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Zufall ?

geschrieben von Ameise 
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Zufall ?
19. April 2005 16:10
Ich wollte hier nur mal kurz was anmerken . Ich habe hier schon einige
Beiträge gelesen und öfters gehört das Chaos angeblich etwas mit
Zufall oder Unordnung zutun hat . Soweit ich weiß wurde aber bis jetzt
noch kein einziger echter Zufall beobachtet . Zufall würde bedeuten das
wenn man ein Experiment zweimal genau gleich durchführt ,man zwei verschiedene Ergebnisse erhält . Da es aber unmöglich ist , ein Experiment
zweimal exat gleich durchzuführen , kann Zufall niemals bewiesen werden .
Es hat sich so eingebürgert das man nicht vorhersehbare Ereignisse als
Zufall bezeichnet . BSP: Lottozahlen . Aus 49 Zahlen werden scheinbar
jedesmal auf die gleiche Art 6 verschiedene Zahlen gezogen , sieht aus
wie Zufall . Aber eine Lottoziehung ist niemals gleich , die Luftmoleküle
sind bei jeder Ziehung anders in der Trommel angeordnet , in der Trommel
sind minimale Staubpartikel , die Lottofee steht etwas anders und übt
so eine andere Gravitation auf die Kugeln aus , die Trommel dreht sich
vielleicht 0,1 sek. länger usw. usw . Die Faktoren die entscheiden welche
Zahlen gezogen werden sind so komplex das niemand das Ergebniss
berechnen kann . Die Wissenschaft geht heute von einem deterministischen
Weltbild aus , dh. alles folgt den Naturgesetzen und ist somit vorherbestimmt (und zumindest theoretisch auch vorhersagbar) .
Ich hoffe natürlich , das sie sich irrt , denn daraus folgt ja leider auch
das der freie Wille nur eine Illusion ist . Wenn es kleine Zufälle geben würde , zum Beispiel auf der Quantenebene , dann könnten diese Zufälle
in unserem Gehirn von etwas anderem , der Seele , gesteuert werden ,
und das wäre dann der freie Wille . Klingt zwar albern aber ich kann mich
halt mit der Vorstellung , das ich letztendlich auch nur ein Haufen von
Atomen bin , der den Naturgesetzen folgt nicht so ganz abfinden .
Na ja , jedenfalls hat Zufall , ob es ihn gibt oder nicht , mit Chaos nichts
zu tun , sondern das Wort das einem da einfallen sollte ist meiner
Meinung nach Selbstorganisation . Ein gutes Beispiel dafür ist ein
Ameisenhaufen . Eine einzelne Ameise ist strohdumm , und die Ameisen
laufen chaotisch herum . Sobald aber eine Aufgabe anfällt , zum Beispiel
ein Wurm erlegen und zum Bau bringen , laufen die Ameisen in einer
ordentlichen Reihe (und nach einiger Zeit auf dem kürzesten Weg!) dorthin ,
und aus dem Chaos entsteht plötzlich Ordnung , die wieder zerfällt , wenn
die Aufgabe erledigt ist . Es gibt dabei keine Chefameise , die den
anderen sagt was sie tun sollen , sondern die Ameisenkolonie organisiert
sich selbst , mit Hilfe von chemischen Substanzen .
So das wars , da ich grade erst anfange mich für das Thema zu interessieren würde ich mich freuen wenn ihr mir ein paar Links empfehlen
würdet .
Einen schönen Tag wünscht euch noch eure Ameise
Re: Zufall ?
19. April 2005 17:18
Hi

Du hast Recht der größte Widerspruch der Menschheit ist es an den freien willen und an das Schicksal zu glauben. Beides zu glauben ist üblich aber komplett hirnrissig. Die Welt ist Deterministisch ok bewiesen durch die Quantenmechanik aber überleg mal können einzelne Atome Intelligenz entwickeln. Ich glaube der Kollaps des deterministischen Systems ist der freie Wille bzw der Kollaps in der Quantenmechanik

http://de.wikipedia.org/wiki/EPR-Effekt

mfg

chrisse

Re: Zufall ?
24. April 2005 12:20
Hallo Ameise !

Habe mal gelesen, das es im ganzen Universum keinen Zufall gibt.
Alles hat seine Ordnung und alles hat seinen Sinn, es geht nicht anders.

Denn betrachtet man das Weltall, dann springen da nicht die Planeten
zufällig hin und her, da hat alles seine Ordnung und alles bewegt sich,
auf den einzigst, zur Zeit möglichen Bahnen.

