Der Tod deines Großvaters
19. September 2004 11:44
Stellen wir uns mal vor jemand könnte in die Vergangenhiet reisen.
Physikalisch und Theoretisch ist es erwiesen das es klappen würde.
Aber darum geht es jetzt nicht also.....

Also, derjenige der es schafft in die Vergangenheit zu reisen würde seinen Großvater umbringen.
Was würde passieren.



Der Zeitreisende würde auf der Stelle verschwinden, wir kennen es aus Back to the Future
Oder wäre das überhaupt möglich weil, wenn sein Großvater stirbt wird es ihn nie in Zukunft geben und damit könnte er auch nie in die Vergangenheit reisen.
Oder würde sofort das Universum zusammenbrechen bzw aufgesogen.

Oder ist dies hier der Beweis das ZEitreisen NIE möglich ist.
Re: Der Tod deines Großvaters
20. September 2004 18:17
Schön, daß Du von selber "Back to the future" ansprichst. Da gibt es nämlich einen Punkt drin, der mir schwer zu denken gibt.

Ganz am Ende kehrt Marty McFly fünf Minuten früher nach Hause zurück, um Doc Brown zu retten, und gerade angekommen sieht er sich selber abreisen.

Wir haben also für kurze Zeit zwei Marty McFlys in einer Gegenwart: einer, der gerade aus der Vergangenheit kommt, und einer, der gerade in die Vergangenheit reist.

Jetzt ist die Frage: wo war diser zweite Marty McFly während des restlichen Films? Denn wenn er wirklich in die Vergangenheit zurückgereist wäre, aus der der andere Marty gerade wiedergekommen ist, dann hätten sich die beiden ja schon da begegnen müssen (auf diesem Clou basieren ja die meisten Witze im zweiten Teil).

Und die nächste Frage schließt sich gleich an: wohin mag dieser zweite Marty zurückgekehrt sein? nicht in diese Zukunft, sonst wäre er ja direkt neben Marty I rausgekommen (oder vielmehr: genau IN IHM?).

Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:

Entweder, die verschiedenen Martys sind miteinander verschmolzen, als sie ankamen, weil sie ja zur exakt selben Zeit am exakt selben Ort ankamen, oder es gibt genau so viele Vergangenheiten wie Zukünfte, und jetzt fahren alle Marty McFlys aller Welten umeinander wie in Sliders, der Serie auf RTL.

Ehrlich gesagt, mir klingt Variante 2 wahscheinlicher; aber sie impliziert, daß innerhalb eines Zeitablaufes alles von Anfang bis Ende determiniert ist.

Das wäre dann das Multiversen-Konzept.

Ich glaube, ich habe das hier schon einmal vorgetragen.

Grüße

Grägar
Re: Der Tod deines Großvaters
22. September 2004 11:54
Ich denke das Zeitreisen nie möglich sein werden, sonst würden ja jetzt überall Leute rumlaufen die aus der Zukunft kommen.

Hab noch nie was von einem "verrückten" gehört der behaupten würde er käme aus der Zukunft.

Ausserdem könnte er das ja leicht beweisen, dass er aus der Zukunft kommt.
Denn wenn ich eine Reise in die Vergangenheit plane, schau ich mir genau an was in den nächsten Tagen nach meiner Ankunft passieren wird (passiert ist).
Re: Der Tod deines Großvaters
23. September 2004 16:58
Zeitreisen ist theoretisch schon möglich.
Einmal durch Einstein (soundso viele male die Erde umkreisen, gegen die drehrichtung)
WAS NATÜRLICH WIDERLEGT WERDEN KANN

Aber es gibt da noch so einenTheorie die besagt das ein Rohr mehrer Kilometer lang schnell genug rollt das es darin möglich sein sollte in die Vergangeheit zu reisen.
NAJA müsst ihr nicht verstehn .. informiert euch mal selber im internet
ist schon lang her das ich das gelesen habe, also weiss nicht mehr wie es genau war. Viellkeicht kennt hier ja jemand das Prinzip und erläutert es mal.


