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Zeitreisen-Chaostheorie-Quantenphysik Teil 3

geschrieben von Satyr 
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Satyr
Zeitreisen-Chaostheorie-Quantenphysik Teil 3
26. December 2004 20:52
Hallo Leute!
Noch da alle?Ihr habt aber Geduld!! ;-))
Weiter gehts wie versprochen mit:
Quantenmechanischen Zeitschleifen
Falls Zeitschleifen existieren,lassen sie sich nur mit Hilfe der Quantenphysik verstehen.Stephen W. Hawking (Astronomiebegeisterten wird er ein Begriff sein) meint,quantenmechanische Effekte würden entweder die Bildung solcher Schleifen verhindern oder jeden potentiellen Zeitreisenden zerstören.Nach Hawkings Berechnungen, in denen allerdings die Gravitationseffekte von Quantenfeldern vernachlässigt werden,nehmen die Schwankungen dieser Felder in der Nähe von Zeitschleifen unbegrenzt zu.Nun sind zwar Näherungen unvermeidlich, solange es noch keine vollständige quantenmechanische Beschreibung der Gravitation gibt;doch auf Raum-Zeit-Modelle mit Zeitschleifen lassen sich unsere heutigen Methoden nicht zuverlässig anwenden.Hawkins Näherungen offenbaren nach Meinungen einiger Forscher nur die Mängel solcher Näherungen.Die quantenmechanischen Effekte,die hier versucht werden zu beschreiben,machen Zeitreisen nämlich keineswegs unmöglich,sondern erleichtern sie!Vielleicht macht die Quantenmechanik geschlossene zeitartige Kurven sogar zwingend erforderlich.Während Zeitschleifen im astronomischen Maßstab sicher sehr selten sind,könnte der submikroskopische Bereich,in dem quantenmechanische Effekte vorherrschen,geradezu von winzigen Schleifen wimmeln!Bisher gibt es noch keine befriedigende Theorie der Quantengravitation,aber nach vielen Modellen erscheint die Raum-Zeit nur im Großen glatt.Ihre submikroskopische Struktur ist demnach "schaumartig"-mit vielen Wurmlöchern und mit Zeitschleifen,die etwa 10^-42 Sekunden in die Vergangenheit reichen!Ist das die gequantelte Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart?????Somit könnten überall unentwegt Zeitreisen subatomarer Teilchen stattfinden.
Vor allem vermag die Quantenmechanik die Paradoxien der Zeitreise aufzulösen.Sie ist derzeit die fundamentalste physikalische Theorie und bricht radikal mit dem klassischen Weltbild.Statt mit Sicherheit vorherzusagen,was wir beobachten werden,gibt sie alle möglichen Ergebnisse einer Beobachtung mit deren Wahrscheinlichkeiten an.Auf den Zerfall eines Neutrinos muß man höchstwahrscheinlich etwa 20 Minuten warten;er kann aber auch sofort eintreten oder erst nach beliebig langer Zeit.
Womit lässt sich diese Zufälligkeit erklären?Gibt es-vorläufig unbekannte-interne Zustandsgrößen ,die von einem Teilchen zum Anderen variieren und den Zeitpunkt des Zerfalls bestimmen?Diese Idee ist auf den ersten Blick attraktiv, widerspricht aber gewissen, inzwischen experimentuell bestätigten Vorhersagen der Quantenmechanik.Auch alle anderen Versuche,durch Abänderung der Quantenmechanik das klassische Weltbild zu retten,gelten heute bei der großen Mehrheit der Physiker als erfolglos.
Wir sollten daher vorerst die Quantenmechanik so akzeptieren wie sie ist und sie als direktes Abbild der Wirklichkeit betrachten.Unter Quantenmechanik verstehen Physiker dabei allerdings eine bestimmte-und keineswegs unumstrittene-Interpretation:nämlich die von Hugh Everett III im Jahre 1957 erstmals vorgeschlagene Vielwelten-Theorie.Ihr zufolge finden alle physikalisch möglichen Ereignisse wirklich statt-allerdings in verschiedenen Universen!Die physikalische Wirklichkeit besteht demnach aus einer Vielzahl von Universen,einem sogenannten Multiversum.
In jedem Universum des Multiversum gibt es ein Exemplar des Neutrinos,welches wir beobachten wollen.Für jeden Zeitpunkt,zu dem dieses Neutron zerfallen könnte,existiert ein eigenes Universum,in dem es genau dann tatsächlich zerfällt;und weil wir seinen Zerfall zu einer bestimmten Zeit feststellen,müssen auch wir in vielen Versionen existieren-eine Version pro Universum.Somit wird klar,daß zu jedem Augenblick unendlich viele Universen entstehen.Jetzt gerade als ihr das lest!!!Unheimlich-oder?Naja-möglicherweise bin ich in einem anderen Universum König der Welt! :-))
Vom Multiversum aus gesehen ist die Quantenphysik deterministisch:
Sie sagt die subjektive Wahrscheinlichkeit jedes Messergebnisses voraus,indem sie den Bruchteil der Universen angibt,in denen genau dieses Resultat auftritt.Everetts Interpretation der Quantenphysik ist allerdings umstritten und somit noch nicht der Weisheit letzter Schluss.Die Physiker verwenden die Quantenphysik üblicherweise als Rechenwerkzeug, in das man Daten über einen physikalischen Prozess eingibt und dafür die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ergebnisses erhält.Im Normalfall muß das mathematische Modell des betreffenden Prozesses gar nicht eigens interpretiert werden.Doch auf zwei Gebieten der Physik-der Quantenkosmologie und der Quantentheorie der Datenverarbeitung-kommt man um Interpretationen nicht herum.In diesen Bereichen,die sich ausschliesslich mit der internen Funktionsweise der betrachteten physikalischen Systeme befassen, ist Everetts Modell sehr beliebt.

