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Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?

geschrieben von seras 
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Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum
gekommen sein?

Als Darwin seine Theorie Mitte des 19. Jahrhunderts vorstellte, erwähnte er den Ursprung des Lebens, wie also die erste lebende Zelle entstanden ist, mit keinem Wort. Wissenschaftler, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach dem Ursprung des Lebens suchten, begannen zu erkennen, dass die Theorie falsch war. Die komplexe und perfekte Struktur des Lebens bereitete für viele Forscher den Grund, an die Wahrheit der Schöpfung zu glauben. Mathematische Berechnungen und wissenschaftliche Experimente und Beobachtungen zeigten, dass das Leben kein "Zufallsprodukt" sein konnte, wie die Evolutionstheorie behauptete.

Mit dem Zusammenbruch dieser Behauptung und der Erkenntnis, dass das Leben "geplant" ist, begannen einige Wissenschaftler, im Weltraum nach dem Ursprung des Lebens zu suchen. Die Bekanntesten der Wissenschaftler, die solche Behauptungen aufstellten, waren Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe. Diese beiden bastelten ein Szenario zusammen, nachdem es im Raum eine Kraft gibt, die Leben "säät". Danach würden diese Lebenssamen durch Gas- oder Staubwolken oder auch durch einen Asteroiden durch die Leere des Raums transportiert, erreichten irgendwann die Erde und lösten so die Entstehung des Lebens aus.

Nobelpreisträger Francis Crick, der zusammen mit James Watson die Doppelhelix-Struktur der DNS entdeckte, ist einer von denen, die den Ursprung des Lebens im Weltraum suchten. Crick erkannte, dass es ziemlich unvernünftig war, die Entstehung des Lebens durch Zufall anzunehmen, statt dessen behauptete er, das Leben auf der Erde entstand durch intelligente extraterrestrische Kräfte.

Wie wir gesehen haben, hat die Idee, das Leben sei aus dem Weltraum gekommen, prominente Wissenschaftler beeinflusst. Man kann aus zwei grundsätzlichen Perspektiven heraus an sie herangehen.

Wissenschaftliche Inkonsistenz

Meteore können keine lebenden Organismen auf die Erde bringen. Keine lebende Struktur würde die enorme Hitze beim Eintritt in die Erdatmosphäre, oder den Einschlag auf der Erde überleben. Oben: Ein riesiger Meteoritenkrater in Arizona. Selbst wenn wir außerirdisches Leben annehmen, dann kann dessen Ursprung auch nicht anders als durch die Schöpfung erklärt werden.

Der Schlüssel zur Bewertung der "Das Leben begann im Weltraum" These liegt in der Untersuchung der Meteoriten, die die Erde erreicht haben und in der Untersuchung der Gas- und Staubwolken im Weltraum. Bisher wurde kein Beweis gefunden für die Behauptung, Himmelskörper beherbergten außerirdische Kreaturen, die das Leben zur Erde gebracht hätten. Keines der Forschungsprojekte, die bisher durchgeführt wurden, hat eines der komplexen Makromoleküle entdeckt, die in allen Lebensformen auftauchen. Weiterhin weisen die Substanzen in Meteoriten nicht die typische Asymmetrie auf, die den Makromolekülen eigen ist, aus denen jedes Leben besteht. Zum Beispiel sollten Aminosäuren, aus denen die Proteine - die Grundbausteine des Lebens - bestehen, etwa in gleicher Zahl in rechtsdrehender und linksdrehender Form (optische Isomere) auftreten. Aminosäuren bestehen jedoch ausschließlich aus linksdrehenden Aminosäuren. Die organischen Moleküle, die sich bisher in Meteoriten fanden, weisen diese Asymmetrie nicht auf. Sie sind in links- und rechtsdrehender Form vorhanden.51

Dies ist nicht die letzte Ungereimtheit der These, Substanzen aus dem All hätten das Leben auf der Erde verursacht. Die, die dieser Idee folgen, müssen erklären, warum ein solcher Prozess nicht auch heute geschieht, denn die Erde wird pausenlos mit Meteoriten bombardiert. Bis heute jedoch hat keine Untersuchung eines Meteoriten die "Samenthese" bestätigt.

Eine andere Frage an die Verteidiger dieser These ist die: "Selbst wenn wir akzeptieren, dass das Leben durch ein Bewusstsein im All geformt wurde, und dass es dann irgendwie die Erde erreicht hat, wie sind die Millionen Arten auf der Erde entstanden?" Dies ist ein großes Dilemma für die Behauptung, das Leben komme aus dem All.

Zu diesen Schwierigkeiten kommt hinzu, dass bisher noch keine Spur einer anderen Zivilisation gefunden wurde, die das Leben auf der Erde in Gang gesetzt haben könnte. Keine astronomische Beobachtung hat bisher irgendeinen Hinweis auf das Vorhandensein einer solchen Zivilisation gegeben.

Was steht hinter der "extraterrestrischen" These?

Wie wir gesehen haben, hat die These, das Leben auf der Erde sei durch Außerirdische entstanden, keinerlei wissenschaftliche Basis. Bisherige Entdeckungen können sie weder bestätigen, noch widerlegen. Doch als die Wissenschaftler, die sie aufbrachten, sich in diese Richtung orientierten, taten sie dies, weil sie eine ganz bestimmte wichtige Tatsache sahen.