AAAAAAAHHHHHH
ist das ne verzwickte Sache
Re: Der Tod deines Großvaters
24. September 2004 21:13
Lieber lenny wie kommst du auf die idee dass zeitreisen in die vergangenheit erwiesen und darüber hinaus physikalisch und theoretisch möglich seien.
ich frage aus reinem interesse, habe ich nämlich bisher noch nie gehört.

lg
rea
Re: Der Tod deines Großvaters
25. September 2004 14:15
cool ein temporäres paradoxon,
reise ich in die zeit zurück um meinen großvater zu töten, dann gibt es die zukunft nicht, was wiederum bedeutet, ich konnte gar nicht in die vergangenheit reisen um meinen großvater zu töten.
Hannes
Re: Der Tod deines Großvaters
28. September 2004 06:13
weiß der geier wo ich das gesehen oder gelesen hab aber das war folgend geschildert.

wenn man in die vergangenheit reisen tut hat man mit seiner gegenwart in der vergangenheit etwas verändert und zwar diesen butterfly effekt. Dieser wiederrum verändert die zukunft in diesem sinne ziemlich genau der grund glaub ich warum man es nicht "tut?"

Wer sagt das ein mensch nicht die welt verändern kann :)
Re: Der Tod deines Großvaters
29. September 2004 03:00
Hi all
Pi ist eine ganze Zahl ! Der Wert von Pi ist drei !
Das steht hiermit nun im Internet und daher muss das wohl wahr sein :-)
Irgendwie denke ich, der Thread hier als Teil eines Forums zur Chaostheorie, sollte doch irgendwie bischen korrigiert werden :-)

> Stellen wir uns mal vor jemand könnte in die Vergangenhiet reisen.
> Physikalisch und Theoretisch ist es erwiesen das es klappen würde.
....
> Zeitreisen ist theoretisch schon möglich.
> Einmal durch Einstein
> (soundso viele male die Erde umkreisen, gegen die drehrichtung)
> WAS NATÜRLICH WIDERLEGT WERDEN KANN
> Aber es gibt da noch so einenTheorie die besagt das ein Rohr mehrer
> Kilometer lang schnell genug rollt das es darin möglich sein sollte in die
> Vergangeheit zu reisen.

Hab ich wohl etwas verpasst, dass Zeitreisen in die Vergangenheit sowohl physikalisch als auch theoretisch ziemlich erwiesen sind und klappen:-)
Hmm theoretisch .... klappt das auch praktisch ?
Theoretisch scheinen solche Reisen aber wegen Einstein moeglich.
Wenn ich gegen die Drehrichtung der Erde kreise scheint das zu funzen.
Oder doch nicht ? Auch schon wieder wiederlegt ?
In der Lorenztransformation der speziellen RT gehen Geschwindigkeiten
quadratisch ein. Deshalb vielleicht ?
Einsteins Relativitaetstheorie laesst also keine Zeitreisen in die Vergangenheit zu.
Das ist wenigstens mal ziemlich sicher.
Jetzt haben wir noch dieses ominoese lange Rohr.
Scheint aber nur ne Theorie zu sein.
Praktische Zeitreisen mittels einem langen Rohr sind mir jedenfalls eher
unbekannt.

Vielleicht kann mir mal jemand die Beitraege hier bischen erklaeren :-)
ciao
richy



Beitrag bearbeitet (29.09.04 12:56)
Re: Der Tod deines Großvaters
01. October 2004 16:33
Hallo Richy,

den Bezug zur Chaostheorie konnte ich erst auch nicht sehen.

Dann habe ich mir aber Folgendes überlegt:

Ausgangswert = Zustand der Welt 1960
Transformation = Alles was mit dieser Welt von 1960 - 1985 passiert ist
Ergebnis = Zustand der Welt 1985
Iterative Variable = Ein Mensch

Gesucht: Endergebnis

Die iterative Variable wird in den Ausgangswert eingesetzt = Ein Mensch wird 25 Jahre in die Vergangenheit geschickt.

Nun wird die Transformation durchgeführt = die 25 jahre laufen erneut ab, diesmal mit dem in die Vergangenheit versetzten Menschen

Die iterative Variable wird wieder den Ausgangswert eingesetzt = Der Mensch wird wieder 25 Jahre in die Vergangenheit geschickt.

Transformation zurückschicken, transform................. Schwindelig ......

Es gibt drei mögliche Endergebnisse
1. nach einigen Schritten stabiliert sich das System. Es gibt somit eine eindeutige Vergangenheit und eine eindeutige Zukunft. In der Zeit hat dieser eine Mensch halt eine Extraschleife eingelegt.
2. nach einigen Schritten ergeben sich mehrere alternierende Zustände. Es gibt eine eindeutige Vergangenheit, und mehrere eindeutige Zukunftslinien. Die Welt spaltet sich also in Paralleluniversen auf.
3. Egal wie oft man iteriert, es gibt kein erkennbares Muster. Die Welt spaltet sich somit in unendlich viele Paralleluniversen auf. Ob sie das aushält oder einfach verschwindet weiss ich nicht.