Nun das wars wieder mal-es geht weiter im Teil 4 mit:
Zeitreisen im Multiversum
Grüße aus Wien
Satyr

Satyr
Re: Zeitreisen-Chaostheorie-Quantenphysik Teil 3
30. December 2004 18:11
Hi an alle!
Pow!!!Starkes Echo hier.Dürfte wohl keinen mehr interessieren?!?!Dachte mir anhand vorheriger Beiträge,daß Zeitreisen mehrere interessieren!Deshalb wollte ich alles so ausführlich wie möglich machen,jedoch denke ich nun,daß ich mir weitere Teile dieses Themas sparen kann!
Sorry falls ich euch gelangweilt habe.
Grüße aus Wien
Satyr

Re: Zeitreisen-Chaostheorie-Quantenphysik Teil 3
01. January 2005 06:18
Hi Satyr
Ich hab alle Deine Beitraege zum Thema Zeitreise mitverfolgt. Ok, Reise in die Zukunft ist ja kein Problem. Aber Zeitreisen in die Vergangenheit ist eben kein Thema, dass man grad so mal abhandelt.Ganauso wie Deine Threads zu dem Thema. Du hast Dir da vielleicht schon sehr viele Gedanken gemacht, die die meisten hier wohl nicht gleich nachvollziehen koennen. Ich auch nicht. Alles scheint auch aus der anerkannten Wissenschaft aufgebaut zu sein. Wo soll man dann einhaken ?
Vielleicht was waere, wenn Hawkings nicht nur etwas, sondern voellig daneben liegt ? Wie soll man sich Paralelluniversen praktisch vorstellen ?
In welchen Dimensionen haben die ihren Platz ?
Zu deinem letzten Tread habe ich ja auch schon den Beitrag "Tod deines Grossvaters" vorgeschlagen. Vielleicht kannst Du daraus noch einmal ein
paar Gedanken aufgreifen und ueber dein "Modell" erklaeren.
Zur Rettung der Wiederspruchfreiheit von Zeitreisen in die Vergangenheit ist mir in dem Thread auch gleich der Begriff Paralelluniversum eingefallen.
Aber auch so Dinge wie "EXISTENZ".
Dass die Zukunft fuer uns noch nicht existiert. Daher auch die wiederspruchsfreie Zukunftsreise. Wie denkst du zum Beispiel ueber die Existenz der Vergangenheit ? Aus dieser ergeben sich naemlich alle logischen Katastrophen bei Reisen in die Vergangenheit. Glaube das war ein zentraler Gedanke in dem "Grossvaterthread" Es existiert nur die Gegenwart. Und wie lange dauert die ? Wie lange dauert ein Augenblick ?
(*fg der Heimist kann hier ja einen Zahlenwert angeben.)
Ich denke die Problemstellung von Reisen in die Vergangenheit ist eher von der philosophischen Seite her zu betrachten. Was meinst du Gregor ?
ciao
richy



