weltenformel
05. September 2003 14:45
Hi richy,

ich glaube, die Heim-Adepten kokettieren ganz schon damit, wie hermetisch doch das Werk des großen Burkhard (obs wohl pietätlos ist, wenn ich ihn den "großen Burkhardini" nenne? Immerhin tritt er ja mit einem tollen Trick auf) ist.

Wahrscheinlich haben sie Angst davor, daß eines Tages einer daherkommt und einen Fehler drin findet; dann können sie immer noch sagen: er hats halt nicht verstanden (das erinnert an den alten Hegel. Der soll auf dem Totenbett gesagt haben: nur ein Mensch hat mich richtig verstanden - und auch der hat mich nicht verstanden).

Ist aber ein Problem: Wissenschaft bedeutet Reproduzierbarkeit der Ergebnisse - aber wo steht, daß das nur für den experimentellen Sektor gilt? Wenn s niemand mehr versteht, ist es eben keine Wissenschaft, sondern Mystik.

Ja, 10 hoch 10 hoch 118 kann ich mir schwer vorstellen - aber vieles andere auch. Nimm zum Beispiel folgenden Fall:

Erste Stunde nach den großen Ferien. die Lehrerin sagt: "Hefte raus, wir schreiben jetzt einen Aufsatz: Mein schönstes Ferienerlebnis" (ich liebe Klischees).

Wie viele Universen alleine dafür nötig sind!? Angenommen, 25 Schüler. Jeder überlegt, was denn das Schönste an seinen Ferien war. Und dann: wie fang ich an? Wie gehts weiter? Und dann noch all die Schreibfehler, die passieren können!

Also, 10 hoch 10 hoch 118 ist bestimmt ne menge Möglichkeiten; aber ich bleibe dabei: das Leben bringt das locker.

Nur halbtote Schrödinger-Katzen wird es dann nicht mehr geben; denn Schrödingers Katze war ja nur deshalb nicht lebendig und nicht tot, weil beide Quantenzustände im selben Universum (als Superposition) koexistierten. Wenn es aber für jeden Quantenzustand ein eigenes Universum gibt, dann gibt es keine Superpositionen mehr, dann ist die Katze in dem einen Universum sofort und unwiderruflich tot und hat im anderen Schwein gehabt.

Im übrigen klärt die enorme Zahl der Multiversen (nennen wir es eine Fantastilliarde? Das Wort habe ich aus einem Donald-Duck-Comic; ich habe aber vergessen, wie die da definiert wurde. War bestimmt weniger als 10 hoch 10 hoch 118, denn ich glaube, Dagobert besaß soviel Geld) die alte Frage, was denn hinter den Grenzen unseres Erlebnishorizontes sei: noch mehr Universen.

Fehler wird es nicht geben; schließlich ist das Ganze keine Matrix, sondern eine mathematische Menge, nämlich die Menge aller Lösungen der Wellenfunktion. Das heißt nicht, daß es nicht Deja vues gibt - aber eben nur, wenn die Gleichung sie zuläßt.

Allerdiings muß man den Gedanken wohl dahingehend verstehen, daß innerhalb jedes Universums alles vorherbestimmt ist, kein Platz für echten Zufall oder freien Willen. Nur, da wir nicht wissen, in welchem Universum wir uns befinden und was als nächstes passieren wird, merken wir den Unterschied nicht.

Nochmals zurück zu Heim. Wenn er so schwer zu verstehen ist, warum fängt nicht irgendeiner an, ihn zu erklären? Daß es schwer ist hat die Menschen doch noch niemals abgeschreckt; im Gegenteil: je schwerer, desto besser, und unmöglich? Super!

Ich hätte nicht übel Lust, mich mal an seiner syntrometrischen Methode zu versuchen, von der auf der o. a. Seite andauernd die Rede ist; wenn ich schon Heims Theorie selber nicht verstehe, kann ich doch wenigstens die Grundsteine zu ihrem Verständnis legen. Oder den Unterscheid zwischen Protosimplices und Superstrings rausarbeiten.

Aber ich nehm mir immer soviel vor; dabei habe ich es letztes Wochenende nicht mal geschafft, meine Schuhe zu putzen (aber da ich es mir fest vorgenommen hatte, bleibt mir der Trost, daß irgendwo da draußen ein Gregor existiert, der es getan hat - und zwar nur deshalb, weil ich es nicht tat. Trost der Physik).

Gruß

Gregor
Re: Die Weltenformel
05. September 2003 15:17
Hi everybody,

auf meiner Suche nach möglichen Zugängen zu Burkhard Heims hermetischen Werk bin ich auf folgenden Link gestoßen:

http://www.rodiehr.de/aa_heim_droescher_ludwig.htm

Das medizinische zum Schluß kann man ja vernachlässigen.