So weit zum Bezug zur Chaostheorie.

Zu Einstein kann ich mich dunkel erinnern, dass er die Zeit als eine weitere Dimension betrachtet hat. Man sollte darin also nach Belieben herumreisen können.

Ich meine, dass auch Hawking in seinem jüngsten Vortrag dazu einige Erklärungen hatte.

Der Trick ist der: Wer in der Zeit rückwärts reist, kann mit nichts und niemand interagieren, der in der Zeit vorwärts reist. Die Zeitrichtung umzukehren ist zwar möglich (beim Eintritt ins schwarze Loch) aber mit vollständigem Informationsverlust verbunden.

Also könnte man jemand in die Vergangenheit schicken, der müsste aber zweimal seine Zeitrichtung umkehren, das nicht überleben und könnte somit auch seinen Opa nicht killen.

Hmmmmm...... und wenn man nun eine Kugel in die Vergangenheit schiesst. Die braucht ja keine Information mitzunehmen, sie muss nur gerade da ankommen wo sich der Kopf des armen Grossvaters damals befand.

Gefährliches Pflaster worauf ich mich begebe. Wenn das geht, und jemand liest meinen Beitrag und entwickelt so ein Ding, dann werden Morde zukünftig in der Vergangeheit ausgeführt und unsere Welt versinkt im Chaos. Dann wird einer heraus kriegen, dass ich das war und mir bevor ich den Button "senden" gedrückt habe eine Vergangenheitskugel schicken.

Wenn Ihr dies also lesen könnt, so könnt ihr es als bewiesen erachten, dass so ein Ding nicht möglich ist.

PS: 4.Möglichkeit; es gibt einen Schiedsrichter, der bestimmt, welche der Parallelen Welten weiterexistieren darf.

Gruß
konrad



Beitrag bearbeitet (01.10.04 16:44)
lenny
Re: Der Tod deines Großvaters
01. October 2004 17:39
hab nicht gesagt das es physikalisch möglich ist
Nur theoretisch ;)
Hi,

zunächst einmal muß ich meinen Beitrag zu "Zurück in die Zukunft" korrigieren. Oder, um mich an Doc Brown anzulehnen: "Grägar, Du denkst wieder einmal nicht quantenphysikalisch!"

Wenn der zweite Marty in eine Vergangenheit zurückreist, in der er sich mangels alternativem Ergebnisverlauf noch in nichts von Marty 1 unterscheidet, dann überlagert er sich einfach mit Marty, bildet also eine Marty-Superposition. Dann kann ihn Marty 1 in der Vergangenheit auch nicht sehen oder sonst wahrnehmen - er ist es ja selber.

Das allerdings wirft interessante Fragen hinsichtlich der quantenphysikalischen Beschaffenheit eines Marty n+1 auf.

Denn hier handelt es sich ja um Marties, die aus unterschiedlichen Zukünften in dieselbe Vergangenheit zurückgeschickt worden sind. Sie unterscheiden sich daher zum mindesten durch ihre Erinnerungen. Können sie trotzdem eine Superposition bilden? Wenigstens dann nicht, wenn die Unterschiede physikalisch manifest sind. Dies dürfte auf Gedächtnisinhalt zutreffen.

Es bleibt also, mit leicht modifizierter Begründung, bei obiger Antwort.

Dann aber eine rein logische Frage, über alles physikalische Theoretisieren hinaus. Rea hat geschrieben:

cool ein temporäres paradoxon,
reise ich in die zeit zurück um meinen großvater zu töten, dann gibt es die zukunft nicht, was wiederum bedeutet, ich konnte gar nicht in die vergangenheit reisen um meinen großvater zu töten.

Ich denke, man kann oder muß das Ganze als SCHEIN-Paradoxon betrachten; also etwa so:

Wenn ich in die Vergangenheit zurückreisen und dort meinen Großevater töten könnte, würde ich niemals geboren worden sein. Ich bin aber geboren worden; also

- kann ich entweder nicht in die Vergangenheit zurückreisen
- oder nicht dort meinen Großvater töten.