Mit dem freien Willen und mit dem Schicksal, ist das so eine Sache,
denn beides zusammen geht schlecht. Und doch bin ich eher für Schicksal.
Denn wie oben so unten und wie unten so oben. Wie im All, so auch bei
uns Menschen. Und betrachtet man die Vergangenheit, hatte alles in der
Menschheitsgeschichte, seine Ursache und seinen Sinn.

Ob in einem Atom intelligenz ist, das ist noch offen.
Schade das ein Atom keinen Mund zu reden hat.
Aber dafür gibt es ja soche Atomhäufen, wie wir Menschen.


Gruß Lutz !

Teetrinker
Re: Zufall ?
29. April 2005 13:05
Alles hat seinen Sinn!!!

Nichts fällt einem zu!

Immerhin existiert immernoch das Ursache-Wirkungsgesetz, bei den Hinduisten und Buddhisten auch Karma genannt.


Der alte Philosoph Arthur Schopenhauer sagte einmal:

"Der Mensch kann wohl tun was er will, er kann aber nicht wollen was er will."
Re: Zufall ?
30. April 2005 07:35
Hallo Teetrinker !

Genau Ursache und Wirkung !

Ursächlich sind unsere Gedanken
und was wir erleben, ist nur die Wirkung.

Und wollen wir etwas verändern,
hilft einzig und allein umdenken.

Alles andere ist ein Kampf gegen Windmühlen !

..................................................

Aber denke an das, was Du willst
und nicht an das, was Du nicht willst.

Denn schon Hiob erkannte,
das er genau das bekam, was er nicht wollte.

Auch das ist kein Zufall,
denn unser Unterbewußtsein arbeitet in Bildern
und vor oder hinter einem einmal gedachten Bild,
ein nein oder nicht gesetzt, kann das Bild nicht mehr verändern.

Oder kannst Du Dir einen einmal
gedachten gelben Elefanten, nicht vorstellen ?

Und jedes Bild und jeder Gedanke,
ist für unser Unterbewußtsein,
ein Befehl, dieses zu realisieren.

Es ist der Flügelschlag des Schmetterlings !!!

Kleine Ursache und unter Umständen, eine große Wirkung !

Gruß Lutz !

Re: Zufall ?
02. May 2005 23:35
hm ... zum thema "freier Wille"

zuerst müsste man mal definieren: was ist der Wille?

ist es die Reizbefriedigung? also Motivationen nachzugehen und seine Ziele zu erreichen?

wenn es das ist dann haben wir keinen freien Willen, weil wir nur den einen Weg haben unsere Reize zu befriedigen und wenn zwei Reize da sind dann entsteht ein konflikt => siehe psychologie

und was ist sonst der freie wille?


schicksal/zufall: zufall gibt es nicht wirklich, was ist schon ein echter zufall?? wie schon gesagt ist alles irgendwie von phsyikalischen eigenschaften und gegebenheiten bestimmt und die sind wie sie nunmal sind
vielleicht wenn man irgendwo tief in den atomen drinnen sucht gibt es etwas was die menschheit bis jetzt noch nicht entdeckt hat und was sich nach seinen eigenen regeln verhält... was anderes kann ich mir unter zufall momentan nicht vorstellen
oder kann es wer von euch?


(mir is aufgefallen ihr achtet fast alle auf groß und kleinschreibung, rechtschreibung etc..... auf sowas leg ich nicht so viel wert also entschuldige ich mich wenn ich damit irgendjemanden.. verärgere)

lukas
Re: Zufall ?
27. May 2005 00:33
...Zufall?

Wie ist das jetzt eigentlich wirklich mit dem Zufall?

Nehmen wir anhand eines Beispieles dazu einmal Stellung.
Angenommen ich fahre für eine Woche auf Urlaub nach Kapstadt. Eines Abends gehe ich dort in ein kleines Restaurant, was wirklich nur ortskundige kennen können, weil es so versteckt ist, dass es ein "normaler Tourist" nicht finden würde, weil es zu kompliziert wäre von den Touristenzentren dorthin zu gelangen......Angenommen ich gehe dort mit meiner südafrikanischen Freundin hinein und sehe, man würde es kaum glauben, eine Bekannte von mir, mit ihrem Freund da sitzen, welche ich seit gut 3 Jahren aus den Augen verloren hatte, weil sie 50 Kilometer weit weggezogen ist.(ich weiß das, weil ich über eine andere Bekannte weiß, dass sie in die nächste Stadt gezogen ist)..