Eine Theorie, die die Entstehung von Leben auf der Erde mit dem Ergebnis eines Zufalls erklären will, ist nicht länger haltbar. Man hat erkannt, dass die Komplexität der verschiedenen Lebensformen auf der Erde nur das Ergebnis eines intelligenten Designs sein kann. Tatsächlich geben die Fachgebiete der Wissenschaftler, die das Leben im Weltraum suchten, einen Hinweis darauf, warum sie die Logik der Evolutionstheorie ablehnten.

Beide sind weltbekannte Wissenschaftler: Fred Hoyle ist Astronom und Bio-Mathematiker, Francis Crick ist Molekularbiologe.
DAS "EXTRA TERRISTRISCHE" DILEMMA DER DARWINISTEN

Behauptungen, der Ursprung des Lebens könne im Weltraum liegen, sind Science Fiction. Es gibt keinen Hinweis darauf und Meldungen und Kommentare dazu sind reine Spekulation nach dem Motto "Es könnte vielleicht so gewesen sein". Tatsächlich sind solche Szenarien unmöglich. Selbst wenn wir annehmen, dass organische Verbindungen durch Meteore die Erde erreicht haben könnten, so ist es chemisch, physikalisch und mathematisch unmöglich, dass solche Verbindungen aus sich selbst heraus Leben hervorgebracht haben. Die Phantasie, das Leben auf der Erde könnte von außerirdischem abstammen, ist ein Manöver, mit dem die Darwinisten die Existenz Gottes umgehen wollen. Doch dies ist bedeutungslos, denn die "außerirdische" These verlagert das Problem nur auf eine andere Ebene und führt zu der Frage, "Was ist der Ursprung der Außerirdischen?" Vernunft und Wissenschaft sagen uns: Es gibt ein absolutes Wesen, das alles Leben geschaffen hat, obwohl es selbst nicht geschaffen wurde und schon immer existiert. Dieses Wesen ist Gott, der alles erschaffen hat.

Wissenschaftler, die im All nach dem Ursprung des Lebens suchen, interpretieren dieses Thema nicht notwendigerweise neu. Hoyle, Wickramasinghe und Crick begannen die Möglichkeit, dass das Leben aus dem Weltraum gekommen sein könnte, zu untersuchen, weil sie erkannten, dass das Leben nicht durch Zufall entstanden sein kann. Wenn dies aber zutraf, dann mussten sie die Existenz einer höheren Intelligenz im All vermuten.

Doch die Theorie, die sie für die Herkunft dieses intelligenten Designs vorschlugen, ist widersprüchlich und sinnlos. Die moderne Physik und Astronomie haben gezeigt, dass unser Universum aufgrund des Urknalls vor 12-15 Milliarden Jahren entstanden ist. Alle Materie im Universum entstand bei dieser "Explosion". Aus diesem Grund müsste jede These, die den Ursprung des Lebens auf der Erde mit einer anderen auf Materie basierenden Lebensform zu erklären versucht, dann auch erklären, wie denn diese Lebensform zustande gekommen ist. Das heißt, eine solche These löst das Problem nicht wirklich, sie verlagert es lediglich auf eine andere Ebene. (Detailliertere Informationen dazu finden Sie in Harun Yahya's Büchern "Die Erschaffung des Universums" und "Zeitlosigkeit und die Tatsache des Schicksals".)
DER BLINDE ABERGLAUBE DER EVOLUTIONISTEN:


Unbelebte Materie + Zeit =
Millionen komplexer lebender Spezies

Die obige Formel ist der kürzeste Weg, die Evolutionstheorie auszudrücken. Darwinisten glauben, unbelebte Atome und Moleküle kamen zufällig zusammen, organisierten sich im Lauf der Zeit selbst, "erwachten" zum Leben und verwandelten sich in Millionen komplexer und perfekter Lebewesen. Dieser Aberglaube wird durch kein bekanntes physikalisches Gesetz unterstützt. Im Gegenteil, die Physik zeigt, dass Zeitablauf einen chaotischen, und keinen organisierenden Effekt hat (zweiter thermodynamischer Hauptsatz). Tatsächlich ist der Zeitfaktor nur ein Täuschungsversuch der Darwinisten, um ihre Theorie aus dem Schussfeld zu bekommen. Weil kein evolutiver Prozess, der neues Leben entstehen ließe in der Natur beobachtet werden kann, versuchen Darwinisten das Problem zu verdecken indem sie sagen: "Evolution kann zwar nicht beobachtet werden, doch sie könnte in den vergangenen Millionen Jahren stattgefunden haben." Auch diese Behauptung wird durch die Fossilienfunde zunichte gemacht, die zeigen, dass ein evolutiver Prozess niemals stattgefunden hat.

