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Chaos und Religion

geschrieben von sohar 
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Chaos und Religion
21. April 2005 17:50
wollte mal drauf hineisen, dass wissenschaft und religion eins sein werden, das reich gottes ist nahe...
Re: eins
21. April 2005 18:42
was verstehst du unter reich gottes? jesus meinte doch, dass es in uns sei.
wird das reich von aussen oder aus uns selbst heraus etabliert?
Re: eins
22. April 2005 11:04
wenn es jeder in sich entdeckt hat, so wird es auch nach außen tragen und es ist auch außen zu erkennen, aber eigentlich isses wohl nur so ein spruch:)
Teetrinker
Re: eins
22. April 2005 17:26
Die Welt ist eins!!!


Aus dem apokryphen Thomas Evangelium:

(3) Jesus sagte: Wenn die, die euch führen, euch sagen: seht, das Königreich ist im Himmel, dann werden die Vögel eher da sein als ihr; wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden die Fische eher da sein als ihr.
Aber das Königreich ist in eurem Inneren, und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, daß ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann werdet ihr in der Armut sein, und ihr seid die Armut.

(67) Jesus sagte: Wer das All erkennt, sich selbst (aber) verfehlt, der verfehlt das All

(77) Jesus sagt: ich bin das Licht, das mehr ist als alle. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir gelangt. Spaltet Holz und ich bin da! Hebt einen Stein auf und ihr werdet mich (dort) finden!


Je suis = Ich bin

Erkenne dich selbst, dann erkennst du Gott!!!

Die Welt ist eins!!!
André_
Re: eins
22. April 2005 19:43
Wie meinst du das sohar?

Ich weiß nur eines... das solche Aussagen bei mir intuitiv ein Gefühl des Widerstandes wecken. Wenn etwas nicht zusammengehört, sind es Wissenschaft und Religion.
CK
Re: eins
23. April 2005 15:55
Sorry, bin Atheist und für die strenge Trennung von Kirche und Staat und Wissenschaft! Die Kirche vertritt leider immer noch Meinungen, die längst überholt sind, das widerstrebt mir. Warum soll sich die Forschung um Jahre zurückschmeißen lassen?
jakob
Re: eins
24. April 2005 04:37
benedicto es el diabolo......
Ich habe mir mal erlaubt, den Thread umzubennen :)

Zu Chaostheorie und Religion sei angemerkt, dass sich wirklich in diesem Spannungsfeld interessante Ideen entwickeln. Gerade die Chaostheorie kann einen wissenschaftler mit einem Gedanken an eine Göttlichkeit wieder aussöhnen. Das Stichwort hierzu ist der Laplacesche Dämon - ich bilde mir auch ein, mehrfach gelesen zu haben, wie Wissenschaftler bestätigt haben, dass sich die Chaostheorie recht gut mit Religion verträgt.

Übrigens kann ich als bekennte Attheist die pauschale Ablehnung von Religion hier nicht nachvollziehen.

1.) Sollte ein Wissenschaftler wissenschaftlich genug sein um nicht das auszuschließen, was er wissenschaftlich nicht widerlegen kann.
2.) Sollte auch anerkannt werden, welche tragende Rolle die Religion gerade auch in unseren Breitengraden jahrtausendelang in der Wissenschaft gespielt hat. Nur auf Ereignissen wie Galileos Abschwur rumzureiten wäre da ein wenig unfair.
ja genau: all in love!
Hi,


also für mich sind das zwei Themen, die nun mal wirklich nicht zusammen passen!!!!

CK hat schon recht bei dem was er da sagt.

Religion ist zwar auch eine Wissenschaft, jedoch eine Wissenschaft, die sich mit dem reinen GLAUBE auseinander setzt.

Man sollte desshalb die Religionswissenschaft nicht mit anderen Wissenschaften verknüpfen.