Beitrag bearbeitet (01.01.05 16:11)
Hallo Richy!
Erstmals danke für dein Interesse an den Beiträgen!Das Zeitreisen in die Zukunft zumindest theoretisch kein Problem darstellen kann ich mir vorstellen,aber Zeitreisen in die Vergangenheit stellen mich genauso vor Verständnisschwierigkeiten wie wahrscheinlich alle anderen Menschen auch!Wie gesagt habe ich mir einiges aus Fachzeitschriften zu diesem Thema zusammengeschrieben.Das bedeutet,daß die Grundideen die hier zur Sprache kommen NICHT von mir stammen.Bei Gott nicht-dazu bin ich viel zu schlecht ausgebildet und nicht klug genug!
Ob Hawkings recht hat oder ob er sich irrt wird nur die Zeit lösen können,aber alles ist möglich!Der Brite ist gewiss sehr klug,aber das bedeutet nicht,daß er im Besitz der allwissenden Weisheit ist.
Wie du dir Paralelluniversen vorstellen kannst bleibt dir überlassen.Wie du dir denken kannst,habe ich selbst nie eines zu Gesicht bekommen ;-)) .Zumindest nicht bewusst!!!
Wie bei den meisten "metaphysikalischen Überlegungen" eilt zumeist der Gedanke der Wirklichkeit voraus.Ich persönlich glaube,daß nicht einmal die Schöpfer solcher Ideen wissen,wie sie sich solche Paralelluniversen vorzustellen haben!
Bezüglich der Dimmensionen....
Die großräumige Struktur des Universums ist bekanntlich "schaumartiger" Natur.Nehmen wir an,daß alle Universen "nebeneinander" existieren und somit ebenfalls eine schaumartige Struktur bilden!Jede "Blase" ein Universum.Das Ganze bildet wiederum ein Superuniversum.Tja-das könnte man jetzt wiederum so weiterführen bis ins Unendliche.Dort nämlich enden die meisten Theorien welche das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen!
Wie ich über die Existenz der Vergangenheit denke?Nun-das sie real und unverrückbar ist-zumindest die Zeitlinie die wir beschritten haben.Ansonsten sehe ich mich wiederum mit dem Großvater-Paradoxon konfrontiert!Ausserdem würde es dann nicht geradezu zwindend zu dem Gedanken führen,daß es hier nur so von Zeitreisenden aus der Zukunft wimmeln müßte???Oder sind wir sozusagen die "erste" Zeitlinie?Kommt die Erfindung der Zeitmaschine noch?Endet dann die Menschheit nicht atomar sondern im Zeitchaos???
Wie lange dauert ein Augenblick?Nun solange du die Augen offen hältst!:-))
Philosophisch gesehen 10^-42 Sekunden meiner Meinung nach!So groß ist die "Rauhigkeit" der Raumzeit-siehe mein Posting zu Beginn!
Zeitreisen philosophisch zu behandeln wird meiner Meinung nach die einzige befriedigende Lösung dieses Problems sein-zumindest vorläufig!

Viele Grüße und ein hoffentlich wenig chaotisches neues Jahr
Satyr

5,9892858349849458980363918608445e+99

und nu? ;)