Wie wir gesehen haben, stützt die "Das Leben kam aus dem All" These die Evolutionstheorie nicht, doch sie offenbart die Unmöglichkeit von Evolution und akzeptiert, dass es für die Existenz des Lebens keine andere Möglichkeit gibt, als intelligentes Design. Die Wissenschaftler, die dies anregten, begannen mit einer korrekten Analyse, schlugen dann aber den falschen Weg ein und begannen die alberne Suche nach dem Ursprung des Lebens im Weltraum.

Es ist offensichtlich, dass das Konzept der Außerirdischen den Ursprung des Lebens nicht erklären kann. Selbst wenn wir für einen Moment annehmen, dass Außerirdische tatsächlich existieren, so ist immer noch offensichtlich, dass sie selbst auch das Produkt eines intelligenten Designs sein müssten. Dies liegt daran, dass die Gesetze der Physik überall im Universum dieselben sind, und sie machen ein zufälliges Entstehen von Leben unmöglich. Dies zeigt, dass Allah der jenseits von Zeit und Materie ist und unendliche Macht, Weisheit und Kenntnis besitzt, das Universum und alles, was sich in ihm befindet, geschaffen hat.
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
02. September 2005 00:03
Und wo ist die Wissenschaftliche Belegbarkeit von Allah?

In dem Artikel, wird ständig wiederholt, dass die "Befruchtungstheorie" unwissenschaftlich sei, weil es dafür keine Belege gibt, gleichzeit endet er mit einer anderen These, die nach den genannten Kriterien genauso unwissenschaftlich sein müsste.
Welche Belege gibt es für Gott?

Die Befruchtungstheorie, nach der organische Moleküle über Kometen oder Meteore die Erde befruchtet haben , behauptet auch nicht, dass grüne Mänchen hier gelandet sind und Leben "Installiert" haben, sondern dass diese Moleküle über diese Himmelskörper auf die Erde gelangten, und hier nach der gängigen Theorie (Ursuppe usw.) zur Entwicklung des Lebens führten.

Das es auf anderen Himmelskörpern organische Materie gibt, ist übrigens nachgewiesen. Das kann man ganz einfach per Spektralanalyse (zueltzt bei dem Levi-9 der auf dem Jupiter eingeschlagen ist.).

Für mich ist diese Theorie genauso glaubhaft wie der Glaube an einen vermeintlichen Gott.

gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (02.09.05 00:04)

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Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

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Ach ich knobel die ganze Zeit, was das alles bedeuten könne. So viel Text, der nur gegen veraltete Ansichten ist. Da les ich ja nicht alles. Wenn, dann soll möglichst weiterbringender Inhalt drinstehen.

Jo, also gut, der große Geist hat alles erschaffen, oder wir können gar nicht wissen, woher alles stammt, ob es überhaut stammt. Wenn das Weltall in Raum und Zeit unendlich ist, gibt es keine Erfahrbarkeit darüber hinaus. Die persönliche Annahme mag also des persönlichen Interesses sein, sie spielt ansich keine Rolle.

Leben aus dem All ist oh ja eine komische Vorstellung. Lebende Külemolle - Molleküle werden beim Eintauchen zerstört. und selbst wenn, hätten wir es hier ggf. mit verschiedenen, nicht kompatiblen Biologien zu tun. Denn was einmal geht, wird auch öfter gehen können.

Doch es ward erkaltende Lava. Solches geschah immer wieder. An Rändern bildeten sich immer wieder komplexere Phosphatmoleküle usw. Ich soll wirklich mal meine Linksammlung ordnen. Sie wächst einfach schneller, als ich wiederfindbare Archivschlüssel bilden kann. Ich muss da aber mal drangehen...

Gruß
Mosquito
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
02. September 2005 00:58
Es werden in den Texten auch soviele Behauptungen aufgestellt, die sich gegenseitig widersprechen.

Das Universum ist da unedlich gross, war schon immer da, wird von einer unkontrollierbaren und unverstehbaren Evidenz gesteuert, von der wir nichts wissen können, aber dass die physikalischen Gesetze in diesem unendlichen Universum überall gelten, das weiss er sicher....


Versteh ich nicht.



Beitrag bearbeitet (02.09.05 01:08)

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gruß,
Alldaris


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Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
02. September 2005 01:36
> Leben aus dem All ist oh ja eine komische Vorstellung. Lebende
> Külemolle - Molleküle werden beim Eintauchen zerstört.

Das wurde in dem Artikel zwar einfach behauptet, ich weiss aber nicht, woraus das begründet werden sollte. Wenn man sich einen Kometen vorstellt, von entsprechender Grösse, ein riesiger Schneeball, in dessem Inneren sich die Moleküle befinden. Ich glaube nicht, das man da automatisch von einer Zerstörung ausgehen muss, zumal man auch nicht vergessen darf, das die Atmosphäre der Erde in früheren zeiten durchaus dünner gewesen sein könnte.



> selbst wenn, hätten wir es hier ggf. mit verschiedenen, nicht
> kompatiblen Biologien zu tun. Denn was einmal geht, wird auch
> öfter gehen können.

Wie meinen? Den Satz versteh ich nicht.


gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (02.09.05 01:44)

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die wissenschaftler waren wohl eher astrologen
*Uff*, hatte vor lauter Massenbombardement die Fortsetzung übersehen.