Religion und Wissenschaft haben ein zu breites Spektrum, dass sich meiner Meinung nach nicht verknüpfen lässt.
Nun denn, Diskutieren will auch gelernt sein.
Hallo Sohar ,
ich kann mir durchaus vorstellen , das Religion und Wissenschaft miteinander verbunden werden (wird teilweise auch schon gemacht ),
glaube aber nicht unbedingt , das was tolles dabei rauskommt .
Bis jetzt sind bei allen Versuchen diese Themen zu verbinden nur
irgendwelche Zerrbilder entstanden . Religion ist eben glaube und steht
für sich allein , Gläubige sehen ihre Religion meistens als absolute Wahrheit
und alle anderen Beobachtungen und Erkenntnisse werden dann so
hingebogen das sie zur Religion passen . Die Wissenschaft ist da meiner
meinung nach offener , neue Erkenntnisse werden in die Theorien mit
einbezogen und notfalls auch ganz neue Theorien entwickelt . Ich glaube
auch das ein Wissenschaftler keine (diktierte) Religion nötig hat . Jeder
erfährt die Welt nur mit seinen Sinnen und macht sich dann ein Bild davon
das für ihn schlüssig ist . So gesehen kann jeder auch nur seine "private"
Religion entwickeln und keinen Wahrheitsanspruch darauf stellen .
Einige glauben an Gott , andere an Allah , andere an Shiva , aber an
F=m*a glaubt jeder !
Hallo Ameise,

du bist also Empiriker. :-)
Ich sehe das uebrigens ganz genauso.

Peter
danke an teetrinker, diesen dingen kann sich wohl auch kein mensch entziehen, wohl auch nicht der genialste wissenschaftler. es heißt, das sogar nikolas tesla mit einer weißen taube geredet haben soll, die ihn zeit seines lebens begleitete und ihm immer erschien wenn er sie rufte. eigentlich was religiöses und die große visualisierende fähigkeit teslas seine konstruktionen vor dem inneren auge auszuprobieren und sogar zu verbessern, hat wohl auch einen spirituellen tatsch. und sein vater war priester der tesla am liebsten auch in diesem amt gesehen hätte, doch tesla erlitt als kind eine fast für ihn tödliche krankheit und nur das versprechen seines vaters er dürfe wissenschaften studieren anstatt das priesteramt ließ ihn auch wieder genesen. was auch irgendwie nach einer spirituellen heilung aussieht.
was ich damit sagen will, tesla war für mich einer der bedeutensten und genialsten wissenschaftler ever, und die zeichen von spiritualität in seinem leben sind nicht zu übersehen, weshalb ich ihn auch als paradebeispiel für das eins sein von wissenschaft und spiritualität anführen möchte. und ich möchte eine nicht bewiesene these anführen: je größer die spiritualität eines wissenschaftlers, desto tiefschürfender seine erfindungen. das aber nur mal so, meine das nicht wirklich ernst, aber manchmal kommts einem schon so vor. udn danke das ich hier n paar gedanken loswerden kann an das forum... tschau:)
Religion und wissenschaft sind schon lange eins

Religion und wissenschaft liefern beide erklärung

z.B. Gott schuff in 6 Tagen die erde
oder das Universum enstand beim Urknall

welche stimmt wissen wir noch immer nich
@Sohar
S: diesen dingen kann sich wohl auch kein mensch entziehen, wohl auch nicht der genialste wissenschaftler
P: In meiner Welt gibt es ziemlich viele, die sich "diesen Dingen" durchaus entziehen koennen. Im Gegenteil: die Nichtenzieher sind eine ziemliche Ausnahme.

S:
es heißt, das sogar nikolas tesla mit einer weißen taube geredet haben soll
P:
Ja wenn sogar (!) Tesla mit weissen Tauben spricht, dann hatten Einstein und Newton wohl einen virtuellen Zoo. Oder meinst du das andersherum: Wenn sogar der Rationalist Tesla mit nur einer einzigen weissen Taube spricht, mit wievielen Tauben spricht dann der Normalsterbliche....

S:
je größer die spiritualität eines wissenschaftlers, desto tiefschürfender seine erfindungen.
P:
Wenn du "tiefschürfend" im Sinne von "spirituell" verstehst, dann hast du selbstverstaendlich recht. Je spiritueller desto spiritueller.