Nennt man das Zufall oder nicht? Würde man dieses Beispiel rein rechnerisch bewältigen wollen, würde diese Wahrscheinlichkeitsrechnung so hoch ausfallen, dass sie selbst ein sehr guter Taschenrechner nicht bewältigen könnte.

Wenn es nun wer schafft, mir zu erläutern wie das funktioniert, der bekommt meinen persönlichen Nobell-Preis!*G*

Was würde hier die Logik sagen?

lg aus österreich, silke

ps:bitte wirklich um antwort!

Re: Zufall ?
27. May 2005 21:45
Hallo Silke

Im Alltag würde das man das Zufall nennen , man sagt ja immer
"ich habe ..... zufällig getroffen " . Physikalisch gesehen ist es aber
kein Zufall , denn es hatte ja alles seine Ursache , das deine Bekannte
nach Kapstadt geflogen ist , das sie in das Restaurant gegangen ist ,
das du nach Kapstadt geflogen bist usw. Als sie sich dazu entschieden
hat , nach Kapstadt zu fliegen , sind in ihrem Gehirn chemische Prozesse
abgelaufen , und die unterliegen nunmal gewissen Regeln , sind also
nicht zufällig .
Die Wahrscheinlichkeit , das so etwas passiert , ist natürlich gering .
Aber : die Wahrscheinlichkeit irgendeinen BESTIMMTEN Menschen zu
treffen ist gering .
Ein anderes Beispiel : Ich fahre in die Innenstadt . Ich komme aus Hamburg , das hat glaub ich ca. 9mio Einwohner (bin mir net sicher).
Sagen wir mal , ich kenne davon 500 .
Die Chance , das ich jemand treffe , den ich kenne , ist natürlich gering .
Aber die Chance , das ich meine alte Schulfreundin N. treffe ist genauso
groß wie die Chance das ich an dem mir unbekannten Herrn S. vorbeilaufe .
Nur wenn es dann meine Schulfreundin ist kommt es mir natürlich wie
Zufall vor .
Die Wahrscheinlichkeit könnte man glaub ich berechnen , aber wann sich
zwei Menschen tatsächlich "zufällig " treffen ist natürlich unberechenbar.
Das menschliche Verhalten ist eben chaotisch .

So , ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten .

ciau Ameise

PS: Ich habe in anderen Beiträgen gelesen , das es in der Quantenmechanik
echten Zufall geben soll . Weiß aber nicht genug darüber , um was dazu
zu sagen .



Beitrag bearbeitet (27.05.05 22:28)
Re: Zufall ?
28. May 2005 00:30
Hi Silke
Ein M. Deschamps erhaelt als Knabe von einem M. Fontgibu einen Plumpudding. Zehn Jahre spaeter will Deschamps in einem Pariser
Restaurant ein Stueck von einem Plumpudding bestellen. Dieser ist
aber bereits bestellt von einem M. Fontgibu. Viele Jahre spaeter wird
M. Deschapms zu einer Plumpddingparty geladen. "Fehlt nur noch
Fontgibu" meint er. Es oeffnet sich die Tuer und ein uralter desorientierter
Greis tritt ein. Zufaellig, in der Tuer geirrt. Es ist M. Fontgibu.
Und und und ...
Viele solcher Geschichten kannst du in dem Buch "Denkste !" von Walter Kraemer, Piper Verlag. ISBN 3-492-22443
Sowie eine Erklaerung warum es solche Zufaelle geben muss.

Die Chance eine Lotto 6 er zu tippen ist fuer dich fast gleich null.
Aber sehr viele Leute tippen und dass irgendjemand der Tipper einen
6 er hat ist recht wahrscheinlich. Es ist sehr wahrscheinlich das Zimmer No 307 eines George D. Bryson, 66 Jahre anschliessend von einem
George D. Bryson, 66 Jahre belegt wird. Weil tagtaeglich viele Hotelzimmer vermietet werden. Blos wenn der Nachmieter H.Meier heisst wundert sich niemand.

oder
Die Wahrscheinlichkeit dass mindestens eine Person aus dem Krabbelsack sein eigenes Geschenk zieht scheint gering. Sie ist aber etwa 0.6 ...