Die Phosphate können aus den unendlichen weiten :D gekommen sein, können aber durchaus auf Terra entstanden sein. An Lavastromrändern soll die Bildung durchaus möglich sein. Wenn Aktivität und Leben einfach aus geeigneten Komplexitäten entstehen, kann der Stoff problemlos aus dem Weltraum stammen.


Doch hier auf Terra hat sich eine einheitliche, in sich kompatible Biologie entwickelt. Bei der Milliardenunzahl der Möglichkeiten erscheint eine kompatible Entwicklung bei Biogrundlage aus dem All nicht unbedingt wahrscheinlich. Es müsste vorausgesetzt werden, dass verschiedene "Lieferanten" dem gleichen prozess entstammten.

Letztlich spielt es keine Rolle. Die potentielle Verlagerung der Entstehung aus dem Kosmos sagt zunächst nur, dass man sich derzeit keinen Entstehungsweg auf Terra vorstellen konnte. Unter Berücksichtigung der Eigenschaften des Vulkanismus rückt die Terra-Entstehung in den bereich der diskussionsfähigen Möglichkeiten.

Die Atmosphäre war damals wohl nicht dünner, allerdings völlig anders aufgabaut. Bin auf dem Tresor kein Spezialist.

ein Mosquito
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
10. September 2005 14:30
> Die Phosphate können aus den unendlichen weiten :D gekommen
> sein, können aber durchaus auf Terra entstanden sein. An
> Lavastromrändern soll die Bildung durchaus möglich sein. Wenn
> Aktivität und Leben einfach aus geeigneten Komplexitäten
> entstehen, kann der Stoff problemlos aus dem Weltraum stammen.

Ich kenne die Theorie eigentlich so, dass die Grundlagen aus dem Weltall stammen (also die Grundstoffe der DNA), sich die DNA aber dann hier entwickelt hat. Es ist damit nicht gemeint, das da Bakterien vom Himmel "regneten" oder so ähnlich.

>
>
> Doch hier auf Terra hat sich eine einheitliche, in sich
> kompatible Biologie entwickelt. Bei der Milliardenunzahl der
> Möglichkeiten erscheint eine kompatible Entwicklung bei
> Biogrundlage aus dem All nicht unbedingt wahrscheinlich. Es
> müsste vorausgesetzt werden, dass verschiedene "Lieferanten"
> dem gleichen prozess entstammten.

Verschiedene Lieferanten? E i n Einschlag reicht doch. Von dem ging dann die Entwicklung aus. Vieleicht gab es auch andere Einschläge mit potentiell fähigem Material, aber das hat sich dann nicht verbunden und weiterentwickelt. Es müssten ja auch die richtigen Bedingeungen am Einschlagsort vorliegen.


>
> Letztlich spielt es keine Rolle. Die potentielle Verlagerung
> der Entstehung aus dem Kosmos sagt zunächst nur, dass man sich
> derzeit keinen Entstehungsweg auf Terra vorstellen konnte.

Kann sein. Man könnte die Theorie auch einfach nur als Alternative zu gängigen Erklärungsmodellen begreifen.

> Unter Berücksichtigung der Eigenschaften des Vulkanismus rückt
> die Terra-Entstehung in den bereich der diskussionsfähigen
> Möglichkeiten.

Durchaus. Ich will das auch garnicht abstreiten.

>
> Die Atmosphäre war damals wohl nicht dünner, allerdings völlig
> anders aufgabaut. Bin auf dem Tresor kein Spezialist.

Atmosphäre. Wie stellt man sich die Entstehung vor?
Entweder sie war von anfang an vorhanden, oder aber sie entstand mit der Zeit. Das sich die Zusammensetzung der Atmosphäre geändert hat ist bekannt (mit aufkommen der Pflanzen). Wo aber kommt das Wasser her?
Wolken? Durch verdunstung von Wasser.
Wäre es denkbar, dass ein grossteil des Wassers durch Kometenbombardement in der Entstehungszeit des Sonnensystems auf die Erde kam? Schliesslich weiss man, dass die Dinger zu 90% aus Eis bestehen. Und das sind nicht eben kleine Schlückchen, die auch heute noch durchs All treiben. Also, ich finde die Befruchtungstheorie keinesfalls abwegig.


gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (10.09.05 14:33)

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gruß,
Alldaris


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Hi,

wollte nur sagen, dass heute Abend THE ONE läuft!!!!

Muss man sich unbedingt anschauen!!!!


P.S. hat jemand die neue Serie Numb3rs auf Pro Sieben geguckt??!!

Die ist sehr interessant, finde ich!!!