Im Ernst: Dass es sogar unter Naturwissenschaftlern Leute gibt, die mit weissen Tauben sprechen, bestaetigt mich in meiner Auffassung, dass Wissenschaft und Religion wenig miteinander zu tun haben (sagen wir, wie Farbe und Groesse wenig miteinander zu tun haben)
Die Motive, sich mit Wissenschaft zu beschaeftigen, koennen verschieden sein - meinetwegen auch religioes oder spirituell (Ich sage damit nicht, dass alles spirituelle und religioese Wissenschaft ist.). Letztendlich braucht die Wissenschaft die Religion aber nicht. Wie Ameise sagt: "Einige glauben an Gott , andere an Allah , andere an Shiva , aber an F=m*a glaubt jeder !"

Peter
Teetrinker
Re: Chaos und Religion (umbenannt von - eins -)
29. April 2005 12:59
@ Sohar Guter Ansatz!

@ Hemp Wer heute noch an Adam und Eva glaubt, ist selber Schuld.


Trotzdem können Religion (oder besser Spiritualität) und die Wissenschaft, Hand in Hand miteinander gehen und sich gegenseitig befruchten, anstatt sich gegenseitig in Frage zu stellen.

Die Philosophie, zum Beispiel, arbeitet heute wieder stark mit der Physik zusammen, siehe Stringtheorie, und Spiritualität ist eine Form von Philosophie.
Warum sollte das eine dem anderen vorgezogen werden, wo doch beide, Wissenschaft wie Spiritualität, einen Teil der Wahrheit erfasst haben?


Die heutige Wissenschaft untersucht einzelne Fragmente unserer Welt und verliert dabei den Sinn der Gesamtheit.

Das Ziel soll sein, aus den einzelnen Fragmenten wieder ein Gesamtbild zu schaffen, vergleichbar einem Mosaik.

Die Welt ist eins!!!
Hallo Leute!
Also auch ich bin Atheist, aber dennoch für Vieles offen. Allerdings kann ich mit der Religion in Verbindung mit Wissenschaft herzlich wenig anfangen!!!
Ich bin sogar der Meinung, Religion unterdrückte die Wissenschaft über viele Jahre hinweg!!!Und dabei, lieber ccm ist Galileo nur ein kleiner, aber sehr wohl nicht der Einzige Fall!!
Betrachten wir doch mal eine Zeitlinie:
580 v.Chr.--->Thales
520 v.Chr.--->Pythagoras
400 v.Chr.--->Demokrit
380 v.Chr.--->Plato
220 v.Chr.--->Eratosthenes
80 n.Chr.--->Heron von Alexandria
170 n.Chr.--->Ptolemäus
420 n.Chr.--->Zerstörung der alexandrinischen Bibliothek
UND JETZT FOLGT FAST 1000 JAHRE LANG NICHTS!
Dieser Zeitraum wird auch das finstere Mittelalter genannt!In diesem Zeitraum hatte hauptsächlich die Kirche das Sagen!!
1490 n.Chr.--->Kolumbus und Leonardo
1520 n.Chr.--->Kopernikus
1590 n.Chr.--->Kepler
1680 n.Chr.--->Huygens
1710 n.Chr.--->Newton
1780 n.Chr.--->La Perouse
1820 n.Chr.--->Champollion
1910 n.Chr.--->Einstein
Und wie gesagt, Galileo war nicht der Einzige!!Wie wäre es mit Giordano Bruno??Gestorben am Scheiterhaufen im Jahre 1600 weil er seine Meinung, daß es unzählige und darunter auch viele bewohnte Welten gebe, nicht wiederrufen hat!Bruno war übrigens ein katholischer Gelehrter!!!Auch Kepler hatte so seine liebe Not mit der Kirche!!Newton ebenfalls. Oder der Fall Hypatia? Die Dame wurde 370 in Alexandria geboren, zu einer Zeit, in der Frauen als Eigentum behandelt wurden. Sie aber bewegte sich in Bereichen welche hauptsächlich von Männern dominiert wurden!Sie war Mathematikerin, Physikerin, Astronomin und Leiterin der neuplatonischen Schule der Philosophie. Der Erzbischof von Alexandria mit Namen Kyrillos verachtete sie wegen ihrer engen Freundschaft mit dem römischen Statthalter und als Symbol der von der Urkirche weitgehend mit Heidentum gleichgesetzten Gelehrsamkeit und Wissenschaft!!! Hypatia jedoch setzte trotz drohender Gefahr ihre Lehrtätigkeit fort, bis sich 415 der von Kyrillos aufgehetzte Mob auf dem Weg zur Bibliothek auf sie stürzte, sie vom Wagen zerrte, ihr die Kleider vom Leib riss und mit Muschelschalen das Fleisch von den Knochen schnitt!! Ihre Überreste wurden verbrannt, ihre Werke zerstört und Kyrillos zum Heiligen erhoben! In dieser so schönen kirchlichen Zeit mußte man mit der Offenlegung seiner Überzeugung sehr vorsichtig sein!
Sicher sehr förderlich für den wissenschaftlichen Fortschritt.
Achja-und die Erde ist ja erst 5000 Jahre alt! Ich frage mich, wie dann die moderne Wissenschaft mittels modernster Technik auf ein Alter von 4,5-5 Milliarden Jahre kommt?
Jetzt kommt sicher der Einwand, daß die Bibel doch nur Gleichnisse zitiert. Das mag so sein, aber ich halte die Heilige Schrift für ein Buch, daß man ganz nach Belieben interpretieren und auslegen kann-wie ein Horoskop!
Oder nach dem jeweiligen Vorteil!
Möglicherweise ist der Glaube an sich gut-aber die Kirche und ihre Vertreter sind Scheinheilige! Und das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert!
Grüße aus Wien
Satyr

