Hohlwelttheorie
29. July 2009 18:44
Ich habe mich in den letzten Tagen wieder eine wenig im Internet geschnüffelt und bin dabei auf eine Version der Hohlwelttheorie gestoßen, die ich so noch nicht kannte. Ein Nachfahre oder entfernter Verwandter des Herrn Kepler vertritt die These, dass wir uns auf der Innenseite einer Hohlkugel befinden. Das wäre geometrisch erstmal nicht weiter wild und lösbar über eine Inversion am Kreis. Der Sonne könnte man ein Bahn zuweisen, die inneren Planeten würden um die Sonne kreisen. Die restlichen Sterne liegen auf eine Kugel im uneigentlichen (da unendlich weit entfernt vom Kugelrand durch die Verzerrung des Raums) Zentrum der Kugel.

Da die Inversion am Kreis ein konforme Abbildung und damit bijektiv ist, lassen sich doch ohne weiteres die Argumente, die gegen das geozentrisches bzw. für das heliozentrische Weltbild sprechen, mit abbilden. Gerade die Planetenbahnen der äußeren müssten sich in diesem Modell wider dem newton'schen Gesetz verhalten. Selbst wenn man einfache kreisförmige Bahnen annimmt, dann müssten sich die äußeren Planeten auf sich im Radius verändernten Bahnen bewegen, wobei sich die Radien bezogen auf das uneigendliche (da unendlich weit entfernt vom Kugelrand durch die Verzerrung des Raums) Zentrum der Hohlkugel genau dann am kleinsten wären, wenn der Plante auf einer Geraden Erde-Sonne-Sternenkugel liegt. D.h. die äußeren Planeten müssten sich entfernen je näher sie dieser Achse kommen. Da aber die Sonnen anziehend wirkt wäre das doch ein Widerspruch, richtig?



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