Mit freundlichen Grüßen


Skynet
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
10. September 2005 20:42
>
> Zu beiden mechanismen besteht aber die Frage, wieso sich nur
> ein kompatibles Biosystem entwickelt hat. Mich interessiert
> hier nicht die hilfskonstruierte Blindannahmelösung sondern das
> Forschungspotential. Es hat exakte Gründe, wenn sich das so wie
> beobachtbar entwickelt hat. Solange man hier nichts weiß, gilt
> der Gesamtkomplex noch nicht als verstanden.
>

Ich verstehe nicht was du damit meinst. Kompatibles Biosystem? Dieser Begriff ist mir nicht geläufig. Kompatibel zu was?
Erklär das mal bitte, damit ich weiss was Du meinst.
Offensichtlich siehst Du einen Widerspruch, den ich nicht nachvollziehen kann.

gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (10.09.05 20:44)

---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

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Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/
Kompatibel meint, in sich selbst kompatibel. Ich wies doch auf die milliardenfachen Möglichkeiten hin. Ein kleiner Unterschied genügt, und diverse Bakterien könnten uns nichts anhaben, bestimmte Tiere, Pflanzen, Pilze könnten als Nahrung nicht erschlossen werden. Wir hätten auf Terra harte, biologische Trennungen, echte verschiedene Biosysteme.

Bei den Betrachtungen ist ansich nichts falsch. Nur soll eben auch berücksichtigt werden, dass das geschlossene Biosystem genau so verstanden werden will wie das Biosystem ansich.
Ein (relativ) neuer Ansatz ist, dass das Leben im Eis entstanden ist:

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/77006

Die Grundidee ist wohl, dass im Eis betimmte Bedingungen vorhanden sind, die eine Replikation von (bestimmten) Molekuelen ohne grossen Aufwand ermoeglichen. Und darum geht es ja: Replikation funktionaler Strukturen.

Die Idee, dass das Leben aus dem All kommt, halte ich fuer nicht besonders "schoen", da sie das Problem nicht klaert und lediglich aus dem Blickbereich schiebt. Denn irgendwie muss ja dann im All das Leben entstanden sein....

Hier noch ein paar Beispiele fuer einen solchen Problemexport:

Worauf steht die Erde?
Sie wird von drei Elefanten getragen.
Worauf stehen die Elefanten?
Sie stehen auf einer gewaltigen Schildkroete.
Worauf steht die Schildkroete?
Sie schwimmt im unendlichen Urozean.
Nach dem Urozean hat anscheinend keiner mehr gefragt. Das Problem ist jetzt soweit exportiert, dass man mit der Unendlichkeit keine Probleme mehr hat. (Anstelle gleich die Erde im unendlichen Urozean schwimmen zu lassen...)

Wer hat die Welt gemacht?
Das war der Schoepfer.
Wer hat den Schoepfer gemacht?
Der Schoepfer hat sich selbst gemacht bzw. existiert ewig ohne Anfang. ;-)

Gruesse,

Peter
Klingt sauber... bis auf das Eis. Die Schwefler waren ggf. vor den Eislern. Die Eisbiologie mag bereits Sauerstoff genutzt haben. Der konnte erst nach den großen Korrosionen frei existieren. Schwefel->Eis->Wasser, so könnte es ein Bild geben, zu dem auch die heutige Empire passt.
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
11. September 2005 11:57
Peter geschrieben:

> Ein (relativ) neuer Ansatz ist, dass das Leben im Eis
> entstanden ist:
>
> http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/77006

Noch einmal der Hinweis. Kometen bestehen zu 90% aus Eis.


> Die Idee, dass das Leben aus dem All kommt, halte ich fuer
> nicht besonders "schoen",

Interessant. Dazu müssten wir klären ob das menschliche Esthetikempfinden in der Natur tatsächlich eine Rolle spielt. Alles was wir für "unschön" halten, kann somit also auch nicht wahr sein?


> da sie das Problem nicht klaert und
> lediglich aus dem Blickbereich schiebt.

Das würde ich abstreiten. Wenn man annimmt, dass die Grundlagen des Lebens aus dem Weltall kommen , ergibt sich daraus eine ganz wichtige Konsequenz. Nämlich was den Ort betrifft, an dem man nach Antworten suchen muss. Deshalb ist diese Frage bei dem Problem nach der Entstehung des Lebens sehr wohl von entscheidender Bedeutung.


>
> Hier noch ein paar Beispiele fuer einen solchen Problemexport:
>
> Worauf steht die Erde?
> Sie wird von drei Elefanten getragen.
> Worauf stehen die Elefanten?
> Sie stehen auf einer gewaltigen Schildkroete.
> Worauf steht die Schildkroete?
> Sie schwimmt im unendlichen Urozean.
> Nach dem Urozean hat anscheinend keiner mehr gefragt. Das
> Problem ist jetzt soweit exportiert, dass man mit der
> Unendlichkeit keine Probleme mehr hat. (Anstelle gleich die
> Erde im unendlichen Urozean schwimmen zu lassen...)

Und wenn nun die Erde tatsächlich zuerst auf einer Schildkröte stehen würde? Dann ignorieren wir den Fakt, nur weil es leichter ist, gleich von einem Urozean auszugehen? Ist das wissenschaftlich exakt?




@Mosquito:

Ok, zum Thema Kompabilitäten:
Diese Kompabilitäten zwischen den Organismen die wir beobachten können (also zum Beispiel die Tatsache, dass Lebewesen auf der Erde alle die selben Aminosäuren als Basis haben) lassen ja eigentlich nur einen Schluß zu, nämlich dass alles Leben den gleichen Ursprung hat. In wiefern steht das im Widerspruch zur "befruchtungstheorie"?