Teetrinker
Re: Chaos und Religion (umbenannt von - eins -)
08. May 2005 19:35
Da geb ich dir voll Recht.

Ich halte auch sehr wenig von der Kirche und verurteile ihre Taten in Vergangenheit und Gegenwart. Die Kirche hat die Lehre Jesu auf den Kopf gestellt und total verdreht und für sich nützlich gemacht um ihre Macht auf dem Erdenkreis auszubauen.

Doch zu verallgemeinern, dass Religion und Wissenschaft nicht zusammenpassen würde ich nicht.

Der frühe Islam war den mittelalterlichen Christen weit voraus.
Die hinduistische Hochkultur in Indien oder das Alte Ägypten sind nur Beispiele dafür, dass Wissenschaft und Religion zusammen funktionieren können.

Ich jedoch bin der Meinung, dass der Glaube der christlichen Kirche wenig dafür geeignet ist. Der Buddhismus, in seiner reinen Form, wäre in unserer heutigen Zeit eine denkbar gute Religion, da sie weniger dogmatisch ist und auf den individuellen Menschen eingeht.

Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass Spiritualität Religions- und Wissenschaftsübergreifend ist.
Ich meine mit Spiritualität, die Entwicklung des Geistes und der Seele eines jeden einzelnen von uns. Jeder Mensch ist ein spirituelles, also geistiges Wesen, und als geistige Wesen suchen wir nach Antworten auf unsere Fragen.
Religion und Wissenschaft versuchen uns Antworten zu geben, doch sind wir es, die entscheiden, ob wir diese Antworten für richtig und wahr halten oder nicht.

Mit etwas Geduld, beantwortet dir das Leben all deine Fragen.
Du musst sie nur richtig stellen!


Die Welt ist eins!
Hallo Teetrinker!
Nun-so viele Fragen habe ich nicht! Und die Meisten davon beantworten mir gute Bücher oder Gespräche mit Menschen, welche in der jeweiligen Richtung gut ausgebildet sind.
Ob die Welt eins ist, bleibt abzuwarten! Sie dir mal die Vielfalt an Leben (Fauna und Flora) an. Oder die Anzahl an Theorien, welche die Welt "erklären" sollen. Und die verschiedenen Meinungen nur hier in diesem Forum!!!
Grüße aus Wien
Satyr