Grüße

Gregor
Re: Die Weltenformel
05. September 2003 18:29
hi Gregor

ZU THREAD 1)

Ich sitze echt vor dem Computer und lache mich wech :-)
Der grosse Burkhardini hehehehe .......
zweiter Lachanfall bei Hegel :-) lol .......
Ich lache echt gern und verstehe, wie Du das meinst ...

Dein Satz, dass das Leben so viele Moeglichkeiten bietet, geht absolut in Ordnung.
An der Zahl 10**10**118 zweifle ich ja nicht. Du siehst ich kann sie problemlos in der Form hinschreiben. Und schon aus 59 Buchstaben
KOENNTE man 10**80, also AiU Aufsaetze verfassen.
Hi hi aber wer soll die dann alle korriegieren ? :-) Also ich hab halt Probleme dass diese Universen ,wenn auch imaginaer, hier herumschwirren. Habs wie gesagt net gelesen. (BTW 10**10**99) traegt glaube ich den Namen Aleph1) Ok nennen wir es Fantasilliarde oder wie waers mit Fanta118 ?

ZU THREAD 1 / 2)

Das ist die beste Seite zu Heim, die ich bisher gelesen habe !
Denke mal Du bist jetzt auch bischen ueberzeugter, dass das ganze
nicht nur Hokus Pokus ist. Und seine Namensgebung finde ich doch
auch recht huebsch. Bei der Syntrometrie Logik duerfte es sich wohl um
die Fuzzy Logik handeln.
Diese neue Differentialrechnung, Metronenrechnung wuerde mich auch brennend interessieren. Nie was davon gehoert. Bereits dafuer koennte man doch super praktische Anwendungen finden. Vielleicht scheitert
das exakte Nachvollziehen auch an dieser neuen Mathematik.

Reproduzierbarkeit ?
Dr. H. D. Schulz hat im Rechenzentrum des DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron in Hamburg) die Heimschen Formeln in den Computer eingegeben und die heute bekannten etwa 300 Teilchen berechnet. Mit den großen Beschleunigeranlagen lassen sich die physikalischen Daten der Teilchen messen. Alle stimmen bis zur letzten Dezimale mit den theoretischen Werten überein.
Dies ist eine 'Weltsensation ersten Ranges' (E. Senkowski).

Auch deine Verschraenkten Zwillinge kannst Du auf der Seite finden.
Also alles doch wunderbar. Und warum kuemmert sich keiner drum ?
Musst Du einmal die Biography von Burkhardini lesen :-)
Na und bestens. Eine dreikoepfige Amateurgruppe hat sich paar Jahre
daran die Zaehne ausgebissen. Die Wissenschaftler werden sich sagen:
"Naja, wenn die das schon nicht schaffen, lassen wir mal ................"
Hawkins hat die Veroeffentlichungen abgelehnt, weil sie nicht rezensiert waren.
"Naja, der hat das auch nicht gelesen, kanns ja nix sein ................"

Passt uebrigends schon in ein Chaosforum. Wenn Du in den 80 ern an der Uni mit Chaostheorie angefangen hast. Ach so einer mit Apfelmaennchen.

Also ob Heinz Besen da vielleicht doch recht hat mit dem Elefenbeinturm.
Hey Heinz wir sitzen in dem aber betimmt nicht mit drin ! :-)
Brauchst nicht losschimpfen :-)

wow
Das Universum war mal 0.91 m gross und die gerade Primzahl 2 hat den Urknall / das Urknaellchen ausgeloest. (Hm, wenn mein Compi gerade ein
Bewusstsein haette, der wuerde wohl auch andauern ueber die Zahl 2 stolpern :-)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das medizinische finde ich eigentlich auch interessant.
Ist doch gerade ein Aspekt , dass Heim diese beiden Weltanschauungen, die sich absolut nicht abkoennen, verbindet.
BTW: Ich bin kein Esoteri !!!

.... mögen bedenken, dass Burkhard Heim diese Aussagen aus seiner Theorie abgeleitet hat, ....
hehe ist das ne Entschuldigung ?

Die für das transmortale Schicksal notwendige Motivation muss sich schon im jetzigen Leben entwickeln;....
vielleicht gibts doch Himmel und Hoelle ? ne ne das glaube ich jetzt doch lieber auch nicht :-) Scheisse lande ich also doch in der Hoelle :-( hehe

Verstehen tu ich das ganze auch nur in etwa. Und nur im Ueberblick.
Aber der ueberzeugt mich schon sehr.
T55 T56 T65 T66 das koennten doch auch diese fanta 128 Universen sein ?


ciao
richy

Hey der Rest der HP ist wirklich leider etwas abgefahren.



Nachricht bearbeitet (18.09.03 16:08)