Im Übrigen sollte es interresant sein, dazu mal einen Virologen zu befragen. Der erzählt dir eine ganz andere Geschichte. Die meisten Krankheiten, die der Mensch durch Viren erleidet sind auf offensichtliche Inkompabilitäten zwischen Virus und Wirt zurückzuführen. Hier sind die Anpassungsprozesse noch in vollem Gange.
Die Kompabilitäten die wir heute sehen, sind die Folge eines Jahrmilliarden andauernden Anpassungsprozesses, der immer noch anhält.


gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (11.09.05 12:02)

---
gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

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Forum: http://30967-0.forum.alluwant.de/
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
11. September 2005 12:13
Mosquito geschrieben:

> Klingt sauber... bis auf das Eis. Die Schwefler waren ggf. vor
> den Eislern. Die Eisbiologie mag bereits Sauerstoff genutzt
> haben. Der konnte erst nach den großen Korrosionen frei
> existieren. Schwefel->Eis->Wasser, so könnte es ein Bild geben,
> zu dem auch die heutige Empire passt.

Ich denke auch, dass die Anaeroben Bakterien die ersten gewesen sein müssen, denn Sauerstoff entstand erst durch den Stoffwechselprozess dieser Organismen.

gruß
Alldaris
@Mosquito

M: Klingt sauber... bis auf das Eis. Die Schwefler waren ggf. vor den Eislern. Die Eisbiologie mag bereits Sauerstoff genutzt haben. Der konnte erst nach den großen Korrosionen frei existieren. Schwefel->Eis->Wasser, so könnte es ein Bild geben, zu dem auch die heutige Empire passt.

P:
Wir sprechen ueber die Zeit VOR der ersten funktionierenden Zelle. Eine funktionierende Zelle braucht im Groben folgende Komponenten:
a) - Membrane zum Abschliessen des Reaktionsraumes
b) - Mechanismus zum Lesen von Erbinformation, Synthese von Proteinen und DNA
c) - Kraftwerk

Sind erst einmal Zellen da, koennen sie (der Evolutionstheorie zufolge) durch Anpassung neue Lebensraeume erobern - d.h. das Kraftwerk von aerob auf anaerob oder umgekehrt umstellen. Die Zellwerdung selber hat aber ENTWEDER im Eis ODER im Schwefel, (oder im Weltall...) stattgefunden.

Das Raetsel besteht darin, wie ein so komplexes System entstanden sein koennte. Ich halte die Komponente b) fuer das Wichtigste - die ersten selbstreplikierenden DNA-Molekuele mussten vielleicht geduldig auf ein geeignetes Photon warten und hatten kein eigenes Kraftwerk zur Verfuegung. Ein Prozess aehnlich der Kristallbildung, bei der im Grunde auch Information (mit wenigen Freiheitsgraden) replikiert wird.

@Alldaris

Wenn Du Hinweise darauf hast, dass das Leben aus dem All kommt, ist es selbstverstaendlich sinnvoll, diese Moeglichkeit zu untersuchen. Ich verstehe unter Problemexport, wenn die Entstehung der ersten Zelle ins Weltall verlagert wird, nur weil man sie nicht erklaeren kann.
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
11. September 2005 16:54
Peter geschrieben:

> P:
> Wir sprechen ueber die Zeit VOR der ersten funktionierenden
> Zelle. Eine funktionierende Zelle braucht im Groben folgende
> Komponenten:
> a) - Membrane zum Abschliessen des Reaktionsraumes
> b) - Mechanismus zum Lesen von Erbinformation, Synthese von
> Proteinen und DNA
> c) - Kraftwerk

Da hat er recht.

>
> Sind erst einmal Zellen da, koennen sie (der Evolutionstheorie
> zufolge) durch Anpassung neue Lebensraeume erobern - d.h. das
> Kraftwerk von aerob auf anaerob oder umgekehrt umstellen. Die
> Zellwerdung selber hat aber ENTWEDER im Eis ODER im Schwefel,
> (oder im Weltall...) stattgefunden.

Wären noch andere Möglichkeiten denkbar? Was ist aus der guten alten "das Leben stammt aus dem Ozean"- Theorie geworden?
Und wie stets mit der Atmosphäre selber? Kann sich DNA in Wassertröpfchen bilden, die in höheren Atmosphärenschichten bestrahlt werden?


> @Alldaris
>
> Wenn Du Hinweise darauf hast, dass das Leben aus dem All kommt,
> ist es selbstverstaendlich sinnvoll, diese Moeglichkeit zu
> untersuchen. Ich verstehe unter Problemexport, wenn die
> Entstehung der ersten Zelle ins Weltall verlagert wird, nur
> weil man sie nicht erklaeren kann.

Wie gesagt, man WEISS, dass oranische Materie, wie sie zur Entstehung von Leben benötigt wird, auf Kometen vorkommen k a n n .
Ist das Hinweis genug?