Velleicht wäre es das einfachste, ein Naturgesetz einzuführen, nach dem jeglicher Versuch, die Vergangenheit zu ändern, zwangsläufig zum Scheitern verurteilt sein muß; dann wäre das Paradoxon aufgelöst.

Das setzt allerdings voraus, daß bei Übergang von Gegenwart zu Zukunft eine Vielzahl von Daten schlichtweg verloren geht, bsp. die Zahl der frei verfügbaren Sauerstoffmoleküle; denn sonst würde schon ein Atmer mehr dem Gesetz widerstreiten.

Aber: wenn ich mal so überlege, was ich gestern eigentlich den ganzen Tag gemacht habe, kommt es mir ziemlich plausibel vor, das die Gegenwart nur eine stark abgespeckte Fassung der Vergangenheit beinhaltet.

Im übrigen finde ich Konrads Beitrag preiswürdig. Chapeau!

Grüße

Grägar
Lenny
Re: Der Tod deines Großvaters
04. October 2004 22:26
Find das mies hier so angemacht zu werden richy
ich hab hier ne richtige diskussion entfacht
und ich weiss das es vom thema abkommt
aber was solln das jetzt
Darf man hier nicht mal mehr ein beitrag posten um sich mit anderen
zu unterhalten ?????????
Immerhin gibt es die freie Meinungsäusserung, und das Thema interessiert wohl VIELE da es immer noch auf Platz eins ist im Forum (bis grade)
und auch strak gelesen wird und es auch VIELE antworten gibt.

Aber dann kommt so eine Wichtigtuerei die total unsozial in meinen AUgen ist
und auch Asozial und damit ziemlich BLÖD


Ich interessiere mich sehr für Zeitreisen aber nicht im MATHEMATISCHEN sinne sondern mehr als Unterhaltung, Überlegung.
Mir macht es Spaß sich damit auseinanderzu setzen.
Ausserdem versichere ich euch, das es diese THEORIE mit dem kilometer langen Rohr gibt, kann sie nur nicht finden weil es endslang her ist.
Bis dann
und nimmt nicht alles immer so ernst, wie wärs ihr geht mal ein bissel nach draußen anstatt als Trekkie, Computerfreak, Schreiberling und ..... nein soll jetzt keine Beleidigung werden also höre ich jetzt lieber auf


Noch was an die treuen Fans der meiner Meinung nach besten Triologie die es je gab:
Lasst doch Zemeckis Film ein Film sein .. und zwar ein sehr guter.
Es ist ein Film und keine Dokumention und soll nicht die Wirklichkeit darstellen

Trotzdem macht es Spaß sich darüber zu unterhalten
der film mischt sehr gut Nostalgie der 50er Jahre
mit mittlerweile 80er Nostalgie ... man beachte die Kleidung von MArty
und überhaupt ist J. Fox einer der besten Schauspieler in Sachen Komödie
das beste an dem Film sind dann natürlich immer die Parallelen zu den verschiedenen Jahrzehnten.
Echt Top 1 auf meiner Liste der besten Filme
danach kommen natürlich DOnnie Darko (Zeitreisen) und Butterfly Effect
und The Big Lebowsky

ABER ICH GLAUB DAS PASST HIER NICHT INS FORUM

Also wer sich für Zeitreisen interessiert der solte sich UNBEDINGT
DONNIE DARKO anschauen
einfach genial ich verspreche es euch


ciao bis denn
und nicht sauer sein
Theorie und Praxis dazwischen sind gewaltige Unterschiede
wie wärs ihr stellt ne mathematische Formel auf
( hab den thread vom dem sheriff gelesen)
Mann MAnn MAnn
Lenny
Re: Der Tod deines Großvaters
04. October 2004 22:31
tut mir sorry
hab schon 2 weizen getrunken gehabt
ich weiss is montag


