Willkommen! Anmelden Ein neues Profil erzeugen

Erweiterte Suche

Komlexität und Bewusstsein

geschrieben von Alldaris 
In diesem Forum können zur Zeit keine Beiträge verfasst werden. Bitte versuche es später noch einmal.
Komlexität und Bewusstsein
14. September 2005 14:39
Hallo Mosquito,

Freiheitsgrade. Nehmen wir einmal an, die Natur strebe nach einer Maximierung der Freiheitsgrade. Wie erreicht sie das? Wie kann die maximale Anzahl der Freiheitsgrade gesteigert werden?

Durch Komplexität.
Zellhaufen. Ich habe mich immer gefragt: Was soll das?
Aber nun ist es mir klar. Eine Zelle mag auf die Umwelt reagieren können, aber ihre Anzahl der Freiheitsgrade wird immer beschränkt sein müssen. Es ist zwingende Konsequenz die Anzahl der Freiheitsgrade durch Zusammenschluss zu erhöhen, vorausgesetzt, dass genau das Intention ist. Durch Zusammenschluss erreicht man die Maximierung der Anzahl der Eigenschaften eines Organismus, einfach durch Summation der Einzeleigenschaften.

Das Gehirn wäre dann eine Folge dieser Summation. Das Gehirn ist die Folge von Bewusstsein, und nicht dessen Ursache. Das Gehirn ist die momentane Endstufe auf dem Weg hin zu immer noch komplexeren Organismen, mit immer mehr Freiheitsgraden.

Also, jetzt haben wir ein Bewusstsein, dass nach Komplexität strebt.
Und wo kommt dieses Bewusstsein her? Wie ist dieses Bewusstsein entstanden?

Selbstorganisation. Kann mir mal jemand diesen Begriff erklären. Den versteh ich nämlich nicht. Wie soll sich etwas selbst organisieren, wenn es sich seiner selbst nicht bewusst ist?
Doch wohl nur durch Zufall.
Und wenn es sich seiner selbst doch bewusst ist, dann gibt es ein Bewusstsein, und dann entsteht automatisch die Frage, WOHER?



Gruß
Alldaris
Mosquito
Re: Komlexität und Bewusstsein
14. September 2005 15:59
Hallo Alldaris!

Die komplexen Zusammenschlüsse haben sogar noch einen Vorteil: Die Spezialisierung. Und die wiederum ist in den Gensträngen angelegt. Aber ganau das gibt es jetzt noch nicht, sonst sieht man nix.

Eine Zelle, die gerade noch nichts tun kann, wird sehr lange überdauern können. Jetzt gelangt etwas zu ihr, das Energie spendet. Es passt, es kann genutzt werden. Die Energie mag genutzt werden, um die Membran zu verformen, irgendwelche Bewegung entsteht. War die Nahrung größer, wird sie nun wieder an die Fortsetzung der Futtermöglichkeit gelangen und kann weiter futtern.

Mit der Mühe und mit sicher auch mit passend eingebauten Abschnitten können einfachste Bewegungshilfen realisiert werden. Doch die Nahrung bleibt zufällig. Was war das überhaupt? Die Konzentration der Zelle wird sich auf die Erkennung richten. Allein nützt die gar nichts. Wiedererkennung ist wichtig. Erinnerung wird gebraucht. Die Zelle wird jetzt schon recht komplex sein. Die Erinnerung mag sie in einem minimalen neuronalen Netzwerk organisiert haben.

Ja gut, ohne Orientierung nützt das immer noch nichts. Wo ist das, was ich suche? Ein einfacher Orientierungsmechanismus bildet sich aus. Das alles geht noch lang nicht begrifflich. Es sind Impulse. Alles läuft direkt.

Auch die Schädigung beim Kontakt schadendem läuft direkt. Es mögen Sensoren für Schädigung ausgebildet werden. Eine Fernerkennung gelingt. Die Ausweichfähigkeit wird erworben.

Es gab verschiedene Wege. Die Amöben setzten auf Riesenzellen und realisieren die Bewegung weiter aus der Körperformung. Die Geiseltierchen blieben winzig und fanden die Geiselfortsätze. Sie haben gelernt, die Stränge zu reproduzieren und sich zu teilen. Die Art konnte sich erhalten.

Na ja, so könnte ggf. ein Schema sein. An die "Antriebskräfte" kommt man sicher nicht oder nicht leicht dran. Vielleicht ergibt es sich, wenn Funktionalität grundsätzlich möglich ist. Denn für irgendetwas, das möglich ist, wird Energie ja wohl automatisch genutzt.

Sicher können Urzellen auch noch mehr, wovon wir gar keine Ahnung haben. "Willen" kann auch die zweckdienliche Nutzung von Enzymen sein. Warum soll die Zele sich um die Aufnahme bzw. Produktion eines Enzyms kümmern, das Glashaut macht, mit der die Bewegung schwerer wird? Vielleicht wird es nicht genutzt, weil einfach kein Bedarf besteht? Vielleicht wird auch ein einmal begangener fehler auszugleichen versucht?

Also hier wird es schwierig. Mehr als ein mögliches Schema kann so eine Betrachtung sowieso nicht sein. Doch es mag zeigen können, wie ggf. Bewusstsein einfachst genutzt werden kann. Angebot, Bedarf und Impuls. Das wäre die pure, direkte Instinktreaktion. Und selbst den Begriff mag man Einfachstwesen wohl noch nicht zutrauen. Bleiben wohl die Grundbegriffe, aus denen es funktionieren muss.


Selbstorganisation im Kleinen wäre damit ziemlich klar. Es wird genutzt, was vorhanden ist und sich als nützlich zeigt. Auf einfach nur vorhandenem liegt weniger Impuls. Bei schädlichem werden Alarm- und Ausweichimpuls ausgelöst.

Im Großen folgt Selbstorganisation der Gravitation und der Thermodynamik. Aus nebeln müssen einfach Galaxien und Haufen nach sellbstähnlichen Mustern werden. Der groben Wabenform und dem goldenen Schnitt kann man immer wieder begegnen. Gravitation als Gezeitenkraft forciert die Scheibenentwicklung.

Für den Quantenbereich kann ich jetzt nichts versuchen. Für die Lagerstättenbildung wären die Chemie und die Bewegungen in Schmelzen zuständig.

Dünenmuster ergeben sich aus Winddruck, Sandgewicht, Oberflächenform und der Parabelflugbahn. Vor der Düne wird abgelagert. Im Scheitelbereich wird abgetragen. Der böige Wind an den Küsten dürfte die Dünenform begünstigen. Der feinste saharasand dagegen wird per Windkraft aussortiert und nach Europa transportiert. Es entstehen überrieselte Autos. :D

Na ja, so weit mal. Da ist bestimt einiges zu korrigieren oder ggf. zu ergänzen. Grundsätzlich scheinen Betrachtungen aber doch möglich zu sein.


Gruß
Mosquito