Die Wahrscheinlichkeit dass 2 Personen aus einer Gruppe von 23 Personen
(z.B. Schulklasse ) am selben Tag Geburtstag haben ist 0.5 ...u.s.w.

Zu so Personengeschichten. Du bist mit jedem Mensch auf der Erde
ueber sehr viel weniger "Zwischenbekannte" verbunden als du glaubst.
Glaube zwischen 5 oder 10. (Experimentell ermittelt)



ciao



Beitrag bearbeitet (28.05.05 00:43)
Re: Zufall ?
26. August 2005 17:10
hallo...
Die wahrscheinlichkeit das, das universum durch zufall entsteht ist 1 zu 10 hoch 10 hoch 120.
Die wahrscheinlichkeit das ein protein durch zufall entsteht ist 1 zu 10 hoch 950.
Die wahrscheinlichkeit, dass eine zelle durch zufall entsteht ist 1 zu 10 hoch 40000.
Diese zahlen sagen nur eines:Die Schöpfung

www.harunyahya.de
Re: Zufall ?
01. September 2005 20:43
Ein Beispiel für die Logik des Zufalls

Jemand der glaubt, eine Zelle könne zufällig zu existieren beginnen, wird durch nichts abzuhalten sein, auch folgende ähnliche Geschichte zu glauben. Es ist die Entstehungsgeschichte einer Stadt.

Eines Tages wird ein auf ödem Land zwischen zwei Felsbrocken eingeklemmter Lehmklumpen durch Regen nass. Der nasse Lehm trocknet, härtet, als die Sonne aufsteigt und nimmt eine feste, widerstandsfähige Form an. Danach zerfallen die Felsen, die als Form gedient hatten, aus irgendeinem Grund, und es erscheint ein ordentlicher, wohlgeformter, starker Tonziegel. Nun wartet dieser Ziegel jahrelang darauf, dass ein weiterer Ziegel auf die gleiche Weise entsteht. Dies setzt sich nun fort, bis an diesem Ort hunderte und Tausende von Ziegeln entstanden sind. Keiner der schon entstandenen Ziegel jedoch wird in dieser ganzen Zeit beschädigt. Obwohl sie über tausende Jahre hinweg Stürmen, Regen, brennender Sonne und klirrendem Frost ausgesetzt sind, bekommen die Ziegel keine Risse, platzen nicht und werden nicht weggespült, sondern bleiben an derselben Stelle liegen. Wenn die Anzahl der Ziegel ausreicht, beginnen sie, ein Gebäude zu errichten, indem sie sich Seite an Seite und aufeinander schichten, dies geschieht durch natürliche Ereignisse wie Stürme und Tornados. Inzwischen bilden sich in perfektem Timing andere Materialien wie Zement oder Mörtel unter natürlichen Bedingungen und kriechen zwischen die Ziegel, um sie zusammen zu halten. Während all das geschieht, formt sich unter der Erde Eisenerz und legt die Fundamente für das Gebäude, dass aus den Ziegelsteinen gebaut werden wird. Am Ende dieses Prozesses steht ein komplettes, intaktes Haus, mit all seinen Materialien, all der Zimmermannsarbeit und mit allen funktionierenden Installationen.

Nun besteht ein Gebäude nicht nur aus Fundamenten, Ziegeln und Zement. Wo kommen also die anderen benötigten Materialien her? Die Antwort ist einfach: Alle Materialien, die für die Konstruktion gebraucht werden, stecken in der Erde, auf der sie errichtet wird. Silikon für das Glas, Kupfer für die elektrischen Leitungen, Eisen für die Stützpfeiler, Holzbalken, Wasserrohre etc., alles liefert die Erde in reichlichen Mengen. Es braucht nur die Geschicklichkeit der natürlichen Bedingungen, diese Materialien zu formen und an der richtigen Stelle des Gebäudes zu positionieren. Sämtliche Installationen, alles Holzhandwerk, sämtliches sonstige Zubehör, alles findet seinen Platz innerhalb der Ziegel mit Hilfe von Wind, Regen und Erdbeben. Alles ist so perfekt abgelaufen, dass sich die Ziegel unter Freilassung der notwendigen Fensteröffnungen arrangiert haben, als hätten sie gewusst, sich später unter natürlichen Bedingungen etwas wie Glas formen würde, dass die Öffnungen ausfüllt. Sie haben auch nicht vergessen, Platz zu lassen für die Installation von Wasserleitungs-, Elektrik- und Heizsystemen, die auch erst später durch Zufall entstehen. Alles ist so gut gegangen, dass Zufall und die natürlichen Bedingungen ein perfektes Design geliefert haben.