Grüße vom Lenny
Re: Der Tod deines Großvaters
04. October 2004 22:45
Hi

Hm, so ein in die Vergangenheit Reisender wuerde also paralell zu seiner juengeren Ausgabe existieren. Wenn er exakt an den Abreisepunkt zurueckkehrt sogar als doppelte Ausgabe.
Das Paradoxon ist auch gut :-) Der Umweg ueber Opa und Oma ist gar net notwendig.
Wie der momentan der Stand der Dinge bezueglich Zeitreisen in die Vergangenheit ist, weiss ich nicht so genau.
Jetzt wo schon Professoren hier indirekt mitlesen, muss man ja vorsichtig sein :-) (Dachte immer HIWIS werfen so Art Post in den Papierkorb)
Mit Einstein wird Zeit zwar als Dimension betrachtet, aber mit einem komplexen Vorzeichen: j*C0, j=imaginaere Einheit.
Zeit ist also bei Einstein etwas imaginaeres. Anders als eine Raumdimension und man kann nicht beliebig darin herummarschieren.
Jedenfalls nicht in jede Richtung.
Klar kleine Zeitreisen in die Zukunft machen wir ja tagtaeglich. Sobald wir uns bewegen. Warum treten hier eigentlich keine Paradoxen auf ?
(Das Zwillingsparadoxon ist ja im Grunde genommen keine echte logische Katastrophe.)
Mal grob: Wie sieht es bei einer Reise in die Zukunft aus in bewegtem und unbewegtem System ? Physikalisch merken davon die Reisenden gar nichts, ausser das in dem anderen System die Uhen eben anders laufen.
Man koennte ja auch hier naiv fragen: Muesste ich mich dabei nicht als alten Mann / Frau in der Zukunft begegnen ? Wir kennen die ART, deshalb fragen wir uns das nicht wirklich :-)
Ich kann bei der Abreise aber eben nur eines der beiden Systeme waehlen.
Wie koennte eine widerspruchsfreie Reise in die Vergangenheit aussehen ? Da macht die Abreise schon Schwierigkeiten. Denke das ganze geht letztendlich darauf hinaus,dass es selbstverstaendlich fuer uns ist,
dass wir in der Zukunft aktuell noch nicht existieren. Das macht die Reise in die Zukunft widerspruchsfrei. Aber !!! Wir halten es auch fuer selbstverstaendlich, dass wir in der Vergangenheit bereits existieren. Das ist die Ursache fuer die Paradoxen. Ein Platz in der Vergangenheit ist von uns eben schon belegt. Waehlen wir ein davon unterschiedliches System, in dem die Zeit rueckwerts laeuft, wir die Zeitreise realisieren, muessten wir zweimal existieren. Der Umweg ueber Paralelluniversen scheint da gar nicht so abwegig.
Aber existieren wir ueberhaupt in der Vergangenheit ?
Tja das muesste jetzt der Stoff fuer die Philosophen hier sein :-)
Die Vergangenheit selbst existiert in der Gegenwart schon nicht mehr.
Wie sollen wir in etwas existieren, dass selbst nicht existiert ?
Fuer Liebhaber der Symmetrie kann man auch so argumentieren:
Reisen in die Zukunft sind nur dann moeglich wenn wir dort noch nicht existieren. Solche Reisen sind experimentell nachgewiesen. Wir existieren in der Zukunft also noch nicht. Unter der Annahme von Symmetrie (ok gebs zu, nichts muss symmetrisch sein :-) existieren wir also auch in der Vergangenheit nicht.
Die Reise in der Vergangenheit wuerde dann so aussehen,dass dies eine
Vergangenheit ohne uns waere. Und zwar schlagartig. Den den richy,der diese Zeilen hier schreibt gibt es schon nicht mehr,wenn Du diese Zeilen gerade liest....
Naja, wer darueber nachdenken moechte.

@Konrad
Yepp jede Zeitreise als Iterationsschritt .... So habe ich das noch gar net betrachtet.
Komisch Deine drei Endergebnisse hab ich erst verstanden nachdem ich den Beitrag hier geschrieben habe.
Das gibt dann aber wirklich nen sehr komplizierten FILM:-)

>Der Trick ist der: Wer in der Zeit rückwärts reist, kann mit nichts und
>niemand interagieren, der in der Zeit vorwärts reist. Die Zeitrichtung >umzukehren ist zwar möglich (beim Eintritt ins schwarze Loch) aber mit >vollständigem Informationsverlust verbunden.

Ok, Hawkings ist nicht gerade mein Lieblingsphysiker ...
Was nuetz so eine voellig isolierte Zeitumkehr ? Dazu noch in einem schwarzen Loch ?
Das ist ja dann wirklich nur schnoede Theorie.
Diese Zeitreisenden waeren wohl ziemlich deformiert.
Genauso wie Deine Gewehrkugel.
Das naechste schwarze Loch vermutet man im Zentrum unserer Glaxie.
Also noch mach ich mir keine Sorgen um meinen Opa .

ciao
richy



Beitrag bearbeitet (05.10.04 14:39)
Re: Der Tod deines Großvaters
05. October 2004 01:22
Hallo,

genau, keine Vergangenheit und keine Zukunft. Hatte letztens etwas darüber gelesen: "Wie lange dauert ein Augenblick" oder so.