Für mich liegt das Problem eher darin, dass Forschung Geld kostet, und das Wissenschaftler, die sich mit der "Befruchtungstheorie" beschäftigen, häufig als unseriöse Irre die nach "grünen Mänchen" suchen belächelt werden.
Ich finde das unfair. Meiner Meinung nach wäre es durchaus denkbar, dass die Lösung des Problems der Entstehung des Lebens "da oben" zu finden ist, während wir hier "im Dreck" rumstochern.
Aber wie gesagt: Das ist nur e i n e von vielen Möglichkeiten.

gruß
Alldaris
Volle Zustimmung, Alldaris.
Hatte man im Marssand eigentlich etwas gefunden? Ich erinnere mich dunkel an versteinerte Bakterien... (oder etwas, was man so interpretieren könnte)

Zum Thema Lebensentstehung: Kennt von Euch jemand Thomas Gold?

Gruesse,

Peter
@Alldaris,

die Sichtperspektive des Virologen ist interessant. Landläufig versteht man die "kleinen Unholde" als Eroberer, Kämpfer, Vernichter. Sie verfügen über Erbgut und benötigen die Zelle. Sie infiltrieren sie und organisieren sie für ihren Bedarf um. Wie soll es gehen, dass gleichzeitig das zellenspendende Lebewesen gesund bleibt und sich der Virus reproduzieren und ausbreiten kann? Liegt es so überhaupt in der Zielrichtung? Das Ziel wäre doch die pure SF, die vollständige Übernahme und umstrukturierung durch den Virus? Darüber gibt es wahre Horrorgeschichten.

Natürlich wehrt sich das Lebewesen. Kampf sollte völlig normal sein. Solange es keinen klaren Sieger gibt, bleibt das Ökosystem im Gleichgewicht. - Analog bleiben die Tiere und Pflanzen auch nicht am Leben, die wir als Nahrung benötigen. Würden wir sie ausrotten (Mammut usw.), würden wir uns selbst den Todesstoß verpassen.

Wirklich folgen kann ich den Virologen also nicht. Im Gegenteil, ich denke derzeit, dass der Kampf natürlich ist, da es nun mal Vire gibt. Sie stellen nicht abgeschlossene Entwicklungen dar, die ständig nach Wegen zur Arterhaltung suchen. Der Blitz hilft fleißig mit. Was nicht im Zentrum starb, kann im Randbereich leicht mutieren. Für die neue Epidemie besteht noch kein Abwehrmechanismus.



Wenn die Befruchtungstheoretiker schief angesehen werden, sind sie selbst schuld. Man soll nicht einfach so annehemen, vorhandene Möglichkeiten wären von außerhalb mit Leben geimpft worden. Der Eis- und Bausteintransport via Kometen stellt dagegen ein ernst zu nehmendes Argument dar. Es müssen nun mal mehrere Bedingungen erfüllt sein, damit sich Leben entwickeln kann. Das sollte nichts mit einer "Impfung" zu tun haben.



@Peter,

genau das ist der Knackpunkt. Zelle oder nicht Zelle. Fehlt eine Komponente, ist es eben keine Zelle. Bereits für den aktiven Start ist eine hohe Komplexität gefordert. Das Vorhandensein Von Viren mag belegen, dass auch Vorlösungen ihren Weg finden können. Die Selbstorganisation ist ja Bestandteil der Natur. Interessant bleibt allerdings die Frage, wie es gelang, wie die Schritte verliefen.


Gruß
Mosquito
Re: Warum könnte das Leben nicht aus dem Weltraum gekommen sein?
11. September 2005 23:22
Mosquito geschrieben:

> @Alldaris,
>
> die Sichtperspektive des Virologen ist interessant. Landläufig
> versteht man die "kleinen Unholde" als Eroberer, Kämpfer,
> Vernichter. Sie verfügen über Erbgut und benötigen die Zelle.
> Sie infiltrieren sie und organisieren sie für ihren Bedarf um.
> Wie soll es gehen, dass gleichzeitig das zellenspendende
> Lebewesen gesund bleibt und sich der Virus reproduzieren und
> ausbreiten kann? Liegt es so überhaupt in der Zielrichtung? Das
> Ziel wäre doch die pure SF, die vollständige Übernahme und
> umstrukturierung durch den Virus? Darüber gibt es wahre
> Horrorgeschichten.

Hm, ich denke so langsam wird mir Deine Sichtweise klar. Aber ich glaube man sollte doch nicht den Fehler begehen, alles und jedem Phänomen in der Natur einen Willen zu unterstellen. Ich glaube nicht, dass das Virus irgendetwas will. DNA (RNA im Fallle des Virus) ist nüchtern betrachtet eigentlich nichts anders als Information, die abgelesen und ausgeführt wird. Ich würde das mit einem Computerprogramm vergleichen. Bestimmte Befehle veranlassen den Computer zum Beispiel Textdateien zu speichern. Niemand würde aber nun darauf kommen, dem Computer zu unterstellen, er wolle absichtlich Wissen in Form von Textdateien bewahren. Er tut einfach was seine Programmierung ihm befiehlt.
Ich glaube die primäre "Programmierung" allen biologischen Lebens (wobei man sich bis heute streitet, ob ein Virus überhaupt leben ist) ist die der Reproduktion und Arterhaltung. Zumindest kann man das überall beobachten. Auch im Menschen ist dieser Trieb ja wohl sehr mächtig.
Es liegt also kaum im Interesse eines Virus seinen Wirt zu töten, da das Virus von ihm abhängig ist, um sich zu reproduzieren. Aber man mache jetzt nicht den gleichen Fehler: Auch das ist kein bewusster Vorgang, sondern eine Art "Trial and Error". Die erste Virengeneration tötet den Wirt, und stirbt daraufhin selber, weist aber vorher zahlreiche Mutationen auf, von denen die Mutation, die den Wirt am längsten lebensfähig hält am erfolgreichsten reproduzierbar ist.
Darwin hat es doch so schön gesagt: "Der Organismus passt sich nicht der Umwelt an, er w i r d angepasst." Ganz einfach durch die natürliche Selektion. Da wir Menschen es aber gewohnt sind, überall unseren Willen reinzuinterpretieren, kommt es uns so vor, als entscheide sich das Virus für eine Art zu leben. Tatsächlich hat es gar keine Wahl. Es mutiert, durch re- und Neukombination der RNA, oder es stirbt.