Wenn sie es fertig gebracht haben, diese Geschichte bis hierhin zu glauben, dann werden sie keine Probleme haben, sich vorzustellen, wie die anderen Gebäude dieser Stadt, ihre Grünanlagen, ihre Infrastruktur mit Schnellstrassen, Gehwegen und Kommunikations- und Transportsystemen entstanden sind. Wenn sie technische Kenntnisse besitzen und auf dem Gebiet bewandert sind, können sie sogar ein hochkarätiges, mehrbändiges "wissenschaftliches" Werk schreiben und ihre Theorien darlegen, zum Beispiel: "Der Evolutionsprozess von Abwassersystemen und ihre Anpassung an gegebene Strukturen." Sie könnten sehr wohl für ihre klugen Studien mit akademischen Preisen geehrt werden und sich selbst für ein Genie halten, das ein wenig mehr Licht ins Dunkel der menschlichen Natur gebracht hat.

Die Evolutionstheorie, die behauptet, das Leben sei durch Zufall entstanden, ist nicht weniger absurd als diese Geschichte, denn mit all ihren funktionalen Systemen der Kommunikation, des Transports und des Managements ist eine lebende Zelle nicht weniger komplex als eine Stadt. In seinem Buch Evolution: A Theory in Crisis (Evolution: Eine Theorie in der Krise) beschreibt der Molekularbiologe Michael Denton die komplexe Struktur der Zelle:

Um etwas von der Realität des Lebens zu erfassen, wie sie von der Molekularbiologie enthüllt worden ist, müssen wir eine Zelle eine Milliarde mal vergrößern, bis sie 20 Kilometer Durchmesser hat und einem gigantischen Luftschiff ähnelt, groß genug, eine große Stadt wie London oder New York zu überschatten. Was wir dann sehen würden, ist ein Objekt unvergleichlicher Komplexität und anpassungsfähigem Design. An der Oberfläche der Zelle sähen wir Millionen Öffnungen, wie die Ladeluken eines riesigen Raumschiffs, die sich ständig öffnen und schließen, um einen kontinuierlichen Materialfluss hinein und heraus zu lassen. Wenn wir selbst durch eine dieser Öffnungen einträten, wären wir in einer Welt allerhöchster Technologie und von verwirrender Komplexität... Ist es wirklich glaubwürdig, dass zufällige Prozesse eine Wirklichkeit konstruiert haben können, deren kleinstes Element - ein funktionierendes Protein oder Gen - bereits vollständig außerhalb unserer kreativen Fähigkeiten liegt, eine Wirklichkeit, die genau die Antithese zum Zufall darstellt und die in jeder Hinsicht alles durch menschliche Intelligenz geschaffene bei weitem übertrifft?237
Re: Zufall ?
05. September 2005 19:03
Hi Ihr!

mich interessiert, ob Menschen, die behaupten alles sei vorbestimmt, also das ganze Leben Schicksal und es gäbe keinen freien Willen, nach rechts und links sehen wenn sie eine Straße überqueren wollen!?

Nix
Re: Zufall ?
07. September 2005 11:49
Hi Nixnuz,

wenn sie es täten, würde es nichts beweisen, denn sie glauben ja, keine Wahl zu haben, bringen also mit ihrem Verhalten keine eigene Entscheidung und keine dieser zugrundeliegende Überzeugung zu Ausdruck.

Grüße

Grägar
Mosquito
Re: Zufall ?
07. September 2005 19:38
@seras, @all,

die menschliche Intellenz kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Sie können im Labor keine Lebewesen herstellen, können nur Eigenschaften mixen, klonen. Auch Maschinen können sie nicht besonders intellent bauen. Lichtblicke wären allerdings die Quantencomputer. Die Natur scheint in den Zellen ähnliche Prinzipien zu nutzen. Sie hat auf jeden Fall Lösungen gefunden.

Praktisch alle natürlichen Lösungen werden von Menschen als phantastisch, als ideal empfunden. Man versucht pausenlos, von der Natur zu lernen. Die Natur als Ganzes stellt somit ein Intellenzpotential bereit, wie sie der Einzelspezies zumindest noch sehr lange verschlossen bleiben muss.