Es ist tatsächlich so: Wir Menschen können nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus der Zeit wahrnehmen. Nämlich etwa eine 30igstel Sekunde.

An die Vergangenheit können wir uns zwar erinnern, aber sie nicht wahrnehmen. Erinnerungen an die Zukunft ist ein schöner Titel, aber uns Menschen nicht möglich. Wahrnehmen können wir die Zukunft erst, wenn sie zu unserer Gegenwart wird.

Unsere Bewegungsrichtung ist aber eindeutig von der Vergangenheit in die Zukunft. Verschiedenen Geschwindigkeiten sind denkbar.

Die Umkehr der Bewegungsrichtung verwirrt unsere Sinne. Wir argumentieren immer so, als ob die Vergangenheit unveränderlich und die Zukunft noch unbestimmt sei. Das KÖNNEN WIR NICHT BEURTEILEN, denn wir können weder in die Vergangenheit, noch in die Zukunft schauen.

Wenn Vergangenheit und Zukunft symmetrische Eigenschaften besitzen, so müssen wir akzeptieren, dass

entweder: Es weder eine Vergangenheit, noch eine Zukunft gibt. Die einzige Realität ist dann die Zeitscheibe, die wir Gegenwart nennen.

oder: Sowohl Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Bestandteil unseres Universums sind.

Mir gefällt die zweite Variante besser. Dann stellen sich aber die Fragen: Ist die Vergangenheit veränderlich? Ist die Zukunft veränderlich?

Bei Symmetrie haben wir den Schlamassel. Sind beide unveränderlich, so verlieren wir den Glauben durch unser Tun irgendetwas bewirken zu können.

Sind aber beide veränderlich verlieren wir die kausalen Zusammenhänge zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

So duster im Gefühl habe ich, dass es aber genau so gehen müsste.

Konrad

Abschweifung: Richy, Du erinnerst Dich doch noch an die Lösung unserer Polynomgleichungen. Wir mussten dazu die Iteration RÜCKWÄRTS laufen lassen....
Re: Der Tod deines Großvaters
05. October 2004 01:42
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Das Ende der Ewigkeit von Isaac Asimov

Da wird von einigen Leuten in der Zeit vor und zurück gereist, wie andere täglich zur Arbeit fahren.

Konrad
Re: Der Tod deines Großvaters
05. October 2004 03:06
Hi Lenny

Tut mir Leid wenn Du Dich mit meinem Beitrag persoenlich angegriffen gefuehlt hast. Sorry das war nicht der Zweck.
Hast mit dem Thema ja auch ne richtig schoene Diskussion gestartet.
Jedenfalls mehr Resonanz als zu einer typischen Anfrage:
Hey koennt ihr mir hier mal erklaeren was ein Doppelpendel ist !
Hab bei meinem Beitrag auch nicht so sehr darauf geachtet wer denn hier nun was geschrieben hat.
Mit dem Opa.
Hast Du Dir diesen Wiederspruch eigentlich selbst ausgedacht ?
Das waere klasse. Dieses Paradoxon ist ansonsten eher ein Standard.
Ein Beispiel eines rueckgekoppelten Systems aus dem Bereich Zeitreisen.
Passt also schon in die Chaostheorie. Besser als eine Filmkritik.

Natuerlich sollte es hier moeglich sein alle Arten von Ideen zur Diskussion zu stellen. Wenn nicht hier wo dann ? Blos, Du musst dann auch damit rechnen, dass deine Ideen eben auch kritisiert werden. Zum Beispiel wenn da Teile im Wiederspruch zu momentan plausiblen momentan anerkannten mathematischen physikalischen philosophischen Vostellungen stehen.
Irgendwie wollen wir ja auch serioes bleiben. Die Chaostheorie ist ja auch nicht unbedingt die serioeseste mathematische Diszipling.
Daher dieser Beitrag von mir. Wollte nur bischen etwas korrigieren.
Im Plauderton. Ok ging daneben :-)

Aha, dachte bisher Zeitreisen in die Vergangenheit sind voellig unmoeglich. Wusste ich auch nicht, dass Hawkins inzwischen anders denkt.
Hab also auch was dazugelernt.
Very tricky,er benutzt da ein schwarzes Loch. Am Ende laeft die Zeit
rueckwaerts. Isoliert, absolut. Also ich weiss net.
Vielleicht laeuft die Zeit momentan ja schon rueckwaerts, blos wir merken das nicht hehe.