Aber, um das Computerbeispiel von oben zu vervollständigen, könnte man nun fragen: Wer hat die Programme geschrieben, die der Computer ausführt.
Manche sagen, die Programme seien zufällig entstanden. Bit für Bit, durch immer neue Versuche, bis letztendlich eine sinnvolle Syntax entstand. Wenn man überlegt wie lange das Leben dafür Zeit hatte, ist das durchaus vorstellbar, die Frage ist : Ist es auch wahrscheinlich? Was sagt die Chaostheorie dazu? Kann aus dem Nichts ein hochkomplexes Computerprogramm entstheen, nur durch "Trial and Error"?
Im Bereich der KI glauben die Informatiker fest daran. Es gibt Allgorithmen die sich immer wieder neu schreiben, nach dem Zufallsprinzip. Man überlässt das System sich selbst, ohne einzugreifen, und schaut nach Monaten nach, was daraus geworden ist. Und das funktioniert, so unglaublich es klingt.



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> Natürlich wehrt sich das Lebewesen. Kampf sollte völlig normal
> sein. Solange es keinen klaren Sieger gibt, bleibt das
> Ökosystem im Gleichgewicht. - Analog bleiben die Tiere und
> Pflanzen auch nicht am Leben, die wir als Nahrung benötigen.
> Würden wir sie ausrotten (Mammut usw.), würden wir uns selbst
> den Todesstoß verpassen.

So ist es. Was wir durch rationales überlegen erkennen, vollzieht sich beim Virus durch natürliche Auslese. Nur das Virus, das den nötigen RNA-Code hat der den Wirt (lange genug) am Leben lässt, breitet sich aus. Jedes Virus ist
auf einen bestimmten Wirt spezialisiert, in dessem Blut es eine konstante Anzahl an Viren gibt, die den Wirt nicht töten. Die beobachteten Massensterben treten immer dann auf, wenn ein Virus auf einen Wirt überspringt, auf dem es nichts zu suchen hat; zu dem es nicht kompatibel ist.

>
> Wirklich folgen kann ich den Virologen also nicht. Im
> Gegenteil, ich denke derzeit, dass der Kampf natürlich ist, da
> es nun mal Vire gibt. Sie stellen nicht abgeschlossene
> Entwicklungen dar, die ständig nach Wegen zur Arterhaltung
> suchen.

Ja, aber das sollte als passiver Vorgang begriffen werden. Das Virus "will" nichts.


> Wenn die Befruchtungstheoretiker schief angesehen werden, sind
> sie selbst schuld. Man soll nicht einfach so annehemen,
> vorhandene Möglichkeiten wären von außerhalb mit Leben geimpft
> worden. Der Eis- und Bausteintransport via Kometen stellt
> dagegen ein ernst zu nehmendes Argument dar. Es müssen nun mal
> mehrere Bedingungen erfüllt sein, damit sich Leben entwickeln
> kann. Das sollte nichts mit einer "Impfung" zu tun haben.

Ich würde da eher den populärwissenschaftlichen Publikationen die Schuld geben. Wenn man von Kometen und organischer Materie berichtet, und gleichzeitig dazu ein Bild mit grünen Männchen abdruckt, dann wird da der Zusammenhang verfälscht.
Welcher ernstzunehmende Wissenschaftler behauptet denn, dass grüne Männchen das Leben auf der Erde eingeimpft haben?

>
>
>
> @Peter,
>
> genau das ist der Knackpunkt. Zelle oder nicht Zelle. Fehlt
> eine Komponente, ist es eben keine Zelle. Bereits für den
> aktiven Start ist eine hohe Komplexität gefordert. Das
> Vorhandensein Von Viren mag belegen, dass auch Vorlösungen
> ihren Weg finden können. Die Selbstorganisation ist ja
> Bestandteil der Natur. Interessant bleibt allerdings die Frage,
> wie es gelang, wie die Schritte verliefen.

Was stört euch an der Ursuppentheorie?



gruß
Alldaris



Beitrag bearbeitet (11.09.05 23:42)

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gruß,
Alldaris


... und wenn am Ende alle Stricke reissen, dann häng ich mich auf!

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