Der Lichtblick wäre allerdings, dass die Spezies Lernfähigkeiten zeigt, deren Ergebnisse und Grenzen nicht absegbar sein können. Eine Gleichheit zur gesamten Natur ist jedenfalls erkennbar. Intelligenz und Bewusstsein scheinen fundamental und grundsätzlich zugänglich zu sein. Die wahre Existenz bleibt unbekannt. Die Gleichheit des Kleinen gegenüber dem großen mag auf folgendem beruhen: Alle Information beruht auf Messung.

Die Überlegungen implizieren in Verbindung mit der Unbestimmtheitsrelation, dass Vergangenheit und Zukunft unbestimmt sind. Bei einer dynamischen Welt gilt das wohl beinahe fundamental.

Die Alternative wäre ein vollständig existierender Hyperkubus. Für dessen Existenz wäre allerdings zu verstehen, wie der "Abtastvorgang" wirkt. Läuft er einmalig oder im Raster der Planckskala?

Ich lebe jedenfalls in einem dynamischen Kosmos. So stimmen die Beobachtungen klimmzugfrei mit der Logik überein. Wer im Hyperkubus lebt, mag drauf hoffen, dass für ihn das Hoffen auf Verständnis impliziert ist. Er kann ja das voranschreitende Erleben wohl nicht erklären.

An anderer Stelle hatte ich beschrieben, wieso in einer dynamischen Welt der freie Wille grundsätzlich gilt. Der Schluss scheint mir unter der berücksichtigung der Unbestimmtheitsrelation zulässig und sogar stringend. Der freie Wille beruht auf Freiheiten, nicht direkt auf angetroffenen Situationen reagieren zu müssen. Die Ausbildung von Bewegungsmechanismen beliebiger Art begründet die einfachste Form von Freiheitsgraden.

Gruß
Mosquito
soo
Re: Zufall ?
09. September 2005 19:07
schicksal is ne illusion
angst vor der zukunft

siehe nixnuz
Mosquito
Re: Zufall ?
09. September 2005 21:02
@soo,

der Mensch braucht Sinn und Hoffnung - so denkt er wohl. Doch er ist Bestandteil der Natur und als Persönlichkeit einmalig. Wie auch immer, individuelles Bewusstsein scheint mir um Urgewalten mächtiger sein zu können als jeder aufdoktrinierter Hades- Teufel- und Opferstockglaube. Ich empfinde es so, also ist es für mich so,

ein Mosquito
Re: Zufall ?
14. September 2005 13:40
Zu Mosquito:Du sagst, mit anderen Worten die Natur besitzt Wissen, was richtig ist.Ich frage dich aber woher dieses Wissen stammt...

Zu soo:du sagst Schicksal ist eine Illusion...
Im Islam bedeutet Schicksal, dass Got alles von Anfang bis in die Ewigkeit alles weiss, was du aber nicht glauben musst...:)


mit freundlichen Grüßen
Seras
Mosquito
Re: Zufall ?
14. September 2005 14:38
@Seras

>> Zu Mosquito:Du sagst, mit anderen Worten die Natur besitzt Wissen, was richtig ist.Ich frage dich aber woher dieses Wissen stammt... <<

Ich sage nicht: "Ich weiß es nicht!"
Ich sage: "Ich kann es nicht wissen!" Die Natur ist für mich erfahrbar. Doch die möglicher Herkunft oder die mögliche Unendlichkeit der Natur kann nicht erfahrbar sein.