>Ich interessiere mich sehr für Zeitreisen aber nicht im MATHEMATISCHEN >sinne sondern mehr als Unterhaltung, Überlegung.
>Mir macht es Spaß sich damit auseinanderzu setzen.

Unterhaltung, Ueberlegung, Spass, Paradoxon, das sind ja eigentlich
gerade DIE mathematische Faktoren. Denke davon lebt auch dieses Forum hier. Fuer Wichtigtuer gibt es bestimmt bessere Platformen mit breiterem Publikum. Wenn jemand hier sich gerne wichtig machen wollte, wuerde er wohl besser Beitraege ueber die Wasserkuehlung der neuesten PC Generation schreiben.
ciao :-)
richy

PS: Regestriere dich doch hier. Dann kannst du deine Beitraege bearbeiten.



Beitrag bearbeitet (05.10.04 14:41)
Re: Der Tod deines Großvaters
05. October 2004 22:27
Hi Konrad
> "Wie lange dauert ein Augenblick"

Genau das habe ich in meinem Beitrag gemeint.
Oder auch wie lange dauert die Gegenwart. Die muesste eine Singularitaet darstellen.Im Weltbild von Heim stellt sich das Problem nicht, da es kleinste Raum und Zeiteinheiten gibt. Aber das gilt ja nicht :-)

> Wir argumentieren immer so, als ob die Vergangenheit unveränderlich
> und die Zukunft noch unbestimmt sei.

Genau das war auch mein Kritikpunkt.

> Wenn Vergangenheit und Zukunft symmetrische Eigenschaften besitzen...

Hoffe es ist klar, dass das nur eine recht willkuerliche Annahme von mir war. Koennte auch unsymmetrisch sein, wie sich das jeder eben vorstellt. Die Vergangenheit "existiert", die Zukunft jedoch nicht. Dann entstehen aber eben solche Widersprueche bei Zeitreisen.

> Du erinnerst Dich doch noch an die Lösung unserer Polynomgleichungen.
Klar ! Und sind mir bei der Thematik auch gleich eingefallen.
Hier gab es keine Symmetrie. Der Unterschied je nach Berechnungsrichtung sogar sehr drastisch.
Ob das rueckwaerts gehen in der Zeit vielleicht auch zu Mehrdeutigkeiten fuehrt ?
Schade, dass wir an den Polynomen nicht mehr weitergebastelt haben.
Schon verrueckt. In der Vorwaertsrichtung erhielten wir einfach die Iterationswerte der logistischen Gleichung. Im Rueckwaertsgang dagegen die komplexen Nullstellen des "Vorwaerts-Uebertragungspolynoms" minus
dem invarianten Punkt zu dieser Iteration. Komplexe Schnittpunkte der Geraden c=yoi mit dem Polynom.

Denke ich stoebere nachher nochmal in unseremThread von damals.
@ccm
Die Anhaenge von damals (Bilder) sind wohl in ein Paralelluniversum entfleucht :-) ?


ciao
richy



Beitrag bearbeitet (06.10.04 01:06)
Re: Der Tod deines Großvaters
07. October 2004 20:58
Ja die Bilder sind in eine Parallelforum entfleucht.

Beim Umzug verloren gegangen, ich hab sie zwar noch auf meinem PC und wollte sie auch mal wieder hochladen, aber das ging nicht und so hab ich es nicht mehr probiert.

@ccm wie ist hier der status

1. geht hochladen wieder
2. könntest Du uns helfen, wenn Richy und ich uns die Arbeit machen und unsere alten Beiträge wieder mit den richtigen Bildern versehen. (Damals noch leider ohne Anmeldung, deshalb geht "Bearbeiten" nicht)

grüße
Konrad



Beitrag bearbeitet (07.10.04 21:00)
Re: Der Tod deines Großvaters
08. October 2004 02:35
Hi Konrad
Ich bin gerade dabei einige unserer Threads auf meiner Homepage inclusive Bildmaterial zu rekostruieren.



Beitrag bearbeitet (08.10.04 15:59)