Gruß
Mosquito
Re: Zufall ?
15. September 2005 01:36
What about:
Wenn zwei Elementarteilchen aus der gleichen Wahrscheinlichkeitswelle hervorgehen, dann sind ihre Eigenschaften weiterhin eng miteinander verbunden; sie sind miteinander verschränkt. Aufgrund des Impulserhaltungsgesetz weiss man, dass sie unterschiedliche Spins haben. Das hat zur Folge, dass sie in entgegengesetzte Richtungen davonsausen.
Wenn man den Impuls eines Teilchens misst, weiss man augenblicklich, welchen Impuls das andere Teilchen hat, selbst, wenn es sich am Ende des Kosmos befindet. Wird eins der beiden Teilchen irgendwie beeinflusst, etwa durch ein Magnetfeld oder durch eine polarisierende Kraft aus der Bahn gelenkt, dann macht das andere nicht direkt beeinflusste Teilchen diese Veränderung um 180° gedreht mit. Und das Erstaunlichste an den Experimenten ist dass die Entfernung der Teilchen keinerlei Rolle spielt. Also unabhängig von Raum und Zeit bleiben die Zwillingsteilchen in Beziehung zueinander. Was dem einen passiert, geschieht automatisch (aber entgegengesetzt) auch dem anderen. !!!
Alles, was mit einem der Teilchen passiert, beeinflusst in rätselhafter Weise auch das andere Teilchen. Dies auch dann, wenn die beide Teilchen Millionen Lichtjahre voneinander entfernt sind.
Der Physiker Zeilinger von der Universität Innsbruck ging noch einen Schritt weiter. Er brachte Photonen dazu, sich gegenseitig durch den Raum zu transportieren (Quantenteleportation).
Auch wir bestehen aus diesen Zwillingen, Drillingen und verschränkten Mehrteilchen. Sicherlich sind wir Wesen, die aufgrund des Nichtlokalitäts-Effekts uns selbst und die Umgebung beeinflussen.
Jetzt halten sie sich fest:
Ein Experimentator versucht die Richtung der Spins von Elementarteilchen relativ zu einer vorher mit einem Magneten festgesetzten Richtung im Raum zu messen. Die Messung in Versuch A zeigt, dass "zufällig" alle gemessenen Spins mit der vorher festgelegten Eichrichtung übereinstimmen. In Versuch B wird deshalb eine andere Eichrichtung festgelegt, aber wieder zeigen die gemessenen Spins in die neue Richtung.
In Versuch C versucht der Experimentator dem Nachahmungsdrang der Spins zu entgehen, indem er zwei Richtungen und die Mitte der beiden Richtungen festlegt. Das Ergebniss dieses Versuches zeigt, dass seine Spins nun erst die eine der beiden Richtungen einnehmen, dann die andere Richtung bevorzugen, um danach wieder die erste Richtung einzuschlagen und immer so weiter. Als Ergebnis der Versuche wird interpretiert, dass DER GEIST DES EXPERIMENTATORS AUSSERHALB SEINES KÖRPERS BAUSTEINE DER MATERIE BEEINFLUSSEN KANN. DAS IST ABSOLUT PHANTASTISCH, DA REPRODUZIERBAR.
(siehe PEAR - Princeton Engineering Anomalies Research - "...die Kraft der menschlichen Gedanken oder des Bewusstseins oder der Psyche ist imstande, digitale Systeme zu lenken..." Ha ! Ha ! Ha !

Re: Zufall ?
15. September 2005 13:51
Hi Rumaenin
Im ersten Teil beschreibst du das EPR Paradoxon. Die verschraenkten Zwillinge. Naja was soll man dazu sagen es ist eben Paradox.
Die Bellschen Ungleichungen zeigen, dass sich dieses nicht mit der Annahme verborgener lokaler Varaiablen loesen laesst. Dass die Zwillinge
also nicht jeder fuer sich mit einem Informationszusatzpaket ausgestattet sein koennen. Eine Regel, die ihnen angibt wie sie sich verhalten sollen, wenn sie mit einer bestimmten Situation konfrontiert werden.
Bei Photonen z.B. einem bestimmten Polarisationsfilter.
Ist meine Beschreibung in etwa richtig ?

Es gibt dafuer drei Auslegungen fuer das EPR Paradoxon:
- Die Kopenhagener Interpretation
- Die Bohm Interpretation
- Die Viel-Welten Inerpretation

Den zweiten Versuchsaufbau in deinem Bericht verstehe ich nicht ganz.
Gibt es dazu eine Seite im www ?

DER GEIST DES EXPERIMENTATORS AUSSERHALB SEINES KÖRPERS BAUSTEINE DER MATERIE BEEINFLUSSEN KANN.

Diese Folgerung koennte man nur dann ziehen, wenn man keine Messung vornimmt. Ansonsten sind diese Veraenderungen nur Wahrscheinlichkeiten.
Und selbst die Messung muss nicht massgeblich sein.

Es gibt halbtote Schroedlingerkatzen, aber eben auch nur gedanklich.
Wodurch stirbt Schreodlingers Katze ? Dadurch dass ich den Kasten oeffne ? Fuer uns ja. Aber die Katze selbst wird da eine ganz andere Meinung haben :-)
Kanns du den Versuch also naeher beschreiben. Oder den Grundgedanken dahinter vielleicht in einem einfachen Beispiel formulieren ?

ciao
richy



Beitrag bearbeitet (15.09.05 15:58)